Quappenaufzucht

-Entwicklungsstadien /Gelegeentwicklung
-Quappenanlagen meine Erfahrungen
-Quappenfutter / Lebend / Trockenmischungen
-Wasserchemie / Quappentee/ Umkehrosmose
-Landgänger / Aufzuchtboxen


Entwicklungsstadien Quappen
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Gesund entwickelte Tinctorius - Quappe

Erfolg und Misserfolg liegen nahe beieinander, manchmal verwaist ein Gelege und verpilzt.
Dies kann viele Gründe haben !!!

Ich belasse grundsätzlich die ersten Gelege aller Amphibien im Terrarium bis das Elternpaar die ersten perfekten Gelege hinbekommt.

Zudem gibt es nichts schöneres als die Tiere bei einen Quappentransport zu beobachten.

Meine Becken sind so konstruiert, dass ohne weiteres einige Quappen ohne mein Zutun im Becken hochkommen können.

Es stehen in jedem Terrarium ca.20 Liter biologisch gefiltertes Wasser zur Verfügung.

Im weichen Wasser
GH >6d  KH 3°d pH 6,8 sind unmengen Mikroorganismen beherbergt und an den Schwimmfarnen
an der Oberfläche tummelt sich auch einiges an Springschwänzen. Die Ernährung der Quappen im Becken ist somit gesichert.
Die Landgänger im Terrarium stehen denen in der künstlichen Aufzucht in nichts nach, ich denke sie sind eher etwas robuster. Die Ufer der Wasserteile sind so angelegt, dass die Quappen ohne Probleme den Landgang bewältigen können.










Dieses ist ein verpilztes und unbrauchbares Gelege junger Mysteriosus, eines von fünf misslungenen Gelegen, bis es dann endlich mit der Pflege klappte. Der angeborene instinkt das Laich zu wässern reicht nicht aus um gleich die ersten Gelege durchzubringen. Das erfordert Übung.

Alle Dendrobaten, Phyllobaten wie auch Excidobates bewässern und Pflegen instinktiv ihre Gelege. Die geschlüpften Quappen werden vom Männchen in kleinste Wasseransammlungen transportiert, damit ist aber der Versorgungsauftrag der Eltern abgeschlossen und die Quappen sich und ihrem Glück absofort selbst überlassen.

Anders verhält sich dies bei Arten wie Oophaga pumilio und einigen wenigen Ranitomeya Arten, da wird das Gelege durchgehend von den Eltern gepflegt und gewässert. Die geschlüpften Quappen werden wie bei den Dendrobates Tinctorius vom Männchen in kleinste Wasseransammlungen "Phytotelmen" (Bromelientrichter oder Blattachseln transportiert), dort gut versorgt werden sie aber weiter versorgt.

Die Mutter legt eigens für die Verfütterung gedachte Eier in jede Phytottelme, in der sich eine Quappe befindet.

Diese dienen als Nahrung für die Quappe, andere Nahrung wird nicht angenommen. Bei Quappen dieser oophagen Arten ist eine Zeitigung ohne Zutun der Elterntiere fast nicht möglich.



Quappe mit Nähreiern in einem Bromelientrichter



mein Oophaga Pumilio Bastimentos mit Quappe auf der Suche nach einer Phytotelme


Mein Oophaga Pumilio Cristobal Männchen beim Quappentransport


Oophaga Pumilio Cristobal Nachzucht Landgang 2018







Oophaga Pumilio Cristobal Nachzucht Landgang 2018

(Wie immer gilt auch hier, Ausnahmen bestätigen die Regel : Erik Schoob ein bekannter Histrionica-Züchter hat auch diese These wiederlegt, indem er mit Nähreiern einer anderen Art erfolgreich Oophage Arten von Hand zeitigte.)


Grundsätzlich eine einfache und schöne Sache, wenn die oophagen Arten die Pflege ihrer Gelege selbst übernehmen.

Allerdings ist die Erfolgsquote bei diesen naturselektiven Arten viel geringer als bei einer Zeitigung der Quappen von Tinctorius, Phyllobates & Co.

