TECH. WORKSHOP











Ich war immer schon sehr bemüht all meine Erfahrungen,
Fortschritte aber auch Rückschläge weiter zu geben.
Konkurrenzdenken war für mich in diesem Hobby von Anfang an fehl am Platz.

Für mich ist leider mittlerweile auch schon so etwas wie Betriebsblindheit eingekehrt,
so selbstverständlich sind für mich all diese Dinge die dieses Hobby betreffen.
Zu viele Terrarien habe ich umgerüstet und eingerichtet und geplant.
75 Grossterrarien und unzählige kleine Zuchtbecken
sind es nun schon, die ich für mich und Freunde eingerichtet habe. Dies macht alles schon ziemlich zur Routine.

Die nachfolgenden Themen sind Dinge die ich so unzählige Male über alle Medien gefragt wurde und die ich ständig aufs Neue erklären musste.
Irgendwann nervt es auch, alles hundertmal zu erklären.
Also greife genau die Themen auf, die ich wieder und wieder schildern oder erklären musste und rufe diese Seite ins Leben.

  Es gibt Bedarf an Lesestoff, weil es dieser Dinge betreffend in keinem Buch wirklich etwas nachzuschlagen gibt oder die Bücher die diese Themen behandeln, einfach mittlerweile Technisch nicht mehr auf neuestem Stand sind. 





 
bisher erfasste Themen:
01. Beflocken und Beschichten von Terrarien
02. Wasser, Rinnsal, Bachlauf im Terrarium
03. Filtermaterialien, Pumpen
04. Wasserwechsel im Terrarium/Palludarium
05. Zusätzliche Lüftung im Terrarium
06. Heizung und Wärme
07. Pflanzen im Terrarium
08. Moose im Terrarium
09. Hygrolon
10. UV- für Amphibien

11. Beregnung / Nebel
12. Xaxim / Schwarztorf



So und nun beenden wir mal das Drumherum und legen mal kangsam los
mit dem ersten Thema dem Beflocken eines Terrariums.











Zur Veranschaulichung nehme ich nicht unbedingt gleich ein Terrarium sondern einfach eine 4mm Float- Glasscheibe um alles besser in Bildern dokumentieren zu können.


Strukturen schnitzt man am besten aus Styropor
® oder Styrodur®, die Materialeigenschaften habe ich in der Rubrik Einrichten eines Terrariums ausführlich beschrieben.
In meinen großen Becken, die aufgrund der großen Gazefläche eine unglaubliche Durchlüftung und Wasserversunstung haben, setze ich auf weiches Xaxim aus Neuseeland auf den Rückwänden und hartes Xaxim aus Südamerika als Bodenbelag. Jeweils kombiniert mit Schwarztorf, Styrodur und Hygrolon



Diese vorgeformten Strukturen klebe ich mit Aquariumsilikon auf die direkt auf die Glasscheibe.




aber nicht nur vorgeformtes Styropor® oder Styrodur® kommt bei mir zum Einsatz,
sondern wie hier Schwarztorf.



Auch dieser wird mit Aquariumsilikon direkt auf die Glasfläche gedrückt.


So kann man aus beliebigen Materialien
ein unbefestigtes oder ausgewaschenes Flussufer nachbilden.


Ich nehme hier zur Veranschaulichung ein Stück einer Fingerwurzel und klebe sie der natürlichen Optik wegen zwischen die Elemente.



Nun zur glatten Glasfläche


Ich setze mehrere Punkte Silikon auf die Glasfläche


und ziehe mit einem Zahnspachtel eine 4mm dicke, gerillte Klebeschicht auf das Glas.



Dies ist ein wenig Übungssache,
geht aber bald gut von der Hand



Die gezahnte Klebefläche hat den Vorteil dass wir ein dickes Klebebett haben, auf dem die Beflockung gut haftet.


dadurch dass wir keine geschlossene Klebefläche haben sparen wir einerseits an teurem Silikon und das Material saugt sich besser fest, die Rillen die im Augenblick ohne Silikon sind, werden beim Andrücken der Beflockung geschlossen.


Die Zwischenräume zwischen den Elementen werden großzügig mit Silikon aufgefüllt.


nun die andere Seite


das selbe Vorgehen.....



großzügig Silikon



und mit dem Zahnspachtel verteilen.



Die Richtung der Rillen spielen dabei überhaupt keine Rolle



dabei so nah wie möglich an die Strukturen fahren.


manchmal muss man noch mal nachziehen, dabei ändert man die Richtung, weil man sonst zuviel Material entfernt.



Nun widmen wir uns den schwer zugänglichen Zwischenräumen


Dafür kürze ich einen harten Borstenpinsel


und verstreiche das sehr zähe Silikon.




Die Zwischenräume werden mit einem schmalen Pinsel abgetupft.


Alles für die Beflockung bereit.



Noch mal ein wenig nachbessern.




Die Fingerwurzel ins Klebebett drücken.



Noch mal kurz Nachbessern


Nun erst einmal grobe Pinienrinde und Kokosfasern


auf das Klebebett aufstreuen....



Das grobe Material bietet später Tieren und Pflanzen Halt.



Wichtig ist, dass grobe Material zuerst......




gut verteilen



und mit hohem Druck aufdrücken


am besten mit dem Handballen.




an schlechter zugänglichen Stellen mit den Fingerspitzen.


Nun das feine Material, bei mir ist es folgende Mischung
Kokosfasern, Weisstorf, gemahlenes Xaxim und im Fachhandel erhältliche Tropische Erdsubstrate wie Lucky reptile JB-10.
Dies alles wird vermischt und mit Moossporen angereichert.



würde man diese feine Mischung vor der Pinienrinde aufdrücken, würde diese nicht mehr haften.



Ich übertreibe gerne und belege die Fläche dick mit der feinen Beflockung.


Wieder ganz fest aufdrücken. Es wird oft eine Haushaltsbürste genommen und das Material aufgeklopft ich selbst habe diese Variante versucht und es blieb weniger Substrat haften.




Deshalb mit den Händen mit viel Druck.



Das bisherige Ergebnis.




Zwei Stunden nach der Beflockung stelle ich das Terrarium aufrecht hin. In diesem Fall die Glasscheibe.



Ein Weicher Pinsel hilft, das überschüssige Material zu lösen


Für diese Fotostrecke habe ich die Wartezeit nicht eingehalten, deshalb löst sich zu viel Material.


Doch man sieht trotzdem wie das Endprodukt aussieht.


An einem Terrarium halte ich eher mehr Trockenzeit ein, denn die Kosten für Terrarien geeignetes Silikon sind erheblich, deshalb lieber Geduld und optimale Flächen.

