Kleine Regenwald-Biotope

Weisse Asseln (Trichorhina tomentosa)






Diesen Beitrag bitte bis zum Schluss lesen
denn nicht immer führen Neuigkeiten in der Zucht zu besseren Erfolgen
sondern nur zu besseren Erkenntnissen.






Alle meine Terrarien werden grundsätzlich mit
ca. 150 weissen Asseln angeimpft, lange bevor überhaupt ein Frosch in das Terrarium gesetzt wird. Die Population wird bei jedem Großputz überprüft, notfalls erhöht. Nein ich zähle die Asseln natürlich nicht durch, sondern prüfe Optisch ob noch genug "Verwerter" im Boden sind. Das sehr begehrte Futtertier hält den Bestand im Becken erstaunlich stabil, doch nur aus dem Grund, weil die Asseln nachtaktiv sind, sich tagsüber im losen Pinienrindensubstrat oder im Xaxim aufhalten und somit den hungrigen Mäulern meiner verfressenen Frösche entkommen. Die Assel sehe ich, wie auch die Springschwänze in erster Linie als sehr gutes Futter an, aber auch als Putzkolonne, sie vertilgen abgestorbene Pflanzen sowie den Kot der Frösche, der bei der wöchentlichen Reinigung übersehen wird. Da die Asseln wirklich nur nachtaktiv sind, können sie ihrer Aufgabe gut nachgehen, ohne in Gefahr zu laufen von den Fröschen gefressen und somit stark dezimiert zu werden.

Die Vermehrungsrate und somit die Ausbeute der weissen Assel außerhalb des Terrariums sind bei mir so zufriedenstellend, um sie wirklich ernsthaft als tägliches Futter in Betracht zu ziehen zu können. Auch das entnehmen der Asseln aus dem Substrat ist weder mit Schwämmen, Rindenstücken oder Blättern so ertragreich, als dies mehrmals wöchendlich machen könnte.

Die Frösche bekommen ab und an mal eine größere Ration Asseln, die in eine Glas-Dipschale gegeben werden. Aus dieser können die Asseln nicht entkommen, nach diesem Mahl bleibt aber auch nicht eine einzige Assel übrig.


 
 
 

 
Da ich mich natürlich nicht zurücklehne und mich mit dem zufrieden gebe was hier an Ertrag zustande kommt habe ich mich belesen und ausgetauscht.


Ich wäre nicht ich, wenn mich mein Ehrgeiz nicht zwingen würde auch diese Zucht zu optimieren..........

gesagt, getan !!!


Weiße Asseln - Trichorhina tomentosa
erfolgreich Züchten und verfüttern

Die Weisse Assel Trichorhina tomentosa ist ein relativ kleiner Vertreter ihrer Gruppe.
Erwachsene Tiere erreichen etwa 3 bis maximal 5 mm Länge.

Da ihr Körper ausgesprochen weichhäutig ist und sie durch die weiße Farbe einen sehr starken Kontrast zum Bodensubstrat im Terrarium darstellt wird sie als Futtertier gut erkannt und gerne angenommen.

Als tropische Art ist sie in den entsprechenden Breiten weltweit beheimatet.

Dabei sind diese Tiere durchaus tageslichttauglich!
Auch wenn sie dieses alzugerne meiden.

Werden sie also verfüttert, sollte man einige Dinge beachten:

Die Entnahme von weißen Asseln sollte nicht einzeln mit einer Pinsette oder Löffel erfolgen, wenn man sie zu sehr stresst,
tritt oft ein Totstell-Reflex ein, der zwei oder drei Mínuten anhält. Somit sind sie für die Frösche uninteressant, denn was sich nicht bewegt, fördert auch nicht den Fresstrieb.