Entdecke ich ein Gelege, welches gezeitigt werden soll, belasse ich dieses 2-4 Tage im Terrarium. Ich kann es nicht 100% sicher sagen, doch ich denke, das die Tiere beim Bewässern ihres Geleges nicht nur zuvor aufgenommenes Wasser auf das Laich geben, sondern dieses Wasser auch mit Stoffen anreichern, die das Gelege resistenter machen.

Gelege die Direkt nach dem Ablaichen entnommen werden, neigen sehr stark zum Verpilzen. Dagegen sind Gelege welche zuerst von den Eltern gepflegt wurden, ohne größere Ausfälle zu Zeitigen.

Ich habe in den Filmdosen, wie auch den Laichhäuschen Laub liegen, welches das Überführen des Geleges in eine Petrischale o.ä. sehr erleichtert.

Wichtig ist, dass die dunklen Seiten der Eier alle nach oben zeigen und das gesamte Gelege im feuchten liegt, dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass nicht zu viel Wasser in der Petrischale steht und die Eier gar überdeckt werden, es muß noch ausreichend Sauerstoff ans Gelege kommen.

Details dazu unter den folgenden Bildern:



kleines Azureus Gelege 5. Tag mit wenig mit Humminsäuren angereicherten Wasser.


Frisch entnommenes, 5 Tage altes Azureus Gelege in der Petrischale mit Deckel.


8. Tag, die Vier zappeln schon fleißig.


12. Tag, die vier Quappen sind wohlauf, entwickeln sich prächtig.


Der Wasseranteil kann leicht erhöht werden, aber vorsicht, die Eier sollten in diesem Stadium nicht von Wasser überdeckt werden.
Die Quappen sind erst zwischen dem 18. und 20. Tag bereit für die Überführung ins Wasser.




Azureus Quappe mit Hinterbeinen


Azureus Quappe mit Hinterbeinen

Azureus Landgänger


Gelege der  Dendrobates tinctorius Pic Matécho
schon etwas ertragreicher als bei den Azureus.



Nach einigen verpilzten Gelegen haben die Dendrobates tinctorius robertus nun endlich gleich drei gute Gelege abgesetzt. Die folgenden zwei Gelege, die wohl in Vergessenheit geraten sind, pflege ich nun selbst.

Das Paar ist ausreichend beschäftigt das erste, der drei Gelege zu wässern und das Männchen damit die Quappen abzutransportieren.



Gelege Tinctorius robertus 14.03.2018



Gelege Tinctorius robertus 14.03.2018



Gelege Tinctorius robertus 14.03.2018



Gelege Tinctorius robertus 14.03.2018


Gelege Tinctorius robertus 14.03.2018
hier schön zu sehen, eine Quappe liegt auf dem Kopf, der weisse Dottersack ist oben




Gelege Tinctorius robertus 14.03.2018
hier schön zu sehen, eine Quappe liegt auf dem Kopf, der weisse Dottersack ist oben



Tinctorius Robertus Gelege 21.03.2018



Tinctorius Robertus Gelege 21.03.2018


Tinctorius Robertus Gelege 21.03.2018


Tinctorius Robertus Gelege 21.03.2018
2 Quappen schwimmen bereits in Aufzuchtdosen



Wie mit allem im Leben verhält es sich auch im Hobby,
man lernt aus eigenen Erfahrungen und Beobachtungen.
Vor allem nutzt man die Erfahrung derer, die das Hobby bereits 20Jahre länger machen als man selbst.

Wobei ich selbst bereits 17 Jahre dabei bin und nicht ganz unbedarft habe ich noch lange nicht ausgelernt.


Ich schwöre mitlerweile auf 1l Plastikdosen und ordentlich Schwimmpflanzen zur Wasserreinigung für meine Quappen.

Ja und ich weiß, die Quappen haben in der Natur nur kleinste Wasseransammlungen (Phytotelmen) zur Verfügung.

