TECH. WORKSHOP







 
bisher erfasste technische Themen:
01. Beflocken und Beschichten von Terrarien
02. Wasser, Rinnsal, Bachlauf im Terrarium
03. Filtermaterialien, Pumpen
04. Wasserwechsel im Terrarium/Palludarium
05. Zusätzliche Lüftung im Terrarium
06. Heizung und Wärme
07. Pflanzen im Terrarium
08. Moose im Terrarium
09. Hygrolon
10. UV- für Amphibien

11. Beregnung / Nebel
12. Xaxim / Schwarztorf
13. Verklebungen im laufenden Becken

14. Sicherere Boxen für den Tierversand
15. Springschwanzzucht die saubere Alternative
16. Schimmelbekämpfung im Terrarium
17. Schädlinge im Terrarium bekämpfen
18. Aufzuchtboxen/Quarantäneboxen selbst bauen
19. Fruchtfliegen/Droso-Falle selbst bauen




Warum nun noch einen Technikbereich!?!


Ich war noch nie jemand der seine Erfahrungen,
Fortschritte aber auch Rückschläge für sich behielt. Ich helfe gerne, soweit es mir möglich ist. Konkurrenzdenken oder Profitgier war für mich in diesem Hobby von Anfang an fehl am Platz. Mein einziges Interesse gilt dem Wohlbefinden meiner Schützlinge und dass es den Tieren die ich weitergebe ebenfalls gut geht.

Ich kann voller stolz behaupten, dass ich immer ein offenes Ohr für die Probleme Anderer hatte und ich jedem, so gut ich konnte geholfen habe.
Die nachfolgend aufgegriffenen Themen sind alle die, welche ich so unzählige Male aufs Neue erklären musste.

Irgendwann nervt es aber auch mich, alles hundertmal erklären zu müssen, vor allem weil diese Dinge
mittlerweile auch schon in sämtlichen Foren und Facebook-Gruppen diskutiert und zerpflückt worden sind, also habe ich sie hier für alle zugänglich ausgearbeitet um diesen ständigen  Wiederholungen vorzubeugen.

Ich kann hier natürlich nur meine Erfahrungen weitergeben, oder die von langjährigen Freunden und Mentoren, von denen ich mich immer wieder überzeugen kann.

Dieses Schwarmwissen, wie es so gerne in Gruppen
genannt wird, führt meist nur noch zu mehr Verunsicherung und dann kommt man letztendlich auf mich zu und fragt mich was ich zu manchen Lösungen meine und welche ich bevorzugen würde. Kein Wunder so kontrovers sind die Möglichkeiten die dort aufgeführt werden, vielfach entbehrt es aber Posts jeglicher Grundlage, weil die Verfasser weder Langzeiterfahrungen vorweisen können, noch je ein Anderer diesen Weg gegangen ist.

Ich werde aber den Teufel tun, mich zu weit aus dem Fenster lehnen indem ich andere Meinungen in Frage stellen würde. Es sei denn, sie wären
für unsere Schützlinge von Grunde auf gefährlich oder ich hätte sie selbst probiert und für nicht empfehlenswert befunden. So bewerte ich auch nur Dinge von denen ich mir mein eigenes Bild machen konnte auch wenn man mich ständig namentlich erwähnt oder markiert ich werde mich zu keinem Post äußern wenn ich ihn nicht aus eigenen Erfahrungen unterstreichen oder dementieren kann.

All dies was ich aber hier auf meinen Seiten darstelle wurde über Jahre erfolgreich so gehandhabt und hat auch wirklich uneingeschränkt funktioniert.

Nicht alles ist wirklich nur meinem Schädel entsprungen, vieles wurde bereits über 30 Jahre und länger so gehandhabt, schon einige Jahre bevor ich überhaupt zu diesem Hobby gekommen bin.

  Seit meinen Anfängen 2001 habe ich natürlich viel getüftelt, probiert
und optimiert. Es geht immer noch was, gerade bei der Futtertierzucht ist noch einiges rauszuholen gewesen. Aber auch bei der Einrichtung von Terrarien war ich oft gefordert, weil ich die Wünsche und Vorstellungen anderer optimal verwirklichen musste. Viele Terrarien habe ich auf Wunsch umgebaut, optimiert, eingerichtet und geplant, weil die vorhandenen Becken nicht funktionierten und es zu ausfällen kam. Ich bin quer durch Deutschland gereist und habe Fehler behoben oder Becken gar komplett neu eingerichtet weil sie so wie sie waren nicht funktionierten.

75 Grossterrarien und unzählige kleine Zuchtbecken
sind es nun schon, die ich für mich selbst aber auch Freunde eingerichtet habe. Dies macht alles schon ziemlich zur Routine.

Aber auch wenn vieles über die Jahre nun schon Automatismen für mich sind und mir wie selbstverständlich von der Hand gehen, lerne auch ich immer wieder etwas dazu und das nicht wenig.

Ich hatte das Glück in all den Jahren immer wieder neue Leute kennenlernen, die es geschafft haben mich zu begeistern, fast sprachlos zu machen.
Leute deren technisches know how immens ist, dessen Terrarien absolute Meisterwerke sind, deren Liebe zum Detail und der Naturnähe mich auf neue Wege brachte.

Einige sind mitlerweile zu ganz engen Freunden geworden, wir sehen und treffen uns ständig um neue Erkenntnisse aus Treffen, Gesprächen und gemeinsamen Unternehmungen zu gewinnen, dies hat mich in meinem Tun sehr beeinflusst.

Die positiven Entwicklungen sieht man, wenn man Bilder meiner alten Terrarien im Detail- mit Bildern meiner heutigen Terrarien vergleicht.

Diesen Vorteil, Freunde und Hobbykollegen in erreichbarer Nähe zu haben hat nicht jeder, deshalb suchen viele den Kontakt zu mir oder anderen alten Hasen die ich bei mir auf der Seite verlinkt habe. Dies zeigt mir, e
s gibt Bedarf an Lesestoff über technische Dinge, weil es dieser Dinge betreffend in keinem Buch wirklich etwas nachzuschlagen gibt. Ich besitze doch einige Bücher und weiß deren Inhalte: https://www.froschmichl.de/Fachb.ue.cher.htm

Ich werde ständig kontaktiert, leider meist dann, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, es bereits Ausfälle gab oder das Becken total versumpft ist. Wenn kein Futter mehr da ist weil die Zucht eingebrochen ist oder die Tiere Darmvorfälle bekommen weil sie loses Substrat mit ihrem Futter zu sich genommen haben, vielleicht sogar die 1L Springschwanzbox so wie sie ist in das Terrarium gestellt wurde.


Immer wenn es bereits brennt, dann soll ich schnell helfen und das sogar einigen alten Hasen. Auf diesen Seiten möchte ich einfach verhindern dass es überhaupt so weit kommt und man Tiere medikamentösen Therapien und somit schlimmen Stress unterziehen muss.

Dazu muss manch einer aber lesen und nicht nur schöne Bildchen anschauen.
Denn es schmeichelt mir keinesfalls wenn man mich anruft und meine Homepage lobt, mir aber zeitgleich Fragen stellt, die ich auf dieser Homepage
bereits ausführlich behandelt und beantwortet habe.

In dieser Homepage steckt unglaublich viel Arbeit.
Ich hatte schon stundenlange Telefongespräche die ich auch noch zu den unmöglichsten Zeiten führen musste und musste herauszufinden, dass manch einer einfach nur zu faul ist zu lesen. In diesen Fällen muss ich leider das Gespräch beenden und auf meine Seite verweisen.

Doch wenn manche Dinge meinerseits unverständlich formuliert sind, oder man gar meiner Abhandlung nicht folgen kann, gehe ich gerne ins Detail, bin sogar dankbar und ändere danach meine Formulierungen um Fehlern vorzubeugen.


Einige gute Leute haben meine Erfahrungen aufgegriffen und Vorgehensweisen erfolgreich übernommen und ihre Erfahrungen in einem Video-Workshop verewigt, was mir persönlich aufgrund fehlenden Equipments technisch einfach nicht möglich ist.
Schaut einfach mal auf FB und youtube und

Social Network Seiten da sind einige professionelle Arbeiten dabei.
Oder durchstöbert einfach den Bereich Links auf meiner HP, es gibt wirklich noch einige geniale Seitenbetreiber die dieses Hobby so lieben und leben wie ich und die genialsten davon habe ich liebend gerne in meiner Linkliste verewigt, weil ich die Seiten selbst immer wieder gerne besuche.
https://www.froschmichl.de/Links.htm 



So und nun beenden wir mal das Drumherum
und legen langsam mal los
mit dem ersten Thema dem Beflocken eines Terrariums.











Zur Veranschaulichung nehme ich nicht unbedingt ein Terrarium sondern einfach eine 4mm Float- Glasscheibe um alles besser in Bildern dokumentieren zu können.
Ich habe bereits vor 8 Jahren
in einem Forum mal eine Fotostrecke über die Beflockung eines Terrariums veröffentlicht, da gab es meine Page noch gar nicht und jetzt finde ich weder die Bilder noch meine Zugangsdaten für das Forum, welches ich seit Jahren wegen miesen Umgangs miteinander meide. Also auf ein Neues:


Strukturen schnitzt man am besten aus Styropor
® oder Styrodur®, die Materialeigenschaften habe ich in der Rubrik Einrichten eines Terrariums ausführlich beschrieben.
In meinen großen Becken, die aufgrund der großen Gazefläche eine unglaubliche Durchlüftung und Wasserversunstung haben, setze ich auf weiches Xaxim aus Neuseeland auf den Rückwänden und hartes Xaxim aus Südamerika als Bodenbelag. Jeweils kombiniert mit Schwarztorf, Styrodur und Hygrolon



Diese vorgeformten Strukturen klebe ich mit Aquariumsilikon auf die direkt auf die Glasscheibe.




aber nicht nur vorgeformtes Styropor® oder Styrodur® kommt bei mir zum Einsatz,
sondern wie hier Schwarztorf.