Dies ist jetzt das Anschauungs-Objekt




Und nun folgt ein fertig beschichtetes Auftragsbecken
Becken 80x50x80cm

Statt Fingerwurzeln wurden hier
beflockte Kunst-Lianen aus Draht verwendet


Eine Nahaufnahme der künstlichen Liane, die Oberfläche fügt sich ideal in ein beflocktes Becken ein


Eigentlich harmoniert es auch ideal mit den am Boden verwendeten Schwarztorfsoden und ist super stabil, im Gegensatz zu biegsamen Lianen anderer Anbieter, die nach dem zweiten mal biegen bereits brechen und auch relativ lieblos nachgebildet sind.
Nach Fertigstellung dieses Beckens war bereits der Plan für eines Hochterrariums für mich im Kopf




Ein anderes Terrarium 70x50x70cm
mit integrierten Morkinen, Treibholz
und Fingerwurzeln






Das Beflocken ist eine sehr staubige Angelegenheit,
da muss die Kehle regelmäßig befeuchtet werden

Die tiefe 3D Struktur der Felsrückwand verschlingt Unmengen Aquariumsilikon

Die Beflockung erfolgt nach bewährtem Rezept.
Kokoshumus, Kokosfasern, gemahlenes Xaxim, Pinienrinde, Moossporen, bei 100°C sterilisierte Walderde.




diese Wand war vor Jahren noch mit 12 Terrarien gefüllt,
nun zieren 5 Terrarien die gleiche Fläche.

Das linke Becken wurde gerade neu beflockt und wird in spätestens einem Jahr den anderen vier Becken optisch in nichts nach stehen.

Wobei meine Gedanken mittlerweile schon auf der linken Seite ein Hochterrarium 60x60x200cm sehen und solche Gedanken in meinem Schädel sind nicht gut.



Ein anderes Terrarium 80x50x80cm

Ich habe das Ganze Interieur entkernt und mit Styrodur®, 2K-PU Schaum und Morkinenwurzeln einen ausgewaschenen Steilhang nachempfunden.

EpiWeb® und Hygrolon® sollen als Feuchtigkeitsspeicher für Moose,
Farne und verschiedene Orchideen dienen.

Die normal beflockten Flächen trocknen sehr schnell ab, was wiederum andere Tropischen Pflanzen und viele Orchideen sehr begrüßen.

Hier sollte man sich wirklich über die Bedürftnisse der einzelnen Pflanzen im Klaren sein.



Für die Beflockung stelle ich ein eigenes Gemisch her.

Kokosfasern, Weisstorf, gemahlenes Xaxim und im Fachhandel erhältliche Tropische Erdsubstrate wie Lucky reptile JB-10. Dies alles wird vermischt und mit Moossporen angereichert.

Auf geraden Flächen trage ich schwarzes Aquariumsilikon mit einem Zahnspachtel auf und drücke erst
Pinienrinde größe S/M hinein, dann drücke ich erst die Beflockungs-Mischung auf.

Auf struktutierten Rückwänden wie dieser muss für diese Arbeit ein Pinsel mit harten Borsten herhalten, die zusätlich noch gekürzt werden.

Die Beflockung sollte fest auf das Silikonbett aufgedrückt werden, damit sie auch haftet.


Fertig beflocktes Becken, bereit zur Bepflanzung.
14 eingearbeitete Filmdosen sollten ausreichend Unterschlupf für die Tiere bieten

Die Bodenplatte aus Styrodur ist nach vorne leicht angeschrägt und liegt komplett auf groben Filterschaum gelagert.

Auf diese Styrodurplatte lege ich 4 cm starkes hartes Xaxim als entgültigen Boden.

Die Vorderkante bzw. Sichtkante der Styrodurplatte, die nicht von Xaxim bedeckt wird,
ist wie der Rest des Beckens beflockt.



Dies ist der Boden vor dem Wasserteil nach drei Monaten, der Übergang von Xaxim zum beflockten Styrodur ist nicht mehr sichtbar.

Die Beflockten Seile haben dem feuchten Klima nicht Stand gehalten, also bleibe ich bei Kabelisolierungen und künstlichen Lianen, wenn nicht Echtholz verwendet wird. Das sind die Erfahrungen die man sammelt, egal wie lange man dabei ist, man lernt nie aus.

Terrarium 80x60x120cm

Auch große und ausladende Wurzeln können gut und stabil verklebt werden, aufgrund der Zugkraft an den Verklebungen der weit ausladenden Wurzeln, wähle ich allerdings statt Silikon einen stärkeren Klebstoff.


Innotec Adheseal ist eine einzigartige, dauerhaft elastische Kleb- und Dichtmasse auf MS-Polymerbasis.
Das Produkt ist ideal zum Kleben oder Dichten und bietet eine starke Klebekraft auch auf schwierigen Materialien wie Metall, Kunststoff, Gummi, Glas und (Plexi-) Glas.

Adheseal ist lösungsmittelfrei, so dass die Verklebung oder Abdichtung weder schrumpfen noch reißen kann.
Es gibt keinerlei Ausdunstungen es ist absolut geruchsneutral ein wirklich geniales, jedoch teures Material um Wurzeln zu verkleben.

Diese Dichtungsmasse ist perfekt für dieVerklebung von Wurzeln, weil meist das andrücken schon genügt und die wurzel sich nicht mehr verschiebt.Bei Silikon muss man meist unterbauen um die Klebefläche vom Zug des Gewichtes zu entlasten. 


Innotec Adheseal hat nach Aushärtung nicht die Konsistenz von Silikon, sondern ist deutlich härter, man erreicht eine stabile Klebung die dauerhaft hält.
Auch nachträgliches stabilisieren gelöster Silikonflächen im laufenden Terrarium ist mit diesem Material möglich, da es keinerlei Ausdunstungen gibt, die Tieren und Pflanzen schaden könnten.

Allerdings sollte man die klebenaht direkt beflocken, damit kein Tier durch die Klebefläche läuft.





 

hier das gleiche Terrarium zwei Jahre nach der Einrichtung.
Hier kann man gut die Rückwand sehen, die teilweise mit Xaxim und zum Teil mit Vorsprüngen aus Schwarztorf beklebt wurde. Dies war erforderlich, weil die Durchlüftung in meinen Terrarien 80x60x120cm immens ist.
So halte ich die Luftfeuchtigkeit bei 80%.


Hier kann man schon sehen, wie breit die Gazefläche in den Becken ist, was natürlich dem Pflanzenwachstum zu Gute kommt.


 



 
Becken 80x60x120cm
  in diesem Becken soll auch wieder ein kleines Rinnsal laufen.

Hier mal ein kleiner Blick auf die Einbettung einer kleinen Eheim Pumpe, die entweder einen Bachlauf oder ein kurzes Rinnsal in jedem meiner Becken mit Wasser versorgt.



Ich verwende keine Denrobatenbecken mit schräger Bodenplatte und Wassergraben, sondern konstruiere natürlich aussehende Flußbette.



Unter der grauen Matte liegt als Vorfiltermasse ein Biologisches Filtermaterial aus keramischen Hohlkörpern für grobe Schmutzpartikel, erst danach läuft das Wasser durch den Filterschwamm zur Pumpe.
Eigentlich das Prinzip eines Hamburg Mattenfilters aufgewertet durch Keramikrohre für eine effektivere Filterung.



