meine Leucomela







 

......der Lehmanni für "Arme"
also genau das richtige für mich



Dieser Morph der Dendrobates leucomelas gehört für mich
zu den schönsten Pfeilgiftfröschen aus dem Leucomela-Komplex.

Die Heimat dieser gelb-schwarz gebänderten Baumsteiger
ist der tropische Regenwald in british Guyana.

Ich sehe immer wieder bei auf Börsen angebotenen Nachzuchten, dass sich in der schwarzen Bänderung vereinzelt Punkte abzeichnen.

So erhärtet sich der Verdacht, dass es sich bei der wunderschön gebänderten Form, um speziell abgesammelte Tiere handelt, dessen optische Eingenschaften dann herausgezüchtet werden oder wurden.

Wie dies seit Jahren auch bei Azureus sky blue oder Azureus "Wattley line" geschieht.

Unbeachtet dessen, dass ich vielleicht eine herausgezüchtete Laune der Natur in meinen Becken sitzen habe und so mancher der seit 30 Jahren und mehr Leucomelas züchtet, sie nicht als natürlich empfindet; ist es für mich dennoch der schönste Morph dieser Gattung.

Es ist ein reinrassiger Leucomela, mit besonderer fast schlichter Zeichnung, nicht etwa ein Hybride [Kreuzung zweier Morphe], daher verstehe ich die ganze Aufregung nicht.

Ich liebe sie genau wegen ihrer Ähnlichkeit zu Lehmanni´s
und mir persönlich ist ein "normaler" Leucomela einfach zu wild gezeichnet.
Aber zum Glück sind Geschmack und die Auffassung von Schönheit ja Ansichtssache.

  Diese tagaktiven "Pfeilgiftfrosche" werden zwischen drei und vier Zentimeter groß, wobei die Männchen gerne etwas kleiner und schlanker bleiben. Sie können im Terrarium bei artgerechter Haltung ein stolzes Alter von bis zu 15 Jahren erreichen.

Die Geschlechter der Tiere sind nur schwer auseinander zu halten. Allgemein gilt zwar, dass die Weibchen dieser Dendrobatiden etwas größer und fülliger werden als Männchen, aber wirklich sicher kann man sich erst sein, wenn man das Männchen beim Rufen bzw. das Weibchen beim legen der Eier beobachten kann.

Ich liebe den Ruf dieser Frösche, man kann ihn als ein relativ lautes und anhaltendes Trillern beschrieben.

Meine rufenden Männer sind von den Damen optisch nicht wesentlich zu unterscheiden, obgleich ich der Geschlechter weiß und jedes Tier doch seine besodere Bänderung hat.

Ich halte eine kleine Gruppe aus einem

IMPORT UNDERSTORY ENTERPRISE

Schutzstatus: WA Anhang II

Verbreitung: british Guyana


Im Habitat ein Tagaktiver Bodenbewohner der Laub- und unteren Krautschichten.


 


Dendrobates Leucomelas sind in größeren Terrarien ab einer Grundfläche von 80x60cm
sehr gut für eine Gruppenhaltung geeignet.

Die Temperaturen im künstlichen Habitat sollten dabei  zwischen 26-28°C tagsüber und 21-24°C nachts liegen.

Gerade die gebänderte Form der british guyana sind eher bei höheren Temperaturen aktiv, auch wenn diese
kurzzeitig auch mal über über 30°C erreichen.

Bei 21 bis 26°C ruhen die Tiere eher an einem überschatteten Platz
und lauern dort gechillt auf Beute.
So kann es sein, dass man die kompletten Wintermonate außer ein paar kurze Augenblicke, nicht einen dieser wunderschönen Tiere zu Blick bekommt.

Verhungert sind die Dickerchen dabei aber nicht.


Die relative Luftfeuchtigkeit sollte tagsüber um die 80% liegen und nachts auf 100% steigen.
Der Einsatz einer automatischen Beregnungsanlage ist empfehlenswert aber nicht zwingend notwendig.

Ich sprühe die doch flacheren Becken auch lieber von Hand.

Als Futter werden sowohl kleinste Futtertiere wie Drosophila, Springschwänze, tropische Asseln, Mikro-Heimchen, Erbsenblattläuse und Wiesenplankton angenommen.

Doch sollten auch größere Futtertiere wie Terfly,
Wachsmottenlarven und Ofenfische angeboten werden, die mindestens einmal pro Woche mit einem Vitamin- und Mineralstoffpulver angereichert werden.

Dendrobates leucomelas wird mit etwa 12-18 Monaten geschlechtsreif. Dem lauten, trillernden Ruf des Männchens folgt das Weibchen zu einem geeigneten Eiablageplatz.

Das legebereite Weibchen streichelt mit den Forderbeinen seinen Rücken.

Nach der Eiablage betreibt das Männchen eine nur schwach ausgeprägte Brutpflege,
indem es das Gelege bewässert.

Es werden bis zu 2-8 Eier pro Gelege abgesetzt. 

Nach dem Schlüpfen der Quappen transportiert das Männchen diese einzeln, auf dem Rücken tragend ab und verteilt sie auf verschiedene kleine Wasseransammlungen.

Von diesem Zeitpunkt an sind die L
eucomela-Quappen auf sich allein gestellt. Sie ernähren sich jetzt von Algen, Mulm und Microorganismen in den Phytotelmen.

Sollten kleinere oder schwächere Artgenossen vorhanden sein,
werden auch diese gnadenlos aufgefressen.


Die Kaulquappen sollten aufgrund der kannibalischen Veranlagung wirklich getrennt aufgezogen werden.


Der klare, trällernde Ruf von Dendrobates leucomelas ist wunderschön und erinnert an den Gesang eines Vogels. Er unterscheidet sich stark von dem eher leisen brummen der restlichen Arten der Gattung Dendrobates, diese Geräuschkulisse verstärkt natürlich den Gesammteindruck meiner kleinen Regenwald-Biotope immens.

Eines möchte ich hier als Warnung dick hervorheben: man sollte Dendrobates leucomelas keinesfalls mit Dendrobates auratus oder Dendrobates tinctorius vergesellschaften da es ansonsten zu unerwünschten Kreuzungen [Hybriden] kommen kann.



Nun aber wieder genug der Worte,
ich lasse mal wieder die Bilder sprechen


















































Dies war es vorerst einmal mit Bildern von den kleinen Schönheiten, die das neue Becken beziehen durften.

Denn mit Einbruch des Winters wird aus einem zeigefreudigen Leucomela british guyana ein versteckt lebendes Tier.

Es wurde mir bereits prophezeit, dass bei Temperaruren unter 27°C fast keine Aktivität der Tiere zu erwarten ist und es bewahrheitet sich.

Ich freue mich bereits auf die Sommermonate um zu sehen wie sich jedes einzelne Tier entwickelt hat.

Außer ab und zu ein Kopf oder ein Hinterteil ist von den Leucos wirklich den gesammten Winter nichts zu sehen.

Doch kaum wird es wärmer, zeigen sich die mittlerweile doch schön herangewachsenen Tiere wieder von Ihrer besten Seite.


























  In der Nahaufnahme zeigt sich, welch wunderschöne,
wenn auch eher schüchterne Tiere es doch sind.






24°C Nachttemperatur und 27,5°C Tagestemperatur
Jetzt werden meine 'Hummelchen' aktiv.









25°C Nachttemperatur und 28,2°C Tagestemperatur
Alle Hummeln unterwegs.








 





Ein Traum die Leucomela british guyana,
doch zutraulich wie meine Tinctorius werden sie wohl nie


Stolz wie ein Pfau und ein ordendtliches Membran