Auch dieser wird mit Aquariumsilikon direkt auf die Glasfläche gedrückt.


So kann man aus beliebigen Materialien
ein unbefestigtes oder ausgewaschenes Flussufer nachbilden.


Ich nehme hier zur Veranschaulichung ein Stück einer Fingerwurzel und klebe sie der natürlichen Optik wegen zwischen die Elemente.



Nun zur glatten Glasfläche


Ich setze mehrere Punkte Silikon auf die Glasfläche


und ziehe mit einem Zahnspachtel eine 4mm dicke, gerillte Klebeschicht auf das Glas.



Dies ist ein wenig Übungssache,
geht aber bald gut von der Hand



Die gezahnte Klebefläche hat den Vorteil dass wir ein dickes Klebebett haben, auf dem die Beflockung gut haftet.


dadurch dass wir keine geschlossene Klebefläche haben sparen wir einerseits an teurem Silikon und das Material saugt sich besser fest, die Rillen die im Augenblick ohne Silikon sind, werden beim Andrücken der Beflockung geschlossen.


Die Zwischenräume zwischen den Elementen werden großzügig mit Silikon aufgefüllt.


nun die andere Seite


das selbe Vorgehen.....



großzügig Silikon



und mit dem Zahnspachtel verteilen.



Die Richtung der Rillen spielen dabei überhaupt keine Rolle



dabei so nah wie möglich an die Strukturen fahren.


manchmal muss man noch mal nachziehen, dabei ändert man die Richtung, weil man sonst zuviel Material entfernt.



Nun widmen wir uns den schwer zugänglichen Zwischenräumen


Dafür kürze ich einen harten Borstenpinsel


und verstreiche das sehr zähe Silikon.




Die Zwischenräume werden mit einem schmalen Pinsel abgetupft.


Alles für die Beflockung bereit.



Noch mal ein wenig nachbessern.




Die Fingerwurzel ins Klebebett drücken.



Noch mal kurz Nachbessern


Nun erst einmal grobe Pinienrinde und Kokosfasern


auf das Klebebett aufstreuen....



Das grobe Material bietet später Tieren und Pflanzen Halt.



Wichtig ist, dass grobe Material zuerst......




gut verteilen



und mit hohem Druck aufdrücken


am besten mit dem Handballen.




an schlechter zugänglichen Stellen mit den Fingerspitzen.


Nun das feine Material, bei mir ist es folgende Mischung
Kokosfasern, Weisstorf, gemahlenes Xaxim und im Fachhandel erhältliche Tropische Erdsubstrate wie Lucky reptile JB-10.
Dies alles wird vermischt und mit Moossporen angereichert.



würde man diese feine Mischung vor der Pinienrinde aufdrücken, würde diese nicht mehr haften.



Ich übertreibe gerne und belege die Fläche dick mit der feinen Beflockung.


Wieder ganz fest aufdrücken. Es wird oft eine Haushaltsbürste genommen und das Material aufgeklopft ich selbst habe diese Variante versucht und es blieb weniger Substrat haften.




Deshalb mit den Händen mit viel Druck.



Das bisherige Ergebnis.




Zwei Stunden nach der Beflockung stelle ich das Terrarium aufrecht hin. In diesem Fall die Glasscheibe.



Ein Weicher Pinsel hilft, das überschüssige Material zu lösen


Für diese Fotostrecke habe ich die Wartezeit nicht eingehalten, deshalb löst sich zu viel Material.


Doch man sieht trotzdem wie das Endprodukt aussieht.


An einem Terrarium halte ich eher mehr Trockenzeit ein, denn die Kosten für Terrarien geeignetes Silikon sind erheblich, deshalb lieber Geduld und optimale Flächen.

Dies ist jetzt das Anschauungs-Objekt






Einrichtung eines Terrariums mit B80xT60xH40cm

Wer den Bereich Bauphase5 bereits durchstöbert hat, kennt die meisten dieser Bilder bereits. Ich habe ein altes, eigentlich gut strukturiertes und funktionierendes Terrarium komplett entkernt und ausgeräumt.

Warum eigentlich?!?

Ich bin schon sehr speziell, was die Optik meiner Becken angeht, ich hasse nichts schlimmer als Töpfe im Terrarium, Wasserschalen und auffällige Technik, alles sollte möglichst natürlich wirken und deshalb auch der Umbau dieses Beckens, eines meiner aus den Anfängen verbliebenen Becken, welches nun eine Rundum-Erneuerung bekommt.

Nun soll auch noch das letzte Becken für einen Wasserlauf vorbereitet werden. Dazu müssen Glasstreifen so in das Terrarium geklebt werden, dass ich zwei getrennte Kammern erhalte um eine davon mit Filtermaterial versehen zu können.

In meinen großen Becken fahre ich mit viel aufwendigeren Filterkammern weil ich mit Wassermengen von 50 Litern und mehr fahre, welche aufbereitet werden müssen.

Hier wollte ich zwar gefiltertes Fliesswasser haben, aber wollte so wenig der zu Verfügung stehenden Fläche und Höhe verschenken.



Links klebe ich eine aus Glas gefertigte Fläche 33x60cm mit 10% Gefälle zur Mitte des Terrariums, das Wasser läuft somit immer Richtung Wasserteil ab. Unter dem Glas bleibt bis auf zwei zum stützen der Glasplatte integrierten Styrodur-Streifen alles hohl und gegen Wasser abgedichtet.



Rechts klebe ich ebenfalls eine Glasfläche abgedichtet im Mass 15x60cm mit 10% Gefälle zur Terrariummitte, auch hier läuft das Wasser immer Richtung Terrarienmitte zum Wasserteil ab.


Rostfreie Gaze aus V2A Stahl soll verhindern dass grober Schmutz in die Filterkammer in die Filtermatte und somit zur Pumpe gelangt.



Die Gaze bringt noch einen weiteren Vorteil mit sich, es können auch keine Quappen in den Bereich des Filters kommen. Die weiche Filtermatte liegt nie 100% am Glas an und ich habe es beim Reinigen des Filters mit eigenen Augen gesehen, dass sich verfressene Quappen zwischen Filterschwamm und Glas in das Labyrinth An Filtergängen geschmuggelt hatten um sich am Mulm zu laben.



In diesem Becken wird es nun nur einen Einfachen Wasserkreislauf geben, als Filtermaterial wird "nur" die bereits in der Aquaristik bewährte grobe Filtermatte zum Einsatz kommen orientiert am Hamburg Mattenfilter, der gerne für Garneelenbecken genutzt wird. In meinen großen Becken arbeite ich mit mehreren Kammern die mit Filtermatten, Torffasern und zusätzlich mit Keramik-Filterröhrchen gefüllt sind.



Wieder zurück zu diesem Becken. Ich verwende 50mm starke Filtermatte blau. In der Mitte eingelassen eine Pumpe, die für Fliesswasser sorgt. Um die Pumpe herum sollte 5cm freie Fläche sein, mit der Filtermatte nicht direkt an die Pumpe fahren, sonst wird der Wasserkreislauf gestört, weil nicht genug Wasser angesaugt wird.



Ein gut biegsamer Silikonschlauch transportiert das gereinigte Wasser zum Zulauf des Wasserteils, den ich hier ganz kurz halte.


Der weitere Aufbau erfolgt aus Styrodur, mit einem Revisionsschacht der die Arbeit an der Pumpe oder  am Filtermaterial ohne großen Aufwand ermöglichen wird.


Bis das Silikon getrocknet ist, verkeile ich alles mit eingepassten Styrodurplatten und beschwere von oben mit schweren Wurzeln.


Das Silikon ist trocken und der Revisionsschacht wird mit einer weiteren Filtermatte verschlossen, nun kann die Glasfläche mit Xaxim belegt werden. Wie man sieht, habe ich die alte Beflockung mit einer Klinge in mühevoller Arbeit von den Scheiben entfernt. Weil es so Mühevoll ist, nur an den Stellen, an denen später Materialien verklebt werden müssen.


Die Styrodurfläche wird wie zuvor beschrieben beflockt.


Der Revisionsschacht mit einer 2cm starken Xaximplatte abgedeckt.


Diese Platte wird später passend zugeschnitten und lose in die Öffnung eingelassen, zwischen Xaxim und Filtermatte kommt ein feines Vlies um dem Verschmutzen des Filters entgegen zu wirken.


Weißtorfsoden im Hintergrund sollen später schön bemoosen, da sie bei 100°C  Sterilisiert wurden, muss ich sie nach dem Wässern erst animpfen.


Nun wird auf der rechten Seite eine 6cm Xaximplatte auf dem Glas fixiert und in der Mitte ein Überhang aus Styrodur angeklebt um das Wasserteil natürlicher zu gestalten.


Holz-Schaschlikspiesse stabilisieren die
Silikon-Verklebung zusätzlich.


Achso, erwähnte ich eigentlich schon dass ich Silikon hasse!?!


Verklebungen sind alle getrocknet und so kann ich beflocken.


Nun kann man bereits erahnen, wie es mal aussehen wird.


In ein paar Wochen kann man mit Moosen animpfen und im Uferbereich Teichlebermoose auslegen.


Die Bepflanzung für dieses Becken wird eher mit grossblättrigen Pflanzen erfolgen, artgerecht für die Gruppe Terribilis , die hier einziehen wird.



aber zuerst mal ein Probelauf der Pumpe, die Technik ist das wichtigste. Stehendes ungefiltertes Wasser im Terrarium ist für mich ein No-Go, deshalb muss ich mich hier auf meine Technik verlassen können. Gleichzeitig besprühe ich das ganze Becken um zu Testen wie schnell, welche bereiche wieder trocknen. Ich wähle eine Wasserhöhe von 6cm und einen kurzen Wasserweg bis zum Wasserteil um eine Versumpfung des Beckens vorzubeugen.


