Kleine Regenwald-Biotope

Wasser Beregnung Nebel im Terrarium



 
 










 



Auf das Filmlogo klicken für eine kurze Sequenz des Bachlaufes


Nach diesen kleinen Impressionen eines bewachsenen Wasserteils aus meinen Becken nun zum Thema Wasserlauf:



Ein heiß diskutiertes Thema, Wasserlauf, Wasserteil oder gar ein Wasserfall im Terrarium
hier meine persönlichen Erfahrungen:

2001 begann ich mit einem Palludarium Gesammtvolumen 1120 Liter.
Als Quereinsteiger aus der Aquaristik, die ich zu dieser Zeit bereits 15 Jahre erfolgreich betrieb, sollte es damals ein Aquarium sein, welches bereits vorhanden war.
Eine dumme Idee, was sich nach kurzer Zeit bereits herausstellte.
Trotz horenter Investition und ausgeklügelter Technik stellte ich fest, dass ein Aquarium für einen Froschhalter absolut ungeeignet ist.

Mein nächstes Becken in dem ich mit Wasser experimentierte war ein Standard-Terrarium mit den Maßen 100x50x100cm also ein Meter Breite 50cm Tiefe und einen Meter Höhe. 

Mit 2K-PU Schaum und Styrodur modellierte ich einen Wasserfall, der fließend in den Hintergrund überging. Das Terrarium wurde mit Rainforest-Background streng nach Anweisung des Herstellers beflockt, der Wasserfall mehrfach mit Epoxidharz behandelt und das Harz in vierter Beschichtung dann an den Übergängen zum RF-Background mit Torfgemisch optisch angepasst.
Der Wasserfall selbst wurde nur mit Farbpulvern und Sand auf Felsenoptik gefärbt und nur mit nicht mit saugfähigen Materialien beflockt.

Die Wege die ich mir für das Wasser ausgemalt hatte, durch drei künstlich hergestellte Becken bis hinunter zum Wasserteil, an dem die Pumpe wieder ansaugte, wurden wirklich über ein Jahr lang eingehalten.
Dann entstand irgendwo, unauffindbar klein, ein Riss und das Wasser suchte sich neue Wege.

Der Karpillareffekt des Rainforest Backgrounds und der saugfähige Bodenaufbau außerhalb des Wasserteils führten zum versumpfen des Beckens, was mich veranlasste dieses Becken zu entkernen und neu zu gestalten. Aber diesmal ohne einen Wasserfall, denn die Erfahrungen anderer unterschieden sich nicht wesentlich von meinen.


Über Jahre hinweg, machte ich sehr gute Erfahrungen mit doppelten Böden. Das heißt ich baute aus Glas ein Labyrinth in das Terrarium in dem Filtermaterial und eine Pumpe integriert wurde und deckte dieses mit einem V2A Lochblech mit 2mm Lochung ab.

Auf dieses Lochblech wurde Pinienrinde verstreut, eine geeignete Wurzel gelegt
über die das Wasser dann fließen konnte und letztendlich im doppelten Boden versickerte.

Leider habe ich nur noch Bildmaterial vom Ausschlachten der Becken
welche den neuen großen Terrarien nach fünf Jahren weichen mussten.
Von der Entstehung der Terrarien hatte ich damals keine Bilder gemacht.


Hier sieht man gut die Abdeckung mit Lochblech
und die Revisionsöffnung um an die Technik zu kommen.


[Andere arbeiten
bereits über 30 Jahre mit 5mm starken Kunststoff Lochplatten ähnlicher Lochung]
Also ich hatte das Rad nicht erfunden, sondern aufgrund der Tatsache dass diese Kunstoffplatten im Handel nicht mehr erhältlich sind V2A Stahl als alternative gewählt.

Im Radius 20cm um das Rinnsal hatte ich feuchte Pinienrinde, der Rest war trocken eine sehr zufriedenstellende Lösung.

Fazit: je kürzer der Wasserlauf/ Wasserweg im Terrarium ist, je weniger er mit anderem interieur in Verbindung tritt, desto weniger Gefahr besteht auch, dass das Becken versumpft.


Hier kann man gut sehen, wie trocken der Bodenbelag aus Pinienrinde bereits kurz nach der Beregnung bereits war.


In meinen neuen Becken, die ich seit 2015 selbst geplant habe verhält es sich anders. Hier arbeite ich nicht mehr mit Lochblech und Wasser unter dem Boden, sondern mit Wasservolumen von 20L und mehr. Die Becken haben einen an der Natur orientiert angelegten Wasserteil und Landteile die auf Grund ihrer Beschaffenheit gar nicht versumpfen können. 