Ein Filter kurz vor dem auschwaschen nach einem Einsatz von nur 8 Monaten


Zum Einsatz kommen bei mir seit jeher Eheim Compact Pumpen, ob nun für ein kurzes Rinnsal oder für einen Flusslauf erwiesen sich die Compact 300 als sehr geschickt und gut dosierbar. Die Neue eheim Compact300 wurde modifiziert, bringt für unsere Zwecke aber nun eher ein Problem mit sich. Das Gehäuse und somit die Ansaugöffnung liegen für unsere Wasserstände zu hoch. Bei hohem Wasserdruck gibt es somit eine Verwirbelung und es wird Luft mit angesaugt. Dies bringt zwei Probleme mit sich, das eine, das Betriebsgeräusch der sonst leisen Pumpe erhöht sich bis zu einem Schlürfen..... das zweite Problem, die Pumpe kann überhitzen wenn sie nicht kontinuierlich Wasser gekühlt wird, weil zuviel Luft mit angesogen wird.

Mit einem kleinen 90° Bogen oder einem S-Bogen im Eheim Zubehör, kann man die Ansaugung bis 3mm über den Glasboden bringen und somit ist alles wieder flüsterleise und Leistungsstark.





Deckel drauf und die Fläche mit harten Xaximplatten ausgelegt

Natürlich ist die Technik, wie auch der Filterschaum jederzeit zugänglich, die große Wurzel am Boden ist nur angelehnt und kann somit entnommen werden.

Die Bodenplatte und das darauf befindliche Xaxim hoch geklappt und die Arbeit kann beginnen.

Die Fugen werden danach wieder mit spaghnum und Kokosfasern gefüllt und der Besatz kann wieder ins Becken.



Xaxim Rückwand mit eingearbeiteten Schwarztorfsoden
Wurzeln aus Savanne und Morkinen
Seiten nach bewährter Art beflockt.














So sieht das Becken in eingelaufenen Zustand aus.

Ein anderes Becken 80x60x40cm
Gleiche Filtertechnik und Pumpe,
jedoch als Bachlauf gestaltet.









Moose siedeln sich an



Das gleiche Becken eingefahren


 


Da ich ursprünglich aus der Aquaristik komme, kenne ich die verschiedensten Methoden Unterdruck in einem Schlauch zu erzeugen, um Wasser aus einem Terrarium zu saugen.

Die wohl unhygienischste ist wohl, das Wasser mit dem Mund anzusaugen.

Die Teuerste ist wohl eine Pumpe zu benutzen, was sich bei 62 L Wasser im Schnitt, in meinen Terrarien nicht lohnt.


Meine Methode ist so simpel wie auch gut......

Ich lege einen Schlauch in das Waschbecken, öffne den Wasserhahn und halte beide schlauchenden auf gleiche Höhe.

Dann halte ich das eine Ende unter den Wasserstrahl, bis das Wasser die Luft im Schlauch verdrängt hat und am anderen Ende ein Wasserstrahl aus dem Schlauch kommt.

In diesem Moment drücke ich mit beiden Daumen jeweils das Schlauchende zu und halte einen Schlauch voller Wasser und ohne Luft in meinen Händen.



So laufe ich vom Waschbecken zum Terrarium, welches möglichst schon geöffnet sein sollte.


Ohne nur ein Ende loszulassen, tauche ich das eine Ende des Schlauchs in den Wasserteil meines Terrariums und das andere Ende des Schlauchs an einen tieferen Punkt unterhalb des Ansaugpunktes im Terrarium.


Dabei sollte man darauf achten, dass man den Schlauch nicht unbedingt auf den Bodengrund des Wasserteils hält, da dieser sonst mit abgesaugt würde.


Nun kommt der Entscheidende Moment, die Daumen sollten die Enden der Schläuche entweder gleichzeitig frei geben, der Daumen im Wasserteil oben zuerst funktioniert meist auch.


Das Wasser schießt sofort durch den Schlauch nach unten, wie man sieht ist mein Wasser sehr mit Humminsäuren angereichert, deshalb die braune Färbung.

Ich gehe auf Nummer Sicher und verhindere durch die Filterung, die ich bereits oben beschrieben habe und die Beigabe von Torffasern oder sogar Torfsoden die ins Wasser ragen eine Bildung von schädlichen Bakterien.



Durch das Edelstahl Endstück am unteren Schlauchende des weichen Silikonschlauchs brauche ich diesem Ende keine Beachtung mehr schenken und kann mich so auf den Wasserstand im Terrarium kümmern.


Nachdem ich mich früher immer über die störrischen grünen oder transparenten Eheim Schläuche geärgert habe, die man entweder an den Eimer klemmen oder wirklich halten musste, suchte ich nach einer Lösung und kam so auf Silikon. Eine tolle Sache, gerade wenn man die eine Seite beschwert, so wie ich.

Kleiner TIP! ich habe bei diesem Wasserwechsel 8 Lugibris Quappen mit angesaugt, die sich danach im Eimer befanden.
Deshalb sollte man das Wasser bei der Entsorgung lieber durch ein Sieb schütten.




 




Wie gewohnt installiere ich drei endkoppelte 12V PC Lüfter auf der Gazefläche um eine gute Entlüftung zu gewährleisten.

Meine Wahl sind immer flüsterleise Lüfter mit einem guten Luftaustausch.

Wie auch bei der Beregnung hasse ich technische Geräusche, deshalb alles lieber teuer aber leise und qualitativ hochwertig.

Kollegen arbeiten mit 220V Papst-Lüftern, ich habe aus Sicherheitsgründen komplett auf 12-14V umgestellt.

Einzig und allein die Eheim-Pumpen laufen mit 220V, diese sind aber wasserdicht verkapselt.

Meine Lüftungsintervalle sind 4x 30 Minuten täglich.

Ganz wichtig, immer nur Luft dem Terrarium entziehen, keine wieder von oben in das Terrarium zuführen, dies würde nur zu einer Verwirbelung führen und somit würde kein richtiger Luftaustausch stattfinden. Durch das Entziehen der Luft auf der Gaze oben wird automatisch das Anziehen von Frischluft durch die Gaze vorne unten erzwungen.

Warum eigentlich überhaupt künstlich Luft abführen?

Bei einem gut konstruierten Terrarium und gut berechneter Gazefläche oben, wird automatisch durch den vorhandenen Kamineffekt verbrauchte Luft nach oben abgezogen.

Setzt man aber wie ich auf eine große Pflanzenvielfalt braucht es aber ein wenig mehr.

Farne und Orchideen lieben eine gute Durchlüftung  und überhaupt keine gespannte Luft.

Je dichter ein Terrarium bewachsen ist,
desto mehr Luft bleibt stehen,
darum werden einzelne Pflanzen im Terrarium einfach nicht wachsen, manch andere werden nie zur Blüte kommen.
Einige werden auch einfach nur verfaulen.

