Kleine Regenwald-Biotope

meine Dendrobates Tinctorius



   

  

Ich halte einige, von mir favorisierte Tinctorius Morphe aus Surinam und Brasilien. Meist "alte" Arten, die es mir wirklich angetan haben.

Das Klima in den natürlichen Biotopen ist tropisch. Das bedeutet es gibt zwei Regenzeiten im Jahr. Die eine von Anfang Dezember bis Anfang Februar. Die zweite, größere von Ende April bis Mitte August. Dazwischen liegen Trockenzeiten von Anfang Februar bis Ende April und von Mitte August bis Anfang Dezember. 
 

Die durchschnittliche Tages-Temperatur im Habitat schwankt zwischen 24 °C und max. 36 °C.

Ich versuche die Bedingungen in meinen Künstlichen Biotopen ähnlich derer des natürlichen Habitats zu halten. So werden die Abstände bzw. Intervalle von täglich zwei mal "beregnen" in der Regenzeit bis auf drei mal wöchentlich in der Trockenzeit reduziert. Die Tiere haben ausreichend große Wasserbehälter oder Wasserteile in den Terrarien um mit der Trockenzeit zurecht zu kommen. Der Vorteil dieser Trockenzeiten, die Tiere kommen auch mal zur Ruhe, denn bei den meisten Arten kommt während der Trockenzeit die Gelegeproduktion komplett zum Erliegen, was für die Lebenserwartung der Tiere von Vorteil ist.

 
Die natürlichen Habitate unserer Pfleglinge sind oft nur über den Wasserweg und langen, erschwerliche Fußmärsche zu erreichen.


Ein Bild aus dem Habitat, ein Tinctorius Nominat bei der Wasseraufnahme in einer phytotelme  


Table mountain. central suriname naturae reserve




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Tinctorius Arten sind grundsätzlich sehr zeigefreudig, tagaktiv und eher aufdringlich als schüchtern. Haben sie die Strapazen des Transports erst mal überwunden, wird der Halter mit einer ständigen Präsenz belohnt. Eine wirkliche Bereicherung für jedes Terrarium.

Ich empfehle die Haltung nur eines Paares im Terrarium.
Selbst wenn Tiere miteinander als Gruppe aufwachsen und untereinander zunächst verträglich sind, kommt es spätestens bei erreichen der Geschlechtsreife zu Unstimmigkeiten.

Auch wenn sich die Agressionen in einer größeren Gruppe verteilen, wird das ein oder andere Tier an den Folgen erkranken. Meinen Beobachtungen zu Folge, sind weder Männchen noch Weibchen in Gruppen untereinander verträglich und diese Beobachtungen habe ich in gut strukturiertenTerrarien mit einem Maß von 100x60x100cm gemacht.






mit einem Klick zum Morph.



-meine Dendrobates tinctorius robertus
'acarai mountains'
unteres Ende Guyana’s
angrenzend an Brasilien.
robertus aktueller Bestand 2019 1.1.x





-meine Dendrobates tinctorius Azureus
'sky blue' 'Wattley Linie'
Sipaliwini savanna nature reserve suriname

Sky blue aktueller Bestand 2019 1.1.x






- meine Dendrobates tinctorius weygoldt

Serra do Navio im Zentrum des brasilianischen Bundesstaates Amapá
Weygoldt aktueller Bestand 2019 1.1.0




-meine Dendrobates tinctorius azureus
Sipaliwini savanna nature reserve suriname
Azureus nicht mehr im Bestand 




-meine Dendrobates tinctorius black suriname
Norden Brasiliens am Monte Dourado nahe der Grenze zu Suriname
black suriname nicht mehr im Bestand

 


-meine Dendrobates tinctorius patricia
je nach Farbvariante Guyana, Surinam, Französisch-Guayana
und Brasilien.

patricia aktueller Bestand 2019 1.1.0



-meine Dendrobates tinctorius la fumée
Monts la fumèe Gebirgskette in einer Höhenlage 390m.ü.M.
la fumee aktueller Bestand 2019 1.1.0




-meine Dendrobates tinctorius brasil
'yellow head'
Villa Nova / District Amapá [1990]
brasil nicht mehr im Bestand



-meine Dendrobates tinctorius graubeiner
'Awarape'
Tepu am creek Awarape
Awarape nicht mehr im Bestand 