Sobald die Asseln wieder entkrampfen verschwinden sie sofort im lockeren Substrat

Wenn man jedoch auf die Substratoberfläche ein Rindenstück auflegt gestaltet sich die Entnahme hingegen absolut unproblematisch. An der dem Substrat zugeneigten Unterseite halten sich stets genügend Asseln auf, die einfach in ein Glasgefäß oder direkt ins Terrarium abgeklopft werden können.

Da sich weiße Asseln sehr schnell in den Lockeren Bodengrund zurückziehen empfiehlt es sich, sie den Fröschen in einer glattwandigen Schale vorzusetzen.

Ich nutze dafür Glas Behälter für Teelichter, die sich bei mir im Terrarium sehr gut bewährt haben. Barrieren von 5 mm Höhe sind für Weiße Asseln kaum zu überwinden sofern sie glatt und steilwandig sind hier haben wir nun 2cm.

Alternativ können aber auch Petrischalen genutzt werden,
die jeder von uns ja in seiner Anlage hat..

 

 

Als Futtertier geht es uns nun in erster Linie um die Weißen Asseln Trichorhina tomentosa, heimische Arten sind auf Grund ihrer Größe als Futter für unserer Pfleglinge uninteressant, würden nur als Nützling im Terrarium dienen.

Der typische Lebensraum der Landasselarten ist die Streuschicht des Bodens, gerade nur die oberen 3 cm, in denen sie sich von Fallaub, faulendem Holz ("weissfaules Holz") und anderen sich zersetzendem Pflanzenmaterial ernähren. Blattgerippe sind typische Hinterlassenschaften einer Assel. Mitunter wird aber auch Aas, Pilze, Schimmel, Kot und anderes organisches Material angegangen - Asseln sind wenig wählerisch.
Das macht sie im Terrarium zu einem sehr Nützlichen Insassen!

Nur zur Veranschaulichung was passieren würde, wenn ein verendeter Frosch irgendwo im Becken liegen würde, an dem wir ihn nicht finden.
Ich denke nichts wäre schlimmer, als wenn unsere Frösche den ganzen Tag über einen Kadaver laufen müssten.


Wissenswert ist auch, dass Asseln Flüssigkeit über Körperkontakt aufnehmen.
Deshalb sollte das Substrat auch feucht gehalten werden.

Um diese Feuchtigkeit im Zuchtbehälter zu erhalten sollte regelmäßig mit einem Pflanzensprayer nachgesprüht werden.

Als Substrat in dem die Asseln leben - sie leben tatsächlich nicht darauf sondern fast immer darin - haben sich Rindenmulch oder Walderde bewährt. Es funktionieren auch sehr große Rindenmulche oder Holzschnitzel solange sie nur von Laubholz stammen, was so im Handel fast nie der Fall ist. Meist ist es Pinienrinde, somit Nadelgehölz.

Als optimles Substrat hat sich Kokoshumus (Kokosfaserhumus, Kokoserde) bewährt,
welche ein hervorragender Feuchtigkeitsspeicher ist und gleichzeitig nicht verhärtet
sondern locker und krümelig bleibt.


Kokushumus ist in gepresster und halbwegs steriler Form im Fachhandel kostengünstig erhältlich [Kokos Bricks]. Um ihn gebrauchsfertig zu machen wird er in Wasser eingeweicht; die Volumenzunahme ist dabei enorm, also bitte ein ausreichend großes Behältnis nehmen.

Wie gerade erwähnt leben Asseln im Substrat,
deshalb sollte das Bodenmaterial mindestens 4 oder 5 cm hoch sein.


Ein unglaublich wichtiges Spektrum bei der Zucht von
Trichorhina tomentosa oder auch Collembola folsomia candida ist ein loses Substrat.

Verdichtet sich ein Substrat, bricht zeitgleich
auch die Zucht zusammen.

Je nach Populationsdichte sollte man alle paar Monate einen Teil des Substrates austauschen. Im allgemeinen tut es der Zucht aber eher gut, wenn das Substrat möglichst in Ruhe gelassen und die Tiere wenig gestört werden. 
Deshalb wähle ich wie bei den Springschwänzen ausreichend große Boxen um das Substrat möglichst lange nutzen zu können.