Doch muss ich wirklich auch die widrigen Bedingungen der Natur nachahmen, haben meine Tiere nicht auch jeden zweiten Tag ausreichend Nahrung, während sie in der Natur manchmal Tage lang verzweifelt suchen.

Wieder zurück zum Thema, 1L Springschwanzdose, 500ml Wasser 2/3 Osmose 1/3 Leitungswasser und der Rest Luft, Deckel drauf und fertig.

Verdunstung gibt´s bei mir nicht möchte keine übermäßige Feuchtigkeit in der Wohnung.

Wöchentliche Wasserwechsel sind Pflicht.

Ich halte überhaupt nichts davon, gar keine Wasserwechsel vorzunehmen, wie es so manch Groskopferte meint, und nur das verdunstete Wasser nachzufüllen.

Man bedenke des Stoffwechsels der Tiere, der Ausscheidungen und sie schwimmen wirklich in manchen Anlagen bis zum Landgang in ihren eigenen Fäkalien.

Das sind denke ich diese Tiere, die man auf Börsen Kauft und die nach all dem Stress angekommen im neuen Bakterienstamm, tot umkippen.

Wenn sie nicht schon beim Transport sterben.

Aber so hat jeder seine eigene Auffassung von Qualität.

Genauso wie mit der Hygiene, verhält es sich mit dem Futter oder der Bestrahlung mit UV.

Der Eine hält es für zu vernachlässigen und der Andere legt Wert darauf 100% gesunde Tiere weiterzugeben und scheut dafür keine Kosten und Mühen.

Es gibt jetzt nur noch Platz für 60 Quappen und dann ist für mich Schluss.

Es soll ein Hobby bleiben und ich möchte es auch genießen können.

Bei 14 Terrarien und bis zu 400 Quappen da hörte der Spaß einfach auf, ich habe einen Anstrengenden Job und muss nicht noch mehrere Stunden Arbeit in eine Zuchtanlage stecken.

Und nur für den Großhandel zu züchten, für ein Schmerzensgeld ist den ganzen Aufwand nicht Wert.



Das Geld verdienen überlasse ich den ehrgeizigen, den Geldgierigen und auch den Verrätern des Hobbies, die Anderen Hobby-Kollegen die Behörde und den Zoll auf den Hals schicken, nur um sie als Konkurrenz auszuschalten.

Ein Trauriges Beispiel unserer Gesellschaft, die vor nichts Halt macht, sogar unbescholtene Leute und deren Familien einer Pein aussetzen, nur um noch mehr Geld zu scheffeln, obwohl sie eh schon preislich jenseits von Gut und Böse liegen.

Was haben die vielen Hausdurchsuchumgen ergeben, außer unnötigen Ärger? nichts! alle Tiere waren legal. Doch kann man den Ruf einer Familie  so schwer schädigen und manch einen zum Rückzug aus dem Hobby bewegen.

Ich hoffe sehr Jungs, ihr bleibt dabei und zeigt dem W...er dass Erfahrung, eine Gemeinschaft und Liebe zum Hobby stärker ist als das Geld welches er in sein Unternehmen Pumpt.

Sehr sehr traurig, wenn aus einem Hobby und einer Leidenschaft, harte Konkurrenzkampf wird.

Aua, jetzt drifte ich wieder gewaltig vom Thema ab.



Der Blick auf meine Dosen, leicht zu füttern Wasserwechsel leicht gemacht. Oben sieht man noch Dosen aus einer ehemaligen Quapenanlage mit Überlauf.



Quappen in sauberen Wasser und abwechslungsreich Ernährt sind groß:


hier eine Robertus Quappe genau 43 Tage nach der Lösung vom Laich. Für die ersten funktionierenden Gelege wirklich große Quappen.


Tinctorius Black Suriname Quappe, ebenfalls ca. 1,5Monate alt, für mich nichts Neues sie produzieren ohne Ende kräftige Nachzuchten. Da hole ich auch keine Gelege raus, sondern Quappen die mir täglich ins Wasserteil geliefert werden.

