Kleine Regenwald-Biotope

Rückwände und Terassen im Terrarium gestalten



STAUFF
2KPU

Materialien zur Gestaltung von Rückwänden  und Terassen  im Dendrobaten - Terrarium



Styrodur®:  Neben der Isolierung gegen Temperaturunterschiede und der leichten Verarbeitung ist das Material außerdem nur sehr schwer entzündbar, verrottet nicht und kann als Grundlage für allerlei Beschichtungen dienen. Dadurch sind alle denkbaren Gestaltungsmöglichkeiten gegeben. Ferner wurde schon bei der Herstellung auf Gase wie FCKW, HFCKW oder auch HFKW komplett verzichtet.

Schnittkanten sind absolut sauber und müssen nicht nachbehandelt werden, Rankpflanzen können selbst nach Beschichtung des Styrodurs gut mit Pflanzennadeln fixiert werden.






Styropor®
oder kurz Polystyrol, ist ein synthetischer Dämmstoff, welcher in Form von Platten angeboten wird. Polystyrol wird aus Mineral- bzw. Erdöl hergestellt. Dabei wird ein Granulat gebildet, welches im Anschluss über ein Treibmittel aufgeschäumt wird. Es dämmt gut, verrottet nicht, ist aber leicht entflammbar, und schmilzt bei hohen Temperaturen was wiederum in direkter Nähe eines UV Strahlers nicht unbedingt von Vorteil ist. Die Beschichtung ist wie auch beim Styrodur leicht zu bewerkstelligen. Das Material lässt sich aber nicht so leicht bearbeiten wie Styrodur. Beim Schneiden mit einem Messer franst es gerne aus, und die Kanten müssen im Nachhinein mit Hitze geglättet werden. Rankpflanzen können selbst nach beschichtung des
Styropors gut mit Pflanzennadeln fixiert werden.

 

 

 


 


Xaxim
: (sprich: Schaschim) ist ein Produkt von Baumfarnen (z. B. Cyathea contaminans) Eine Besonderheit gegenüber Rückwandverkleidungen aus anderen Materialien wie Kork, Kokosfasern oder  Ähnlichem  ist die Fähigkeit des Xaxims sich selbst zu begrünen. Da es ein Produkt ist, das aus feuchten Regionen stammt, befinden sich in den zahlreichen Zwischenräumen jede Menge Samen und Sporen dort lebender Pflanzen, in der Hauptsache Moose und Farne. Diese treiben einige Wochen bis Monate in gewohnt feuchten Klima, von alleine aus. Rankpflanzen können gut mit Pflanzennadeln auf Xaxim fixiert werden.





Die Xaximgewinnung ist in den letzten Jahren sehr in Verruf gekommen,
den Regenwald zu zerstören.
Dies ist bei Gewinnung von wild wachsenden Baumfarnen auch sicherlich der Fall.

Daher sind die meisten Arten international geschützt.



Alternativ wird vermehrt Xaxim aus Plantagenwirtschaft angeboten. Der Verkauf erfolgt hierbei nur mit Herkunftsnachweis.

So werden natürliche Rohstoffe geschont und gleichzeitig eine nachhaltige Nutzung ermöglicht.


Gerade das
Xaxim aus Südost-Asien hat es mir sehr angetan, ich verarbeite 30 und 45mm starke Platten gerne als Boden oder Rückwandplatten.
Auch Rundstücke aus Xaxim sind sehr dekorativ und bringen einen natürlichen charater ins Terrarium-

Die
aus Südost-Asien stammenden Platten sind im Vergleich zu den weichen Platten aus Neuseeland sehr hart, grobfasrig und luftig, was den Pflanzenwuchs sehr positiv beeinflusst. Die weichen Xaximplatten halten mir personlich auch zu viel Wasser, was sehr schnell zum versumpfen des Beckens führen würde.