 Ich werde diesmal neue Wege gehen, als Substrat habe ich Buchenspäne, Kokoshumus, Sphagnum Moos und Eichenlaub gemischt und halte das Substrat eher etwas feucht.

Die
Buchenspäne sollen einfach Luft in den feuchten Kokoshumus bringen gleichzeitig das Substrat auflockern,
Da gerade die weißen Asseln Probleme mit Nadelhölzern zu haben scheinen,
erschien mir Rindenmulch doch zu heikel.
Deshalb wähle ich auch die Buchen Hackspäne.
 
 
 

Weiße Asseln benötigen laut neuen Informationen Wärme! 27 - 30°C sollten es tagsüber auf jeden Fall sein, eine Nachtabsenkung auf 22°C wird allerdings vertragen. Solage das Substrat nicht trocken ist pendelt sich auch die Luftfeuchte auf ein genügend hohes Level ein. 90% oder darüber sind ausgezeichnet. Unter 24°C findet praktisch keine Fortpflanzung mehr statt.

Dies sollte bisher auch mein größter Fehler gewesen sein,
wo auch immer ich recherchierte wurden die Temperaturen mit
22-25°C angegeben.
Wirkliche Erfolge waren bei diesen Temperaturen aber keine zu verzeichnen.
Auch fehlte mir die Information, dass gerade weiße Asseln das harzhaltige Nadelholz überhaupt nicht zu mögen scheinen.

Als ich ein Video einer Assel-Zucht in Übersee sah, fiel ich fast vom Glauben ab,
die Populationsdichte in der Zuchtbox war immens und die Vermehrung in meinen Zuchtbehältern dagegen war verschwindend gering.

Durch Nutzung von LED-Technik hatte ich selbst auf dem Lichtkasten auf dem die Zucht stand keine richtige Wärme mehr, das erklärt naturlich die mangelnde Vermehrung.

Bei Ofenfischen hatte ich mit Heizmatten geringer Watt-Leistung Abhilfe geschaffen, doch aufgrund Fehlinformationen über die ideale Zuchttemperatur bei Asseln habe ich dort die Wärme vernachlässigt.

Nachdem ich mir nun die nötigen Informationen geholt habe werde ich nun versuchen, meine
Trichorhina tomentosa- Zucht ähnlich erfolgreich zu gestalten wie die meiner  Collembola folsomia candida. 


Wie bereits bei den tropischen weißen Springschwänzen Collembola [folsomia candida] oder Ofenfischchen [Thermobia domestica] werde ich Euch auch bei dieser Zucht bald auch illustriert auf neuen Stand bringen.


Dies ist nun mein Substratmix, welchen ich jetzt mal richtig gammeln lasse, bevor die Asseln eingesetzt werden.


Sobald das Eichenlaub an stabilität verliert und sich zu zersetzen beginnt werden die Asseln einziehen.


Eigentlich benötige ich die Höhe der Box gar nicht, weil die
Trichorhina tomentosa nicht in der Lage ist die Wände empor zu klettern, doch steht die Box parallel zur Zuchtbox der Thermobia domestica die ebenfalls beheizt werden muss und deshalb auch die gleiche Box.



da ich ein Sparfuchs bin habe ich einfach die Fläche meiner Heizmatte vergrößert. die Heizmatte liegt auf Sicherheitsglas und darüber in geringem Abstand eine Metallplatte [Edelstahlblech]. Um einen Hitzestau in diesem Sandwitch zu vermeiden sind an drei Seiten Öffnungen die eine Luftzirkulation zulassen.


So werden nun meine Ofenfische, die in Gläsern mit Gazedeckel gezüchtetern Wachsmottenlarven und auch
die weißen Asseln gewärmt und das nur mit 6W Leistung.
Das Gewicht der Boxen lastet dabei nicht auf der dünnen Metallplatte, sondern auf den OSB-Streifen, die zugleich die Distanz zwischen Heizmatte und Metallplatte vorgeben.