Streichholzbeine sind für mich ein Fremdwort, natürlich habe ich darüber gelesen, ja auch bei Anderen, gerade bei Pumis gesehen.

Genauso wie Verformungen des Rückrads aufgrund Vitamin B Mangels (Rachitis).

Bei mir dank UV und Vitaminen bei der Ernährung zum Glück fehlanzeige.

Doch Achtung!!!!

Gerade bei Vitamin A Präperaten aber auch BiPu Vital und Dendrocare oder Repashi können Überdosierungen leicht zu Todesfällen führen.

Hier sollte man sich wirklich belesen und Vorsicht walten lassen.



Aber erfahrene Tiere zeitigen ihre Quappen auch selbst:

Stolzer Dendrobates Tinctorius Robertus Vater mit Quappe 02/2018
Dendrobates Tinctorius Robertus Weibchen bei der Wasseraufnahme


Dendrobates Tinctorius Robertus Männchen mit Quappe


Dendrobates Tinctorius Robertus Männchen mit Quappe

Aber auch in anderen Becken kamen Nachzuchten hoch
hier meine Dendrobates Tinctotrius Patricia
2016


meine Dendrobates Tinctorius Patricia 2016

meine Dendrobates Tinctorius Patricia 2016
meine Dendrobates Tinctorius Patricia 2016


meine Dendrobates Tinctorius Graubeiner 2015

meine Dendrobates Tinctorius Azureus 2016



meine Dendrobates Tinctorius Azureus

meine Dendrobates Tinctorius Azureus

meine Dendrobates Tinctorius Azureus

meine Dendrobates Tinctorius Alanis 2015




meine Erfahrungen mit

Quappenanlagen


In den ersten Jahren wurden die paar Quappen die ich hatte, in den weißen Verkaufsdosen aufgezogen.

Mit den Froschbeständen stiegen auch die Nachzuchten, also suchte man nach Alternativen.

So habe ich mit mit Quappenanlagen gearbeitet, die ziemlich benutzerfreundlich waren, die Wasserwechsel in den Quappenbehältern wurden über Zeitschaltuhren geregelt über eine Pumpe von selbst durchgeführt.

In den Anfangszeiten eine wirklich hilfreiche Variante. Ich integrierte die zwei Anlagen sogar in die Terrarienanlage und modifizierte sie mit einer Plexiglasabdeckung und Landteilen falls doch mal eine Quappe schneller an land gehen sollte als vorgesehen.







Doch die Quappenbehälter waren eher was für kleinere Arten.
Das Fassungsvermögen mit 20 Quappen je Anlage war mit ansteigen meiner gehaltenen Arten plötzlich auch nicht mehr ausreichend.
Die F1 Quappen meiner Tinctorius Wildfänge hatten auch eine stolze Größe, so standen plötzlich wieder haufenweise Dosen herum.




Quappenanlage 2012/2015

mit transpatenten Schüben. Mit 70x120x40mm BxTXH
ausreichen groß auch für Quappen größerer Arten.
In der Anlage können bis zu 64 Quappen gleichzeitig aufgezogen werden.
Wasserwechsel müssen hier täglich von Hand gemacht werden.
Hat aber auch einen großen Vorteil, man hat den Zustand der Tiere täglich im Augenschein.

Nachteil größerer Arbeitsaufwand erforderlich.



















Im Bestrahlungs-Zyklus der Frösche im Terrarium-
bekommen auch die Quappen ihre Dosis an UV.

Hiezu dient eine OSRAM Ultra-Vitalux mit 300W Leistung.








Und wie bei den Futtertierzuchten liest man, tauscht sich aus und macht seine guten und weniger guten Erfahrungen. Und so ändert sich bei mir in der Quappenaufzucht Ende 2015 einiges.