-meine Dendrobates tinctorius alanis
10 km südöstlich der kleinen Ortschaft Apetina
(Südost Surinam) 120 und 250 m NN.

alanis nicht mehr im Bestand 




-meine Dendrobates tinctorius pic matècho
matècho Peak franz. Guyana ca. 5Km vom Flughafen Saül  

pic matécho nicht mehr im Bestand
 
 



Dendrobates tinctorius Acarai mountains/Robertus

Ein sehr variabler Morph je nach Farbvariante aus Guyana, süden Surinams,
Französisch-Guayana oder Brasilien.
Es gibt verschiedene Varianten dieses Morphs,
die je nach Fundort/Farbvariante eine KRL zwischen 30 und 70mm haben.

Ich halte ein Wildfang Paar der großen Variante
aus dem ersten Import Dutch Ranas.


Acarai mountains/Robertus
unteres Ende Guyana’s angrenzend an Brasilien.




Entdeckt wurde diese Variante bereits 2011, anfangs wurden die Tiere allerdings ausschließlich nach USA importiert, später auch nach Japan. 2014 gelang es, sie auch sie nach Europa zu importieren.

Seinen Namen ´Robertus´bekam der Tinctorius-Morph von Exporteur Jan, Robertus Henzen.

Wirklich große, prächtige Tiere. Der Farbverlauf von kräftigen gelb am Kopf über hellblau in weiß bis dunkelblau am Rücken ist wirklich wunderschön ausgeprägt, Kommt bei solch großen Tieren natürlich auch sehr schön zur Geltung. Der Bauch ist dunkelblau genetzt, die Flanken mit einem Farbverlauf von blau über weiß zu gelb. Es ist relativ selten, das ein Tinctorius so viele verschiedene Farbtöne aufweist. Ich möchte diese Tiere in meiner Anlage nicht mehr missen. Vielen Dank noch mal an Ruud Shouten für diese prächtigen Tiere.











mein Robertus Männchen ich liebe diese Zeichnung, die eher in Richtung tinctorius Cobalt, Kaysergebirge oder Dasha geht. Die stärker gezeichnete Fundortvariante gefiel mir nicht so sehr.



Das Pärchen welchen ich aus sehr vielen Tieren des Morphes Robertus bei Ruud Schouten ausgesucht habe, ein Traum



Riesen Brocken die zwei, deutlich grösser als die zweite Fundvariante die aufgrund der viel intensiveren Flanken- und Rücken-Zeichnung mehr Zustimmung fand.
Ich liebe einfach die klaren, Tinctorius üblichen Linien

27.10.2019 Meine Tiere sind nun fünf Jahre in meiner Obhut
laut Aussage von Ruud Shouten bestimmt 7 Jahre oder älter .
Er selbst hat leider keine Tiere dieser Fundortvariante mehr in seinem Tierbestand,
deshalb werde ich nun so langsam mal selbst Gelege zeitigen um mir diese wunderschönen Tiere für die Zukunft zu sichern.











mein stolzes Weibchen ebenfalls die grosse Fundortvariante mit einer Zeichnung ähnlich der Cobalt Variante.

































Weibchen bei der Wasseraufnahme für die beiden Gelege


Weibchen bei der Wasseraufnahme für die beiden Gelege


Hier sieht man noch einmal dass Tinctorius und Pumilio in einem Becken von 80x60x120 sehr gut vergesellschaftet werden können.
Ist alles eine Frage der Größe des Beckens.









Hier sieht man noch einmal dass Tinctorius und Pumilio in einem Becken von 80x60x120 sehr gut vergesellschaftet werden können.
Ist alles eine Frage der Größe des Beckens.
Hier warten übrigens alle vier auf die morgentliche Futterration.







Männchen mit Quappe sehr zur Freude des Züchters.
Nach etwas mehr als 16 Monaten nun endlich erfolgreiche Gelege.


Da es sich um Importe von Ruud Shouten über Understory Enterprises handelt die alle zuerst eine Entwurmung durchlaufen und prophylaktisch gegen Pilz behandelt werden sind die Tiere meist geschwächt und es braucht seine Zeit, bis sich die ersten Gelege zeigen.



