meine Oophaga Pumilio




 

 

Die Bezeichnung pumilio entstammt dem lateinischen Wort -pumilus- (bedeutet  Zwerg). Sie nimmt Bezug auf die geringe Größe der Tiere. Pumilios werden auch Zwergbaumsteiger , Erdbeerfröschchen oder Oophagen (Eierfresser) genannt.

Erdbeerfröschchen erreichen eine Körpergröße von lediglich 15–22 Millimeter.

Ihre oft erdbeerrote Körperfärbung dient als Warnfarbe. Daneben treten zahlreiche Farbvariationen auf, von denen man 15 bis 30 unterscheiden kann. Es handelt sich damit um eine polymorphe Art.

 

 

Der Lebensraum der Erdbeerfröschchen umfasst die Tropen und Subtropen an der Atlantikküste von Nicaragua (Süden) über Costa Rica bis in die Mitte von Panama in Mittelamerika. Ihre Vorkommen liegen überwiegend auf dem Land in feuchten Flachgebieten und gebirgsnahen Waldgebieten, größere Populationen finden sich aber auch auf Ruderalflächen, humusarmem Untergründen wie Kiesplätzen, Wegränder auch Plantagen und alten verfallenen überwucherten Friedhöfen.

 

Erdbeerfröschchen ernähren sich in freier Natur hauptsächlich von Schuppenameisen (Formicinae), daneben werden kleine Gliederfüßer wie z.B. Milben , Käfer und Pflanzenläuse gefressen. Im Terrarium werden kleine Drosophila Springschwänze Erbsenblattläuse und Weizenblattläuse gerne angenommen.


Wie viele andere Baumsteigerfrösche  sondert auch das Erdbeerfröschchen Gift über die Hautoberfläche ab. Hauptkomponenten der giftigen Alkaloide sind Pumiliotoxine und Allopulmotoxine.  Insbesondere auf der Ameisenkost beruht die Fähigkeit zur Giftakkumulation Schuppenameisen wie die Gattungen Brachymyrmex und Paratrechina produzieren neben Ameisensäure die giftigen Alkaloide Pumiliotoxine.  Da die Fröschchen aber selber keine Gifte produzieren können und sie für die Giftakkumulation auf ihre Nahrung angewiesen sind, bleiben sie in Gefangenschaft ohne Fütterung mit Schuppenameisen giftfrei.

Da sich die Habitate der Erdbeerfröschchen nicht mit denen bestimmter Ameisen decken, sind die Hautgifte ziemlich variabel, auch zwischen den Geschlechtern gibt es Unterschiede. 232 verschiedene giftige Alkaloide wurden in der Haut von Erdbeerfröschchen identifiziert.

Details über die Hautgifte sind unter
www.dendrobase.de/html/D_oophaga_pumilio.html
zu finden

 

 

 

Aufnahme aus dem Habitat




Alter Friedhof, aus dem Habitat Pumilio Solarte

Alter Friedhof von Punta Hospital
Isla Solarte Provinz Bocas del Torro Panama.
Zahlreich bevölkert von Tieren der "Solarte"-Variante.
 

Habitatbild Pumilio Isla Bastimentos


Habitatbild Pumilio isla cristobal

Isla colon, bocas del toro




Die Besonderheit an Pumilios ist die Brutpflege.  Die Weibchen platzieren dann 3–5 Eier auf einem überwiegend trockenen Bromelientrichter oder ähnlichem, und die Männchen besamen die Eier.