Der vorgesehene Wasserstand erweist sich aber als problematisch, nach kurzer Zeit hört man bereits Pumpengeräusche, die Pumpe zieht Luft.


Alles läuft eigentlich perfekt, solange Schwebstoffe die Edelstahlgaze nicht zusetzen.


Die SuperFish Aqua-Power 200 ist nicht regulierbar, der Wasserdurchlauf von 200Litern in der Stunde eigentlich auch nicht zu stark. Die Wasseransaugung liegt nicht sehr hoch, was sie für meine Zwecke in diesem kleinen Wasserteil und 6cm Wasserstand eigentlich prädestiniert.

Doch wenn das Wasser nicht in genau der gleichen Geschwindigkeit zurückfindet, wie es abtransportiert wird, läuft die Filterkammer leer, bzw unter 5cm Wasserstand und die Pumpe zieht Luft. Dies passiert prompt, als die feine Edelstahl-Gaze sich mit Schwebstoffen zusetzt.




Da wird wohl doch wieder wie in den anderen Becken die Eheim compactON300 zum Einsatz kommen. Ein Versuch war es Wert. Zum Glück sind Pumpe wie Elektronik gut zugänglich und der Austausch damit ohne große Umbauten machbar. Die 10 Euro sind zwar futsch, denn ich muss das Kabel der Pumpe ja abschneiden und durch die Gaze nach aussen führen und außerhalb des Terrariums verlöten und um 4m verlängern, die Garantie ist daher verfallen.


Die alt bewährte Pumpe un meinen Terrarien, seit 2017 neue Bauform aber nachwievor Top Qualität. Ganz gut zu erkennen, der extrem niedriege Ansaugpunkt, durch eine kleine Umbaumaßnahme. Egal wieviel Wasser auch verdunsten mag, egal ob der Wasserdurchfluss durch vermulmen des Filtermaterials verlangsamt wird, diese Pumpe garantiert für fließendes Wasser. Ich weiss schon, warum ich auf Qualität setze und nicht auf Billigware aus Fernost.


Wer mit einem Bachlauf arbeiten möchte, sollte sich des Kapillareffektes der verwendeten Materialien bewusst sein.

Die Verwendung von feuchtigkeitsabsorbierenden Materialien im Bereich des Rinnsals führt sehr oft zum Versumpfen des Terrariums was für die Gesundheit der Amphibien nicht zum Vorteil ist.

Auch wenn ich den Bachlauf mit Silikon bestreiche, und diese Fläche dann mit Torf und Kokosfasern beflocke erhalte ich eine Saugende Oberfläche.

Benutze ich aber Epoxidharz und färbe diesen mit Farbpulvern, oder bepudere ihn fein mit Torf, erhalte ich eine natürliche Optik, die sich nicht wesentlich von angrenzenden Materialien abhebt. Aber!! diese Epoxidharzbeschichtung saugt absolit kein Wasser und gibt auch keine Feuchtigkeit an die angrenzenden Materialien ab. Wenn man die Epoxidharzbeschichtung deutlich über den Wasserverlauf hinaus beschichtet, das Wasser also nicht in unmittelbare Nähe feuchtigkeitsabsorbierenden Materialien im Terrarium kommt läuft man nicht in Gefahr, dass das Becken versumpft.

Ich habe alle Materialien getestet und wähle bewusst aus, was ich zu welchem Zweck verwende. Manche Bereiche am Boden möchte ich bewusst feucht halten, um Moose anzusiedeln, andere sollen innerhalb kurzer Zeit wieder trocknen, damit die Tiere auch trockene Zonen finden, an denen sie sich aufhalten können.

Die ideale Variante ist immer ein möglichst kurzer Zufluss zum Wasserteil, ich sehe oft dass meine Tinctorius und Phyllobaten gerne in den Wasserlauf sitzen er wird gerne angenommen, deshalb lege ich Wert auf Fliesswasser aber ich halte die Distanzen zum Wasserteil wirklich ziemlich kurz. Ein richtiger Bach hat in meinem Freundeskreis wirklich bei keinem lange funktioniert.


Geschafft mein
Pumpenproblem ist behoben und als ich schon mal neu zusammenbaue habe ich gleich mal die Dekoration geändert.

Statt der Fingerwurzeln habe ich mir feine biegsame Lianen aus Kabelisolierungen und Netzwerkkabeln beflockt. Dieses Filigrane gefällt mir in diesem flachen Becken wirklich besser wenn dann mal die Pflanzen kommen wird das wieder ein schöner Blickfang und das muss es, wo doch gerade oben drüber diese riesen Becken mit 50 Liter Wasserteil stehen.


Steine und Laub vervollständigen das Bild schon recht gut.


freue mich schon auf die bepflanzung des Beckens, die jetzt viel zu früh wäre, denn die Essigsäure ist noch lange nicht verflogen.


AMAZONIA LIGHT aqua soil aus dem Hause ADA als Bodengrund für das Wasserteil.



Möglichst naturnah, ich mag keine vollflächige Laubschicht auf Filtermatte, ich freue mich bereits auf Moose und Teichlebermoose die sich zwischen Steinen und Laub breit machen werden.


Animpfung mit Moosen aus meinen Becken, viel zu früh, aber das mit voller Absicht, um zu demonstrieren welchen Schaden Essigsäure bei den Pflanzen anrichtet.
Ich kann mir den Luxus leisten Pflanzen zu Demonstrationszwecken zu opfern, ich habe so viele Ableger angesetzt dass ich nicht in Bedrängnis komme.


Ich habe ich so viel gelesen und Bilder gesehen von Becken die direkt oder nur wenige Tage nach dem Beflocken bepflanzt wurden, aber ich habe nie Bilder von diesen Becken gesehen Monate nach der Einrichtung.
Ich weiss der Wirkung der Essigsäure auf Pflanzen, sogar auf Pflanzen in Terrarien über dem eigentlich beflockten Becken. Was Essigsäure selbst über den Kammineffekt der Luftansaugung vom Unteren Becken angesaugt im darüber liegenden Becken anrichten kann habe ich mit eigenen Augen gesehen.

Noch mal zum Verständnis, alle Begonien, alle Selaginella im darüber liegenden Terrarium sind glasig geworden und verendet, nur durch die aufsteigende Essigsäure die in den Luftzug gelangte.

Ich werde hier Bilder posten, wie Schwimmpflanzen, Selaginella, Farne und andere Pflanzen nach einigen Tagen aussehen, wenn man die Becken sofort bepflanzt.

Denn Ungeduld ist kein guter Ratgeber,

keine Ungeduld, keine Frustration.
Ich möchte Euch vor schlimmen, manchmal auch teuren Fehlern bewahren, die ich und auch viele Andere aus Ungeduld oder Unwissenheit, bereits begangen haben


Nur kurz zwischenrein, weil ich diesem Thema wirklich keine eigene Rubrik zuordnen möchte......

.......weil ich ständig angeschrieben werde wieviel Silikon man für welche Beckengröße braucht. Für dieses Becken B80xT60xH40cm waren es 6 Kartuschen.


im Vergleich für B70xT50xH70cm stark strukturiert, waren es 10 Kartuschen und 1 Kartusche  Innotec Adheaseal.
Wie man sehr gut sieht, steht der Bedarf in keinerlei Verhältniss zur Größe des Beckens, sondern richtet sich nach strukturierung und Umfang des Interieurs welches zusätzlich beflockt werden muss.

Somit schließe ich dieses Thema gleich wieder, weil ich hier wirklich keinen vernünftigen Rat geben kann, außer kauft genug Kartuschen und gebt den Rest zurück, oder ihr habt den Fachhandel vor der Haustüre und könnt jederzeit eine Kartusche nachkaufen. Wer im Internet kauft und den ortsansässigen Fachhandel umgeht, geht immer volles Risiko und muss notfalls seine Arbeit unterbrechen.
Das ist der Preis den man bezahlt wenn man nur auf Schnäppchen setzt.


Nun möchte ich noch einmal auf die kurz erwähnte Epoxidharzbeschichtung eingehen. Eine Alternativbeschichtung die ich über Jahre in der Fläche getestet und Partiell eingesetzt als ideale Beschichtung für ein Tropen Terrarium befunden habe.
Welche ich immer noch als zwingend für Bachläufe empfehle, alles andere funktioniert auf Dauer nicht wirklich und das Becken versumpft.

Aber dies habe ich ja nun gerade schon behandelt.



Epoxidharz Versiegelung, (niedrigviskos) E45T

  • 2K Epoxidharz Versiegelungssystem
  • Mittelviskos (sirupartig)
  • 45 min Topfzeit
  • Vergilbungsarm
  • Bildet klare und klebfreie Oberflächen
  • Physiologisch unbedenklich
  • Verbrauch ca. 400 g / Quadratmeter
dieses Material habe ich bereits 2005/2006 in meinen Aquarien verwendet,
ich war auch in meinen Terrarien immer sehr zufrieden.
Es lässt sich gut beflocken und mit Farbpulvern färben.
die erste Schicht wird klar aufgetragen und die zweite Schicht kann gefärbt werden, darauf erfolgt eine weitere Schicht auf die dann auch gefärbt, besandet
oder beflockt werden kann.

So lassen sich Felsen und Steine gut nachbilden.