Neuerungen 2015/2016


Glasbehälter mit Deckel für kleine Arten. Benötige ich nicht viel, 80% meiner kleinen Arten sind Eierfresser Oophagen, sie ernähren ihre Quappen mit unbefruchteten Nähreiern, eine künstliche ernährung ist nicht möglich.
Auch viele meiner Ranitomeya Arten ziehen ihre Quappen selbst hoch.
Taxiphyllum barbieri (javamoos) und Vesicularia ferrei(Weeping Moos)
sorgen für gute Wasserwerte.


500ml fassende, Lebensmittelgeeignete Plastikbehälter mit Deckel für große Arten.
Taxiphyllum barbieri (javamoos) und Vesicularia ferrei(Weeping Moos) sorgen für gute Wasserwerte. Ob es nun auf Dauer Plastikbecher bleiben werden, kann ich noch nicht sagen aber dieses Fassungsvermögen soll es bleiben und Deckel sind auch Pflicht.
Die wöchentliche UV Bestrahlung soll auch seine Wirkung zeigen, deshalb gehe ich davon aus das es Plastik bleiben wird.
100Behälter werden es letztendlich sein wenn der Umbau entgültig abgeschlossen ist.



Wasserwechsel sind jeden zweiten Tag fix eingeplant, bisschen aufwändig bei den vielen Behältern, aber die Wasserqualität macht sich definitiv bei der Qualität der Quappen und somit auch der Landgänger bemerkbar.











In der Natur sorgen viele Insekten für Futter.
Nicht nur die Mücken, die ihre Larven in allerlei Wasseransammlungen legen. Microorganismen im Wasser aber auch Pflanzliche Nahrung wie Blütenpollen stehen zur Verfügung.


Quappenfutter:
Auch die Quappen werden abwechslungsreich gefüttert.

1.Als Trockenfutter fertige ich ein Gemisch aus 100%Spirulina, Brennesselblättern, Blütenpollen, getrocknete schwarze Mückenlarven und vipagran baby, alles mit einem Mörser, zu einem feinen Pulver gemahlen und sparsam verfüttert.





Für mich ein wichtiger Bestandteil des Quappenfutters


2.Daphnia pulex lebende Waserflöhe drei mal die Woche.
Daphnien sind vor allem reich an Ballaststoffen und kurbeln somit die Verdauung der Quappen auf natürliche Weise an. Vor allem nach dem Verfüttern von ballaststoffarmen Futter sollten die Flöhe unbedingt als nächstes auf dem Speisezettel stehen.

3.Culex pipiens Schwarze Mückenlarven gefroren und kurz vor der Verfütterung aufgetaut. Die Mückenlarven bestehen zu 82 % aus Wasser, zu 10 % aus Eiweiß, 4 % aus Fett und enthalten die Vitamine A und D sowie wertvolle Ballaststoffe.

4. Weisse Mückenlarve Chaoborus (Corethra) plumicornis oder crystallinus.
Lebend der Nährwertgehalt ist nicht sehr hoch sie bestehen aus 89%wasser, 4%Protein bzw. Eiweis und <1 % Fett aber die Quappen sind fleißig am jagen.

5. Artemia lebend, da sie in Salzwasser gezogen werden sollten sie in einem Artemiasieb gut ausgewaschen werden.sie sind reich an Proteinen, Vitaminen und Spurenelementenfördern Vitalität und Abwehrkräfte







Wasserchemie:

 Da wir in unserer Region von relativ gutem Leitungswasser verwöhnt sind, erübrigt sich eigentlich eine Osmoseanlage. Zur Aufzucht der Quappen strecke ich das Leitungswasser mit „Quappentee“

Das bedeutet, dass ich in kochendes Wasser einige Erlenzapfen lege und über Nacht ziehen lasse. Das Produkt ist eine braune Brühe, die enthaltene Huminsäure macht das Wasser weich und leicht sauer ~PH 6,5 KH 3°GH 5° und wirkt dadurch Antibakteriell. Der Quappentee kann sogar bei geringem Schimmelbefall im Terrarium angewandt werden.