Danach werden die befruchteten Eier durch das männliche Elterntier bewacht und täglich mit Wasser befeuchtet, welches es in seiner Kloake transportiert. Die Kaulquappen schlüpfen nach etwa 10 Tagen.  Die geschlüpften Larven werden vom Froschweibchen jeweils einzeln in wassergefüllten Bromelientrichtern  abgesetzt. In Gefangenschaft wurden selten auch Männchen dabei beobachtet. Die Larven werden bis zu acht Wochen durch die Mutter versorgt. Sie sucht dabei jede Bromelie im Abstand weniger Tage auf, in der sie eine Larve abgesetzt hat, und nährt dort ihren Nachwuchs mit jeweils mehreren sogenannten Abortiveiern, also unbefruchteten Nähreiern.  Die intensive Pflege wird durch den hohen Laichverlust erklärt: nur 5–12 % der Eier entwickeln sich zu Kaulquappen.  www.facebook.com/amphibianforest/videos/916967581684512/


Quappe mit Nähreiern im Bromelientrichter








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- Oophaga Pumilio
Río Guarumo

- Oophaga Pumilio Isla Bastimentos

- Oophaga Pumilio Isla Cristóbal

- Oophaga Pumilio Siquirres Rio Estella

- Oophaga Pumilio isla Popa [Südseite]

- Oophaga Pumilio Isla Solarte cayo Nancy



 






 






Natürliches Habitat Panama Río Guarumo bis Río La Gloria

Andere Bezeichnungen: Rio Branco

Farbvarianten: Rumpf gelb bis gelborange, Beine weißlich oder bläulich grau

















Meine anfänglichen Erfahrungen: das Trio ist untereinander sehr Verträglich,
das 100%tige Männchen ruft und ein Weibchen folgt in die Filmdose. 


Die Tiere halten sich ausschließlich im oberen drittel des Beckens auf, untere Regionen werden nicht aufgesucht.


Die Fluchtdistanz ist sehr hoch, hoffe es legt sich mit der Zeit.








Wunderschöne Tiere,
wie sie unterschiedlicher in der Zeichnung nicht sein könnten


















































Natürliches Habitat:

Panama: Isla Bastimentos (Westende)

Ich halte ein gut funktionierendes Paar

Männchen rot, Weibchen orange 1.1.0

Die Frösche sind Blutsfremd, aus zwei Himmelsrichtungen in Deutschland zusammengestellt.

Ursprünglich habe ich vier 100% bestimmte Oophaga Pumilio Bastimentos auf Börsen gekauft.

Es sollten so zwei Paare gebildet werden.

Ein rotes Männchen, welches sich bewahrheitet hat, ein grün/beiges Weibchen, ein  beiges, fast weißes Weibchen und ein orangenes Männchen. Der Ausgang der Geschichte drei rufende Männchen, und das eine garantierte Männchen in orange, stellte sich als einzigstes weibchen heraus.

Verlasst Euch bei einem kauf eines 100% bestimmten Pumilio niemals darauf, das dies auch stimmt.

Habt Ausweichbecken parat, denn die Männchen sind untereinander sehr biestig und die Kämpfe gehen meist nicht gut aus.

Lasst Euch gesagt sein ein Pärchen zu finden ist eine mühsame Sache. Ich habe alleine 12 Bastimentos Morphe von weiß über rot, beige, orange bis grün gekauft, die alle 100% weiblich sein sollten. Letztendlich riefen sie oder gingen auf mein vorhandenes Männchen los.

Ich hielt bereits einige Arten Pumilio und ich habe bis auf Paare, die ich wirklich aus einer Anlage gekauft habe, in der ich die Tiere zusammen gesehen habe, habe ich eigentlich zu 80% falsch bestimmte Tiere gekauft.

Leider hat man es bei Oophagen nicht so leicht, wie bei Tinctorius, Ranitomeya und Co., bei denen man anhand der Körperform oder den Zehen der Vorderbeine das Geschlecht bestimmen kann.

Letztendlich ist man auf das Wort den Verkäufers angewiesen und meine Erfahrungen zeigten, dass dieses meist nicht viel Wert ist.

Nun aber zu meinen Bastis:

 

  Oophaga Pumilio isla Bastimentos, von Anfang an der Oophaga den ich unbedingt haben wollte und musste.

Und leider auch der Morph der mich fast zum Verzweifeln brachte.

Ich hatte das Pech wirklich 8Männchen zu kaufen, die allesamt als 100%tige Weibchen angepriesen wurden.

Weiße, beige, grüne, rot/weiße und rot/braune
wie sie schöner nicht sein könnten, doch leider riefen sie kurz nach einsetzen ins Becken alle und es ging heiß her.