Männchen mit Quappe zur Freude des Züchters


Erfolgreiche Nachzuchten trotz Vergesellschaftung
im gleichen Becken auch bei den Oophaga Pumilio cristobal.
Aber hey, bei 80x60x120 cm





















Robertus Quappe aus den ersten Gelegen
riesig im Vergleich zu Azureus & Co















Ob nun eine Laune der Natur, wie so viele missing black, oder eine eigene Fundort-Variante wie die so genannte 'Azureus Wattley line'?

Jack Wattley (bekannter Discus Importeur und Züchter in den USA) sammelte Mitte der 1990-er Jahre sehr schlicht gefärbte Azureus Morphe ab und importierte sie zusammen mit Fischen in die USA.

Die ursprünglich von Jack Wattley importierten Azureus wurden von verschiedenen Züchtern in den USA erfolgreich nachgezogen und durch konsequente Selektion konnte bis heute eine Zuchtlinie fast punktloser Azureus erhalten werden.

Ob nun die hier so genannten 'sky blue Azureus' mit dieser Wattley-Erblinie etwas gemeinsam haben oder ob diese Azureus aus anderen Importen nach Europa, speziell auf das Merkmal 'tiefblaue Farbe mit wenigen kleinen Punkten' in mehreren Filialgenerationen herausgezüchtet wurden ist mir nicht bekannt.

Mir persönlich gefiel diese selektierte Zuchtlinie aus dem
Sipaliwini savanna nature reserve am unteren Zipfel suriname´s

 Hoffe, dass ich diese Erblinie weiter erhalten kann.....
die Nachkommen auch so schlicht sind wie die Elterntiere.

Und um etwas Spannung aus der e-mail Flut zu nehmen, die Nachzuchten sind nicht von dieser fehlenden Zeichnung gesegnet, nur ein einziger Landgänger hatte bisher die Erblinie der Eltern.

Also erfreue ich mich weiter dieser kräftig gebauten und schönen Tiere in der Gewissheit dass sie mir wohl keine, nur annähernd so schönen Nachzuchten schenken werden.





























Und auch diese ziehen wieder sehr fleißig nach..........












Meine Hoffnung, irgendwann ein Weibchen ohne Zeichnung um diese Laune der Natur vielleicht herauszüchten zu können. Erfahrungsgemäß sind es auch bei den meisten meiner Freunde aber die Weibchen die viele und auch größere Punkte aufweisen.


































































Platz ist in der kleinsten Hütte, warum müssen sie immer zu zweit in die kleinsten Behälter?











benannt nach dem Entdecker
Prof. Dr. Peter Weygoldt

 Universität Freiburg


Ausschnitt aus dem
aquarien magazin
Sonderabdruck aus dem Jahrgang 1982
Heft 1/82 Januar 1982

hier schreibt Professor Dr. Weygold:

... Meine Tiere habe ich in der Umgebung von Serra do Navio im Zentrum des brasilianischen Bundesstaates Amapá gesammelt, ungefähr 200 Kilometer südlich von Französisch-Guyana. Sie leben hier im ungestörten tropischen Regenwald in 100 bis 400 Meter Höhe, und zwar halten sich die Tiere ausschliesslich entlang rasch fliessender, klarer Bergbäche auf. Deshalb sind sie bei der lokalen Bevölkerung unter dem Namen Garimpeiro bekannt. Garimpeiros sind Gold- und Diamantensucher, die häufig ebensolchen Strömen folgen, um ins Innere des Regenwaldes oder in die Bergwälder zu gelangen. Die Tiere zu finden ist nicht leicht; nur wenige laufen frei herum, auf der Suche nach Futter oder um sich am Bachufer mit Wasser vollzusaugen. Die meisten sitzen in der Nähe ihrer Höhlen, unter Baumwurzeln oder in hohlen Baumstämmen, und verschwinden bei Gefahr in unerreichbare Tiefen. ...



 





... Die D. tinctorius aus Serra do Navio sind in der Regel schwarz mit nur Spuren von blauen Ringen oder Linien und einer auffällig gelb oder gelborange gefärbten Rückenzeichnung. Auch solche Tiere sind sehr schön, besonders, wenn sie noch gelbe Beine haben. Manche Tiere sind an den Seiten und Beinen weitgehend blau, und selten findet man Individuen, deren Rücken bis auf wenige schwarze Durchbrüche fast ganz gelb ist. ...