Breddermann schreibt:
Unsere Versiegelungs-Systeme für den Terrarien/Aquarienbereich sind nach dem Grundsatz ausgesucht:
 
„ Was dem Epoxidharzsystem nicht zugesetzt ist, kann auch nicht an die Umgebung abgegeben werden "
 
Die Rohstoffe der für den Terrarien- und Aquarienbereich empfohlenen Systeme basieren daher nur auf Inhaltsstoffen, welche durch Langzeitests auf Eignung geprüft wurden. Die Systeme E45T / E45TM / E25TU / E25TMU sind daher bei Einhaltung der Verarbeitungshinweise nach Aushärtung als physiologisch unbedenklich einzustufen.Wir vertreiben unsere Systeme für den Terrarien- und Aquarienbereich seit 2005 ohne Änderung der Rezeptur. Bei der Entwicklung des Systems war es uns wichtig, nur Rohstoffe zur verwenden, welche in  Liste I der Positivliste (Leitlinie Trinkwasser-Beschichtung) verzeichnet waren.



Epoxidharz ist absolut unbedenklich, hält Wasser und Temperaturschwankungen stand
und ist unverwüstlich.

Die ausgehärtete Oberfläche ist allerdings knochenhart, das anpinnen von Pflanzen ist ohne vorheriges bohren nicht möglich, ein wesentlicher von mir entdeckte Nachteil.
Noch eines, die Beflockung von Epoxidharz brauch nicht mit Moossporen angereichert werden, jedes Material was in feuchtes Epoxidharz eingedrückt wird ist ohnehin totes Material. An sonsten ein wirklich geniales Material um Flelsen Nachzubilden, und um zu verhindern das ein Becken um das Wasserteil herum Versumpft.



ACHTUNG !allerdings sollte das Verhältnis Epoxidharz/Härter präzise eingehalten werden um ein optimales Aushärten zu erreichen, dann hat man mit den Farbpulvern von Breddermann die Möglichkeit Naturnahe Landschaften nachzubilden, die ewig halten und unseren Pfleglingen nicht schaden. Was ich von Zement, Fließenkleber & Co nicht behaupten kann.

https://shop.breddermann-kunstharze.de/Aquaristik-Terraristik/

Weitere Beschichtungen:

Ich habe viele Materialien einem
5 Jahre Dauertest unterzogen zwei Fertigmischungen mit Elastopor und Beflockung fertig vermischt im Eimer für viel Geld.

Ich habe Kork und Kokosfaser im Milieu eines tropischen Terrariums getestet und für ungeeignet befunden.

Zum damaligen Zeitpunkt wurde bereits 2K-PU Kleber im feuchtwarmen
Milieu experimentiert. 2K-PU war ein Parkettklebstoff der mit Härter angerührt wurde, der aber damals wegen eines Weichmachers in eben diesem feuchtwarmen Milieu Probleme machte. Beschichtungen lösten sich, Tiere verstarben weil sich Gase bildeten.

Mittlerweile hat sich die Rezeptur grundlegend geändert, das Material gilt als Lebensmittelecht und für Kinderzimmer geeignet, ich habe mittlerweile meine Werkstoffe gefunden und starte deshalb keinen Versuch mit diesem Material weil ich keinen Vorteil gegenüber Aquariumsilikon finde.

Wenn allerdings renommierte Unternehmen wie BensJungle oder dendroshop dieses Material mittlerweile lagernd führen und zur Beschichtung von Terrarien verkaufen scheint es wohl geeignet bzw. uneingeschränkt zu empfehlen zu sein. Über Langzeiterfahrungen, von vier oder mehr Jahren mit der neuen Rezepzur habe ich noch nichts gelesen oder gesehen. Wirklich anschaulich gestaltete Landschaften in neu entstandenen Terrarien habe ich vielfach gesehen und bewundert, aber keine Terrarien die einige Jahre eingelaufen waren. Deshalb will ich außer diese Beschichtungsmethode hier zu erwähnen, mich nicht wirklich weiter dazu äußern.

Auch Elastopur, als Klebstoff angeboten von Rana Terrarienbau oder auch Benjamin Schwarz (BensJungle) gelten als Alternativen zu meiner Beschichtungsvariante.

Einige habe ich ja vor vielen Jahren bereits einem Test unterzogen,
in welchem Maß sich Mischungsverhältnis und Zusammensetzung in den letzten Jahren verändert haben kann ich nicht beurteilen, meine Erkenntnisse habe ich aus damals verfügbaren Fertigmischungen und Werkstoffen gezogen und diese waren ernüchternd.

https://www.froschmichl.de/Einrichtung-eines-Terrariums.htm




Und nun folgt ein fertig beschichtetes Auftragsbecken
Becken 80x50x80cm

Statt Mangroven, Morkinen, Savannen oder Fingerwurzeln wurden hier beflockte Kunst-Lianen aus Draht verwendet, Die Übergänge von Rückwand auf die künstlichen Wurzeln mit Epoxidharz beschichtet, so habe ich diese Optik erreicht.
Optisch wirklich ein Traum aber bretthart und absolut Wasserabweidend bis auf kleine Akzente mit Hygrolon und Silikon die Bemoosung zulassen, ist nur der Boden aus Torf wirklich feucht. Wie gewünscht so gefertigt, orientiert an einem Terrarium in Asien gefertigt, sollte aber möglichst nicht mit Natur-Materialien bestückt werden sondern alles möglichst künstlich nachgebildet sein, weil Histrionica darin gezüchtet werden sollten und möglichst wenig Keime ins Becken kommen sollten.


Eine Nahaufnahme der künstlichen Liane, die Oberfläche fügt sich ideal in ein beflocktes Becken ein


Die Beschichtung mit Epoxidharz in diesem Becken sowie die Beflockung geht auf die integrierten Kunst-Lianen über somit harmonieren sie perfekt mit der Rückwand wie auch mit den am Boden verwendeten Schwarztorfsoden. Sie sind super stabil, im Gegensatz zu biegsamen Lianen anderer Anbieter, die nach dem zweiten mal biegen bereits brechen und auch relativ lieblos nachgebildet sind. Einziger Wermutstropfen die Fasern, die unnatürlicher nicht wirken könnten, die habe ich zuvor entfernt. Nach Fertigstellung dieses Beckens war bereits der Plan für eines Hochterrariums für mich im Kopf, so begeisterte mich das Endprodukt. Allerdings würde ich für mich mehr mit Silikon beflocken um mehr Feuchtigkeit halten zu können, somit mehr Moose ansiedeln kann.




Ein anderes Terrarium 70x50x70cm
Das Beflocken ist eine sehr staubige Angelegenheit,


Die tiefe 3D Struktur der Felsrückwand verschlingt Unmengen Aquariumsilikon

Die Beflockung erfolgt nach bewährtem Rezept.
Kokoshumus, Kokosfasern, gemahlenes Xaxim, Pinienrinde, Moossporen, bei 100°C sterilisierte Walderde.





auch hier ein Gemisch aus Spinnenholz und künstlichen Lianen. Wwenn dieses Terrarium einmal eingefahren ist, wird man im Detail keinen Unterschied zu echten Ästen sehen, nur dass diese ewig halten werden.


die Erstbepflanzung ist erfolgt.


Ein älteres Terrarium 80x50x80cm

Ich habe das Ganze Interieur entkernt und mit Styrodur®, 2K-PU Schaum und Morkinenwurzeln einen ausgewaschenen Steilhang nachempfunden.

EpiWeb® und Hygrolon® sollen als Feuchtigkeitsspeicher für Moose,
Farne und verschiedene Orchideen dienen.

Die normal beflockten Flächen trocknen sehr schnell ab, was wiederum andere Tropischen Pflanzen und viele Orchideen sehr begrüßen.

Hier sollte man sich wirklich über die Bedürftnisse der einzelnen Pflanzen im Klaren sein.



Für die Beflockung stelle ich ein eigenes Gemisch her.

Kokosfasern, Weisstorf, gemahlenes Xaxim und im Fachhandel erhältliche Tropische Erdsubstrate wie Lucky reptile JB-10. Dies alles wird vermischt und mit Moossporen angereichert.

Auf geraden Flächen trage ich schwarzes Aquariumsilikon mit einem Zahnspachtel auf und drücke erst
Pinienrinde größe S/M hinein, dann drücke ich erst die Beflockungs-Mischung auf.

Auf struktutierten Rückwänden wie dieser muss für diese Arbeit ein Pinsel mit harten Borsten herhalten, die zusätlich noch gekürzt werden.

Die Beflockung sollte fest auf das Silikonbett aufgedrückt werden, damit sie auch haftet.


Fertig beflocktes Becken, bereit zur Bepflanzung.
14 eingearbeitete Filmdosen sollten ausreichend Unterschlupf für die Tiere bieten

Die Bodenplatte aus Styrodur ist nach vorne leicht angeschrägt und liegt komplett auf groben Filterschaum gelagert.

Auf diese Styrodurplatte lege ich 4 cm starkes hartes Xaxim als entgültigen Boden.

Die Vorderkante bzw. Sichtkante der Styrodurplatte, die nicht von Xaxim bedeckt wird,
ist wie der Rest des Beckens beflockt.



Dies ist der Boden vor dem Wasserteil nach drei Monaten, der Übergang von Xaxim zum beflockten Styrodur ist nicht mehr sichtbar.

Die Beflockten Seile haben dem feuchten Klima nicht Stand gehalten, also bleibe ich bei Kabelisolierungen und künstlichen Lianen, wenn nicht Echtholz verwendet wird. Das sind die Erfahrungen die man sammelt, egal wie lange man dabei ist, man lernt nie aus.

Terrarium 80x60x120cm

Auch große und ausladende Wurzeln können gut und stabil verklebt werden, aufgrund der Zugkraft an den Verklebungen der weit ausladenden Wurzeln, wähle ich allerdings statt Silikon einen stärkeren Klebstoff.