Ich verwende legale Ware eines Exporteures
mit den erforderlichen CITES-Bescheinigungen. 
Die Platten sind ca 50x20cm gross und bis zu 4 cm stark.
Es handelt sich um den „harten“ Xaxim,
bot. Bezeichnung. Cyathea contaminans,
Ursprung Thailand, Laos and Cambodia
der eine viel längere Standzeiten im Terrarium besitzt,
als der „weiche“ Neuseeland Xaxim.

 

 


Die Platten sind sehr gut mit einer Japansäge
oder auch einem Fuchsschwanz auf Format zu sägen.
Die dabei entstehenden Späne sammel ich und verwende sie zum beflocken der Seitenwände.


Eine Rückwand in einem meiner Terrarien 80x60x120cm


In früheren Jahren beplankte ich mit Kork der sich in Wohlgefallen auflöste, mit 12mm starken Weißtorf und Schwarztorfplatten die sich aufgrund der Feuchtigkeit schüsselten, mit den Jahren habe ich dazugelernt und Xaxim zu meinem Lieblingswerkstoff gemacht, wenn ich nicht direkt auf Glas beflocke.


Nicht nur dass in Xaxim selbst einiges an Sporen von Moosen und Farnen geliefert wird.
Nein durch die grobe und löchrige Strukrur des Materiales ist es auch unglaublich einfach mit Sporen anzuimpfen.

Neben Moosen und Farnen siedeln sich unglaublich gerne selaginella und Lebermoose auf Xaxim an, was ihn natürlich als Bodenbelag sehr attraktiv macht.





Torf allgemein entsteht aus den Ablagerungen in den Mooren. Es sammeln sich Pflanzenreste und zersetzen sich langsam. Ganz am Ende entsteht Kohle daraus. Weißtorf ist die allererste Stufe der Zersetzung. Schwarztorf die letzte, die noch als lockere Erde vorliegt. Man kann die Struktur der Pflanzenreste im Weißtorf noch gut erkennen, im Schwarztorf nicht mehr. Der Name kommt von der hellen Farbe des Torfes, weiß ist er aber nicht, eher Hellbraun. Es gibt verschiedene Stufen des Weißtorfes: Je höher die Stufe, umso dunkler ist der Weißtorf. Die Einordnung erfolgt nach der Heizwertzahl. H2 ist die niedrigste Stufe. H6 ist Schwarztorf und stark zersetzt. 
Es dauert mehrere tausend Jahre bis aus Pflanzenresten Schwarztorf wird. Gerade deswegen sollte mit Torf jeder Stufe sparsam umgegangen werden.

Man spricht erst dann von Torf, wenn eine organische Substanz von 30 Prozent vorliegt. Der Rest sind dann Wasser und Mineralien. Hat man unter 30 Prozent organische Substanz, liegt Feuchthumus oder Moorerde vor. 
Man unterscheidet die verschiedenen Torfarten traditionell nach dem Heizwert, denn am Ende des Prozesses wird Kohle daraus. Weißtorf hat den niedrigsten Heizwert. Dann kommt Brauntorf, am Ende Schwarztorf.

Weißtorf und Schwarztorf spielen heute beide eine Rolle im Gartenbau, aber auch in der Aquaristik und Terraristik.

 

Schwarztorf: die stärker zersetzten Torfe werden nachdem sie im Winter in einer Schicht von ca. 25 cm durchfroren  waren, als Rohstoff erst im Spätherbst gewonnen. Nach der Trocknung bis Juni/Juli des Folgejahres steht ein sehr gleichmäßiger Torfrohstoff zur Verfügung, der unter anderem eine hervorragende Wasserkapazität aufweist.



Gestochene Schwarztorf Soden, etwas harte, stabile  Soden, die sich sehr gut für die Gestaltung von Terassen oder Hügeln im Terrarium eignen.




Begrünung durch Moos lässt bei ausreichender Beleuchtung und Feuchtigkeit nicht lange auf sich warten. Das sich ansiedelnde Moos ist vergleichbar mit grünem Samt ust sehr kurzflorig aber sehr dekorativ. Rankpflanzen können aufgrund der hohen Rohdichte des Materials nur erschwert mit Pflanzennadeln auf Schwarztorf fixiert werden, durch Hilfe einer Zange oder durch vorbohren ist es jedoch möglich.