Meine Wärmequelle eine Heizmatte 17x17x0,4cm als Wärmeunterlage.
Die Matte erreicht ohne Abdeckung eine Oberflächentemperatur von ca. 36 - 40 °C.
Die Oberfläche ist wasserfest und leicht zu reinigen.
In meinen Boxen erreiche ich somit eine
durchschnittliche Temperatur zwischen 28 und 30°C

Die Heizmatte liegt an keiner der Materialien, außer der hitzefesten ESG Glasscheibe an.

Ich habe zum Edelstahlblech wie auch zu den Plastikboxen immer Luft, sodass ich zwar überall etwas Energie verliere aber auch kein Risiko eingehe.

Ich erreiche dabei auch wirklich die Temperaturen, die ich auch benötige um Ofenfische sowie Assel erfolgreich zu Züchten bzw. vermehren.


Das einzige Problem ist die richtige Feuchtigkeit im Zuchtbehälter.

wenn es aber zu viel des guten wird, habe ich eine Öffnung im Deckel,
die augenblicklich mit einem Schaumgummi verschlossen ist.


Ich teste nun mal wieder in drei Zuchtboxen,
drei verschiedene Zucht-Methoden


Die hohe Zuchtbox wird wie beschrieben mit zusätzlicher Wärme versorgt und deutlich mehr Substrat, die zwei kleinen Boxen nur so auf den Terrarien platziert zwischen all der Elektronik bei ca. 26°C.

Gefüttert wird überall gleich, mit vorgegarten Kartoffeln,
Gemüse-Abfällen und meiner Futtermischung.
Zudem landen zerfallene Pilze aus den Terrarien auf der Oberfläche.


Angesetzt wurden die Zuchtbehälter zu gleichen Teilen aus einer Lieferung von 500-600 Asseln ich habe sicher nicht nachgezählt, aber vor lauter Asseln sah man fast kein Substrat.

Gleich nach einsetzen der Asseln verschwinden sie in der Substrat-Mischung, nur wenige halten sich wirklich an der Oberfläche auf.


Ich werde die Zuchten nun Ruhen lassen um die Vermehrung unter den verschiedenen Bedingungen zu testen.


Nach dem Filmmaterial aus Übersee zu Urteilen müsste ich bald gut ernten können.


Zur Entnahme dient mir Korkeichenrinde unter deren Bast sich immer Asseln tummeln, wenn man sie nicht zu viel ärgert.



Hier bereits nach einigen Tagen gut zu sehen, der Nachwuchs ist da es tummeln auf der linken Seite auch kleinere Asseln herum ein gutes Zeichen.


ein kleines Video des neuen Ansatzes in einer Box B35xT25xH30cm
einfach auf das youtube Logo klicken







So groß die Population der gelieferten Asseln auch war, ein Supergau zeichnete sich bald ab. Die Lieferung stellte sich als trojanisches Pferd heraus. Das gesammte Erdsubstrat steckte voller Trauermückenlarven und beim öffnen an einem Morgen bot sich mir ein Bild des Schreckens.

Die Reaktion auf meine Reklamation beim Grosshändler zeigte sich sehr ernüchternd,
die Antwort:

"es handelt sich nur um Fruchtfliegen. Diese haben wir immer in den Zuchten drin da diese auch an die Kartoffeln gehen die wir mitfüttern und dort Larven legen."

"Gegen Trauermücken damit diese sich nicht einschleusen behandeln wir die Zucht regelmäßig."

"Allerdings ist es mir nicht gelungen die nervigen Furchtfliegen los zu werden. Auch da wir einfach eine sehr große Zucht hier haben."


Zuerst einmal Freund

Drosophila gugsch Du!






Trauermücke gugsch Du!

also selbst wenn ich nicht mehr auf allen Zylindern laufen würde mein lieber, würde ich diesen Unterschied erkennen.