Neben der Ursache für ein
suboptimales Gedeihen der Pflanzen durch mangelnde Belüftung und die dadurch unzureichende Aufnahme von CO2 durch die Pflanzen sein kann es gerade bei großen bzw. hohen Terrarien  oftmals auch unzulängliche Beleuchtung im mittleren bis unteren Bereich sein

Mangelhafte Beleuchtung, g
erade bei der Verwendung von Leuchtstoffröhren ist mit Abstand der häufigste Fehler für schlechten Pflanzenwuchs, dies ist jedoch durch geeignete Beleuchtungsmittel wie Hochleistungs LED´s einfach zu korrigieren:

https://www.froschmichl.de/Beleuchtung.htm

Gleich aber nach zu wenig Licht, kommt bei 90% aller Terrarien der Einsatz von viel zu viel Wasser.

Zu viel Rest-Nässe in der Nacht in der keine Photosynthese stattfindet schadet den Pflanzen,
Fäulnis uns Schimmel sind die Folge.

Deshalb läuft bei mir noch kurz bevor das Licht aus geht noch mal 30 Minuten der Lüfter.

Meine Becken sind zur nacht fast komplett heruntergetrocknet, einzig und allein die Verdunstung durch das Fließwasser im Terrarium erhält die Luftfeuchte










 


Im Winter kommen zusätzlich noch Heizschlangen zum Einsatz.


Diese werden auf eine eingepasste Vorhangstange gewickelt und lose auf träger aufgelegt. Es sollte Kontakt zum Glas vermieden werden, weil dieses sonst aufgrund der verschiedenen Temperaturspannungen reißen würde.


Ebenfalls sollte die Stange nicht press in zwischen die Glasplatten gespannt werden, da die Stange bei Hitze in alle Richtungen ausdehnt.

Warum diese Variante?
Ich habe seit dem Jahre 2001 einige Erfahrungen gesammelt, ich habe Klebeheizungen aus dem Reptilienbedarf verwendet, die eine geringe Wattleistung hatten und somit genau für das Verwendete Terrarium geeignet waren. Eine technische Fehlfunktion führte dazu, dass die Heizung das Terrarium viel zu hoch erhitzte und mir ein sehr schönes Zuchtpaar Oophaga Pumilio Isla Popa über Nacht den Hitzetod sterben lassen hat.

Bei verschiedenen Froschfreunden ist eine Heizschlange im Bodengrund verlegt, dafür zuständig gewesen, dass die Bodenscheibe gerissen ist.

Heizsteine am Boden sind eine Todesfalle für Amphibien, diese sollten im Wüstenterrarium ihren Einsatz finden, haben aber im Dendrobatenbecken nichts verloren.

Es sollte ohnehin darauf geachtet werden, dass die Wärmequelle nicht am Boden sitzt. Der angeborene Instinkt der Frösche ist, Wärme kommt von oben und wenn es zu warm ist, geht das Tier zum Waldboden.

Meine Variante erwärmt die Zuluft und verstärkt den Kamineffekt, denn warme Luft steigt nach oben.

Die Temperatur am Terrarienboden erhöht sich bei meiner Variante um 3-4°C die Temperatur ab Mitte Terrarium um 8-10°C was mich im Winter 25°C Tagestemperatur und 22°C Nachttemperatur ermöglichen lässt.

Die Industrie bietet für diese Zwecke allerlei Elektrische Steuerungsgeräte an, die die Temperatur überwachen.

Ich bin in der glücklichen Lage dies nicht zu brauchen.



 

Pflanzen unauffällig Aufbinden



kleine Pflanzen wie Orchideen und Pfeffer
können sehr gut mit feinem elastischen Nähfaden in dunkel braun aufgebunden werden.
Wenn die Pflanze Feuchtigkeit benötigt, verwende ich noch Hygrolon und Moossporen oder Spaghnum.



da der Faden auf der Wurzel wirklich unsichtbar ist, ruhig mehrmals um die Pflanze herum.
Achtung! Manche Orchidee mag gar keinen Druck auf dem Wurzelwerk,
daher ist Fingerspitzengefühl gefragt.
Lieber in Substrat oder Moos enbetten, als sie Wurzeln zu zerschneiden.






hier sieht man gut, Mangrove oder Morkinenwurzeln haben fast den identischen Braunton.





Hier binde ich etwas Cristmas Moos mit auf.
Emers gewachsen hat es eine sehr interessante Wuchsform.
Doch auf Moose gehe ich später noch im Detail ein.








Hier mal ein Bild vom Faden den ich verwende, diesen gibt es aber von diversen Herstellern.



 
 

Eines möchte ich hier gleich anmerken, setzt bitte auf Beständigkeit und verzichtet auf die höchst dekorativen Rebhölzer oder Lianen.

Ehe die Pflanze richtig fest gewachsen ist, fault Euch in einem Becken mit 60-100% anhalternder Luftfeuchte und teilweise stehenden Wasser ein solches Holz wirklich durch.

Mangroven oder Morkinen, Eisenholz oder Mopani-Wurzeln sind dagegen noch nach 20/30 jahren stabil und beständig.


Gebaut für die EWIGKEIT Mooreiche und Mangrove

(eines meiner grossen Becken 80x60x120cm)





Nun aber wieder zurück zum Thema:


das Aufbinden schwererer oder auch Kopflastiger Pflanzen erfordert etwas stärkere Mittel.




Auch hier gilt wieder, wenn die Pflanze Feuchtigkeit benötigt, verwende ich noch Hygrolon und Moossporen oder Spaghnum, ist es eine Pflanze deren Wurzeln nur als Haftwurzel dient, wird trocken und ohne Substrat aufgebunden.



Zum Binden nehme ich eine handelsübliche Nylon Strumpfhose in dunklem Braun und ordentlich Denier. Ich habe da keinerlei Skrupel in der Damenabteilung nach einer Passenden Strumpfhose zu suchen. Bei meinem erhöhten Bedarf beim Einrichten zweier großen Becken wurde ich schon mal gemustert. Doch ich klärte die Verkäuferin auf, dass ich weder eine Bank überfallen, noch irgend einem Fetisch nachgehe .

Als ich sie über die wahren Gründe aufklärte, schaute sie aber nicht weniger verwirrt . Denn ich kaufte nicht gerade billig ein.


 


Die Farbe der Nylonstrumpfhose fügt sich gut ein, kann also verwendet werden.



Ich schneide einfach einen Streifen von 5mm Breite vom Beinteil raus.



Unter Spannung wird das Ganze schon schmaler




erst mal noch Moos dazu, diesmal Javamoos






Bromelie dazwischen



Fest gebunden ist das Nylonband fast nicht mehr sichtbar und hebt ewig.

Untauglich sind Bindedrähte, ob nun braun oder grün ummantelt oder nicht, sie rosten weg, ehe nur eine Pflanze festgewachsen ist. Ebenso verhält es sich mit so genannter Angelschnur, es gibt nichts nervigeres, als die Tatsache, das sich die Knoten lösen und die Pflanzen auf dem Terrarienboden liegen.






vielfach wird versucht einheimische Waldmoose im Terrarium zu kultivieren.
Wenn ich nun ein Biotop für einen Molch oder einheimischen Feuersalamander schaffe, mag dies auch funktionieren. Hier handelt es sich um Tiere die eine Kälteperiode benötigen, genau wie diese Moose, die wir in unseren Wäldern finden. Im Regenwaldterrarium bei dauerhaft 22-25 im Sommer 27-30°C spielen diese Moose nicht mit.