Innotec Adheseal ist eine einzigartige, dauerhaft elastische Kleb- und Dichtmasse auf MS-Polymerbasis.
Das Produkt ist ideal zum Kleben oder Dichten und bietet eine starke Klebekraft auch auf schwierigen Materialien wie Metall, Kunststoff, Gummi, Glas und (Plexi-) Glas.

Adheseal ist lösungsmittelfrei, so dass die Verklebung oder Abdichtung weder schrumpfen noch reißen kann.
Es gibt keinerlei Ausdunstungen es ist absolut geruchsneutral ein wirklich geniales, jedoch teures Material um Wurzeln zu verkleben.

Diese Dichtungsmasse ist perfekt für dieVerklebung von Wurzeln, weil meist das andrücken schon genügt und die wurzel sich nicht mehr verschiebt.Bei Silikon muss man meist unterbauen um die Klebefläche vom Zug des Gewichtes zu entlasten. 


Innotec Adheseal hat nach Aushärtung nicht die Konsistenz von Silikon, sondern ist deutlich härter, man erreicht eine stabile Klebung die dauerhaft hält.
Auch nachträgliches stabilisieren gelöster Silikonflächen im laufenden Terrarium ist mit diesem Material möglich, da es keinerlei Ausdunstungen gibt, die Tieren und Pflanzen schaden könnten.

Allerdings sollte man die klebenaht direkt beflocken, damit kein Tier durch die Klebefläche läuft.





Nach einem TIP von Katharina Walder
aus der Schweiz fand ich eine günstigere Alternative zu INNOTEC

 

K1 NaturaGart Alleskleber
MS Polymer, dauerelastisch

Kartusche 290 ml
 
 
Dauerelastischer, feuchtigkeitshärtender 1-Komponenten Klebe- und Dichtstoff auf MS-Hybrid-Polymerbasis
getestet und als gleichwertig befunden.

 

  • Einkomponentig
  • Einfache Verarbeitung
  • Lösungsmittel-, isocyanat- und silikonfrei
  • Sehr breites Haftspektrum, auch ohne Primer und Haftvermittler
  • Kann auch auf feuchte Untergründe appliziert werden
  • Nahezu geruchsfrei
  • Anstrichverträglich (auch Nass-in-Nass möglich)
  • Zum Pulver- oder Thermolackieren kurzzeitig bis +200 °C beständig
  • Sehr standfest (thixotrop) bis 40 mm Fugenbreite
  • Korrigierbar
  • Spalt- und rissüberbrückend
  • Schleif- und lackierfähig
  • Dauerelastisch von -40 °C bis +90 °C
  • Hohe mechanische Festigkeit
  • Sehr gute Dichteigenschaften
  • Sehr gute Witterungs- und Alterungsbeständigkeit
  • Gut beständig gegen Wasser, Salzwasser, aliphatische Lösungsmittel, Öle, Fette, verdünnte anorganische Säuren und Alkalien
  • Nicht korrosiv auf den Oberflächen, keine Randzonenverschmutzung und Verfärbung bei Naturstein
  • Korrosionsschützend
  • Schlag- und vibrationsfest (schockabsorbierend)
  •  

 
Technische Daten:
Farbe: schwarz
Verarbeitungstemperatur bei 50 % rf: +5 °C bis +40 °C
Volumenänderung DIN 52451: ca. 5 %
Konsistenz: sehr thixotropisch, standfest
Dichte bei +23 °C: 1,52 +/- 0,03 g/cm³
Hautbildungszeit bei +23 °C, 50 % rf: ca. 5 - 10 Min.
Durchhärtung nach 24 Stunden, +23 °C, 50 % rf: ca. 3 mm
Temperaturbeständigkeit nach Aushärtung: -40 °C bis +90 °C, kurzfristig bis +200 °C
Shore A Härte, DIN 53505, nach 3 Wochen Lagerung bei +23 °C und 50 % rf: 50 +/- 3
Modul bei 100 % Dehnung und +23 °C, DIN 53504 S2, Lagerung 7 Tage bei +23 °C und 50 % rf: ca. 0,9 - 1,0 N/mm²
Zugfestigkeit DIN 53504 S2, Lagerung 7 Tage bei +23 °C und 50 % rf: ca. 2,0 N/mm²
Bruchdehnung DIN 53504: > 400 %

 

hier das gleiche Terrarium zwei Jahre nach der Einrichtung.
Hier kann man gut die Rückwand sehen, die teilweise mit Xaxim und zum Teil mit Vorsprüngen aus Schwarztorf beklebt wurde. Dies war erforderlich, weil die Durchlüftung in meinen Terrarien 80x60x120cm immens ist.
So halte ich die Luftfeuchtigkeit bei 80%.


Hier kann man schon sehen, wie breit die Gazefläche in den Becken ist, was natürlich dem Pflanzenwachstum zu Gute kommt.


 











 






Terrarium Breite 80 x Tiefe 80 x Höhe 120cm davon Wasserfläche 80 x 60x 12cm


Terrarium Breite 80 x Tiefe 80 x Höhe 120cm davon Wasserfläche 80 x 60x 12cm

Terrarium Breite 80 x Tiefe 80 x Höhe 120cm davon Wasserfläche 80 x 60x 12cm

Terrarium Breite 80 x Tiefe 80 x Höhe 120cm davon Wasserfläche 80 x 60x 12cm
So sieht das Becken in eingelaufenen Zustand aus.

Ein anderes Becken 80x60x40cm
Gleiche Filtertechnik und Pumpe,
jedoch als Bachlauf gestaltet.









Moose siedeln sich an



Das gleiche Becken eingefahren







Becken 80x60x120cm
  in diesem Becken soll auch wieder ein kleines Rinnsal laufen.

Hier mal ein kleiner Blick auf die Einbettung einer kleinen Eheim Pumpe, die entweder einen Bachlauf oder ein kurzes Rinnsal in jedem meiner Becken mit Wasser versorgt.





Ich verwende keine Denrobatenbecken mit schräger Bodenplatte und Wassergraben, sondern konstruiere natürlich aussehende Flußbette.



Unter der grauen Matte liegt als Vorfiltermasse ein Biologisches Filtermaterial aus keramischen Hohlkörpern für grobe Schmutzpartikel, erst danach läuft das Wasser durch den Filterschwamm zur Pumpe.
Eigentlich das Prinzip eines Hamburg Mattenfilters aufgewertet durch Keramikrohre für eine effektivere Filterung.



Ein Filter kurz vor dem auschwaschen nach einem Einsatz von nur 8 Monaten


Zum Einsatz kommen bei mir seit jeher Eheim Compact Pumpen, ob nun für ein kurzes Rinnsal oder für einen Flusslauf erwiesen sich die Compact 300 als sehr geschickt und gut dosierbar. Die Neue eheim Compact300 wurde modifiziert, bringt für unsere Zwecke aber nun eher ein Problem mit sich. Das Gehäuse und somit die Ansaugöffnung liegen für unsere Wasserstände zu hoch. Bei hohem Wasserdruck gibt es somit eine Verwirbelung und es wird Luft mit angesaugt. Dies bringt zwei Probleme mit sich, das eine, das Betriebsgeräusch der sonst leisen Pumpe erhöht sich bis zu einem Schlürfen..... das zweite Problem, die Pumpe kann überhitzen wenn sie nicht kontinuierlich Wasser gekühlt wird, weil zuviel Luft mit angesogen wird.

Mit einem kleinen 90° Bogen oder einem S-Bogen im Eheim Zubehör, kann man die Ansaugung bis 3mm über den Glasboden bringen und somit ist alles wieder flüsterleise und Leistungsstark.


Deckel drauf und die Fläche mit harten Xaximplatten ausgelegt

Natürlich ist die Technik, wie auch der Filterschaum jederzeit zugänglich, die große Wurzel am Boden ist nur angelehnt und kann somit entnommen werden.

Die Bodenplatte und das darauf befindliche Xaxim hoch geklappt und die Arbeit kann beginnen.

Die Fugen werden danach wieder mit spaghnum und Kokosfasern gefüllt und der Besatz kann wieder ins Becken.



Xaxim Rückwand mit eingearbeiteten Schwarztorfsoden
Wurzeln aus Savanne und Morkinen
Seiten nach bewährter Art beflockt.




 


Da ich ursprünglich aus der Aquaristik komme, kenne ich die verschiedensten Methoden Unterdruck in einem Schlauch zu erzeugen, um Wasser aus einem Terrarium zu saugen.

Die wohl unhygienischste ist wohl, das Wasser mit dem Mund anzusaugen.

Die Teuerste ist wohl eine Pumpe zu benutzen, was sich bei 62 L Wasser im Schnitt, in meinen Terrarien nicht lohnt.


Meine Methode ist so simpel wie auch gut......

Ich lege einen Schlauch in das Waschbecken, öffne den Wasserhahn und halte beide schlauchenden auf gleiche Höhe.

Dann halte ich das eine Ende unter den Wasserstrahl, bis das Wasser die Luft im Schlauch verdrängt hat und am anderen Ende ein Wasserstrahl aus dem Schlauch kommt.

In diesem Moment drücke ich mit beiden Daumen jeweils das Schlauchende zu und halte einen Schlauch voller Wasser und ohne Luft in meinen Händen.



So laufe ich vom Waschbecken zum Terrarium, welches möglichst schon geöffnet sein sollte.


Ohne nur ein Ende loszulassen, tauche ich das eine Ende des Schlauchs in den Wasserteil meines Terrariums und das andere Ende des Schlauchs an einen tieferen Punkt unterhalb des Ansaugpunktes im Terrarium.


Dabei sollte man darauf achten, dass man den Schlauch nicht unbedingt auf den Bodengrund des Wasserteils hält, da dieser sonst mit abgesaugt würde.


Nun kommt der Entscheidende Moment, die Daumen sollten die Enden der Schläuche entweder gleichzeitig frei geben, der Daumen im Wasserteil oben zuerst funktioniert meist auch.


