Kleine Regenwald-Biotope

Wer nicht hören will .......









Ob das Tier nun aufgrund der Fehler gleich akut erkrankt,
oder einfach wieder aus dem Becken gefangen werden muss
um die Fehler beheben zu können.


Es ist eine zu vermeidende Belastung
wenn man es gleich richtig macht.

Also versucht Euch zu belesen,
ehe Ihr mit dem Terrarium beginnt!

Dazu muss nicht unbedingt nur meine Homepage als Referenz dienen.

Doch habe ich in meinen Anfangszeiten
in den Jahren 2001 bis 2006
 einige Erfahrungen sammeln können,
die nicht allesamt positiv waren.
Deshalb glaube ich schon beurteilen zu können
was funktioniert und was eben nicht.

Es gibt so unzählige Bücher, DGHT-Foren, Facebook Gruppen
sogar kostenlose Broschüren diverser Hersteller
die zeigen wie man ein Regenwald-Biotop einrichten sollte.

Nutzt man das Internet, das so genannte Schwarmwissen- sollte man manche Leute die ihre geistigen Ergüsse zum Besten geben, vielleicht mal durchleuchten beziehungsweise recherchieren was diese jungen Anfänger bisher selbst auf die Beine gestellt haben.

Denn leider führt nicht alles was da so geschrieben wird
zum erwünschten Erfolg.




Ich möchte hier einfach kurz aufzeigen
was passiert,
wenn man nicht auf die alten,
erfahrenen Säcke hört.


-Korkprodukte im Terrarium

-Stehendes Wasser und Bakterien

-Erde oder loses Substrat im Terrarium

-Zu nasse Haltung und Ihre Folgen

-Optimale Lösungen für schräge Böden

-Waldmoose aus unserer Natur

-Größe der Terrarien

- der neuste Aufreger
Kokosmatten









Korkrückwände, Korkröhren, Korkäste im Regenwaldterrarium.

Wie bereits in der Rubrik Terrarien Einrichten beschrieben ist Kork nicht der geeignete Werkstoff für den Einsatz im Regenwald-Terrarium.


Auch schwere und natürlich aussehende Äste werden in feuchter Umgebung irgendwann den ersten partiellen Schimmelbefall zeigen.
Mit den Jahren zeigt sich dann der erste Verfall.
 
 

Korkröhren die aufgrund des frei gelegten Bastes, noch anfälliger gegen Wasser
und Schimmel sind, werden im Laufe der Jahre komplett zersetzt werden.
Ihnen fehlt bereits zu Anfang die Stabilisierung durch den harten Eichekern.


Doch auch bei Korkeichenästen löst sich irgendwann die Rinde
vom verstärkenden Holzkern.


Was die Feuchtigkeit nicht erreicht,
vollenden dann die im Becken verbleibenden Futtertiere.



Korkröhren und Plattformen aus Korkrinde brechen gerne herunter,
sobald das Material einen gewissen Verfall aufweist.

Spätestens dann, wenn das Gewicht der Feuchtmasse
die Statik der Korkröhre zum Erliegen bringt,
liegt das zerbrochene Material auf dem Boden des Beckens.

Aber nicht nur das allseits bekannte Problem des Schimmels
und des Zersetzens sehe ich im Terrarium kommen.

Alle Becken die ich bisher
in Augenschein genommen habe
und dessen Interieur aus
Korkeicherinde oder Korkeiche bestand- ,
hatten ein massives Problem mit Schnurfüssern Schnecken und Planarien.



Dinge die der Froschhalter nicht braucht.





ich schreibe hier über den Einsatz
in der feuchten Umgebung eines Regenwald-Terrariums.

Es gibt sicherlich Einsatzbereiche da sind große Korkäste oder Röhren
die absolut perfekte Lösung. Doch in Verbindung mit Wasser
und anhaltender Feuchtigkeit halte ich Kork als absolut ungeeignet.



Eines meiner ersten Becken von 2001 mit einer Korkrückwand,
welche sich nach drei Jahren in ihre Bestandteile auflöste.

Also weiß ich aus eigener Erfahrung von was ich hier schreibe
und was ich in meinen bisher 19 Jahren in der Terraristik gesehen habe.

Ich weiß von langjährigen Froschlern,
mit 40 und mehr Jahren Erfahrung in der Terraristik
dass auch die vielfach geliebte Schwarzkorkplatte
den vorherrschenden Bedingungen nicht mehr als drei Jahre stand hält.
Für mich unverständlich weshalb sie in unserem Hobby
immer noch Verwendung findet.

In den 70er und 80er Jahren hatte man nichts anderes zur Verfügung, doch heute sind wir mehr als verwöhnt mit dem was der Fachhandel uns bietet.

Wer will denn freiwillig jede drei Jahre sein Becken neu gestalten.

 

Gerade wenn die Rückwände schön bewachsen sind,
fange ich doch nicht freiwillig wieder von vorne an.
Für mich absolut unbegreiflich, absolut nicht nachvollziehbar,
denn gespart habe ich da letztendlich gegenüber
einer beständigen Einrichtung auch nicht.








  so genanntes
Stagnationswasser
ist besonders häufig Träger unerwünschter und schädlicher Stoffe.