 Prof. Dr. Weygoldt hielt Tiere
die an zwei verschiedenen Expeditionen 1980 abgesammelt wurden
  und züchtete sie auch erfolgreich
hier in Deutschland nach.

Ebenso mein Freund und Mentor Wolfgang Wisser
er hielt zu dieser Zeit auch einige dieser Tiere.

leider verloren die Nachzuchten bei allen Züchtern
von Generation zu Generation
immer mehr ihre typische Zeichnung.
 

Auch Martin Haberkern [tinctorius-ch]
züchtete viele Tinctorius Weygoldt nach
und hält noch heute im Jahre 2019
einen Bestand von typisch gezeichneten Weygoldt
zur Erhaltungszucht zurück.

Wenn man die ersten Tiere vergleicht,
würde man das Männchen eher einem 'Oelemarie',
'Oranje Gebergte' oder 'La Fumèe' Morph zuordnen.
Das Weibchen weicht dann in Farbe und Zeichnung
wiederum unglaublich ab.


Die unglaubliche Variation in der Färbung, der 'Weygold'
führten meist zur Annahme, dass es sich bei diesem Morph
um einen Bastard [Hybriden] handeln müsse. 

Heiß diskutiert wurde dieses Thema auf Dendroboard,
DendroBase oder auch im dendrobaten-forum.

Doch gibt es ausreichend Natur-Aufnahmen aus dem Habitat,
die die Echtheit dieses Morphes
und dessen unglaubliche Variabilität belegen.

[2012]


[2012]


[2012]


Das Gebiet des ursrünglichen Fundortes
40 Jahre später 2019


Die Waldfläche weicht immer mehr der Zivilisation


Beim Heranzoomen mit google maps sehr gut zu erkennen
das Gebiet wird immer dichter besiedelt.

Wie bei vielen unserer gehaltenen Amphibien
wird es im natürlichen Habitat langsam eng.



Ein Bild das um die Welt ging!
Das erste Wildfang-Zuchtpaar,
welches unterschiedlicher nicht sein könnte.



 Dia Aufnahmen der Tiere aus den 80'ern

 Bilder der Tiere von Wolfgang Wisser



 Bilder der Tiere von Wolfgang Wisser



 Bilder der Tiere von Wolfgang Wisser


 
Bilder der Tiere von Wolfgang Wisser


Dieser Tinctorius-Morph in seiner ursprünglichen Form
stand bereits zu Beginn meines Umbruchs von der Aquaristik zur Terraristik ganz oben auf meiner Wunschliste.

Zusammen mit Oophagen von Bastimentos Red-Frog-Beach
sind sie damals wie heute mein Traum.


Einen dieser Wünsche konnte ich mir nun
18 Jahre später erfüllen.
Ein Pärchen wunderschöner Weygold.



Mein Pärchen kommt den damaligen Tieren
in Farbe und Zeichnung sehr nahe.
Ich hoffe es ist uns diesmal möglich diese
Eigenschaften über Generationen zu erhalten.


[2019]

mein Tinctorius Weygoldt Weibchen
als semi adultes Jungtier ausgewählt






[2019]

mein Tinctorius Weygoldt Männchen
als semi adultes Jungtier ausgewählt




Bilder der adulten Tiere in ihrem neuen Zuhause
folgen bald.

 

Nun ist es so weit
- Ein Traum wird wahr -



  
18 Jahre des Wartens haben ein Ende.

Ich hatte in meinen Jahren als 'Froschler' einige Tiere vor mir, die mir als Weygoldt angeboten wurden,
die hatten aber nichts mit diesen prächtigen Tieren gemein.



Das Männchen erkundet das neue Revier


Herrlich kräftige Farben


Das Weibchen, wunderschön und kräftig.


toll gefärbt, das Weibchen





Hmmm, was könnte ich jetzt anstellen


Rate mal was wir gerade zu zweit in der Dose gemacht haben


sie ist immer noch erschöpft




Sie gibt die Filmdose noch nicht frei


Das Männchen bleibt in unmittelbarer Nähe sitzen.