Nicht nur dass die Moose nach einer gewissen Zeit schwächeln und im schlimmsten Fall braun werden gar verenden, wir tragen so allerlei Getier und ungebetene Gäste ins Becken, angefangen bei Asseln, Spinnen und Käfern, die von unseren Fröschen verschmäht werden über Schnecken, die sich über das teure Festmahl an Orchideen und Blattpflanzen her machen. Auch eine vorherige Wässerung, die so angepriesen wird, wird nicht alle Eier und Insassen im Moos vernichten, also am Besten Finger weg.


Zum Einen gibt es viele Pflanzenhändler, die tropische Moose anbieten, und dann gibt es in Zeiten von Aqua und Terra Scaping unglaublich viele Moose sie emers auf einem Nährstoffgel gezogen wurden und sich bestens für unseren Einsatz im Terrarium eignen:

Taxiphyllum'Flame
Taxiphyllum'Spiky'
Vesiculariadubyana'Christmas'
Vesiculariaferriei'Weeping'
Willow moss
Plagiomnium affinis
Cratoneuron filicinum
Blepharostoma trichophyllum
Taxiphyllum barbieri, ehemals Vesicularia dubyana

alles funktionierende Moose an Orten, an denen Feuchtigkeit bleibt.





Augen auf: Beim Kauf einer Bromelie, einer Miniaturorchidee oder eines tropischen Farnes werden meist wunderschöne tropische Moose frei Haus geliefert. Ich habe schon so manch schönes Moos aus einem Bromelientrichter geholt, welches nun große Flächen in meinen Terrarien überzogen hat.

Gut beleuchtet und feucht kultiviert, breiten sich diese tropischen Moose relativ schnell aus.


Aber wie schon oben erwähnt,
auch der Handel hält so einige wunderschöne Moose bereit:






Java-Moos submers gezogen

 
 
Weeping-Moos submers gezogen

X-Mas-moos submers gezogen


Leptodictyum riparium Ufermoos


Plagiomnium cf. affine Perlenmoos



taxiphyllum sp. flame moss





Taxiphyllum sp. Peacock Moos



Taxiphyllum sp. Taiwan Moos




Vesicularia ferriei Weeping Moos



Vesicularia montagnei Christmas Moos





Vesicularia sp. Spiky Moos



Wie bereits in der Rubrik "einrichten eines Terrariums" hervorgehoben, spielt die größte Rolle dabei das richtige Licht. Tropische Moose sind keinesfalls Schattenpflanzen, sie sind sehr lichthungrig und können auch mal gut eine Trockenperiode überstehen.

Aber nicht nur Moose sind schöne Beipflanzen, Riccia fluitans, Teichlebermoose in verschiedenen Varianten sind in feuchteren Bereichen wie am Wassergraben eines Dendrobatenbeckens oder gar an Wasserläufen sehr schöne und faszinierende Alternativen zu normalen Moosen.



Riccia fluitans Teichlebermoos submers



Riccia fluitans Teichlebermoos emers


riccardia-sp-chamedryfolia submers










marchantiophyta spec. auf Xaxim



Neben gutem Licht am besten 6500K Lichtfarbe und einer Leistung von 850/900Lumen ist für das Wachstum von Moosen immer eine feuchte Atmosphäre notwendig. Hierfür gibt es ein sehr geniales Hilfsmittel.



Auch wenn ich mich wiederhole, wenn man ein Dendrobaten Terrarium baut, sollte man mit Materialien arbeiten die beständig sind.

Unsere Tiere haben bei artgerechter Haltung eine doch erstaunliche Lebenserwartung
und sollten nicht ständig mit Reparatur oder Wartungsarbeiten am Terrarium konfrontiert werden.

Wichtig ist, so schön Moose in unseren Becken auch sind, es sollte ausreichend Trockene Plätze im terrarium geben, versumpfte Becken sind Keimherde und auch wenn unsere Frösche als Quappe im Wasser lebten, hassen sie endlich an Land gegangen- dann dauerhaft nasse Füße.

Meine Becken kennt man ja,  Morgens wird beregnet, zum Teil mit Nebel aus der Beregnungsanlage und zum Teil auch noch Partiell von Hand, ordentlich mit der Pumpe, dort wo Moose auf Hygrolon gedeihen.

Abends ist bis auf die Moosflächen alles trocken und die Amphibien zehren von der Luftfeuchtigkeit von knapp 90% im Becken.

das Wundermittel für Bemoosung heißt Hygrolon(R)




ich habe mich ja bereits vor Jahren in der Rubrik "Einrichtung eines Terrariums"
mit diesem Produkt auseinandergesetzt.
Kann nun aber auf einige Jahre überaus positive Erfahrungen mit Hygrolon zurückblicken und es wirklich wärmstens für Terrarien empfehlen.

Wer tiefer in dieses Thema eintauchen möchte, dem wird folgender Link sehr hilfreich sein. Roelke war der erste deutsche Vertrieb für Hygrolon. Meine ersten Matten waren damals noch grau.

www.roellke-orchideen.de/index.php/online-shop/zub/hygrolon

 
 


Entscheidend ist, dass die Hygrolonflächen nicht vollflächig mit Silikon verklebt werden, da sonst die Saugwirkung verloren geht nur die Ränder sollten mit Silikon fixiert werden.

Hygrolon ist ein stoffähnliches Kunstmaterial, das sich nicht zersetzt. Es ist leicht zu verarbeiten und zu formen. Die Anwendungsmöglichkeiten in der Orchideenkultur oder Terrariumbau sind fast unbegrenzt. Es können Terrariumrückwände damit beklebt werden, es kann als Docht zur Wasserführung benutzt werden, es lässt sich als Aufbindeunterlage verwenden und, und und....

 

Hygrolon besteht aus 3 Schichten. Die beiden äußeren Schichten sind gewebt, die innere Schicht aus Nylonfasern wirkt als Trennschicht. Die äußeren beiden Schichten sind stark hygroskopisch und in "worp" Technik gewebt, die dem Gewebe seine Netzform verleiht. Die mittlere Schicht ist die Belüftungsschicht, sie sorgt für die perfekte Kombination von Feuchtigkeit und Luft.


Wasser, das mit dem Material in Berührung kommt, verteilt sich schnell und gleichmäßig über die gesamte Oberfläche, ähnlich oder besser als bei organischen Materialien wie Rinde, Baumbambusfaser und Sphagnum.


Ein paar Bilder aus meinen Becken, diese sprechen mehr als tausend Worte:









mehr Bilder hier über diesen Link:

www.froschmichl.de/Moose-%26-Flechten.htm


Oft werde ich gefragt wie ich denn die Kletterpflanzen fixiere, bis sie an den Rückwänden angewachsen sind.

Oft werde ich mit Fragen konfrontiert wie, wie befestige ich eine Bromelie an der Xaxim Rückwand.

Die Antwort lautet Pflanzennadel dies sind Krampen aus Edelstahl die eigentlich für Blumengestecke produziert werden.