Eine seit 1999 wohl jedem bekannte Bakterie ist die Legionelle, auf die in Deutschland fast jede Trinkwasserleitung geprüft wurde.

Legionellen sind bewegliche Stäbchenbakterien, die in nahezu allen Gewässerarten – auch im Grundwasser – vorkommen können.

Es gibt mindestens elf Legionellen-Arten, die dem Menschen aber auch unseren Pfleglingen schaden können und die Legionärskrankheit verursachen. Von diesen löst Legionella pneumophila am häufigsten (80%) Lungenentzündungen aus. Legionellen lieben Feuchtigkeit und relativ hohe Temperaturen und kommen in der Natur im (warmen) Süßwasser vor.
Sie treten aber auch in schlecht gewarteten Süßwasseranlagen des Menschen auf - und das dann mitunter in Massen.

Gehen wir einmal von einem 50er Standard Würfel aus,
das Terrarium hat eine Schenkellänge von 50x50cm davon sind nun 10cm Bodenaufbau meist durch Hydrokultur oder
Hydro Drain Ton Substrat.
Bedenkt man der Wasserverdrängung der Drainage fässt das verbleibende Volumen bei solch groben Substrates ca. 12-15Liter Wasser,
welches nun erst mal lange Zeit im Becken steht.

Abgesaugt wird meist erst dann, wenn der obere Bodenbelag
aus Xaxim, oder Pinienrinde versumpft.

Da braucht mir keiner kommen und sagen nee ich mache das regelmäßig.

Meist wird das Ansteigen des Wassers gar nicht erst entdeckt, weil die obere Laubschicht das Malheur überdeckt.

Bei einem Gespräch mit einem Fachveterinär habe ich erfahren, dass die häufigste Erkrankung bei Amphibien der Wurmbefall sei, direkt gefolgt von Lungenerkrankungen und Häutungsproblemen wegen zu feuchter Becken.



Aber nicht nur Legionellen finden hier optimalen Nährboden zur Verbreitung.
Hier einfach mal Bilder von Becken die nach Ablassen des Wassers die vorherrschenden Probleme Preis geben.

Rückwand aus PUK 446E 2K- dunkel eingefärbter PU-Parkettklebstoff
beflockt mit Humus-Erde-Pinienrinde-Gemisch
die Beschichtung
hat sich im Oberen Bereich bereits völlig gelöst.

Unten knapp über dem Bodenbelag
sieht man noch einen kleinen verbleibenden Rest.

Boden aus Hydrokultur, Drainagevlies und Pinienrinde. Nach massiven Schimmelbefall wurde das Becken ganz neu überarbeitet.

Nächster Fall:
Identische Problematik im nächsten Becken:


Hier wurde die Drainage aus Hydrokultur nur mit Laub bedeckt.
Die Rabatten aus Weißtorfplatten die zur Stützung
des nach hinten in Stufen ansteigenden Bodens genutzt wurden,
zeigen selbst nach abtrocknen des Beckens noch Schimmelbefall auf.



Das Becken als es noch nicht trocken gelegt war.
Artgerechte Tierhaltung sieht anders aus.

Ein anderes Becken, welches zwar keine Dendrobaten beherbergt, sondern Vampirkrabben
Doch das Ausmaß der Katastrophe ist identisch.


Ich verstehe nicht warum man nicht eher
in verschiedenen internationalen Gruppen um Hilfe gefragt hat.
In diesem fortgeschrittenen Stadium hilft nur ein Neuanfang.

Und da hilft auch nicht der Trugschluss, man müsse ein Becken nur mit ausreichend Asseln und Springschwänzen animpfen, um dies zu vermeiden.

Bevor sich die Tiere an Schimmel zu schaffen machen, ernähren sie sich von
verrottendem Pflanzenmaterial, weichen Humusbestandteilen und Aas.

Bei leichten Schimmelbefall kann immer mit durch Huminsäuren angereicherten Wasser besprüht werden. Mehr hier:

https://www.froschmichl.de/Raumklima-Luftentfeuchter-Schimmelbek.ae.mpfung.htm





 


Ein Thema, welches immer wieder zu heißen Diskussionen
bis zu riesen Auseinandersetzungen führt.

Eines dieser Substrate ist Lucky Reptile Jungle Bedding
Laut Hersteller eine besondere Terrarienerde.
Hier handelt es sich um eine Erdmischung mit Sand
speziell für die Anwendung in tropischen Terrarien.

Das Terrariumsubstrat/ Terrarieneinstreu besteht aus hochwertigen Materialien und basiert auf einer ausgeklügelten Rezeptur.

Dieser Humus für Terrarien ist strukturstabil und verfügt über eine exzellente Wasserspeicherfähigkeit. Ist das Terrarieneinstreu ausgetrocknet, saugt es sich schnell wieder mit Feuchtigkeit auf.