Weißtorf:
Für die Weißtorfgewinnung stehen umfangreiche Ressourcen in Litauen, Lettland und Irland zur Verfügung, die die Versorgung der verschiedenen Produktionsstätten auf viele Jahrzehnte sichern.




Bei der Gewinnung von Sodentorf setzen die Unternehmen auf das effektive Stechkastensystem. Innovative Verfahren zur Trocknung und Lagerung gewährleisten die Verfügbarkeit und Homogenität der wertvollen Rohstoffe.


Weißtorf ist in der Terraristik bekannt und beliebt, er wird gerne als Bodengrund für das Terrarium genommen oder als Beflockung von Wasserfällen und ähnlichem. Ebenso nimmt man ihn gerne als Substrat für fleischfressende Pflanzen.

Weißtorf Soden oder in Ballen gepresst, sind wegen ihrer Wasseraufnahmefähigkeit ideal für das Terrarium, er muss allerdings einen pH-Wert von höchstens 3,5 haben.

Weisstorf und Humus sind pflanzlich organisch; stark wasseraufnehmend und -haltend 
 
bemoosen daher sehr schnell. Rankpflanzen können auf den weichen Soden sehr leicht mit Pflanzennadeln  fixiert werden.


Aufgrund ihrer hohen Humminanteile wirken Torfsoden durch das ansäuern der Umgebung auch keimhemmend und desinfizierend.

 



 


Kork und Kokosfasermatten halten meinen Erfahrungen nach, dem Feuchten Klima im Regenwaldterrarium nicht sehr lange stand. Auch befreundete Froschler, die diese benutzen bestätigen eine Lebenserwartung von ca.4-5 Jahren im feuchten Klima. Diese Materialien sind eher in einem Becken für Gekkos und Chameleons, in einfach anderem, nicht so feuchtem Klima aufgehoben



wer es dennoch nicht glauben möchte, eine Rückwand nach 5 Jahren

Dennoch ist Kork ein sehr nachhaltiger und edler Werkstoff.
Die Hälfte der weltweiten Korkproduktion stammt aus dem kleinen Land Portugal.



Die Korkernte ist nach wie vor Handarbeit.


Für die Korkernte braucht man Fingerspitzengefühl, um den Stamm nicht zu verletzen.
Mit einem seichten Wurf geworfen, spaltet die abgerundete Klinge
einer kurzstieligen Axt den Korkschwamm außen am Baum.

Die Rinde öffnet sich spröde geworden durch den beginnenden Sommer,
mit eben diesem charakteristischen Plop.

Danach öffnet der Waldarbeiter die Rinde um den Stamm herum und jeweils auf beiden Seiten des Baumfußes von oben nach unten.

Anschließend dreht er die Axt um und schiebt die abgerundete Stiel-Spitze zwischen Schwamm und Stamm und hebelt den Korkschwamm in großen, halbrunden Stücken mit Muskelkraft vom Baum.




Kork ist leicht, flexibel, isolierend und dämmend, sogar wasserabweisend.
bringt eigentlich viele gute Eigenschaften in das Terrarium.

Um glatte große Flächen für Korkrückwände zu schaffen wird die Korkrinde aufgetrennt und in Streifen auf einen mehrschichtigen Untergrund verklebt.

Hier entstehen dann die Schwachstellen der Korkrückwand, die damit den Wurzeln der Pflanzen, den im Terrarium befindlichen Asseln und Springschwänzen und der vorherrschenden Feuchtigkeit geschuldet, einfach zum Verfall führen.

Leider ist es für mich ein 'No-Go'
mein Terrarium alle vier Jahre neu einrichten zu müssen.



Wenn wir schon bei No-Go sind
kommen wir gleich zu Kokosmatten


Kokosmatten haben meines Erachtens
-nichts-
in einem Regenwaldbiotop verloren.