In den flachen Becken arbeite ich mit Glasböden, die von allen Seiten zum Ufer hin ein Gefälle haben und das darauf fixierte Südamerikanische, harte Xaxim speichert nicht genug Feuchtigkeit dass es versumpfen könnte.

Im meinen großvolumigen Becken habe ich aus Styrodur Terassen angefertigt die bis zu 30cm über Wasseroberfläche enden, In Wassernähe ist das Styrodur mit epoxidharz, weiter entfernt mit Silikon und Torfgemisch beflockt. Styrodur selbst nimmt im Gegensatz zu Styropor kein Wasser auf und kommt in meinen Becken außer mit Beregnungswasser ohnehin nicht in Kontakt mit dem im unteren Teil befindlichen ca.50 Litern gefilterten Wasser.

Der Zulauf zu den Wasserteilen überschreitet in keinem meiner Becken eine Strecke von 10cm, in allen Becken können die Frösche in den Wasserlauf sitzen und haben die Möglichkeit überall aus dem Wasser zu klettern, wenn sie bei der Quappenablage oder weil sie erschrecken mal ins Wasser fallen sollten.

Aber jetzt schauen wir uns das mal gemeinsam an:




Terrarium Breite 80 x Tiefe 80 x Höhe 120cm davon Wasserfläche 80 x 60x 12cm


Terrarium Breite 80 x Tiefe 80 x Höhe 120cm davon Wasserfläche 80 x 60x 12cm

Terrarium Breite 80 x Tiefe 80 x Höhe 120cm davon Wasserfläche 80 x 60x 12cm

Terrarium Breite 80 x Tiefe 80 x Höhe 120cm davon Wasserfläche 80 x 60x 12cm
So sieht das Becken in eingelaufenen Zustand aus.

Ein anderes Becken 80x60x40cm
Gleiche Filtertechnik und Pumpe,
jedoch als Bachlauf gestaltet.









Moose siedeln sich an



Das gleiche Becken eingefahren


Das Becken Monate später............
































So feucht auch der Bereich um den Bachlauf ist, der hintere Teil des Beckens ist so trocken, dass sich nur Pflanzen der Gattung Peperomia, Microgramma, Pleopeltis und Pyrrosia wirklich behaupten. Alles andere verendete an mangelnder Feuchtigkeit.



 
 


Becken 80x60x120cm
  in diesem Becken soll auch wieder ein kleines Rinnsal laufen.

Hier mal ein kleiner Blick auf die Einbettung einer kleinen Eheim Pumpe, die entweder einen Bachlauf oder ein kurzes Rinnsal in jedem meiner Becken mit Wasser versorgt.





Ich verwende keine Denrobatenbecken mit schräger Bodenplatte und Wassergraben, sondern konstruiere natürlich aussehende Flußbette.



Unter der grauen Matte liegt als Vorfiltermasse ein Biologisches Filtermaterial aus keramischen Hohlkörpern für grobe Schmutzpartikel, erst danach läuft das Wasser durch den Filterschwamm zur Pumpe.
Eigentlich das Prinzip eines Hamburg Mattenfilters aufgewertet durch Keramikrohre für eine effektivere Filterung.



Ein Filter kurz vor dem auschwaschen nach einem Einsatz von nur 8 Monaten


Zum Einsatz kommen bei mir seit jeher Eheim Compact Pumpen, ob nun für ein kurzes Rinnsal oder für einen Flusslauf erwiesen sich die Compact 300 als sehr geschickt und gut dosierbar. Die Neue eheim Compact300 wurde modifiziert, bringt für unsere Zwecke aber nun eher ein Problem mit sich. Das Gehäuse und somit die Ansaugöffnung liegen für unsere Wasserstände zu hoch. Bei hohem Wasserdruck gibt es somit eine Verwirbelung und es wird Luft mit angesaugt. Dies bringt zwei Probleme mit sich, das eine, das Betriebsgeräusch der sonst leisen Pumpe erhöht sich bis zu einem Schlürfen..... das zweite Problem, die Pumpe kann überhitzen wenn sie nicht kontinuierlich Wasser gekühlt wird, weil zuviel Luft mit angesogen wird.

Mit einem kleinen 90° Bogen oder einem S-Bogen im Eheim Zubehör, kann man die Ansaugung bis 3mm über den Glasboden bringen und somit ist alles wieder flüsterleise und Leistungsstark.