 

Dieser Bodengrund für Waldbecken hat einen pH-Wert von ungefähr 5,5 bis 6,5. Damit ist er dem der Laubstreu-Schicht im tropischen Regenwald ähnlich. Es wurden keine Netzmittel oder Düngerzusätze dem Terrarium Bodengrund hinzugefügt.

Damit das tropische Terrarium nicht durch einen Stau an Feuchtigkeit versumpft, bietet es sich an, eine Drainageschicht unter dem Lucky Reptile Jungle Bedding einzurichten. Dies kann beispielsweise mit dem Lucky Reptile Hydro Drain sowie mit dem Lucky Reptile Hydro Fleece erfolgen.
Der Lucky Reptile Jungle Bedding wird in zwei praktischen Größen abgegeben, zum einen als 10 Liter-Beutel, zum anderen als 20 Liter-Beutel.

Soweit die Beschreibung des Herstellers


 

 

 

Schön auch das Bildchen von dem Leucomela auf der Verpackung, die den Anfänger noch mehr in die Irre führt.

Das Substrat besteht zumeist zu einem Großteil
aus organischen Bestandteilen wie Torf oder Humus.
Der mineralische Anteil fällt im Allgemeinen sehr gering aus.

Trotz alledem zeigt sich in einem Becken, welches von Wurzeln
und großen Bromelien überlagert ist und somit so gut wie keine
Durchlüftung bietet, dann bald folgendes Bild:

Die Oberfläche schimmelt!


An der Schnittstelle zwischen Drainage und Erdschicht zeigt sich folgendes Bild.



Ich will hier nicht nochmals auf Dinge eingehen,
die ich in meiner Rubrik Krankheiten bereits
ausführlich behandelt habe.


Doch einfach zur Stützung meiner Aussage,
dass loses Substrat in einem Dendrobatenbecken
nichts, aber auch gar nichts zu suchen hat-

will ich auch hier auf ein noch viel gravierenderes Problem
als Schimmel hinweisen:

Darmverschluss durch mit der Nahrung aufgenommenes Erdsubstrat.


Folgendes Bild zeigt einen Azureus der vor Schmerzen seine hinteren Extremitäten anzieht somit seinen Anus am Boden entlang schleift.

Eine unnatürliche Körperhaltung, die bereits Anlass zur Sorge bereiten sollte.

An der Fülle des Körpers kann man auch erkennen,
dass er entweder bald einen Darmvorfall bekommt, also sich der Darm aus dem Körper drückt oder das Tier irgendwann schmerzhaft verendet.

HIER IST GEFAHR IN VERZUG !!




Der Grund für den Darmverschluss wird auf diesem Bild gleich mitgeliefert, hier wurde einfach ein Coco Brick in Wasser aufgelöst und als Bodenbelag genutzt.

Warum das Tier durch das lose Substrat leidet
erfahrt Ihr hier:

https://www.froschmichl.de/KRANKHEITEN.htm#Darmvorfall


Beginnender Darmvorfall Dendrobates Auratus



Bakterielle Infektionen der Haut verursacht durch
zu feuchte Haltung der Tiere
.


manch einer meint es noch gut und bietet sogar ein mit Sphagnum angereichertes Substrat an, denn es sind ja Frösche, die brauchen feucht



Ein großer Trugschluss !!

wir halten hier nun einmal Baumsteiger,
die zwar eine hohe Luftfeuchtigkeit benötigen.

Welche aber nasse Bereiche und Wasser meiden.
Sitzt ein
Dendrobatidae im Wasser,
-ist er entweder alt und wird bald sterben,
-er ist krank-
-oder er nimmt Wasser auf,
um seine Gelege zu befeuchten.

Andere Erklärungen gibt es dafür nicht.
Denn unsere Tiere hassen nasse Füße.

Zu nasse Haltung und versumpfte Becken haben meist Lungenprobleme, Häutungsprobleme und Bakterielle Infektionen zur Folge.




Symptomatik: Tiere haben verfärbte Hautstellen
und sitzen ständig im Wasser.

Diagnose:
Bakterielle Infektion der Haut

Behandlung: Tiere müssten isoliert und trocken gehalten- 
und mit  einem Antimykotikum behandelt werden





Nehmen wir mal dieses Becken
und analysieren alle Bestandteile und dessen Beschaffenheit.


Hier wurden große Weißtorfsoden aufgetrennt
und an der Rückwand hochgemauert.

Problem des Weißtorfes ist seine Beschaffenheit,
sehr weich, sehr saugstark, ungebunden grobfasrig.
Es fehlt ihm an 'Materialfestigkeit'
oder auch Rohdichte.

Es hat keine hohe Beanspruchbarkeit gegenüber mechanischen Belastungen.

In Verbindung mit Wasser wird diese Materialfestigkeit noch mehr geschwächt,
bis es zu einem kompletten Versagen kommt.

Dieses Becken wird ganz sicher gut bemoosen.
Aber die Tiere werden es einfach nur nass haben.
Es wird in diesem Becken kein Bereich angeboten,
an dem es wirklich trocken ist.