Von sauberer Futtertierzucht noch nie etwas gehört,
aber sich Gross- und Einzelhandel für Futtertiere schimpfen.

Und mir dann noch unterstellen ich könne eine Droso
nicht von einer Trauermücke unterscheiden.

Und nur mal so, warum tut man was gegen Schädlinge, die man gar nicht hat?!?
 [kleine Denkaufgabe]




Und vor allem, die Sichtung des klebrigen Substrates unter meinem Mikroskop ergab,
die Gegenmaßnahme waren
Nematoden
und die zählen zur Gruppe der Fadenwürmer.

Na danke, Fadenwürmer möchte ich weder in, an oder um meine Futtertiere,
noch in meinen Terrarien.

Zum Glück habe ich noch nichts verfüttert und die drei Zucht-Dosen nach Sichtung
gleich komplett entsorgt.





Nun ja, mir sind Rückschläge in meinen 18 Jahren in diesem Hobby nicht fremd, ob nun Milben, Xaximwürmer oder Schnurasseln.
.... so viele Dinge zwangen mich gerade in meiner Anfangszeit ganze Terrarien samt Interieur zu entsorgen und wieder bei null zu beginnen.



Deshalb nahm ich auch diese drei Boxen, stellte sie auf meinen Balkon und entsorgte alles in einen Müllsack und tat ihn gleich nach unten in den Container, damit sich hier nichts verbreiten kann.

In meinem Froschraum verteilte ich sofort Kebefallen und Gelbsticker
so sollte einer Verbreitung vorgebeugt sein auch wenn ein paar frei fliegende Trauermücken im Raum sein könnten.



Aprospos bei null anfangen......
habe mich jetzt genug über dieses Thema ausgelassen.

Nun brauchte ich ja wieder mal Laubholzspäne oder Schnitzel.
Aber eben nur kleine Gebinde,
nicht diese 42 Liter Säcke aus dem Gartenbau.

Gut das die Grill-Saison gerade eingeleutet wurde,
denn dies bedeutet es gibt Laubholz Räucher-Chips.

Erst einmal machte ich eine Entdeckung die mich Whiskey-Genießer sofort neugierig machte.




Eiche Chips aus ausgedienten Eiche Barrels in denen Whiskey gealtert wurde.

Original Jack-Daniels Alterungsfässer wurden hier zu Räucherholz verarbeitet.

Leider weiß ich nicht ob nun unter den Asseln nicht ein paar anonyme Alkoholiker sind, deshalb verwerfe ich die Idee gleich wieder.



Statt dessen finde ich
Mesquite, auch Prosopis genannt.

Mesquitebäume sind hauptsächlich in Wüstengebieten Nordamerikas, Mexikos und in Argentinien verbreitet.


Das sehr harte Holz wird unter anderem als Feuerholz oder Möbelholz verwendet.



Größe passt, gekauft.....



Kokosfasern, Sphagnum und Trockenmoos ist immer da.



Alles mit kochendem Wasser lösen.


mit kochendem Wasser übergossenen Laub dazu und  vermischen,
so zeigt sich folgendes Bild.



Feuchte durch Moos, Auflockerung durch Holzspäne
und als Erdsubstrat Kokos-Fasern und Humus.


Abgedeckt mit Korkeichenrinde
angeimpft mit einer kleinen Menge weißer Asseln aus der Zucht zweier Freunde.


Neustart gelungen, im feuchten Moos siedeln sich sehr viel kleine Asseln an. Vermehrung läuft.


Die Vermehrungsrate ist definitiv zu gering,
um hier mehr Zeit und Mühen zu investieren.




Zum Einsatz kommt eine Futtermischung die sich bereits bei den Springschwänzen bewährt hat. Allerdings müssen ab und an auch mal Blütenpollen, 100%Spirulina und gemahlene Sepia Bones verfüttert werden.
Ich möchte nichts dem Zufall überlassen und deshalb arbeite ich nur mit hochwertigen Materialien.