Das Wasser schießt sofort durch den Schlauch nach unten, wie man sieht ist mein Wasser sehr mit Humminsäuren angereichert, deshalb die braune Färbung.

Ich gehe auf Nummer Sicher und verhindere durch die Filterung, die ich bereits oben beschrieben habe und die Beigabe von Torffasern oder sogar Torfsoden die ins Wasser ragen eine Bildung von schädlichen Bakterien.



Durch das Edelstahl Endstück am unteren Schlauchende des weichen Silikonschlauchs brauche ich diesem Ende keine Beachtung mehr schenken und kann mich so auf den Wasserstand im Terrarium kümmern.


Nachdem ich mich früher immer über die störrischen grünen oder transparenten Eheim Schläuche geärgert habe, die man entweder an den Eimer klemmen oder wirklich halten musste, suchte ich nach einer Lösung und kam so auf Silikon. Eine tolle Sache, gerade wenn man die eine Seite beschwert, so wie ich.

Kleiner TIP! ich habe bei diesem Wasserwechsel 8 Lugibris Quappen mit angesaugt, die sich danach im Eimer befanden.
Deshalb sollte man das Wasser bei der Entsorgung lieber durch ein Sieb schütten.

Das entnommene Wasser muss dann nur noch durch aufbereitetes Frischwasser ersetzt werden.....

und so haben wir eine gute überleitung zum nächten Thema




 Da wir in unserer Region von relativ gutem Leitungswasser verwöhnt sind, erübrigt sich eigentlich eine Osmoseanlage. Zur Aufzucht der Quappen strecke ich das Leitungswasser  einfach mit „Quappentee“

Das bedeutet, dass ich in kochendes Wasser einige Erlenzapfen lege und über Nacht ziehen lasse. Das Produkt ist eine braune Brühe, die enthaltene Huminsäure macht das Wasser weich und leicht sauer ~PH 6,5 KH 3°GH 5° und wirkt dadurch Antibakteriell. Der Quappentee kann sogar bei geringem Schimmelbefall im Terrarium angewandt werden.



Erlenzapfen



Konzentrat aus dem Sud der Erlenzapfen


Da ich im ländlichen Bereich wohne und unbelastete Erlenzapfen Tütenweise sammeln kann, bin ich nicht auf den Kauf solcher Produkte angewiesen. Doch der Aquaristikfachhandel bietet Erlenzapfen wie auch Seemandelbaumblätter zum Kauf an. Beide Produkte haben die gleiche Wirkung auf die Wasserchemie. Auch das einheimische Eichenlaub bringt eine erwünschte Aufsäuerung des Wassers.

Zur Beregnung, die ich manuell 2x täglich mit einem Drucksprüher von Hand vornehme, benutze ich 50% lauwarmes Leitungswasser und 50% abgestandenes Wasser oder Regenwasser.

Die Qualität des Wassers prüfe ich in gewissen Abständen.
Dazu dienen Tropfentests oder Quick-Tests mit Teststreifen aus der Aquaristik, die irgendwann mein Wasserlabor aus Aquaristikzeiten ablöste.



Wie auch die Aufzucht der Quappen mit den Jahren immer mehr optimiert wurde, verhält es sich auch mit der Aufbereitung des Wassers.
So habe ich mir nun doch eine kleine Osmoseanlage zugelegt, die für meine Ansprüche und Wasserbedarf vollkommen ausreicht.






erweitert durch eine 24V Boosterpumpe (nichts anderes als bei der Beregnungsanlage) beschleunigt man das Prozédere aufgrund höheren Wasserdrucks.





Osmoseanlage bei der Arbeit, Nutzwasser läuft in einen 50l Eimer mit Deckel.
Nutzwasserproduktion standard ca. 130ml/min nicht unbedingt viel, doch durch die Boosterpumpe erreiche ich einen Wasserdurchlauf von ca.
180ml/min dies ist ausreichend, denn mein Bedarf ist nicht hoch.

Mischingsverhältnis 1/3 Osmose mit 2/3 Leitung. Wert des Leitungswassers (12 °dGH) Wert des Osmosewassers (1°dGH)






 




Wie gewohnt installiere ich drei endkoppelte 12V PC Lüfter auf der Gazefläche um eine gute Entlüftung zu gewährleisten.

Meine Wahl sind immer flüsterleise Lüfter mit einem guten Luftaustausch.

Wie auch bei der Beregnung hasse ich technische Geräusche, deshalb alles lieber teuer aber leise und qualitativ hochwertig.

Kollegen arbeiten mit 220V Papst-Lüftern, ich habe aus Sicherheitsgründen komplett auf 12-14V umgestellt.

Einzig und allein die Eheim-Pumpen laufen mit 220V, diese sind aber wasserdicht verkapselt.

Meine Lüftungsintervalle sind 4x 30 Minuten täglich.

Ganz wichtig, immer nur Luft dem Terrarium entziehen, keine wieder von oben in das Terrarium zuführen, dies würde nur zu einer Verwirbelung führen und somit würde kein richtiger Luftaustausch stattfinden. Durch das Entziehen der Luft auf der Gaze oben wird automatisch das Anziehen von Frischluft durch die Gaze vorne unten erzwungen.

Warum eigentlich überhaupt künstlich Luft abführen?

Bei einem gut konstruierten Terrarium und gut berechneter Gazefläche oben, wird automatisch durch den vorhandenen Kamineffekt verbrauchte Luft nach oben abgezogen.

Setzt man aber wie ich auf eine große Pflanzenvielfalt braucht es aber ein wenig mehr.

Farne und Orchideen lieben eine gute Durchlüftung  und überhaupt keine gespannte Luft.

Je dichter ein Terrarium bewachsen ist,
desto mehr Luft bleibt stehen,
darum werden einzelne Pflanzen im Terrarium einfach nicht wachsen, manch andere werden nie zur Blüte kommen.
Einige werden auch einfach nur verfaulen.

Neben der Ursache für ein
suboptimales Gedeihen der Pflanzen durch mangelnde Belüftung und die dadurch unzureichende Aufnahme von CO2 durch die Pflanzen sein kann es gerade bei großen bzw. hohen Terrarien  oftmals auch unzulängliche Beleuchtung im mittleren bis unteren Bereich sein

Mangelhafte Beleuchtung, g
erade bei der Verwendung von Leuchtstoffröhren ist mit Abstand der häufigste Fehler für schlechten Pflanzenwuchs, dies ist jedoch durch geeignete Beleuchtungsmittel wie Hochleistungs LED´s einfach zu korrigieren:

https://www.froschmichl.de/Beleuchtung.htm

Gleich aber nach zu wenig Licht, kommt bei 90% aller Terrarien der Einsatz von viel zu viel Wasser.

Zu viel Rest-Nässe in der Nacht in der keine Photosynthese stattfindet schadet den Pflanzen,
Fäulnis uns Schimmel sind die Folge.

Deshalb läuft bei mir noch kurz bevor das Licht aus geht noch mal 30 Minuten der Lüfter.

Meine Becken sind zur nacht fast komplett heruntergetrocknet, einzig und allein die Verdunstung durch das Fließwasser im Terrarium erhält die Luftfeuchte










 


Im Winter kommen zusätzlich noch Heizschlangen zum Einsatz.


Diese werden auf eine eingepasste Vorhangstange gewickelt und lose auf träger aufgelegt. Es sollte Kontakt zum Glas vermieden werden, weil dieses sonst aufgrund der verschiedenen Temperaturspannungen reißen würde.


Ebenfalls sollte die Stange nicht press in zwischen die Glasplatten gespannt werden, da die Stange bei Hitze in alle Richtungen ausdehnt.

Warum diese Variante?
Ich habe seit dem Jahre 2001 einige Erfahrungen gesammelt, ich habe Klebeheizungen aus dem Reptilienbedarf verwendet, die eine geringe Wattleistung hatten und somit genau für das Verwendete Terrarium geeignet waren. Eine technische Fehlfunktion führte dazu, dass die Heizung das Terrarium viel zu hoch erhitzte und mir ein sehr schönes Zuchtpaar Oophaga Pumilio Isla Popa über Nacht den Hitzetod sterben lassen hat.

Bei verschiedenen Froschfreunden ist eine Heizschlange im Bodengrund verlegt, dafür zuständig gewesen, dass die Bodenscheibe gerissen ist.

Heizsteine am Boden sind eine Todesfalle für Amphibien, diese sollten im Wüstenterrarium ihren Einsatz finden, haben aber im Dendrobatenbecken nichts verloren.

Es sollte ohnehin darauf geachtet werden, dass die Wärmequelle nicht am Boden sitzt. Der angeborene Instinkt der Frösche ist, Wärme kommt von oben und wenn es zu warm ist, geht das Tier zum Waldboden.

Meine Variante erwärmt die Zuluft und verstärkt den Kamineffekt, denn warme Luft steigt nach oben.

Die Temperatur am Terrarienboden erhöht sich bei meiner Variante um 3-4°C die Temperatur ab Mitte Terrarium um 8-10°C was mich im Winter 25°C Tagestemperatur und 22°C Nachttemperatur ermöglichen lässt.

Die Industrie bietet für diese Zwecke allerlei Elektrische Steuerungsgeräte an, die die Temperatur überwachen.

Ich bin in der glücklichen Lage dies nicht zu brauchen.