Das Weißtorf wird unter Garantie , nicht formstabil bleiben,
denn die Platten werden sich bald Schüsseln [verziehen].
Auch wird die Volumenzunahme der Weißtorfsoden
zur Folge haben, dass die Torfziegel an der Rückwand,
(die hier press verlegt wurden)
sich gegenseitig verdrängen und nach außen drücken werden.
Ich gehe sehr stark davon aus, dass sich auch einige Ziegel lösen werden,
weil das Silikon keine zugbelastbare Bindung mit dem Torf eingeht.
Dies ist keine Theorie,
sondern eine Erkenntnis aus der Praxis




Die Wurzeln aus Mangrovenholz sind absolut erste Wahl.







Drainage aus Blähton, darauf eine Moosgummimatte und Soden aus Weißtorf,
die sich vollsaugen werden wie ein Schwamm.
Als Bodenbelag ist nur schwarz- bzw. Brenntorf geeignet.










'Ein weiteres Musterbeispiel'

analysieren wir mal die Bestandteile
und dessen Beschaffenheit.




hier wurde nicht mal im Ansatz eine Drainage verwendet,
was die Sache sehr interessant macht.
Ich werde die Entwicklung des Beckens sehr aufmerksam verfolgen.

Wenn es überhaupt Bilder geben wird.



Doch interessieren mich solche Projekte
"beabsichtigt gegen die Warnungen von Profis!"
immer am Meisten.



Der PU Schaum in der Mitte soll zu einem Bachlauf geschnitzt und beflockt werden.

Mal davon Abgesehen dass das Wasser sicher nicht den Weg gehen wird,
den der Konstrukteur sich hier erdacht hat,
wirkt die Beflockung wie ein Docht-
und gibt das Wasser aus dem Rinnsal
an das Torf im Terrarium ab.


Die Torfsoden stehen zudem voll im Wasser.
-Das wird eine richtige Torf-Pampe-

Bemoosen wird das Becken sicherlich ganz gut.
Wenn man hier nur mit Moossporen animpft,
ist bald alles grün,
Saures und feuchtes Klima mögen fast alle Moose.

Die Soden werden zwar sehr weich werden
aber nun ja. Dieses Thema wurde nicht schon genug in allen Foren und Facebook-Gruppen diskutiert.

 - Hauptsache gegen den Strom -

Zumindest Schimmel wird durch die angesäuerte Umgebung keinen geben,
dafür sorgt der Torf.

Doch das Becken wird sehr sumpfartig werden.

Die Weißtorfsoden die voll im Wasser stehen werden sich mit Wasser sättigen und die Pumpe bald leer laufen weil der Rücklauf des wassers
nicht mehr gewährleistet ist.

Warum bauen die Leute einfach darauf los,
statt sich erst mal mit den Materialeigenschaften der verwendeten Materialien auseinanderzusetzen.



Wer einmal ein solches Becken auseinander genommen hat,
welches ausschließlich mit Weißtorf bestückt war,
weiß dass man hier keine Soden aus dem Becken nimmt
sondern gelöstes Torf, welches man in der Hand zerbröseln kann.





Tiere die in diesem Becken leben werden,
werden sicher unter den dauerfeuchten- und sumpfartigen
Bedingungen leiden.

Ich habe vor Jahren ein 525Km entferntes Becken begutachtet, in welchem adulte Tiere Symptome aufwiesen, die mehr als alamierend waren.

Es handelte sich hier um ein Terrarium mit den Maßen 70x70x100.
Eine Maßanfertigung aus Glas mit Flügeltüren
welches samt Besatz gebraucht gekauft wurde.

Aus Bildern konnte ich nicht alle Probleme erkennen,
die Ursache für den Wachstums-Stillstand der Tiere verantwortlich waren,

Die ganze Technik war integriert
und für eine handwerklich unbedarfte Person nicht zugänglich.
Bilder mit den damaligen Handys ließen zu wünschen übrig,
Lösungsvorschläge zu vage.
Deshalb fuhr ich hin um das gesamte Malheur in Augenschein zu nehmen.

Angekommen traf mich fast der Schlag.
Hier lag eigentlich alles im Argen.

Das Becken hatte keine Frontlüftung
Oben waren zwei 12cm Ventilatoren,
die beide Luft in das Becken bringen sollten.

Das Becken war eher ein Palludarium mit Wasserteil,
auf dem ein Gebilde aus Torf und Wurzeln aufbaute.

In den unteren Regionen war alles morast- oder sumpfartig
in den oberen Regionen war aufgrund
der nicht Amphiniengerechten Beleuchtung
alles Steppenartig vertrocknet.

Am liebsten hätte ich das Terrarium mit einem Vorschlaghammer zerkleinert...
Denn als ich die Tinctorius Citronella herausgefangen hatte und die Papiere einsah wusste ich hier dürfe kein Baumsteiger mehr einziehen.