I'am the BOSS






Weibchen in einer Bromelie


Männchen auf seinem Lieblingsplatz


Bisschen Gymnastik zeigt die Färbung schön


Weibchen




Weibchen


Noch einmal das kräftige Weibchen im Profil



Begrüßungsgelege

Gleich am ersten Tag wurde das erste Gelege abgesetzt.
Die Befruchtung durch das Männchen
hat auch nach einem weiteren Tag nicht einwandfrei geklappt.
Also entnehme ich das Gelege.

Doch die Tiere sind jung, das wird sicher noch.








Einen Tag nach Entnahme des unbefruchteten Geleges
2. Versuch 

Turteln auf der beflockten Glas-Kruge


Und schon geht's rein





Wird es diesmal was? .....

Sie hinten, er vorn....


fliegender Wechsel.

Wirkt alles noch etwas unbeholfen, man wird sehen.....
Ansich sitzt das Männchen Rücklings und befruchtet die Gelege direkt beim Absetzen.

Lassen wir uns mal überraschen.


Geht doch










Dendrobates Tinctorius La Fumée
Ein tinctorius Morph beheimatet
in der Monts la fumèe Gebirgskette in einer Höhenlage 390
m.ü.M.





ca. 8 Km vom Habitat der Pic matècho entfernt
5 Km vom Habitat der Saül Morphe
sowie der Mont Galbao,
die etwas blasser ausfallen als die Saül.

Frühere Expeditionen beschränkten sich meist aus Saül, weil dort der Flughafen ist.
Gut erreichbar war auch das Habitat der Matècho.
Die Mont Galbao und Fumèe lagen in nur erschwert erreichbaren Gegenden,
deshalb sind diese Morphe weniger bekannt und ganz wenig exportiert.





La Fumèe Weibchen in typisch unregelmäßiger Zeichnung


La Fumèe Männchen mit genialer Rückenzeichnung


La Fumèe Männchen mit genialer Rückenzeichnung


La Fumèe Männchen mit genialer Rückenzeichnung


La Fumèe Männchen mit genialer Rückenzeichnung


La Fumèe traumhaft harmoniereindes Paar


Krasses gelb, mit der Kamera gar nicht einzufangen.















La Fumèe Männchen mit genialer Rückenzeichnung

 Nachdem sich die Tiere von Börse und Fahrt erholt haben,
wird ein kleines Begrüßungs-Gelege abgesetzt.
Klein aber fein



Zwei Wochen später wieder am turteln

Das nächste Gelege nicht viel größer nur ein 3er
aber von höchster Qualität


Es wird also auch wieder La Fumèe
auf deutschen Börsen geben











Ein gänzlich blauer Morph aus der Sipaliwini Savanne mit einer KRL von max. 50 mm.

 

 

D. tinctorius 'Azureus' wurde erst 1968 entdeckt und 1969 von Dr. Marinus S. Hoogmoed wissenschaftlich beschrieben.  

Der "Azureus" kommt in den Restwaldgebieten der Vier Gebroeders Mountains im Süden von Surinam und bei Moro Grande de Cerniterio, nahe der brasilianischen Grenze vor, wo er in Regenwaldsinseln an Bachläufen in der Sipaliwini Savanne auf 300 bis 400 m über dem Meer lebt. Diese Inselberge liegen in ihrer Topographie inmitten ausgedehnter Trockensavannen und sorgen lokal für ein deutlich feuchteres Klima. Den Lebensraum der Frösche bilden dort kleine Restwälder, die Überwiegend aus Mauritapalmen bestehen. Dort leben die Azureus zwischen Felsen und Wurzeln auf dem Waldboden entlang besagter Bachläufe. Vermutlich kommen diese Farbmorphe auch im angrenzenden Brasilien vor, so sagen sagen es jedenfalls die Indianer aus dem Gebiet. Sie nennen ihn Okopipi.

Mit einer Größe von 45 bis 50 mm gehört er zu den eher kleineren Tinctorius-Varianten. 


Bilder meiner damaligen Elterntiere eine wirklich übergroße Dame von fast 60mm und eines blutfremden normalwüchsigen Männchens. Beide normal gefärbt.










Vorspiel hier wird heftig getätschelt und geschnarrt.