Deckel drauf und die Fläche mit harten Xaximplatten ausgelegt

Natürlich ist die Technik, wie auch der Filterschaum jederzeit zugänglich, die große Wurzel am Boden ist nur angelehnt und kann somit entnommen werden.

Die Bodenplatte und das darauf befindliche Xaxim hoch geklappt und die Arbeit kann beginnen.

Die Fugen werden danach wieder mit spaghnum und Kokosfasern gefüllt und der Besatz kann wieder ins Becken.



Xaxim Rückwand mit eingearbeiteten Schwarztorfsoden
Wurzeln aus Savanne und Morkinen
Seiten nach bewährter Art beflockt.





 


Da ich ursprünglich aus der Aquaristik komme, kenne ich die verschiedensten Methoden Unterdruck in einem Schlauch zu erzeugen, um Wasser aus einem Terrarium zu saugen.

Die wohl unhygienischste ist wohl, das Wasser mit dem Mund anzusaugen.

Die Teuerste ist wohl eine Pumpe zu benutzen, was sich bei 62 L Wasser im Schnitt, in meinen Terrarien nicht lohnt.


Meine Methode ist so simpel wie auch gut......

Ich lege einen Schlauch in das Waschbecken, öffne den Wasserhahn und halte beide schlauchenden auf gleiche Höhe.

Dann halte ich das eine Ende unter den Wasserstrahl, bis das Wasser die Luft im Schlauch verdrängt hat und am anderen Ende ein Wasserstrahl aus dem Schlauch kommt.

In diesem Moment drücke ich mit beiden Daumen jeweils das Schlauchende zu und halte einen Schlauch voller Wasser und ohne Luft in meinen Händen.



So laufe ich vom Waschbecken zum Terrarium, welches möglichst schon geöffnet sein sollte.


Ohne nur ein Ende loszulassen, tauche ich das eine Ende des Schlauchs in den Wasserteil meines Terrariums und das andere Ende des Schlauchs an einen tieferen Punkt unterhalb des Ansaugpunktes im Terrarium.


Dabei sollte man darauf achten, dass man den Schlauch nicht unbedingt auf den Bodengrund des Wasserteils hält, da dieser sonst mit abgesaugt würde.


Nun kommt der Entscheidende Moment, die Daumen sollten die Enden der Schläuche entweder gleichzeitig frei geben, der Daumen im Wasserteil oben zuerst funktioniert meist auch.


Das Wasser schießt sofort durch den Schlauch nach unten, wie man sieht ist mein Wasser sehr mit Humminsäuren angereichert, deshalb die braune Färbung.

Ich gehe auf Nummer Sicher und verhindere durch die Filterung, die ich bereits oben beschrieben habe und die Beigabe von Torffasern oder sogar Torfsoden die ins Wasser ragen eine Bildung von schädlichen Bakterien.



Durch das Edelstahl Endstück am unteren Schlauchende des weichen Silikonschlauchs brauche ich diesem Ende keine Beachtung mehr schenken und kann mich so auf den Wasserstand im Terrarium kümmern.


Nachdem ich mich früher immer über die störrischen grünen oder transparenten Eheim Schläuche geärgert habe, die man entweder an den Eimer klemmen oder wirklich halten musste, suchte ich nach einer Lösung und kam so auf Silikon. Eine tolle Sache, gerade wenn man die eine Seite beschwert, so wie ich.

Kleiner TIP! ich habe bei diesem Wasserwechsel 8 Lugibris Quappen mit angesaugt, die sich danach im Eimer befanden.
Deshalb sollte man das Wasser bei der Entsorgung lieber durch ein Sieb schütten.

Das entnommene Wasser muss dann nur noch durch aufbereitetes Frischwasser ersetzt werden.....

und so haben wir eine gute überleitung zum nächten Thema




 Da wir in unserer Region von relativ gutem Leitungswasser verwöhnt sind, erübrigt sich eigentlich eine Osmoseanlage. Zur Aufzucht der Quappen strecke ich das Leitungswasser  einfach mit „Quappentee“

Das bedeutet, dass ich in kochendes Wasser einige Erlenzapfen lege und über Nacht ziehen lasse. Das Produkt ist eine braune Brühe, die enthaltene Huminsäure macht das Wasser weich und leicht sauer ~PH 6,5 KH 3°GH 5° und wirkt dadurch Antibakteriell. Der Quappentee kann sogar bei geringem Schimmelbefall im Terrarium angewandt werden.