Messen doch gesund gewachsene Tiere dieses Morphes ca. 55mm
kamen die Tiere die hier vor mir in den Übergangsdosen saßen,
knapp 25mm und dies in einem Alter von 3,5 Jahren.

Also hatte sich das Wachstum wohl kurz nach dem Landgang eingestellt.

Von den vier Phyllobates Vittatus konnte ich nur zwei Tiere finden, obwohl ich das Becken und das morastartige Interieur fast archäologisch zerlegte.

Obwohl mich der Zustand der Tiere zur Weißglut brachte,
wollte ich hier nicht entnervt abbrechen.
Ich hatte versprochen zu helfen.

Leider befand ich mich gerade in Thüringen und nötige Fachhändler und benötigte Handwerksbetriebe waren nicht unbedingt greifbar.

Also Tiere in einer Styroporbox versorgt,
Glastüren ausgehängt und verpackt.
Ein Plan der Abdeckung gezeichnet und bemaßt
um eine durchhängende Gaze
die das gesamte Becken abdeckte
gegen eine vernünftige Lösung zu tauschen.

Die Türen mussten unten mit je drei Glasbohrungen von 6cm
Ø versehen werden um einen Kamineffekt zu erzeugen und die vorherrschende Verwirbelung durch eine effektive Luftzufuhr von oben zu ersetzen.

Aber das Becken sollte auf jeden Fall bleiben,
es würde so schön zur Einrichtung passen.
Ein schöner Unterschrank in Schleiflack weiß
und passende Abdeckung waren fast wichtiger
als die Gesundheit der Tiere.




Die Kosten der Veränderungen am Becken
überstiegen die einer Neuanschaffung bei weitem.
Doch was macht man nicht alles,
wenn eine total verzweifelte Frau einen Dackelblick aufsetzt.

Letzendlich bekam das Terrarium einen Aufbau aus beflockten Styrodur,
eine Rückwand aus Xaxim und Savannenholz als interieur.

Die Türen bekamen Lüftungsabdeckungen in RAL9010
der Deckel bekam zwei Glasstreifen mit einer Gaze von 18cm Breite.
Zwei 10cm Lüfter saugten nur noch in Intervallen verbrauchte Luft ab.

Als Beleuchtung sorgten nun zwei LED Fluter mit je 10W für ausreichend Licht.

Die Beregnung bekam feinere Düsen und eine leisere Pumpe.

Die alten Tiere hatten noch ihr gnaden Dasein in meiner Quarantäne Anlage, wurden aber leider nicht mehr sehr alt.

Nach vier Monaten fuhr ich noch mal
525Km um als Überraschung Nachzuchten meiner Azureus in das eingefahrene Becken zu setzen.

Diese erfreuen sich noch heute bester Gesundheit.


Deshalb nehmt Euch diese Seite zu Herzen
vermeidet schlimme Fehler.


was diese zur Folge haben seht ihr hier:


https://www.froschmichl.de/KRANKHEITEN.htm




 
Waldboden ist etwas für Käfer, Skorpione, Schlangen,
Achatschnecken und Tausendfüsser-

 nicht aber für Amphibien


Weißtorf sollte nur in geringen Anteilen Einsatz finden
um damit kleine feuchte Bereiche anzubieten.

Viele Materialien führen einfach zur Versumpfung eines Terrariums.

Kork nimmt man als Pinnwand oder zur ökologischen Isolierung, es gibt sicher noch vielerlei Einsatzbereiche in denen Kork seine Daseinsberechtigung hat.
Im feuchten Regenwaldbiotop hat es aber wirklich nichts verloren!




Alternativen hält der Markt zur Genüge bereit
!






 

Ausgehend von einem 'standard' Dendrobaten-Terrarium
Mit Wassergraben, nach vorne abfallend angelegter Bodenplatte.
mit oder ohne Ablaufbohrung für Brauchwasser

haben wir folgende Möglichkeiten:




Auf die schräge Bodenplatte wird eine schwarze Filtermatte gelegt
Diese ist in verschiedenen Abmessungen erhältlich 50x50 und 100x100cm
und Stärken von 2/3/5 und 10cm  sogar die Dichte der Matte ist frei wählbar
10/30/45/60 ppi



für unsere Zwecke [als Drainage] ist nun eine ganz grobe Filtermatte mit 10 ppi erforderlich, als Boden für ein Aufzuchtbecken, welches nur mit Laub belegt wird ist eine feine Matte mit 45 oder 60ppi die einzig richtige Wahl, weil sich die kleinen Frösche im grobporigen Schaum mit ihren Beinchen verhaken können.



Nahaufnahme einer Filtermatte 20mm stark 10 ppi ideal als Drainage für Pinienrinde



Pinienrinde als Bodenbelag sollte unbedingt mit kochenden Wasser überbrüht werden um Keime und Schädlinge zu töten.