Als Fußabstreifer vor dem Froschraum vielleicht,
aber doch bitte nicht im Terrarium.


Die Hersteller von Kokosmatten wiedersprechen sich auf ihren Verkaufsseiten selbst.


Erst wird angepriesen, Kokosmatten könnten dauerhafter Feuchtigkeit gut widerstehen:

Alle Vorteile
von Kokosmatten auf einen Blick:

  • Der hohe Anteil an Zellulose und Lignin macht Kokosmatten sehr strapazierfähig
  • Geflechte aus Kokosfasern nutzen sich nur langsam ab
  • Bakterien und Pilze haben bei Kokosfasern schlechte Chancen
  • Sie profitieren ebenso von der antistatischen Wirkung
  • Kokosmatten können dauerhafter Feuchte gut widerstehen
Dann wiederum schreibt der gleiche Hersteller
auf der identischen Verkaufsseite
einfach ein bisschen nach unten gescrollt:


  • Ständig in der Sonne liegend, altert das Material schneller.
  • Häufige Feuchtigkeit beschleunigt die Zersetzung.
  • Es hängt von der Nutzungsintensität ab.
  • Häufiges Waschen, begünstigt den Verschleiß.

Und dies ist ein Hersteller
der Kokosmatten für den Boden liefert

Wenn wir nun eine solch süße Kokosmatte
mit schnuckeligen Täschchen für Pflanzen
in ein Regenwaldterrarium bauen.
[welches für mich eher etwas von ÖKO-Adventskalender hat.]

Dann brauche ich mich nicht wundern,
wenn irgendwan mal ein Frosch
kopfüber im Becken hängt,
weil sich ein Füßchen in den Maschen
dieser Matten verhakt hat.

Oder dass dieses dünne Gespinnst aus Fasern
irgendwann man total verwittert
in Fetzen an der Seitenwand hängt

Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.


Jetzt mal ehrlich,
was kommt als nächstes?
Batiktücher?
Flickenteppich?
Filz?


Wir richten hier immer noch
Regenwaldbiotope ein?!?




Beschichtungsmöglichkeiten


Im Handel werden verschiedene Fertigbeschichtungen angeboten.
zwei sehr bekannte sind Ben´s Rainforest Background von Benjamin Schwarz



und Frogwall von Frogwall Rainforest Concepts zwei sofort Gebrauchsfertige Beschichtungen, Latex Torf gemische als Terrariumbeschichtungsmasse mit Moos und Farnsporen vorgeimpft.




Eine weitere Beschichtungsmöglichkeit ist GFK Epoxidharz Laminierharz der sowohl für Aquarien und Terrarienrückwände geeignet ist. Die Oberfläche ist danach hochverdichtet, es können in der dritten Beschichtung Torf und Farbpigmente beigemischt werden um eine natürliche Optik zu erhalten. Ideal ist diese Beschichtung zum Beispiel für Bachläufe.

mehr darüber unter
https://www.froschmichl.de/TECH-.--WORKSHOP.htm







Kombination aus gefärbten Epoxidharz,
Beflockung mit Torf und Natürlichen Materialien. 













Ein Klick zum Film































Epiweb Aufbinde- und Kulturmaterial
EpiWeb® ist ein neuartiges Kunststoffmaterial, welches bereits vielfach getestet wurde.
Es bietet eine Vielzahl von Vorteilen:
-Extrem lange haltbar, zersetzungsfrei.
-Absolut pH-Neutral und UV-stabil.
-Abstoßende Wirkung gegen Schnecken.
-Speichert bis zu 76% des Eigengewichtes an Wasser.
-Geringes Gewicht (97g/Liter)
-Kontrollierte Kultur möglich.
-Schutz der jungen Wurzelfasern, da die Wurzel in Epiweb hineinwächst und nicht "auf" der Rinde bleibt.
-Einfache Bearbeitung mit der Schere.
-Jede Größe möglich.
-Preiswert, jederzeit verfügbar.