Nachspiel Männchen beim Quappentransport



Fleißiger Papa









Glücksphoto : Quappenüberführung ins Wasserteil I



Glücksphoto : Quappenüberführung ins Wasserteil II



Glücksphoto : Quappenüberführung ins Wasserteil III





Bei meinen Azureus habe ich ein leichtes Spiel, die Wurzel im Terrarium hat zwei natürliche Wassertrichter (phytotelmen) und am Boden ist ein großer Wasserteil. Die Azureus pflegen und befeuchten ihre Gelege wirklich bestens und es verpilzt kaum etwas. So Zeitige ich die Gelege nicht selbst, sondern überlasse es den Eltern. Die Quappen entnehme ich dann den Wasserteilen, nachdem das Männchen sie verteilt hat.


Die Größe des Weibchens ist immens, hier wird der Unterschied gut sichtbar. Das Weibchen ist kein Hybride, ich habe die Quappe selbst groß gezogen und die Elterntiere sind fein gezeichnet und deutlich kleiner. die KRL des Weibchens beträgt knapp 70mm





























Landgänger 2016


Landgänger 2016

Semiadulte Nachzuchten 2014 warten auf Abholung durch den neuen Besitzer.







Das Habitat der ´black suriname´ liegt im Norden Brasiliens am Monte Dourado nahe der Grenze zu Surinam weshalb er auch black Suriname genannt wurde.

 

Ihr Vorkommen ist an kleine Resparzellen primären Regenwaldes gebunden, da der Urwald hier in den 80er Jahren großflächig gerodet wurde um Platz für schnell wachsende Eukalyptus-Plantagen zur Zellproduktion anlegen zu können.

 

Obwohl sie Dendrobaten sind, halten sie sich immer in Nähe von Gewässern und Wasserquellen auf, sind eher an übertrieben feuchte  Milieus gebunden, was für Tinctoriusarten relativ unüblich ist.

 

 

Black suriname sind recht große, relativ variable Morphe,  leicht zu verwechseln mit Alanis und Orange Gebertje. Die fast rein schwarzen Frösche tragen nur auf dem Kopf ein schmales gelbes Band oder Punkte, die Zeichnung am Körper ist im Gegensatz zu Alanis und Oranje Gebergje verschwindend gering. Vereinzelt kleine gelbe oder weiße Flecken am Rumpf und den vorderen Gliedmaßen. Die hinteren Extremitäten sind von einer leichten blauen, kaum sichtbaren Netzzeichnung überzogen. Die Zehen sind weiß.

 

Eine nicht unbedingt neue, aber sehr selten gehaltene Art, bei mir ist nun eine Gruppe von vier Tieren eingezogen. Sie dürfen sich ein Becken in der Größe von 100x60x80cm teilen.


Die Tiere sind Relativ jung, aber bei näherer Betrachtung gebe ich die Hoffnung wohl auf, das ich das Glück habe 2 Paare bekommen zu haben. Ich tippe nun fast zu 99% auf 1.3


OK das mit Jung lassen wir mal so dahin gestellt, geschlechtsreif sind sie schon. Diese Fotos schoß ich, Stunden nach dem ich die Tiere in ihr Becken gesetzt habe. Das von mir gleich erkannte Männchen schnarrte sofort und das von mir nicht unbedingt favorisierte Weibchen tätschelte sofort drauf los.





Nicht unbedingt das was man gleich zu Anfang erwartet, heftiges Werben direkt nachdem sie von der Transportbox ins Terrarium gesetzt wurden. Weil die Tiere noch im Wachstum sind, und sich mit zu frühen Gelegen schon früh verbrauchen auch nicht unbedingt von Vorteil. Das würde sich sicher auch in der Endgröße der Tiere bemerkbar machen. Nun stellt sich hier die Frage trennen oder nicht?






















































Dendrobates tinctorius patricia

Ein sehr variabler Morph, mit weißer, gelber bis grüner Rückenbänderung und unifarbenen azurblauen bis pastellblauen unifarbenen bis gemusterten Beinen. Die im oberen Bereich schwarzen Flanken werden anschließend cremegelb mit schwarzen Flecken um am ende immer mehr ins bläuliche zu spielen.