Staubfeiner Abrieb wie feinkörniges Material wird somit auch ausgewaschen. Würde man die Pinienrinde aus dem Sack ins Becken schütten, würden wir die Poren der Drainage verstopfen und ihre Wirkung somit aufheben. Nach kurzer Zeit werden sich schimmel und ungeliebte Schädlinge im Becken zeigen. Es bleibt somit jedem selbst überlassen ob er sich nun die Arbeit macht, die Pinienrinde zu sterilisieren oder nicht. Ich habe meinen Auftrag auf die Probleme hinzuweisen hiermit erfüllt.

Geeignet sind:
Pinienrinde mittel 15-25mm
Pinienrinde mittel 25-40mm




wie gerade angepriesen gibt es verschiedene Alternativen, eine davon ist Xaxim ausgesprochen Schaschim.
Eines meiner liebsten Werkstoffe, die so vielseitig verwendbar und einsetzbar sind. Xaxim ist für mich zugleich Drainage, fertiger Bodenbelag wie auch partiell Rück- oder Seitenwand.

Allerdings verwende ich das grobe Xaxim.
Es ist fast hölzern, sehr grobfasrig und bietet somit den Wurzeln der
epiphytisch aufgebrachten Pflanzen optimalen Halt.

Auch hier gilt, die Platten müssen mit kochenden Wasser überbrüht werden um Keime und Schädlinge zu töten. Aber auch ein 10-15 minütiger Aufenthalt im 100°C heißen Backofen erfüllt den Zweck.

Ein Wenig Pinienrinde auf die Oberfläche, ein paar zarten Äste
und man hat den Optimalen Boden, der niemals versumpft.

Noch ein kleiner Nachtrag...
XAXIM ist ein Naturprodukt, es gibt ziemlich lockere Platten
und es gibt weiter am Stamm geschnittene Platten
die zu sehr verdichtet- und somit als Drainage ungeeignet sind.



 

Epi Web

2013 war ich der erste der dieses Material im Terrarium verwendet hat,
jeder im Dendrobatenforum hat mich belächelt, warum ich einen Kunstoff auf den Boden lege und Teile meines Beckens auch noch mit einem 100% inaktiven Material
[Hygrolon®] bespanne um Moose anzusiedeln.

Zwei Jahre Später sah ich diese Materialien in fast jedem dritten Becken. Ich liebe diese Leute die sich erst dem Fortschritt verschließen, mich steinigen und mir später zu Kreuze kriechen.

Die Firma Röllke Orchideen war damals die einzige Bezugsadresse
Mittlerweile hat jedes gut sortierte Terraristikgeschäft diese Materialien im Sortiment.

Epi Web ist ein Produkt aus PET Kunststoff, daß nun seit 7 Jahren mit großem Erfolg bei Terrarianern eingesetzt wird. Obwohl es ein Kunststofferzeugnis ist, erinnert es an Farnwurzel und wirkt sehr natürlich, zersetzt sich aber nicht. Mit Schere oder Cuttermesser läßt es sich leicht in Form bringen, und mit Heißkleber oder Silikon leicht zusammenkleben.

Auch dieses Material kann direkt mit gewaschener Pinienrinde belegt werden oder auch direkt mit mehreren Lagen Laub.

Waren die Platten in den Anfängen noch lichtgrau,
fallen die heutigen Platten die in Brauntönen gehalten sind
noch weniger auf als ein schwarzer-
oder gar blauer Filterschwamm,
der die Optik eines Beckens empfindlich stört.


WEG VOM STANDARD?!

Für die, die etwas anspruchsvoller Arbeiten möchten und bei dem Anblick schräger Böden und Wassergraben nicht in Verzückung geraten
habe ich andere Rubriken auf meiner Homepage.


Unter NEUHEITEN
sind die Entstehungsgeschichten von acht
meiner neueren Becken dokumentiert.

Die Rubrik TERRARIUM EINRICHTEN
zeigt die Eigenschaften verschiedenster Materialien auf
die für unsere Zwecke sinnvoll sind.

die Rubrik TECH-WORKSHOP
Dokumentiert den gesamten technischen Bereich
vom Beschichten eines Terrariums
Wasser, Lüftung, Beregnung, Heizung
alles was das Herz eines Neulings begehrt.

die Rubrik BELEUCHTUNG
dokumentiert welche Verbrauchswerte
welche Leistungswerte die einzelne Beleuchtungstechnik hat.









dies hat meist schlimme Folgen

Xaxim z.B. hat sehr viele Zwischenräume in denen sich allerlei ansammeln kann.
Wenn man bedenkt welchen Weg dieses Material hinter sich hat,
dass es in Plantagen aufgestapelt auf abtransport wartet.
Danach noch ewige Zeit an Häfen der Welt auf Abtransport wartet.

Sind diese Bilder keine Überraschung:




 Feuchtes Xaxim schimmelt
Grund hierfür sind unzählige Bakterien
die sich in den Zwischenräumen angesammelt haben.


Hier eine Nahaufnahme


Aber nicht nur Bakterien sondern auch andere blinde Passagiere befinden sich in den Zwischenräumen. Kaum ist das Material feucht, haben wir unerwünschte Bewohner im Terrarium. Landplanarien, auch Xaximwürmer genannt.