Hygrolon® ist ein neues, einzigartiges Material, das völlig neue Kulturmethoden eröffnet.
- Es hält 280% Wasser.
- Als Docht kann es Wasser bis zu 320mm hochziehen.
- Es bleibt 100% inaktiv und zersetzt sich nicht.
- Eine umweltfreundliche Alternative
- Ist eine hervorragende Alternative zu anderen organischen Substraten wie Sphagnum, Kork, Rinde, Baumfarn etc.


- Für Orchideen in Terrarien, Vitrinen, Gewächshaus

Zu Beginn der Entwicklung von Hygrolon® standen Studien über die Lebensgrundlage von Moosen, Farnen und Orchideen, in anderen Worten: verschiedene Rindenarten.
Rinde besteht aus toten Zellen von Zellulose und Lignin. Diese Rinde ist hygroskopisch, sehr unterschiedlich je nach Art des Baumes. Diese Rinde speichert das lebensnotwendige Wasser für die Pflanzen für eine gewisse Zeit, und verteilt es gleichmäßig über die Oberfläche. Daher bleibt diese Unterlage nie für eine lange Zeit feucht.

Das Ziel bei der Entwicklung von Hygrolon® war ein Material, das sich wie eine gewöhnliche Rinde bzw. Rindensubstrat verhält. Außerdem sollte das Material inaktiv und 100% nicht kompostierbar sein.











Eine weitere, langlebige Möglichkeit ist es, die Scheiben sowohl die Modellierten Rückwände mit schwarzem oder braunen Aquariumsilikon zu bestreichen. Dies geschieht am besten mit einem Zahnspachtel, um ein dickes und haftfähiges Silikonbett zu bekommen. In dieses Silikonbett wird zuerst Pinienrinde gedrückt um eine griffige Oberfläche zu bekommen, dann wird ein fein gemahlenes Torf/Erde Gemisch, angereichert mit Moos-Sporen, Xaxim und Kokoshumus flächig darauf verteilt und fest angedrückt. An unebenen, modellierten oder schwer zugänglichen Stellen wird das Silikon mit einem Borstenpinsel aufgetragen. Um die zähe Silikonmasse gut verstreichen zu können, kürzt man die Borsten des Pinsels bis auf 5-8mm ein. Auf die Verwendung der um 50% billigeren Bau- oder Sanitärsilikone sollte auf jeden Fall verzichtet werden. Diese enthalten Fungizide die für die Pflanzen und Terrarientiere nicht ungefährlich sind.



Mehr informationen auf:
https://www.froschmichl.de/TECH-.--WORKSHOP.htm




Ich habe ich viele Materialien einem 5 Jahre Dauertest unterzogen zwei Fertigmischungen mit Elastopor und Beflockung fertig vermischt im Eimer für viel Geld, in kleinen Terras Erfolgreich, in größeren Becken aufgrund der verschiedenen Klima und Feuchtigkeitszonen weniger erfolgreich.

Ich habe Kork und Kokosfaser im Milieu eines tropischen Terrariums getestet und für ungeeignet befunden.



Zum damaligen Zeitpunkt wurde bereits 2K-PU Kleber im feuchtwarmen Milieu experimentiert. 2K-PU war ein Parkettklebstoff der mit Härter angerührt wurde, der aber damals wegen eines Weichmachers in eben diesem feuchtwarmen Milieu Probleme machte. Beschichtungen lösten sich, Tiere verstarben weil sich Gase bildeten.




 


Mittlerweile hat sich die Rezeptur grundlegend geändert, das Material gilt als Lebensmittelecht und für Kinderzimmer geeignet, ich habe mittlerweile meine Werkstoffe gefunden und starte deshalb keinen Versuch mit diesem Material weil ich keinen Vorteil gegenüber Aquariumsilikon finde.