Erlenzapfen


Konzentrat aus dem Sud der Erlenzapfen

Da ich im ländlichen Bereich wohne und unbelastete Erlenzapfen Tütenweise sammeln kann, bin ich nicht auf den Kauf solcher Produkte angewiesen. Doch der Aquaristikfachhandel bietet Erlenzapfen wie auch Seemandelbaumblätter zum Kauf an. Beide Produkte haben die gleiche Wirkung auf die Wasserchemie. Auch das einheimische Eichenlaub bringt eine erwünschte Aufsäuerung des Wassers.

Zur Beregnung, die ich manuell 2x täglich mit einem Drucksprüher von Hand vornehme, benutze ich 50% lauwarmes Leitungswasser und 50% abgestandenes Wasser oder Regenwasser.

Die Qualität des Wassers prüfe ich in gewissen Abständen.
Dazu dienen Tropfentests oder Quick-Tests mit Teststreifen aus der Aquaristik.



Wie auch die Aufzucht der Quappen mit den Jahren immer mehr optimiert wurde, verhält es sich auch mit der Aufbereitung des Wassers.
So habe ich mir nun doch eine kleine Osmoseanlage zugelegt, die für meine Ansprüche und Wasserbedarf vollkommen ausreicht.





Osmodeanlage bei der Arbeit, Nutzwasser läuft in einen 50l Eimer mit Deckel.
Nutzwasserproduktion  ca. 130ml/min nicht unbedingt viel, doch mein Bedarf ist nicht hoch.
Mischingsverhältnis 1/3 Osmose mit 2/3 Leitung. Wert des Leitungswassers (12 °dGH) Wert des Osmosewassers (1°dGH)
.



Aufzucht der Landgänger

hierzu verwende 6 eigens angefertigte Plastikboxen mit Gazelüftung in Grössen von 58x38x17cm (B x T x H) .

Der Boden ist mit einer feinen Filtermatte ausgelegt, darauf lege ich gereinigtes und sterilisiertes Laub. Ideal sind Kakao-Blätter von Redfrog-Team Costa Rica, diese vermodern nicht, bleiben formstabil und bringen durch ihre Humminsäure noch ein leicht saures, weniger Bakterienanfälliges Klima in die Aufzuchtbox.

Als Versteck und klettermöglichkeiten liegen große Eichenrindestücke gestapelt übereinander, so biete ich trockene und auch feuchte stellen in der Box.

Ich habe das Futterangebot in Augenschein.

Die Boxen wie auch der Filterschaum können mit Heißem Wasser abgebraust werden.

Das Laub kann heiss gereinigt notfalls auch ausgetauscht werden.

Die Rindenstücke können auch mit kochend heißem Wasser gereinigt werden, werden aber trotzdem nach einiger Zeit ausgetauscht.

In einem Terrarium sind diese Reinigungen unmöglich.

Bei dem starken Stoffwechsel in der Entwicklungsphase ist eine Reinigung wirklich wichtig.


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Nachzuchten abgesammelt


Azureus Landgänger


Heranwachsende Azureus Nachzuchten in abgabefähigen Alter bei der Fütterung
Ab diesem Alter stehen Terrarien zur Verfügung.


Auch hier gilt die Hygiene ist das Wichtigste!

Gleich nach gesunder Ernährung und UV gegen Rachitis, fast das Wichtigste.

Es muss eigentlich jede Box durch eine saubere Box ersetzt werden, die Tiere einfach umgebettet und die alte Box gereinigt und desinfiziert.

Im Wachstum ist eíne Aufzuchtbox innerhalb weniger Tage im wahrsten Sinne des Wortes zugeschissen und bedarf einer gründlichen Reinigung.

Auch hier setze ich auf Größe, weil das Wachstum der Tiere in kleinen Behältern langsamer voran geht.

Meine Boxen 80x60x20cm Gaze vorne und Hinten oben für optimale Durchlüftung.

Fläche ist Wichtig, Höhe ist zu vernachlässigen, da ich außer Leucomelas noch nie Jungtiere kletternd erlebt habe. Natürlicher Instinkt der Jungtiere ab unters Laub. Leucomelas schlafen oben unterm Deckel eng in die Ecke gedrückt.