Hier eine Nahaufnahme
 
 Diese können sich mangels Fressfeinde zu einer wahren Plage entwickeln.

Ich könnte hier unendlich viele Schädlinge aufzählen, die durch Naturmaterialien wie Torf, Xaxim und Anderen eingeschleppt werden.

mache ich aber nicht!

habe ich bereits auf folgender Seite getan:

https://www.froschmichl.de/Sch.ae.dlinge-im-Terrarium.htm





 
Einige 'Froschler' sind doch tatsächlich der Meinung
sie könnten durch einfaches Wässern
einer aus dem Wald entnommenen Mossplatte
alle darin angesiedelten Schädlinge töten.



Mit Wasser, klarem Wasser




sicher krabbelt eine Ameise oder kriecht eine Schnecke aus dem Wasserbad aber warum sollten Schneckegelege, Gelege von Hundertfüssern oder sonstiges wegen eines Wasserbades zerstört werden.

Das Erwachen kommt nach Einsetzen des Mooses in das Terrarium.

Teuer erstandene Pflanzen zeigen plötzlich Lochfraß!

Morgens zeigen wurmartige Spuren an beschlagenen Scheiben
dass sich hier nachts einiges im Becken bewegt,
von dessen Existenz man bisher noch gar nichts wusste.

Welche Untermieter man im Becken hat,
erfährt man nur durch einen einfachen Gurkentest.

Man legt am Abend eine Gurkenscheibe auf den Boden des Terrariums.
Diese lockt die Plagegeister an.
Nun muss man die Nacht vergehen lassen und bevor das Licht im Terrarium wieder angeht schauen, was sich hier alles um und auf der Gurke ansammelt. Nachdem das Licht an ist, sind die Schädlinge verschwunden.



Bilder die mir zugesandt wurden
Dieses Ergebnis in meinen Becken wäre mein Untergang.

Ich will gar nicht wissen, wieviele hundert Eier diese Schnecken bereits im Becken hinterlassen haben. Und eine Nacktschnecke liebt das Wurzelwerk
und die zarten Blätter meiner Miniatur-Orchideen.

aaaaaaaaaaah!

Ich würde ausflippen !


Doch nun wieder zurück zum Waldmoos.




Einheimische Moose haben einen riesigen Nachteil
sie benötigen eine Kälteperiode.
Bieten wir diese nicht an,
wird alles was wir mühsam aufgebunden haben,
nach einer gewissen Zeit sehr unansehlich.

Ich weiß von vielen Terrarianern, dass sie alle drei Monate neues Waldmoos suchen, weil das Alte leicht bräunliche Färbungen aufweist.

Wozu dann erst das Risiko eingehen,
mir die schlimmsten Plagen in das Terrarium zu holen.

Verdammt noch mal,
da gibt es Firmen da werden Moose unter Laborbedingungen gezüchtet.
Wenn man sich nicht allzu ungeschickt anstellt, kann man aus diesen
In-Vitro Kultur-Moosen ganze Teppiche zaubern.

Einblicke in ein von mir drei Monate zuvor eingerichtetes Becken.









Mit ein paar Tricks bekommt dies jeder hin.

Auch ein Thema welches ich bereits ausführlich behandelt habe

https://www.froschmichl.de/Moose-%26-Flechten.htm

https://www.froschmichl.de/Pflanzen-Moose-Hygrolon-Xaxim-Torf.htm

https://www.froschmichl.de/Bauphase8.htm




Hier gibt es klare Richtlinien


Gesamte Rechtsvorschrift für Tierhaltungsverordnung
Bundesnormen&Gesetzesnummer=20003860
Fassung vom 05.05.2020



Weiterleitung zur vollständigen Fassung
einfach auf den Link klicken:

https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20003860



30x40x35cm für 1.1 Dendrobates tinctorius

so gebietet es das Gesetz § 

Doch sagen die Haltungsempfehlungen
aller einschlägiger Institutionen und Fachleute

"mindestens ein 50er Würfel sollte es sein!"


30x40x35cm
das hat für mich so ein bisschen was von Transport-Dose

Wenn man seinem Tinctorius Paar etwas Lebensraum bietet,
dankt es Euch mit einer selbstverständlichen Präsenz und keinerlei Scheu.

Fehlt den Tieren die Sicherheit und Rückzugmöglichkeit
in die Tiefen des Terrariums
zeigt sich eine sehr große Fluchtdistanz.

Bietet man 50cm- besser noch 60cm tiefe Becken an.
  Zeigen
die Tiere ein ganz anderes Verhalten als bei 40cm Tiefe.
Je größer das Terrarium um so mehr Bewegung ist im Becken.

Auch bleiben die Tiere sitzen
obwohl man unmittelbar vor ihnen im Terrarium werkelt.

Glaubt mir, nicht um sonst habe ich solche Brecher
mit 80cm Breite - 60cm Tiefe und 120cm Höhe.

Gut da könnte jetzt so ein Argument kommen,
wie jetzt, meine sehe ich auch, die flüchten auch nicht
wenn ich vor dem Becken stehe.