Erlenzapfen



Konzentrat aus dem Sud der Erlenzapfen


Da ich im ländlichen Bereich wohne und unbelastete Erlenzapfen Tütenweise sammeln kann, bin ich nicht auf den Kauf solcher Produkte angewiesen. Doch der Aquaristikfachhandel bietet Erlenzapfen wie auch Seemandelbaumblätter zum Kauf an. Beide Produkte haben die gleiche Wirkung auf die Wasserchemie. Auch das einheimische Eichenlaub bringt eine erwünschte Aufsäuerung des Wassers.

Zur Beregnung, die ich manuell 2x täglich mit einem Drucksprüher von Hand vornehme, benutze ich 50% lauwarmes Leitungswasser und 50% abgestandenes Wasser oder Regenwasser.

Die Qualität des Wassers prüfe ich in gewissen Abständen.
Dazu dienen Tropfentests oder Quick-Tests mit Teststreifen aus der Aquaristik, die irgendwann mein Wasserlabor aus Aquaristikzeiten ablöste.



Wie auch die Aufzucht der Quappen mit den Jahren immer mehr optimiert wurde, verhält es sich auch mit der Aufbereitung des Wassers.
So habe ich mir nun doch eine kleine Osmoseanlage zugelegt, die für meine Ansprüche und Wasserbedarf vollkommen ausreicht.






erweitert durch eine 24V Boosterpumpe (nichts anderes als bei der Beregnungsanlage) beschleunigt man das Prozédere aufgrund höheren Wasserdrucks.








Osmoseanlage bei der Arbeit, Nutzwasser läuft in einen 20l Kanister mit Gummi-Korken.




 

Nutzwasserproduktion standard ca. 130ml/min nicht unbedingt viel, doch durch die Boosterpumpe erreiche ich einen Wasserdurchlauf von ca.
180ml/min dies ist ausreichend, denn mein Bedarf ist nicht hoch.

Mischingsverhältnis 1/3 Osmose mit 2/3 Leitung. Wert des Leitungswassers (12 °dGH) Wert des Osmosewassers (1°dGH)





 



Wasserstellen sind nun mal ein Muss im Dendrobaten Terrarium, sei es um den Amphibien die Möglichkeit eines Bades zu ermöglichen oder als Möglichkeit ihre Quappen im Wasser abzulegen.

Dendrobaten nehmen an diesen künstlich hergestellten
Phytotelmen
auch Wasser auf um ihre Gelege zu Wässern.

Ich selbst habe seit Jahren sehr umstrittene Rinnsale oder Bäche in den Terrarien.

Diese transportieren biologisch gefiltertes Wasser über kurze Wasserläufe in ein Wasserteil und dessen Versunstungsfeuchte garantiert mir eine nächtlich anhaltende Feuchtigkeit, obwohl die Blätter meiner Pflanzen absolut trocken sind.

Ein abendliches Beregnen oder Nebeln ist daher überflüssig
und meine Pflanzen danken es mir.

Die Verdunstungsfeuchte am Abend und in der Nacht
fördern allerdings auch die Nachtabsenkung.

Eine Versumpfung der Becken kann ich leider nicht vorweisen,
obwohl diese so verschrien ist.



Ich denke man muss nur wissen, was man tut und man kann mit den richtigen Materialien Naturnahe Biotope schaffen, ohne dass das gesamte Becken einem Sumpf gleicht.

Ich habe bewusst Ufer-Regionen die feucht gehalten sind,
die sogar mit Hygrolon Wasser aus den 50Litern
die unter meinen Fröschen gefiltert werden
über ein Docht-System nach oben ziehen.

Diese Flächen bemoosen auch sehr gut.

Doch gibt es große Bereiche im Terrarium, da ist es so trocken, dass selbst ein Pfeffer oder ein Ficus vertrocknet.

Ahso, meine Wasserteile sind 12cm tief!
Es ist noch kein Frosch ertrunken

Tinctorius wie Leucomela, Trivittatus springen beabsichtigt von in Wasser liegenden Wurzeln in das tiefe Wasser und tauchen am anderen Ende wieder auf, welches abgeflachte Ufer-Regionen hat.

Jede im Wasserteil abgelegte Quappe und auch ein badender Frosch kommt jederzeit ohne Mühe aus dem Wasser.

Nur um mal mit dem Gerücht aufzuräumen, ein Dendrobat würde ertrinken, nicht mal ein Pumilio! Auch diese kommen wieder aus dem Wasser, wenn man flach angelegte Ufer anbietet.