Breite Variante aus Edelstahl rostfrei V2A
sehr gut geeignet zur Fixierung von Bromelien auf Xaxim,
Styropor oder Styrodur.






Schmale Variante aus Edelstahl rostfrei V2A
sehr gut geeignet zum Fixieren von Kletterpflanzen



Musterbeispiel Xaximplatte


Schmale Edelstahlklammer ca 6mm x 25mm


Javamoos und Asplenium spec. Panama


Pflanzennadel 6mm x 25mm im 45° Winkel ins Xaxim drücken








Fixiert bis der Asplenium spec. angewachsen ist.

Pflanzennadeln, im Internet doch ziemlich schwer zu finden, hat der gut sortierte Baumarkt  diese Nadeln zu 50 und 100er Verpackungen für ein bis zwei Euro in der Planzen oder Deko Abteilung vorrätig.

Beim Raiffeisenmarkt oder Floristen um die Ecke gibt es diese sicher auch, doch zu wesentlich höheren Preisen.

Ableger einpflanzen

wie kommt man zu einer solchen Vielfalt an tropischen Pflanzen?

Man tauscht

Unter Hobbyisten ist es einfach üblich, dass man Pflanzenableger tauscht.

Auch ich biete verschiedene wurzelnde Ableger oder Stecklinge an und bin immer erfreut, wenn ich mal neue Pflanzen bekommen kann.

Meine Erfahrungen mit Stecklingen oder wurzelnden Ablegern ist, je kürzer die Pflanze ist, desto besser ist ihre Überlebenschance im Terrarium.

www.froschmichl.de/Abgabe-Gesuche.htm

Hat der Ableger sich erst mal etabliert und gewurzelt, geht es rasant voran und es bietet sich folgendes Bild.


 





Das wohl meist diskutierte Thema ist die UV-Beleuchtung.
Benötigen unsere Tiere nun UV oder nicht?!

Ich bin der Überzeugung sie benötigen bereits in der Entwicklungsphase als Quappe eine wöchentliche Dosis UV.

Ich habe Tiere gesehen die körperlich jenseits von gut und böse waren.

Die Tiere bekamen weder Vitaminzusätze mit dem Futter verabreicht,
noch wurden sie mit UV bestrahlt.

Meist Tiere aus großen Zuchtanlagen, in welchen Quantität über Qualität steht.

Gerade im Wachstum haben die Tiere einen irrsinns Stoffwechsel und brauchen Vitamine, eine Drosophila aus dem verbrauchten Fliegenbrei ernährt ist nichts als eine leere Hülle und trägt null zur Entwichlung des Tieres bei.

Durch Anfütterung der Drosos mit Vitaminbrei, kurz vor der Verfütterung erfüllt man schon ein gutes Stück Verantwortung gegenüber dem Schützling.

Wenn man dann einmal die Woche nach meinen Anweisungen mit UV bestrahlt, beugt man Fehlbildungen im Skelettsystem der Tiere vor.

um es aus Medizinischer sicht darzustellen:

Rachitis (Metabolic Bone Disease)

Metabolische Knochenerkrankung, Osteomalazie, Renale Osteodystrophie, Sekundärer Hyperparathyreoidismus.
Verschiedene Faktoren können den Kalziumstoffwechsel stören und so zu einer Mineralisierungsstörung des Skelettsystems führen. Dabei kommt es durch Veränderungen der Knochenzusammensetzung zu einer verminderten Knochendichte. Diese Störung tritt sehr häufig bei in gefangenschaft aufwachsenden Jungtieren auf, schnell wachsenden Reptilien und Tiere während der Gravidität.


Metabolische Stoffwechselstörungen entstehen vor allem durch Vitamin D3-Mangel, Kalzium-Unterversorgung und Nahrung mit ungünstigem Kalzium-Phosphor-Verhältnis. Aufgrund eines hohen Vitamin- und Mineralstoffbedarfs sind Jungtiere und Tiere im Wachstum besonders gefährdet. Hier spricht man von Rachitis. Erkranken adulte Tiere, spricht man von Osteomalazie. Als sekundärer Hyperparathyreoidismus wird eine durch Fehlernährung oder Nierenerkrankung hervorgerufene reaktive Überfunktion der Nebenschilddrüse bezeichnet, die eine Entmineralisierung der Knochen und erhöhte Freisetzung von Kalzium nach sich zieht.

Vitamin D3-Mangel
Vitamin D3 erfüllt eine wichtige Funktion beim Einbau von Kalzium in den Knochen. Der Organismus kann es selbst bilden, benötigt dazu jedoch UVB-Strahlung, die von natürlichem Sonnenlicht oder geeigneten UV-Lampen emittiert wird. Bei ungenügender UVB-Bestrahlung entsteht ein Vitamin D3-Mangel. Dieser hat zur Folge, dass dem Skelettsystem zu wenig Kalzium zugeführt wird. Dadurch verlieren die Knochen an Stabilität, werden weich und biegsam. So entstehen an besonders beanspruchten Stellen wie Unterkiefer, Oberschenkel, Rückgrat oder Panzer rachitische Verformungen und Missbildungen.




Vorsorge

  • Ungefiltertes Sonnenlicht, Freiland- oder Gewächshaushaltung 
  • Bei Zimmerhaltung: Verwendung geeigneter UVB-Lampen
  • Regelmäßiger und maßvoller Einsatz von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten
  • Pflanzenfresser: artgerechte Ernährung mit geeignetem Kalzium-Phosphor-Verhältnis
  • Ausreichende Flüssigkeitsversorgung

ZUSÄTZLICHE UV - BELEUCHTUNG

AUCH BEI DENDROBATEN UNBEDINGT ERFORDERLICH !!!!!!

Eine Installation von UV Röhren außerhalb des Beckens ist dann möglich, wenn eine ausreichend große Gazefläche im Terrariendeckel vorhanden ist. Ohne Gazefläche wäre die UV-Bestrahlung sinnlos, weil Glas bekanntlich UV-Strahlen herausfiltert. Alternativ können Abdeckscheiben aus UV-durchlässigem Acrylglas verwendet werden.

Flach- / Floatglas UV Absorbierung
Zunächst besteht jede Scheibe aus Flach- bzw. Floatglas. Dieses trägt seinen Namen, weil das Glas im Herstellungsprozess auf einer Schicht aus flüssigem Zinn gleitet. Es ist das Ausgangsprodukt für verschiedene Glasarten und wird bereits seit über 50 Jahren auf diese Weise hergestellt.Flachglas besitzt in seiner ursprünglichen Form eine hohe UV-Transmission für langwellige Lichtstrahlen, ist also besonders durchlässig für UVA-Strahlung, während UVB weitestgehend absorbiert wird.

genau wie im IR-Bereich kann man UV in 3 verschiedene Klassen einteilen:

UV-A, UV-B und UV-C.

Hauptunterschied ist die Wellenlänge:

UV-A von 380 - 315 nm

UV-B von 315 - 280 nm

UV-C von 280 - 10 nm.

 



OSRAM Ultravitalux 300W

ULTRA-VITALUX Hochdruck-Ultraviolettstrahler 300W mit Sockel E27, für die Abdeckung des UV Bedarfs der Frösche. Einmal die Woche wird jedes Terrarium 25 Minuten lang bei entfernter Frontscheibe mit UV bstrahlt.