Wohin denn auch, wenn ich einen 40er Würfel für ein Pärchen Tinctorius rechne
die eine durchschnittlichen Größe von 5-7cm haben, gibt es nicht viele Möglichkeiten sich zu verstecken, nur Ficus Pumilla an den Seiten und ein Topf mit einer Bromelie in der Mitte, bliebe da ja nur die Flucht hinter den Topf.
Ob es dem Tier dabei gut geht, gezwungener Maßen
auf dem Präsentierteller zu sein, sei nun mal von mir in Frage gestellt.







DER NEUSTE AUFREGER




Anfragen die zum Beispiel so lauten:

"Du schreibst ja auf Deinen Seiten gar nichts über Kokosmatten,
damit könnte man ja ein Froschbecken sehr günstig einrichten"

"Die anderen Varianten sind mir alle viel zu teuer"

"Hast Du da schon Erfahrungen?"



wie wäre es dann mit einem billigeren Hobby
Grashalme zählen zum Beispiel
oder Wolken beobachten?
Wolken beobachten ist echt cool
und das gibts für lau!

Ehrlich,
wenn jemand bereits mit dieser Einstellung
an ein Hobby herangeht,
dann hoffe ich da zieht niemals ein Tier ein!


Aber wenn wir schon gerade beim Thema sind
kommen wir doch gleich mal zu Kokosmatten



Kokosmatten haben meines Erachtens
-nichts aber auch gar nichts-
in einem Regenwaldbiotop verloren.


Als Fußabstreifer vor dem Froschraum vielleicht,
aber doch bitte, bitte  nicht im Terrarium.


Hersteller von Kokosmatten wiedersprechen sich auf ihren Verkaufsseiten sogar selbst.


Erst wird angepriesen,
Kokosmatten könnten dauerhafter Feuchtigkeit gut widerstehen:

Orginaltext:

Alle Vorteile
von Kokosmatten auf einen Blick:

  • Der hohe Anteil an Zellulose und Lignin macht Kokosmatten sehr strapazierfähig
  • Geflechte aus Kokosfasern nutzen sich nur langsam ab
  • Bakterien und Pilze haben bei Kokosfasern schlechte Chancen
  • Sie profitieren ebenso von der antistatischen Wirkung
  • Kokosmatten können dauerhafter Feuchte gut widerstehen
Dann wiederum schreiben die gleichen Hersteller
auf der identischen Verkaufsseite
einfach ein bisschen nach unten gescrollt
Oder die Seite wechselt:


  • Ständig in der Sonne liegend, altert das Material schneller.
  • Häufige Feuchtigkeit beschleunigt die Zersetzung.
  • Es hängt von der Nutzungsintensität ab.
  • Häufiges Waschen, begünstigt den Verschleiß.

Und dies ist ein Hersteller
der Kokosmatten für den Boden liefert
DIESE SIND MEIST AUF BESTÄNDIGE MATERIALIEN WIE Z.B. METALL AUFGEDREHT


Wenn wir nun eine solch süße Kokosmatte
mit schnuckeligen Täschchen für Pflanzen
in ein Regenwaldterrarium bauen.
[welches für mich eher etwas von ÖKO-Adventskalender hat.]


Dann brauche ich mich nicht wundern,
wenn irgendwan mal ein Frosch
kopfüber im Becken hängt,
weil sich ein Füßchen in den Maschen
dieser Matten verhakt hat.

Übrigens keine Theorie sondern definitiv schon passiert!

Oder dass dieses dünne Gespinnst aus Fasern
irgendwann man total verwittert
in Fetzen an der Seitenwand hängt.


Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden

Mein Chat war leider noch nicht zu Ende,



"Okay, das mit den Taschen geht nicht
aber der Zoo-Fachhändler hat noch so ein Rankgitter aus Kokosfasern"

"kann ich das nehmen, damit die Planzen daran hoch klettern können, dann klebe ich das auf's Glas"

Da brauchst ein Rezept für Betablocker!



Das an die Seitenwand
und gleich noch die Piratenflagge gehisst.

Ich halte das nicht aus.

Ich verstehe langsam
warum so viele der alten Garde
resignieren
und sich aus der Öffentlichkeit
zurückziehen.


Jetzt mal ehrlich,
was kommt als nächstes?
Batiktücher?
Flickenteppich?
Filz?



 

Wir richten hier immer noch
Regenwaldbiotope
für Dendrobaten ein?!?

oder habe ich was verpasst?



KURZ ZUR ERLEUTERUNG!

ich habe 2004
ein Kokosseilstücke mit Silikon bestrichen
und danach mit einem Humus-Gemisch beflockt.
Diese beflockten Seile habe ich
als Wurzel-Imitat auf eine Rückwand geklebt.
Bereits nach einem Jahr lösten sich
die Wurzel-Imitate in Wohlgefallen auf.

Dauerfeuchtes Klima ist der Tod
vieler Materialeien
Kokosfasern sind eines davon.


Also Finger weg!

Auch wenn es billig ist!