In den späten 90ern als es hieß Surinam würde bald den Export unterbinden, begannen einige Spekulanten eine Flut an Tinctorius Varianten aus Surinam nach USA zu exportieren. Darunter auch die ersten 'Patricia' benannt nach Patricia Grueneberg (Präsidentin von Vanishing Jewels Inc., Texas), die befreundet war mit einem der Exporteure. Bald darauf kamen einige dieser prächtigen Tiere auch nach Europa. Obwohl diese Form in freier Natur entdeckt und dokumentiert wurde und danach Adult aus Suriname importiert wurde, wird Ihr Status als natürliche Variante gelegentlich angezweifelt.

Ich halte ein Paar F1 Nachzuchten dieser wunderschönen Tiere 






Papi bei der Quappenversorgung 02/2016


Papi bei der Quappenversorgung 02/2016





Papi bei der Quappenversorgung 02/2016












 




 











Dendrobates Tinctorius Brasil (D)
Cobalt’ brasil yellow head (USA)

 

ein mittelgroßer Morph mit einer KRL bis zu 60 mm

 

Tinctorius 'Cobalt' wird er hauptsächlich in den USA genannt, in Holland /Niederlanden wird dieser Morph 'Tafelberg' genannt, in Deutschland und in der Schweiz auch 'Kaysergebirge'. Auch der Natasha, benannt nach der Tochter eines Exporteurs ist eine Variante des weit verbreiteten 'Cobalt' Morphs. Egal wie er auch immer bezeichnet wird, gemeint ist dabei aber immer ein und der selbe Morph!

Cobalt Varianten kommen sowohl in Brasilien, Surinam und französisch Guayana vor. Was die Sache noch koplizierter macht als das sie schon ist. Hier kann man einige der bekannten Kobalt Morphe sehen.
caresheet.net/animals/dendrobates-tinctorius-morph-guide-2/


Vielleicht gelingt es ja irgendwann, die einzelnen 'Cobalt'-Populationen voneinander abzugrenzen, damit jede Variante als eigenständiger Morph geführt werden kann.

 

Die farbenprächtigste aller Kobaltformen ist der Brasil yellow head, dieser Frosch ist ein bisschen kleiner als die Lokalvariante in Surinam, aber größer als die Kobaltform in franz. Guayana.


Ich halte ein legendes Paar der Brasil Variante  F1

 

Ein großer gelber, fast oranger Farbanteil auf dem Kopf ist das Erkennungsmerkmal dieses Frosches. In den meisten Fällen zieht sich das Gelb in Form eines breiten V bis zur Mitte des Rückens. Ein anderes, leicht zu identifizierendes Merkmal sind die hellblauen bis weißen Zehen und gelben Manschetten an den Vorderbeinen der Männchen.

Mitte der 1990er Jahre im Bezirk Villa Nova / District Amapá entdeckt, wurden die Tiere durch Paul Miles erstmals in die Vereinigten Staaten ausgeführt. Der genaue Fundort blieb bisher unveröffentlicht.

Die Verbreitungsgebiete der
'Cobalt'

 






























































Dendrobates Tinctorius Graubeiner ‚Awarape’
Entdeckt von einem Eingeborenen aus Tepu am creek Awarape. Das Gebiet liegt 'ein paar Bootsstunden' vom Habitat der eigentlichen 'Graubeiner' entfernt.
Ein mittelgrosser Morph mit einer Kopf Rumpf Länge bis 55 bis 60 mm
Die Rückennetzung der Tiere ist in einem klaren Weiss, die Beine sind grob-blau genetzt, was sie deutlich von den Graubeinern (powder blue) unterscheidet. Auch ist diese Variante etwas kleiner als die vom Tapanahoni Fluß östlich des Eilerts-Haan-Gebierges stammenden Graubeiner.


Eine meiner ältesten Pfleglinge, die schon ettliche Jahre in meiner Obhut waren. Vielen Dank Ruud Shouten für diese tollen Importe.

Mein Weibchen verstarb leider nach 8 Jahren, eigentlich gesund und gut genährt. Das Männchen sitzt 2018 immer noch in der Anlage eines guten Freundes. Da es Wildfang Importe waren kann ich das ware Alter der Tiere nicht benennen, doch ging es ihnen gesundheitlich gut. Keine Verformung, kein Abmagern kein auffälliges Verhalten oder sitzen im Wasser vor dem Tode, daher glaube ich dass sie altersbedingt starb.