Der Abstand vom Becken sollte 80cm betragen um keinen Schaden bei den Tieren zu verursachen.

Selbst Jungtiere und Quappen werden im gleichen Zyklus bestrahlt, um Rachitis vorzubeugen und den Vitamin D Bedarf zu decken.

Alle meine Frösche nehmen das Sonnenbad gerne an, legen sich zum Teil flach mit ausgebreiteten Extremitäten mitten in den Lichtstrahl und genießen. Andere sind etwas weniger Sonnenanbeter und nehmen eher leicht durch eine große Pflanze geschützt, das UV Licht auf. Noch bei keinem Tier konnte ich beobachten, das es sich der Strahlung komplett entzieht.

Ich kann jetzt nicht mit Bestimmtheit sagen, das die UV Bestrahlung allein dafür zuständig ist, doch ist es auffällig, das sich bei meinen Tieren der für Dendrobaten typische Dendrobatenbuckel nicht so ausgeprägt abzeichnet wie bei Tieren die nicht von klein auf mit UV bestrahlt wurden.









Ein Jahr und dann hat bei mir der Glühkörper ausgedient
und der Nächste kommt zum Einsatz.





Da ich durchgehende Frontscheiben habe, die sich mit wenigen Handgriffen entfernen lassen


In dem man einfach die obere Halterung nach oben klappt


Ist es kein großer Aufwand .........


die Scheibe zu entfernen........


zur Seite zu stellen .........


von Hand zu sprühen.............


oder den wöchentlichen UV-Bedarf der Tiere zu decken.










Bei meinem Stativ setze ich auf Qualität und großen Verstellbereich.
Dies ist nun mein dritter Eigenbau, nun bin ich absolut zufrieden

Ich kann sowohl die unteren Becken in 60cm über dem Boden,
wie auch die oberen Becken in einer Höhe von 170cm vom Boden ausleuchten.
Dies ist jeweils das Maß mitte Terrarium.










170cm Höhe bis Mitte Terrarium und 60-80cm Abstand zum Terrarium, so ist alles gut ausgeleuchtet

obwohl sich die Dendrobates tinctorius black suriname aufgrund ihrer überwiedend schwarzen färbung sicherlich gut aufheizen, suchen sie das UV Licht. Keinerlei Fluchtreflex erkennbar.


Vitamin D aufgetankt und gleich spielen die Hormone verrückt.
Die Dame am tätscheln und er am blasen


und ab durch die Mitte Gelege produzieren und befruchten. Dabei kann ich im Moment gar keinen Nachwuchs mehr gebrauchen.

 

Meine Amphibien sind absolute Sonnenanbeter legen sich meist
für einige Minuten voll in den UV Strahl.
Dieser ist selbst bei 80cm Abstand von Lampe zum Terrarium alles andere als kühl.

Doch sie scheinen es wirklich für einige Zeit zu genießen.

Natürlich gibt den ein oder anderen Sonnenmuffel,
den man aber gut mit Futter aus dem Versteck locken kann.
Sind ja auch nur kleine verfressene Frösche

Gekkos werden geradezu von dem Strahl angelockt und suchen sich einen Platz in sicherer Fluchtdistanz.

Da ich die Bestrahlung jede Woche Donnerstag zur gleichen Zeit, direkt vor der Fütterung mache- sind bei mir die Jungs und Mädels eigentlich alle da.


mehr zum Thema Licht,
mit dem ich mich auch ausführlich auseinandergesetzt habe:
https://www.froschmichl.de/Beleuchtung.htm






 
Mit meinen Terrarien damals mit 50x50x70cm bis in Größen von 80x50x70cm
kam ich gut mit einer Bewässerung von Hand am Morgen gut aus.

Mit den neuen Becken mit 80x60x120cm und der weitaus effektiveren Durchlüftung kam ich mit morgentlichen Spühen von Hand an meine Grenzen.
Die obere Gaze-Fläche von 80x20cm erzeugt einen sehr guten Kamineffekt,
der auch gewollt ist.
Doch er entzieht auch ordentlich Feuchtigkeit und das ist weniger gut.

Ich habe nun ein Jahr mit der Blueline von M.R.S.
® gearbeitet modifiziert mit
PVC Düsenkopf 80° Feinnebel und war eigentlich technisch absolut überzeugt,
der einzige
Wermutstropfen für mich,
zu viel sichtbare Technik.


  Feiner Nebel und breite Streuung dank dreifach M.R.S Blue-Line
® und PVC Düsenkopf 80° Feinnebel.
Nur war der blaue Dreifacharm zu dominant.

alle Bemühungen das blau zu verbannen und durch schwarze
Korpusse zu ersetzen, befriedigten mich optisch nicht, also fasste ich weil mich die Qualität einfach überzeigte das Micro-Line System von M.R.S® ins Auge.




Ich weiß dass ich in mancher Hinsicht etwas zu kleinlich bin, aber ich mag einfach eine natürliche Optik und die weit ausladenden Arme und blaue Farbe in meinen Becken störte mich einfach.

TOP Technik hin oder her.

Also fragte ich herum, wollte wissen wie groß die Streuung
der M.R.S.
® Micro-Nebeldüsen 5-Fach ist.

Auf youtube gibt es zwar videos eines Tests verschiedener Düsen, die aber scheinbar mit Viren verseucht sind, mein Virenschutz blockte sie deshalb, also brachte es mich nicht wirklich weiter.

Ich fand wirklich Niemanden, der diese 5-Fach Düse in Gebrauch hatte.
Eigentlich verrückt, wenn man bedenkt dass ich mit 1328 Facebook-Freunden das gleiche Hobby teile.

Die weit verbreitete Blueline hatte ich selbst und einige wollten mich sogar von M.R.S. abbringen und zu Billigware aus Asien überreden.
Keine Chance auch wenn die Preise verlockend sind.

Also griff ich zum Telefon und rief bei
MICRO RAIN SYSTEMS in Altenburg an.

Eine top Beratung und eine Blitzlieferung war das Ergebnis des wirklich umfangreichen Beratungsgesprächs.



Am nächsten Werktag waren drei 5-Fach Düsen nebst Blindstopfen da, Blindstopfen für den Fall, dass eine der fünf Düsen wirklich die Frontscheibe treffen sollte und 10m neuer Druckschlauch.



Hier sieht man jetzt eine der drei Düsen, für den ersten Test mit einem Blindstopfen versehen.

Aber bei meiner 60er Beckentiefe ist der Betrieb mit allen fünf Düsen möglich, ohne dass die Frontscheibe nur feucht wird.


Pumpe Schottverschraubung 6mm T- und Winkelstücke 6mm hatte ich ja bereits und so konnte es gleich los gehen.

Was soll ich sagen, wie gewohnt TOP Ergebnis feinster Sprühnebel aus 5 Düsen je Becken mittig in der Gaze angebracht, nicht ein Tropfen auf den Scheiben und für kurze Zeit ein richtiger Nebelwald.