Nun ist ein Wasserlauf mit Material und Technik Königsklasse und nicht einfach zu konstruieren.

Begeht man Fehler, tritt diese allseits verteufelte Versumpfung ein.

Deshalb rate ich Anfängern, den Tieren zu liebe mit Wasserschalen zu arbeiten.

Hier gibt es im Terraristik-Fachgeschäft eine große Auswahl.

Ob sich diese Schalen nun in ein liebevoll angelegtes Regenwald-Terrarium einfügen,
darüber lässt sich streiten.

Manche passen doch eher in Wüstensand
oder in ein steiniges oder Felsig dekoriertes Reptilien-Becken.

Zudem muss ich aus meinen Anfängen 2001 sagen,
dass Wasser in den 1cm hohen Wassertrichtern
dieser Kunstoffschalen
innerhalb weniger Stunden verdunstet ist.


       


Eine aktuelle Diskussion über diese Störfelder
in einem wirklich gandios angelegten Regenwald-Terrarium
veranlasste mich mich meiner alten Zeiten in der Terraristik zu besinnen.....

und ein Muster für den Tech-Workshop herzustellen

um zu zeigen wie sich eine Wasserstelle optimal in ein Dendrobatenbecken einfügen lässt.


Man nehme eine Weisstorfsode



und lasse sie sich mit Wasser vollsaugen.

-eine Säge,
-ein Cuttermesser
und eine Schale
sollten für dieses Vorhaben zur Hand sein.

Ich bevorzuge die braun beschichteten
8cm Creme Brülee Schalen.



Diese bestehen aus gebranntem Ton und wurden zudem wasserfest beschichtet.




jetzt benötigen wir ja nur einen Rand um das Schälchen




Maß nehmen und Säge ansetzen....



Ein Stück der vollgesogenen Weißtorfsode ausklinken



Die Rundung der Form ausschneiden



Die Tonform exakt einpassen



wenn es sitzt dann kann man das Objekt
in die Natur-Dekoration des Terrariums einbringen.



In Pinienrinde einbetten, Kleine Äste und Laub drumherum...




ein wenig Grünzeug und schon hat man ein 8x2cm Wasserteil,
der optisch in das Gesamtbild passt.





 
Mit meinen Terrarien damals mit 50x50x70cm bis in Größen von 80x50x70cm
kam ich gut mit einer Bewässerung von Hand am Morgen gut aus.

Mit den neuen Becken mit 80x60x120cm und der weitaus effektiveren Durchlüftung kam ich mit morgentlichen Spühen von Hand an meine Grenzen.
Die obere Gaze-Fläche von 80x20cm erzeugt einen sehr guten Kamineffekt,
der auch gewollt ist.
Doch er entzieht auch ordentlich Feuchtigkeit und das ist weniger gut.

Ich habe nun ein Jahr mit der Blueline von M.R.S.
® gearbeitet modifiziert mit
PVC Düsenkopf 80° Feinnebel und war eigentlich technisch absolut überzeugt,
der einzige
Wermutstropfen für mich,
zu viel sichtbare Technik.


  Feiner Nebel und breite Streuung dank dreifach M.R.S Blue-Line
® und PVC Düsenkopf 80° Feinnebel.
Nur war der blaue Dreifacharm zu dominant.

alle Bemühungen das blau zu verbannen und durch schwarze
Korpusse zu ersetzen, befriedigten mich optisch nicht.



Ich weiß dass ich in mancher Hinsicht etwas zu kleinlich bin, aber ich mag einfach eine natürliche Optik und die weit ausladenden Arme und blaue Farbe in meinen Becken störte mich einfach.

TOP Technik hin oder her.

Also fragte ich herum, wollte wissen wie groß die Streuung
der M.R.S.
® Micro-Nebeldüsen 5-Fach ist.

Auf youtube gibt es zwar videos eines Tests verschiedener Düsen, die aber scheinbar mit Viren verseucht sind, mein Virenschutz blockte sie deshalb, also brachte es mich nicht wirklich weiter.

Ich fand wirklich Niemanden, der diese 5-Fach Düse in Gebrauch hatte.
Eigentlich verrückt, wenn man bedenkt dass ich mit 1328 Facebook-Freunden das gleiche Hobby teile.

Die weit verbreitete Blueline hatte ich selbst und einige wollten mich sogar von M.R.S. abbringen und zu Billigware aus Asien überreden.
Keine Chance auch wenn die Preise verlockend sind.