Männchen beim Quappentransport



































Das Paar mit Quappe















Ein mittelgrosser Morph mit einer KRL von 45-50 mm .
Alanis wurden erstmals 1999 in die USA exportiert und kurz später auch nach Europa. Der Morph ist benannt nach einer Tochter des Exporteurs Vincent Leckie. 

Der Fundort liegt ca. 10 km südöstlich der kleinen Ortschaft Apetina (Südost Surinam). Dieser Fundort liegt mitten in einer (noch) geschlossenen Parzelle primären Regenwaldes auf einem kleinen Hügel am Fluß Tapanahony. Es handelt sich um eine hügelige Landschaft in Höhenlagen zwischen 120 und 250 m NN. In diesem Gebiet sind sie recht großflächig verbreitet. Die örtliche Vegetation wird vor allem von- während der regenzeit häufig überflutenden- Auwäldern geprägt. Die Färberfrösche sind daher oft auf den Hügelkuppen im Laub, aber auch an Bäumen kletternd anzutreffen.


Der Morph ist recht Variabel, wärend die Lokalform auf seiner schwarzen Grundfärbung fast vollflächig gelbe bis orangene Kopfzeichnung aufweist, und am Rücken hohen Gelbanteil- und fast durchgehend blau genetzte Beine hat, gibt es einige Kilometer entfernt aber auch Tiere die nur zwei oder drei kleine gelbe Akzente am Kopf- und nur einzelne feine gelbe Striche oder Punkte am Rücken aufwiesen. Das Blau an den Beinen war bei diesen Tieren fast gar nicht mehr zu finden oder sah eher grau aus. Auch erwies sich diese Veriante größer als die Lokalform.


Die Suche nach Ressourcen bedroht leider zur Zeit den natürlichen Lebensraum dieser Species. Suriname ist reich an Öl, Holz, Gold und anderen Edelmetallen.
Deshalb werden die natürlichen Lebensräume mit zunehmendem Tempo zerstört. Man versucht durch schaffen von Schutzgebieten das überleben dieses schönen Frosches in der Natur zu ermöglichen. Die Entnahme dieser Tiere aus der Natur für den Export wird strengstens überwacht.


Ich halte ein Paar blutfremder F1 Nachzuchten 1.1.0


Das Männchen hat eine durchgehend gelb gefärbte Stirn, das Weibchen eine gelbe Nase und gelbe Augenbrauen. Die Rückenzeichnung ist ungleichmäßig mit Streifen und Flecken. Sehr schön ausgeprägt ist auch die blaue Netz-Zeichnung, die ich bei vielen Nachzuchten auf Börsen gar nicht mehr sehe. Meine Tiere vererben dieses blau noch, können aber auch V-Förmige gelbe Rückenzeichnung zeigen. Die Kopfzeichnung der Nachzuchten gehen von gelb bis orange relativ variabel.


 

Papa bei der Quappenversorgung
 






















Frühere Expeditionen nach franz. Guyana wurden meist aus Saül geführt,
dort lag der nahegelegenste Flughafen.

Von diesem gut erreichbar auch das Habitat der Pic Matècho, der Matécho Peak.



ca. 8Km vom Habitat der Pic matècho entfernt findet man in schlecht wegsamen Gelände das Habitat der La fumée  

5Km vom den Pic matécho das Habitat der Saül Morphe
sowie der Mont Galbao
die etwas blasser ausfallen als die Saül.

Alles tinctorius-Morphe die sich ähnlich sehen,
doch sehr gut zu unterscheiden sind.


Pic Matécho Grundfarbe gelb
geringe schwarze bis gar keiner Zeichnung
meist nur kleine Flecken.

La fumée Grundfarbe schwarz mit gelber Zeichnung

Saül
Grundfarbe schwarz mit durchgehend gelben Rücken

Mont Galbao schwarz mit durchgehend blass gelben bis weißen Rücken.


DENDROBATES TINCTORIUS PIC MATECHO
der erste 'saubere' Tinctorius Morph den ich nach den Hybriden
die mir als Anfänger 2001 untergejubelt wurden gehalten habe.
Meine Tochter damals 8 Jahre gab diesen Tieren sogar Namen, sie waren so zahm, dass sie ihr sogar von alleine auf die Hand hüpften.












alte Bilder aus meiner Anfangszeit
von Fotos in Papierform digitalisiert