Mein erstes Männchen, für den ich eine Partnerin suchte.



Ein wunderschönes Männchen

 

Mein Männchen beim ersten Quappentransport








Mein legendes Pärchen




Mein legendes Pärchen nach 8 Fehlkäufen







Oophaga pumilio isla Bastimentos zweites Paar Weibchen beige, Männchen dunkel rot.


Oophaga pumilio isla Bastimentos mein zweites Weibchen beige


Oophaga pumilio isla Bastimentos zweites Weibchen beige

Resümee, im Handel sehr hoher Überhang an Männchen.
Vielfach werden Männchen als Weibchen deklariert um sie los zu bekommen.

Wenn man dann endlich ein Paar gefunden hat,
dann ist es sehr Zeigefreudig und nutzt das ganze Becken aus.

Selbst Fachhändler deklarieren Geschlechter falsch!!!!!









Natürliches Habitat: Panama: Isla Cristóbal

 

 

Ich halte ein gut funktionierendes Paar goldorange/blau und orange mit blauen Gliedmaßen  1.1.0. Die Frösche sind F1 Nachzuchten eines Freundes.





 

Männchen beim Quappentransport


Männchen beim Quappentransport

Eigene Nachzucht 2018

eigene Nachzucht 2018




Weibchen









Wunderschönes Weibchen, fast goldfarben










Mein Weibchen, ein Traum























 














Resümee, Wunderschöne und zeigefreudige Tiere.
Nutzen das gesamte Becken aus, keinerlei Fluchtdistanz erkennbar. bleiben sogar beim öffnen der Scheiben unmittelbar vor mir sitzen.







Natürliches Habitat:

Costa Rica [Rio Estrella bis Rio Reventazon]

Ich halte ein gut funktionierendes Paar orange schwarz mit schwarzen Gliedmaßen 

1.1.0  Die Frösche sind F1 Nachzuchten.







































Resümee, das Pärchen nutzte das gesammte Becken aus.
Sie waren sehr fotogen und Zeigefreudig.
Leider brachten sie keine vernünftigen Gelege zustande.
Nach Abgabe und in anderer Konstellation in der neuen Anlage wurden bereits Nachtuchten gezogen. 







Natürliches Habitat: Panama isla Popa [Südseite]

Ich hielt ein gut funktionierendes Paar, welches ich von einem Freund übernahm.

Farblich wunderschön in einem mintgrün und pastellgelbem Bauch.

Leider fürte eine Fehlfunktion in der ThermoMat
an der Rückwand des Terrariums zur Überhitzung des kleinen Beckens und zum Hitzetod des Pärchens. 

Deshalb konnte ich mich nur ein Jahr an diesen wundervollen Tieren erfreuen.

[Ein Grund dafür dass ich keinerlei Heizungen mehr an Rückwänden oder Boden befestigen würde und werde!]






















 





 

Meine Oophaga Pumilio Isla Solarte cayo Nancy

Herkunft  Panama: Isla Solarte

Ein mir verkauftes legendes Paar gelborange mit weißen und orange mit grauen Füßen.

Versprochene 1.1.0 Die Frösche waren Blutsfremd zusammengestellt.

Leider rief bei mir in Zwei Jahren nicht eines der Tiere, so erhärtete sich der Verdacht es seien zwei Weibchen.

Mein Kollege nahm die Tiere beide zu seinen zwei Männchen mit und siehe da, er hatte plötzlich zwei Paare.

 
 

 

















Resümee nach 16 Jahren Pumilio-Haltung:

Geschlechtsbestimmung bei Pumilio ist eine schwierige Sache.

Vertrauenswürdige Verkäufer sind fast an einer Hand abzuzählen.

Weiß man dieser Schwierigkeiten und hat Ausweichbecken zur Verfügung, kann man Paare bilden, die wirklich unglaubliche Freude bereiten.

Egal wie klein meine Anlage aus unerdenklichen Gründen auch werden würde, ohne Pumilio´s ginge es nie!



www.dendrobase.de/html/D_oophaga_pumilio.html