Also griff ich zum Telefon und rief bei
MICRO RAIN SYSTEMS in Altenburg an.

Weil mich die Qualität einfach überzeugte
fasste ich das Micro-Line System von M.R.S® ins Auge.

doch welche Variante sollte es sein?!


eine felexible 3 fach Lösung mit sehr feinem Nebel



5 fach Feinnebeldüsen starr



  oder eine 5 fach Feinnebeldüse starr und sehr filigran


Eine sehr ausführliche und kompetente Beratung und die Entscheidung fiel, eine Blitzlieferung rundete das Ergebnis des wirklich umfangreichen Beratungsgesprächs ab.



Am nächsten Werktag waren drei 5-Fach Düsen nebst Blindstopfen da.

Blindstopfen für den Fall, dass eine der fünf Düsen wirklich die Frontscheibe treffen sollte

und wenn schon neu auch 10m neuer Druckschlauch.



Hier sieht man jetzt eine der drei Düsen, für den ersten Test mit einem Blindstopfen versehen.

Aber bei meiner 60er Beckentiefe ist der Betrieb mit allen fünf Düsen möglich, ohne dass die Frontscheibe nur feucht wird.


Pumpe Schottverschraubung 6mm T- und Winkelstücke 6mm hatte ich ja bereits und so konnte es gleich los gehen.

Was soll ich sagen, wie gewohnt TOP Ergebnis feinster Sprühnebel aus 5 Düsen je Becken mittig in der Gaze angebracht, nicht ein Tropfen auf den Scheiben und für kurze Zeit ein richtiger Nebelwald.

Danke an das M.R.S.-Team, für die Optimalen Beregnungsdüsen, die nicht nur technisch sondern auch optisch überzeugen und in meinen kleinen Regenwald-Biotopen gänzlich untergehen.


Nebel [kein Regen] im Terrarium
einige Minuten danach hat der Kamineffekt allen Nebel abgetragen.



Nebel im Terrarium







klicken für einen kurzen Film




Genau das was ich in meinem Telefonat mit M.R.S

® als Aufgabe stellte, ich brauchte keine Beregnung im herkömmlichen Sinne, sondern feinen Nebel der die Luftfeuchte unter Tags noch zwei mal anhebt.
Abends müssen meine Orchideen aber trocken sein, und diese Aufgabe wurde dank fachkompetenter Beratung in vollsten Maße erfüllt.


Das Nachtropfen erinnert mich sofort daran, was ich vergaß zu bestellen. Ein Rückschlagventil für 6mm Pneumatik-Schläuche. Na ja, ich habe in Freiburg die Firma Tropen & Exoten die führen zu meinem Glück einen Großteil des M.R.S® Beregnungssystems und Zubehör Lagermäßig und da fahre ich jetzt hin.



RÜCKSCHLAGVENTIL mit Schlauchanschluss 6mm
möglichst nahe an der Pumpe an den Druckschlauch anschließen und das Tropfen hat ein Ende.

Eines will ich noch kurz erwähnen, ich hebe hier nicht einfach ein Unternehmen hervor, ich habe keinerlei finanziellen noch materiellen Vorteil beim Kauf der Beregnung gehabt. Es ist einfach meine Erfahrung, die mich fest mit dieser Firma verbindet, wenngleich ich bisher über Zwischenhändler gekauft habe war M.R.S immer meine erste Wahl.

Ich habe
seit 2001 einige namhafte Komplettlösungen für Beregnung gesehen und gehört.
Die meisten arbeiten mit billigen Ulka Pumpen, die auch in Espressomaschinen verbaut werden und so hören sie sich auch an.
Von der Qualität mancher Vollkunstoff-Düsen überhaupt nicht zu reden.
Im Großen und Ganzen hat mich auf Dauer wirklich nichts außer M.R.S. qualitativ überzeugt.

Eine wichtige Anschaffung in Zusammenhang einer Beregnung ist eine Zeitschaltuhr.

Egal welchen Händler ich auf Froschbörsen besucht habe, hatte die Zeitschaltuhr der Firma Superfish

Der Superfish Smart Timer ist eine digitale Zeitschaltuhr für die sekundengenaue Steuerung von Beregnungsanlagen etc. und eignet sich für alle Düsen, egal welchen Wasserdurchlauf sie auch haben mögen.



Doch noch gefunden, einige Sprühbilder verschiedener Düsenhersteller auf der Homepage von
Roger Warg tropenfrosch.info

http://tropenfrosch.info/terrarium/regenduesen-im-test.html