Aber warum Sepiaschalen?

Menschen benutzten die Sepiaschale schon seit vielen Jahren in der
Homöopathie.

Die Sepiaschale ist ein leichtes, längliches und kreideartiges Objekt, das hauptsächlich aus Kalzium besteht.



Durch den hohen Anteil von etwa 85 Prozent ist es aber auch ideal den Kalziumhaushalt von Tieren zu ergänzen.


 Sepia officinalis. wurde bereits im
1. Jahrhundert v. Chr. verwendet.

Heute ist die Schale besonders beliebt als Futterzusatz
bei Vögeln, Schildkröten, Schnecken und bei Asseln und vielen mehr.

Eigentlich sind Sepiaschalen nicht nur beliebt, sondern für die Erneuerung des Panzers im Wachstum fast unerlässlich.




[BOX 1]
Egal was mir ein Asselzüchter aus Übersee auch gesagt hat, Trichorhina tomentosa vermehrten sich in wärmerer Umgebung 27-30°C am Tagsüber und Nachtabsenkung auf 22°C
nicht sonderlich gut.


Auch die Luftfeuchte von 90% und durchaus nasses Substrat stellten sich als kontraproduktiv heraus.

Keine Ahnung wie er mit dieser Variante zu solchen Populationen kommen konnte, bei mir läuft diese definitiv nicht.



[BOX 2]
Die zweite Box auf dem Lichtkasten 25-27°C tagsüber
und nachts 22°C lief bereits besser.
Allerdings auch hier das Substrat deutlich zu feucht
auch wenn die Seitenwände der Box nicht beschlagen.




[BOX 3]
Den größten Erfolg erziehlte ich auf genau identischem Substrat wie in den anderen Dosen, Mesquite-Chips, Kokosfasern, Sphagnum und Trockenmoos....

Allerdings hier in getrockneter Form.
Das einzige was ich wirklich gewässert habe und auch feucht in die Zuchtbox eingebracht, ist das große Stück Korkeichenrinde zur Abdeckung.

Diese wird auch immer wieder ein wenig besprüht, während ich jedoch versuche das Substrat trocken zu halten.

Der Vorteil an dieser Variante ist, die Asseln sammeln sich unter der feuchten Rinde, denn wie ich bereits berichtete, nehmen Asseln Feuchtigkeit über die Rillen ihrer Haut auf.

Dieses mal hatte ich zwei geschätzte Freunde die mir Tiere ihrer sauberen Zucht zur Verfügung stellten, aber hier namentlich nicht genannt werden möchten um nicht mit Anfragen bedrängt zu werden. [was ich auch verstehe]

Das riesen Stück Korkeichenrinde, welches ich zum abdecken der Zucht gefunden habe musste erst 20 Minuten bei 160°C Umluft leiden und sich danach noch in einer Wanne mit kochendem Wasser vollsaugen. Hier hat weder ein Tier noch ein Ei überlebt.
Keine Schnecke, keine Schnurfüssler und auch keine Planarien.

So konnte ich die Asselzucht mit absolut sauberem Substrat und Rindenabdeckung starten.

Die Plastikbox wurde mittlerweile in eine flachere Box mit den Maßen ~15x35x50cm HxTxB umgebettet.

Die Box aus einem schwedischen Möbelhaus wurde nicht mit dem orginal Deckel sondern mit einer 5mm Floatglas-Scheibe abgedeckt, damit keine anderen Tiere den Weg in die Zucht finden.

Es wurde eine Bitte an mich herangetragen, den Lieferanten für meine Boxen zu nennen, da diese scheinbar die einzigen seien, die oben absolut eben abschließen und auch formstabil seinen, so dass man sie wirklich mit einer Glasscheibe ausbruchssicher abdecken könne. Dies war mir zuvor nicht bewusst, sonst hätte ich manchen Leuten Fehlkäufe ersparen können.