 





Pflanzen unauffällig Aufbinden



kleine Pflanzen wie Orchideen und Pfeffer
können sehr gut mit feinem elastischen Nähfaden in dunkel braun aufgebunden werden.
Wenn die Pflanze Feuchtigkeit benötigt, verwende ich noch Hygrolon und Moossporen oder Spaghnum.



da der Faden auf der Wurzel wirklich unsichtbar ist, ruhig mehrmals um die Pflanze herum.
Achtung! Manche Orchidee mag gar keinen Druck auf dem Wurzelwerk,
daher ist Fingerspitzengefühl gefragt.
Lieber in Substrat oder Moos enbetten, als sie Wurzeln zu zerschneiden.






hier sieht man gut, Mangrove oder Morkinenwurzeln haben fast den identischen Braunton.





Hier binde ich etwas Cristmas Moos mit auf.
Emers gewachsen hat es eine sehr interessante Wuchsform.
Doch auf Moose gehe ich später noch im Detail ein.








Hier mal ein Bild vom Faden den ich verwende, diesen gibt es aber von diversen Herstellern.



 
 

Eines möchte ich hier gleich anmerken, setzt bitte auf Beständigkeit und verzichtet auf die höchst dekorativen Rebhölzer oder Lianen.

Ehe die Pflanze richtig fest gewachsen ist, fault Euch in einem Becken mit 60-100% anhalternder Luftfeuchte und teilweise stehenden Wasser ein solches Holz wirklich durch.

Mangroven oder Morkinen, Eisenholz oder Mopani-Wurzeln sind dagegen noch nach 20/30 jahren stabil und beständig.


Gebaut für die EWIGKEIT Mooreiche und Mangrove

(eines meiner grossen Becken 80x60x120cm)





Nun aber wieder zurück zum Thema:


das Aufbinden schwererer oder auch Kopflastiger Pflanzen erfordert etwas stärkere Mittel.




Auch hier gilt wieder, wenn die Pflanze Feuchtigkeit benötigt, verwende ich noch Hygrolon und Moossporen oder Spaghnum, ist es eine Pflanze deren Wurzeln nur als Haftwurzel dient, wird trocken und ohne Substrat aufgebunden.



Zum Binden nehme ich eine handelsübliche Nylon Strumpfhose in dunklem Braun und ordentlich Denier. Ich habe da keinerlei Skrupel in der Damenabteilung nach einer Passenden Strumpfhose zu suchen. Bei meinem erhöhten Bedarf beim Einrichten zweier großen Becken wurde ich schon mal gemustert. Doch ich klärte die Verkäuferin auf, dass ich weder eine Bank überfallen, noch irgend einem Fetisch nachgehe .

Als ich sie über die wahren Gründe aufklärte, schaute sie aber nicht weniger verwirrt . Denn ich kaufte nicht gerade billig ein.


 


Die Farbe der Nylonstrumpfhose fügt sich gut ein, kann also verwendet werden.



Ich schneide einfach einen Streifen von 5mm Breite vom Beinteil raus.



Unter Spannung wird das Ganze schon schmaler




erst mal noch Moos dazu, diesmal Javamoos






Bromelie dazwischen



Fest gebunden ist das Nylonband fast nicht mehr sichtbar und hebt ewig.

Untauglich sind Bindedrähte, ob nun braun oder grün ummantelt oder nicht, sie rosten weg, ehe nur eine Pflanze festgewachsen ist. Ebenso verhält es sich mit so genannter Angelschnur, es gibt nichts nervigeres, als die Tatsache, das sich die Knoten lösen und die Pflanzen auf dem Terrarienboden liegen.






vielfach wird versucht einheimische Waldmoose im Terrarium zu kultivieren.
Wenn ich nun ein Biotop für einen Molch oder einheimischen Feuersalamander schaffe, mag dies auch funktionieren. Hier handelt es sich um Tiere die eine Kälteperiode benötigen, genau wie diese Moose, die wir in unseren Wäldern finden. Im Regenwaldterrarium bei dauerhaft 22-25 im Sommer 27-30°C spielen diese Moose nicht mit.

Nicht nur dass die Moose nach einer gewissen Zeit schwächeln und im schlimmsten Fall braun werden gar verenden, wir tragen so allerlei Getier und ungebetene Gäste ins Becken, angefangen bei Asseln, Spinnen und Käfern, die von unseren Fröschen verschmäht werden über Schnecken, die sich über das teure Festmahl an Orchideen und Blattpflanzen her machen. Auch eine vorherige Wässerung, die so angepriesen wird, wird nicht alle Eier und Insassen im Moos vernichten, also am Besten Finger weg.


Zum Einen gibt es viele Pflanzenhändler, die tropische Moose anbieten, und dann gibt es in Zeiten von Aqua und Terra Scaping unglaublich viele Moose sie emers auf einem Nährstoffgel gezogen wurden und sich bestens für unseren Einsatz im Terrarium eignen:

Taxiphyllum'Flame
Taxiphyllum'Spiky'
Vesiculariadubyana'Christmas'
Vesiculariaferriei'Weeping'
Willow moss
Plagiomnium affinis
Cratoneuron filicinum
Blepharostoma trichophyllum
Taxiphyllum barbieri, ehemals Vesicularia dubyana

alles funktionierende Moose an Orten, an denen Feuchtigkeit bleibt.



Augen auf: Beim Kauf einer Bromelie, einer Miniaturorchidee oder eines tropischen Farnes werden meist wunderschöne tropische Moose frei Haus geliefert. Ich habe schon so manch schönes Moos aus einem Bromelientrichter geholt, welches nun große Flächen in meinen Terrarien überzogen hat.



Gut beleuchtet und feucht kultiviert, breiten sich diese tropischen Moose relativ schnell aus.


Aber wie schon oben erwähnt,
auch der Handel hält so einige wunderschöne Moose bereit:



X-Mas-moos submers gezogen

Vesicularia sp. Spiky Moos

Leptodictyum riparium Ufermoos
Plagiomnium cf. affine Perlenmoos
taxiphyllum sp. flame moss
Taxiphyllum sp. Peacock Moos
Taxiphyllum sp. Taiwan Moos
Vesicularia ferriei Weeping Moos
Vesicularia montagnei Christmas Moos

Java-Moos submers gezogen
Weeping-Moos submers gezogen
Riccia fluitans Teichlebermoos submers
Riccia fluitans Teichlebermoos emers
riccardia-sp-chamedryfolia submers


Wie bereits in der Rubrik "einrichten eines Terrariums" hervorgehoben, spielt die größte Rolle dabei das richtige Licht. Tropische Moose sind keinesfalls Schattenpflanzen, sie sind sehr lichthungrig und können auch mal gut eine Trockenperiode überstehen.

Aber nicht nur Moose sind schöne Beipflanzen, Riccia fluitans, Teichlebermoose in verschiedenen Varianten sind in feuchteren Bereichen wie am Wassergraben eines Dendrobatenbeckens oder gar an Wasserläufen sehr schöne und faszinierende Alternativen zu normalen Moosen.



monosolenium tenerum im Becher

monosolenium tenerum dann etabliert im Terrarium
sehr schön zu erkennen die Veränderung der Wuchsform von submers zu emers



Hemianthus callitrichoides "Cuba"



Hemianthus callitrichoides "Cuba"
als Sumpfpflanze im Terrarium












marchantiophyta spec. auf Xaxim


BILDER AUS MEINEM LEUCOMELA BECKEN


monosolenium tenerum ins Wasser ragend

Wasserlauf 

 









Neben gutem Licht am besten 6500K Lichtfarbe und einer Leistung von 850/900Lumen ist für das Wachstum von Moosen immer eine feuchte Atmosphäre notwendig. Hierfür gibt es ein sehr geniales Hilfsmittel.



Auch wenn ich mich wiederhole, wenn man ein Dendrobaten Terrarium baut, sollte man mit Materialien arbeiten die beständig sind.

Unsere Tiere haben bei artgerechter Haltung eine doch erstaunliche Lebenserwartung
und sollten nicht ständig mit Reparatur oder Wartungsarbeiten am Terrarium konfrontiert werden.

Wichtig ist, so schön Moose in unseren Becken auch sind, es sollte ausreichend Trockene Plätze im terrarium geben, versumpfte Becken sind Keimherde und auch wenn unsere Frösche als Quappe im Wasser lebten, hassen sie endlich an Land gegangen- dann dauerhaft nasse Füße.

Meine Becken kennt man ja,  Morgens wird beregnet, zum Teil mit Nebel aus der Beregnungsanlage und zum Teil auch noch Partiell von Hand, ordentlich mit der Pumpe, dort wo Moose auf Hygrolon gedeihen.

Abends ist bis auf die Moosflächen alles trocken und die Amphibien zehren von der Luftfeuchtigkeit von knapp 90% im Becken.

das Wundermittel für Bemoosung heißt Hygrolon(R)




ich habe mich ja bereits vor Jahren in der Rubrik "Einrichtung eines Terrariums"
mit diesem Produkt auseinandergesetzt.
Kann nun aber auf einige Jahre überaus positive Erfahrungen mit Hygrolon zurückblicken und es wirklich wärmstens für Terrarien empfehlen.

Wer tiefer in dieses Thema eintauchen möchte, dem wird folgender Link sehr hilfreich sein. Roelke war der erste deutsche Vertrieb für Hygrolon. Meine ersten Matten waren damals noch grau.

www.roellke-orchideen.de/index.php/online-shop/zub/hygrolon

 

 

 


Entscheidend ist, dass die Hygrolonflächen nicht vollflächig mit Silikon verklebt werden, da sonst die Saugwirkung verloren geht nur die Ränder sollten mit Silikon fixiert werden.

Hygrolon ist ein stoffähnliches Kunstmaterial, das sich nicht zersetzt. Es ist leicht zu verarbeiten und zu formen. Die Anwendungsmöglichkeiten in der Orchideenkultur oder Terrariumbau sind fast unbegrenzt. Es können Terrariumrückwände damit beklebt werden, es kann als Docht zur Wasserführung benutzt werden, es lässt sich als Aufbindeunterlage verwenden und, und und....