Wenn allerdings renommierte Unternehmen wie BensJungle terra-erfordia oder dendroshop dieses Material mittlerweile lagernd führen und zur Beschichtung von Terrarien verkaufen scheint es wohl geeignet bzw. uneingeschränkt zu empfehlen zu sein. Über Langzeiterfahrungen, von vier oder mehr Jahren mit der neuen Rezepzur habe ich noch nichts gelesen oder gesehen. Wirklich anschaulich gestaltete Landschaften in neu entstandenen Terrarien habe ich vielfach gesehen und bewundert, aber keine Terrarien die einige Jahre eingelaufen waren.

Ich war diesem Material gegenüber weiterhin skeptisch eingestellt
und setzte weiterhin auf bewährte Silikonverklebung.
Das Gros setzte allerdings auf den billigeren Werkstoff.
2K-PU




Für mehr Informationen verweise ich auf die Seite von Tom Wolf:
https://www.tomberwolf.de/projekte/dendrobaten-vivarium-2018/einrichtung-des-vivariums-teil-2-


NACHTRAG MIT VIDEO
80% der "Regenwald"-Terrarianer beflocken auf Stauff 2K-PU
welcher seit Änderung der Rezeptur in den 80ern ohne Bedenken verwendbar ist.

Trotz aller Erkenntnisse ist die Variante mit Aquariumsilikon definitiv beständiger.

Vergleiche konnte ich aus 35 Jahre alten Terrarien mit Beflockung auf Aquariumsilikon
und 15 Jahre alter Beflockung auf 2K-PU Kleber ziehen.
Und ich gehe einfach davon aus, dass der optische Vorteil der Silikon-Variante
nicht nur dem handwerklichen Geschickes resultiert, sondern der mangelnden Klebeverbindung des PU-Klebers und der Beflockung geschuldet ist.


Aber ich habe auch von einigen Problemen hören müssen.

Bei Terrarien die mit 2K-PU Kleber auf Styropor und PU-Schaum beflockt waren löste sich nach einem Jahr die
Beflockung [Beschichtung]
zurück blieb nur der braun eingefärbte Parkettkleber.

An Stellen die direkt mit 2K-PU Kleber auf Glas beschichtet wurden
löste sich der Kleber als ein Stück vom Glas.

Auf das Folgende Bild klicken
um ein kurzes Video dieses Problemes zu sehen.





Auch Elastopur, als Klebstoff angeboten von Rana Terrarienbau oder auch Benjamin Schwarz (BensJungle) gelten als Alternativen zu meiner Beschichtungsvariante.
Einige habe ich ja vor vielen Jahren bereits einem Test unterzogen,
in welchem Maß sich Mischungsverhältnis und Zusammensetzung in den letzten Jahren verändert haben kann ich nicht beurteilen, meine Erkenntnisse habe ich aus damals verfügbaren Fertigmischungen und Werkstoffen gezogen und diese waren ernüchternd.

Auch habe ich von Beschichtungs-Möglichkeiten mit Zement und Fliesen-Flexkleber und vielem anderem gelesen, doch kann ich hier für ein Dendrobatenbecken keinen Nutzen sehen.


Ablösung der Beschichtung vom Stropor, nach reißen des Flexklebers trotz aufgerauhter Oberfläche [Aktuelles Bild von 2019]
Mehr als dieses Bild zu zeigen braucht es nicht .




Bild von 2007 Schwundrisse in einer bekannten  Fertigmischung,
Styropor darunter bereits sichtbar, der weitere Verlauf ist leicht zu erahnen. Bilder sagen mehr als Worte



Ablösung einer gerade schön begrünten Fertigmischung,
Bilder sagen viel mehr als Worte.









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am 24.11.2019!


Diese hohe Frequenz und die durchgehend positive Resonanz aller Besucher freuen mich unglaublich.

Ständige Aktuallisierungen meiner Homepage und die Aufnahme neuer Themen auf Anfrage brachten mir neue Leser, nicht nur 'Froschler' auch Orchideen und Pflanzenfreunde welche mich vielfach kontaktierten.

  Ich danke Euch allen für Eure Treue und Euer Vertauen und wünsche Euch viel Erfolg und Spaß an Eurem HOBBY.




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