Danke an das M.R.S.-Team, für die Optimalen Beregnungsdüsen, die nicht nur technisch sondern auch optisch überzeugen und in meinen kleinen Regenwald-Biotopen gänzlich untergehen.




Genau das was ich in meinem Telefonat mit M.R.S
® als Aufgabe stellte, ich brauchte keine Beregnung im herkömmlichen Sinne, sondern feinen Nebel der die Luftfeuchte unter Tags noch zwei mal anhebt.
Abends müssen meine Orchideen aber trocken sein, und diese Aufgabe wurde dank fachkompetenter Beratung in vollsten Maße erfüllt.


Das Nachtropfen erinnert mich sofort daran, was ich vergaß zu bestellen. Ein Rückschlagventil für 6mm Pneumatik-Schläuche. Na ja, ich habe in Freiburg die Firma Tropen & Exoten die führen zu meinem Glück einen Großteil des M.R.S® Beregnungssystems und Zubehör Lagermäßig und da fahre ich jetzt hin.

Eines will ich noch kurz erwähnen, ich hebe hier nicht einfach ein Unternehmen hervor, ich habe keinerlei finanziellen noch materiellen Vorteil beim Kauf der Beregnung gehabt. Es ist einfach meine Erfahrung, die mich fest mit dieser Firma verbindet, wenngleich ich bisher über Zwischenhändler gekauft habe war M.R.S immer meine erste Wahl.

Ich habe
seit 2001 einige namhafte Komplettlösungen für Beregnung gesehen und gehört.
Die meisten arbeiten mit billigen Ulka Pumpen, die auch in Espressomaschinen verbaut werden und so hören sie sich auch an.
Von der Qualität mancher Vollkunstoff-Düsen überhaupt nicht zu reden.
Im Großen und Ganzen hat mich wirklich nichts außer M.R.S. qualitativ überzeugt.

Eine wichtige Anschaffung in Zusammenhang einer Beregnung ist eine Zeitschaltuhr.

Egal welchen Händler ich auf Froschbörsen besucht habe, hatte die Zeitschaltuhr der Firma Superfish

Der Superfish Smart Timer ist eine digitale Zeitschaltuhr für die sekundengenaue Steuerung von Beregnungsanlagen etc. und eignet sich für alle Düsen, egal welchen Wasserdurchlauf sie auch haben mögen.











Die Xaximgewinnung ist in den letzten Jahren sehr in Verruf gekommen,
den Regenwald zu zerstören.
Dies ist bei Gewinnung von wild wachsenden Baumfarnen auch sicherlich der Fall.

Daher sind die meisten Arten international geschützt.

Alternativ wird vermehrt Xaxim aus Plantagenwirtschaft angeboten. Der Verkauf erfolgt hierbei nur mit Herkunftsnachweis.

So werden natürliche Rohstoffe geschont und gleichzeitig eine nachhaltige Nutzung ermöglicht.


Gerade das südamerikanische Xaxim hat es mir sehr angetan, ich verarbeite 30 und 45mm starke Platten gerne als Boden oder Rückwandplatten.
Auch Rundstücke aus Xaxim sind sehr dekorativ und bringen einen natürlichen charater ins Terrarium-

Die Südamerikanischen Platten sind im Vergleich zu den weichen Platten aus Neuseeland sehr hart, grobfasrig und luftig, was dem Pflanzenwuchs sehr positiv beeinflusst. Die weichen Xaximplatten halten mir personlich auch zu viel Wasser, was sehr schnell zum versumpfen des Beckens führen würde.

Die Platten sind sehr gut mit einer Japansäge
oder auch einem Fuchsschwanz auf Format zu sägen.
Die dabei entstehenden Späne sammel ich und verwende sie zum beflocken der Seitenwände.


Eine Rückwand in einem meiner Terrarien 80x60x120cm


In früheren Jahren beplankte ich mit Kork der sich in Wohlgefallen auflöste, mit 12mm starken Weißtorf und Schwarztorfplatten die sich aufgrund der Feuchtigkeit schüsselten, mit den Jahren habe ich dazugelernt und Xaxim zu meinem Lieblingswerkstoff gemacht, wenn ich nicht direkt auf Glas beflocke.


Nicht nur dass in Xaxim selbst einiges an Sporen von Moosen und Farnen geliefert wird.
Nein durch die grobe und löchrige Strukrur des Materiales ist es auch unglaublich einfach mit Sporen anzuimpfen.

Neben Moosen und Farnen siedeln sich unglaublich gerne selaginella und Lebermoose auf Xaxim an, was ihn natürlich als Bodenbelag sehr attraktiv macht.



Neben Xaximverwende ich gerne Schwarztorfsoden, gerade als Vorsprünge oder um Strukturen in Seiten und Rückwände hineinzubringen. Allerdings sind diese Soden nicht leicht zu bearbeiten und Werkzeuge wie Sägen sind nach der Bearbeitung bestimmt stumpf.

Die Späne beim Sägen sind sehr fein, vergleichbar mit Weizenmehl nur dunkelbraun und lässt sich gut für eine Beflockungsmischung Verwenden.

Schwarztorf ist im feuchten Klima eines Tropenbeckens nicht nur unkaputtbar, sondern begrünt sehr gut, und hat durch die ansäuernde Eigenschaft noch etwas positives für das Beregnungswasser, das in den meisten Becken doch lange Zeit im Wassergraben stehen bleibt.







Wenn man das Hobby ernsthaft über Jahre betreibt, sammelt sich ordentlich Equipment an, welches schnell zugänglich plaziert sein sollte. Vom Reagenzglas über Pipetten, Messbecker und Mörster bis zu verschraubbaren sterilen Bechern alles da.
Werkzeuge sind direkt an den Terrarien plaziert.
Ob nun ein Ranitomeya beim Sprühen erschrickt und aus dem Becken springt,
oder eine Quappe im Wasserteil schwimmt,
ich habe alles parat um sofort reagieren zu können.



In meinem Fall gehört die Fotoausrüstung mit zum
wichtigen Equipment sonst gäbe es diese Seite nicht.


Werkzeuge für alle Fälle, griffbereit rechts neben den Terrarien.
Ich möchte im Fall der Fälle nicht erst suchen müssen, manchmal muss man schnell handeln und deshalb ist das wichtigste
Equipment direkt am Ort des Geschehens und nicht in einem Werkzeugkasten vergraben. Erfahrung lehrt 


So sieht es aus, wenn man den Alubecher leert.
Von einer Spreizzange, über verschiedene Pinzetten, Zangen, Scheren, Pnsel und Holzspatel alles da, was man im Notfall brauchen könnte.


Hier werden meine Becken geplant, entstehen neue Ideen und hier entstand auch diese Homepage. 

Im Rücken meine Terrarien und die Geräuschkulisse tropischer Frösche.



Hast Du nach lesen dieser Seite selbst noch eine Anregung, ein Thema welches ich noch nicht behandelt habe, oder auf welches vielleicht detaillierter eingehen soll.

Schreibe mir eine Nachricht über facebook oder einfach per Mail auf froschmichl@gmx.de