Die Erwähnung des schwedischen Möbelhauses erscheint mir der Werbung aber genug.

Jetzt aber wieder zu den Asseln, die sich unter den in Box 3 geschilderten Bedingungen wirklich zufriedenstellend vermehren.

Temperatur in dieser Box auf dem Lichtkasten 25-27°C Tagsüber und Nachts 22°C absolut ausreichend.




Aber nun Bilder und Filme um meine Ausführungen zu Stützen,
denn Bilder sagen mehr als Worte.




Die Box wurde letztendlich größer und flacher


Mittlerweile benutze ich nur noch ein großes flaches Rindenstück.


Es sammeln sich immer Asseln unter der Rinde, größere Populationen sind in der Tiefe des Substrates

Die weiße Assel ist und bleibt ein besonderer Snack,
der ab und an einmal gereicht wird.
 

Ein Blick auf das Substrat, direkt unter der Rinde zeigt es geht schon ein bisschen was.
Und dies ist nur die Oberfläche



Doch von explosinsartiger Vermehrung wie bei den Springschwänzen,
bin ich um Welten entfernt.

Einen Platz als Hauptfuttermittel wird die Trichorhina tomentosa
auch mit der neuen Zuchtmethode nicht ergattern.

Grund hierfür ist gewiss nicht die Wertigkeit als Futtertier, sondern die langsame Vermehrung. Einfach zu gut um auf dieses Tier zu verzichten aber zu geringe Vermehrungsraten um zum Beispiel eine Drosophila als Futtertier zu verdrängen.


Folgendes Video zeigt nun die Populationsdichte meiner favorisierten Zuchtmethode und auch das Füttern mit meiner staubfeinen Futtermischung.

^Hier klicken für ein kleines Video ^

Im folgenden Video sehr gut ersichtlich,
wieviele kleine Asseln sich bereits im Erdsubstrat angesammelt haben.

^Hier klicken für ein kleines Video ^

TOP 5 der Futtertiere knapp verfehlt.

Seinen hohen Status als Nutzinsekt im Terrarium
hat die Assel dennoch inne.


Ich wiege mich gerne in der Sicherheit eine üppige Population dieser Tiere in jedem Terrarium zu haben.

Sie ernähren sich von Fallaub, faulendem Holz und anderen sich zersetzendem Pflanzenmaterial. Blattgerippe sind typische Hinterlassenschaften einer Assel. Mitunter wird aber auch Aas, Pilze, Schimmel, Kot und anderes organisches Material angegangen - Asseln sind wenig wählerisch.

Ich habe eine Schicht
Pinienrinde ca. 2-3cm stark, dort sind die Tiere über Tags geschützt. Sobald das Licht erlischt, walten sie ihres Amtes und ernähren sich von allen Abfallstoffen am Boden. 

Ein kleiner Nachtrag, ich konnte bei einer Laufzeit von drei Monaten keine wirklich bessere Vermehrung als in meinen alten Zuchten erkennen.

Ob nun Nadelholz- oder Laubholzspäne verwendet werden dürfte wirklich keine Relevanz für die Zucht haben.

Vermehrung läuft......

^ klick für kleines Video ^




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 Ich kann von meiner Warte aus nicht beurteilen welchen Informationsstand
der einzelne Besucher meiner Seite hat.

Nur durch das Äußern von Wünschen Eurerseits welche Thematik ich noch abhandeln soll, oder auf welches Thema ich noch tiefer eingehen müsste kann ich diese Page optimieren.

Eines vorweg, das Thema Krankheiten von Amphibien werde ich nicht aufnehmen, dieses habe ich verlinkt auf zwei tolle Pages meiner Froschkollegen, mehr braucht's im world wide Web nicht.

Eine Selbstdiagnose oder Medikation wäre ohnehin grob fahrlässig.

Hier sollte man immer einen Veterinär konsultieren.




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