 

Hygrolon besteht aus 3 Schichten. Die beiden äußeren Schichten sind gewebt, die innere Schicht aus Nylonfasern wirkt als Trennschicht. Die äußeren beiden Schichten sind stark hygroskopisch und in "worp" Technik gewebt, die dem Gewebe seine Netzform verleiht. Die mittlere Schicht ist die Belüftungsschicht, sie sorgt für die perfekte Kombination von Feuchtigkeit und Luft.


Wasser, das mit dem Material in Berührung kommt, verteilt sich schnell und gleichmäßig über die gesamte Oberfläche, ähnlich oder besser als bei organischen Materialien wie Rinde, Baumbambusfaser und Sphagnum.


Ein paar Bilder aus meinen Becken, diese sprechen mehr als tausend Worte:









mehr Bilder hier über diesen Link:

www.froschmichl.de/Moose-%26-Flechten.htm


Oft werde ich gefragt wie ich denn die Kletterpflanzen fixiere, bis sie an den Rückwänden angewachsen sind.

Oft werde ich mit Fragen konfrontiert wie, wie befestige ich eine Bromelie an der Xaxim Rückwand.

Die Antwort lautet Pflanzennadel dies sind Krampen aus Edelstahl die eigentlich für Blumengestecke produziert werden.



Breite Variante aus Edelstahl rostfrei V2A
sehr gut geeignet zur Fixierung von Bromelien auf Xaxim,
Styropor oder Styrodur.






Schmale Variante aus Edelstahl rostfrei V2A
sehr gut geeignet zum Fixieren von Kletterpflanzen



Musterbeispiel Xaximplatte


Schmale Edelstahlklammer ca 6mm x 25mm


Javamoos und Asplenium spec. Panama


Pflanzennadel 6mm x 25mm im 45° Winkel ins Xaxim drücken








Fixiert bis der Asplenium spec. angewachsen ist.

Pflanzennadeln, im Internet doch ziemlich schwer zu finden, hat der gut sortierte Baumarkt  diese Nadeln zu 50 und 100er Verpackungen für ein bis zwei Euro in der Planzen oder Deko Abteilung vorrätig.

Beim Raiffeisenmarkt oder Floristen um die Ecke gibt es diese sicher auch, doch zu wesentlich höheren Preisen.

Ableger einpflanzen

wie kommt man zu einer solchen Vielfalt an tropischen Pflanzen?

Man tauscht

Unter Hobbyisten ist es einfach üblich, dass man Pflanzenableger tauscht.

Auch ich biete verschiedene wurzelnde Ableger oder Stecklinge an und bin immer erfreut, wenn ich mal neue Pflanzen bekommen kann.

Meine Erfahrungen mit Stecklingen oder wurzelnden Ablegern ist, je kürzer die Pflanze ist, desto besser ist ihre Überlebenschance im Terrarium.

www.froschmichl.de/Abgabe-Gesuche.htm

Hat der Ableger sich erst mal etabliert und gewurzelt, geht es rasant voran und es bietet sich folgendes Bild.


 





Das wohl meist diskutierte Thema ist die UV-Beleuchtung.
Benötigen unsere Tiere nun UV oder nicht?!

Ich bin der Überzeugung sie benötigen bereits in der Entwicklungsphase als Quappe eine wöchentliche Dosis UV.

Ich habe Tiere gesehen die körperlich jenseits von gut und böse waren.

Die Tiere bekamen weder Vitaminzusätze mit dem Futter verabreicht,
noch wurden sie mit UV bestrahlt.

Meist Tiere aus großen Zuchtanlagen, in welchen Quantität über Qualität steht.

Gerade im Wachstum haben die Tiere einen irrsinns Stoffwechsel und brauchen Vitamine, eine Drosophila aus dem verbrauchten Fliegenbrei ernährt ist nichts als eine leere Hülle und trägt null zur Entwichlung des Tieres bei.

Durch Anfütterung der Drosos mit Vitaminbrei, kurz vor der Verfütterung erfüllt man schon ein gutes Stück Verantwortung gegenüber dem Schützling.

Wenn man dann einmal die Woche nach meinen Anweisungen mit UV bestrahlt, beugt man Fehlbildungen im Skelettsystem der Tiere vor.

um es aus Medizinischer sicht darzustellen:

Rachitis (Metabolic Bone Disease)

Metabolische Knochenerkrankung, Osteomalazie, Renale Osteodystrophie, Sekundärer Hyperparathyreoidismus.
Verschiedene Faktoren können den Kalziumstoffwechsel stören und so zu einer Mineralisierungsstörung des Skelettsystems führen. Dabei kommt es durch Veränderungen der Knochenzusammensetzung zu einer verminderten Knochendichte. Diese Störung tritt sehr häufig bei in gefangenschaft aufwachsenden Jungtieren auf, schnell wachsenden Reptilien und Tiere während der Gravidität.


Metabolische Stoffwechselstörungen entstehen vor allem durch Vitamin D3-Mangel, Kalzium-Unterversorgung und Nahrung mit ungünstigem Kalzium-Phosphor-Verhältnis. Aufgrund eines hohen Vitamin- und Mineralstoffbedarfs sind Jungtiere und Tiere im Wachstum besonders gefährdet. Hier spricht man von Rachitis. Erkranken adulte Tiere, spricht man von Osteomalazie. Als sekundärer Hyperparathyreoidismus wird eine durch Fehlernährung oder Nierenerkrankung hervorgerufene reaktive Überfunktion der Nebenschilddrüse bezeichnet, die eine Entmineralisierung der Knochen und erhöhte Freisetzung von Kalzium nach sich zieht.

Vitamin D3-Mangel
Vitamin D3 erfüllt eine wichtige Funktion beim Einbau von Kalzium in den Knochen. Der Organismus kann es selbst bilden, benötigt dazu jedoch UVB-Strahlung, die von natürlichem Sonnenlicht oder geeigneten UV-Lampen emittiert wird. Bei ungenügender UVB-Bestrahlung entsteht ein Vitamin D3-Mangel. Dieser hat zur Folge, dass dem Skelettsystem zu wenig Kalzium zugeführt wird. Dadurch verlieren die Knochen an Stabilität, werden weich und biegsam. So entstehen an besonders beanspruchten Stellen wie Unterkiefer, Oberschenkel, Rückgrat oder Panzer rachitische Verformungen und Missbildungen.




Vorsorge

  • Ungefiltertes Sonnenlicht, Freiland- oder Gewächshaushaltung 
  • Bei Zimmerhaltung: Verwendung geeigneter UVB-Lampen
  • Regelmäßiger und maßvoller Einsatz von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten
  • Pflanzenfresser: artgerechte Ernährung mit geeignetem Kalzium-Phosphor-Verhältnis
  • Ausreichende Flüssigkeitsversorgung

ZUSÄTZLICHE UV - BELEUCHTUNG

AUCH BEI DENDROBATEN UNBEDINGT ERFORDERLICH !!!!!!

Eine Installation von UV Röhren außerhalb des Beckens ist dann möglich, wenn eine ausreichend große Gazefläche im Terrariendeckel vorhanden ist. Ohne Gazefläche wäre die UV-Bestrahlung sinnlos, weil Glas bekanntlich UV-Strahlen herausfiltert. Alternativ können Abdeckscheiben aus UV-durchlässigem Acrylglas verwendet werden.

Flach- / Floatglas UV Absorbierung
Zunächst besteht jede Scheibe aus Flach- bzw. Floatglas. Dieses trägt seinen Namen, weil das Glas im Herstellungsprozess auf einer Schicht aus flüssigem Zinn gleitet. Es ist das Ausgangsprodukt für verschiedene Glasarten und wird bereits seit über 50 Jahren auf diese Weise hergestellt.Flachglas besitzt in seiner ursprünglichen Form eine hohe UV-Transmission für langwellige Lichtstrahlen, ist also besonders durchlässig für UVA-Strahlung, während UVB weitestgehend absorbiert wird.

genau wie im IR-Bereich kann man UV in 3 verschiedene Klassen einteilen:

UV-A, UV-B und UV-C.

Hauptunterschied ist die Wellenlänge:

UV-A von 380 - 315 nm

UV-B von 315 - 280 nm

UV-C von 280 - 10 nm.

 



OSRAM Ultravitalux 300W

ULTRA-VITALUX Hochdruck-Ultraviolettstrahler 300W mit Sockel E27, für die Abdeckung des UV Bedarfs der Frösche. Einmal die Woche wird jedes Terrarium 25 Minuten lang bei entfernter Frontscheibe mit UV bstrahlt.


Der Abstand vom Becken sollte 80cm betragen um keinen Schaden bei den Tieren zu verursachen.

Selbst Jungtiere und Quappen werden im gleichen Zyklus bestrahlt, um Rachitis vorzubeugen und den Vitamin D Bedarf zu decken.

Alle meine Frösche nehmen das Sonnenbad gerne an, legen sich zum Teil flach mit ausgebreiteten Extremitäten mitten in den Lichtstrahl und genießen. Andere sind etwas weniger Sonnenanbeter und nehmen eher leicht durch eine große Pflanze geschützt, das UV Licht auf. Noch bei keinem Tier konnte ich beobachten, das es sich der Strahlung komplett entzieht.

Ich kann jetzt nicht mit Bestimmtheit sagen, das die UV Bestrahlung allein dafür zuständig ist, doch ist es auffällig, das sich bei meinen Tieren der für Dendrobaten typische Dendrobatenbuckel nicht so ausgeprägt abzeichnet wie bei Tieren die nicht von klein auf mit UV bestrahlt wurden.









Ein Jahr und dann hat bei mir der Glühkörper ausgedient
und der Nächste kommt zum Einsatz.





Da ich durchgehende Frontscheiben habe, die sich mit wenigen Handgriffen entfernen lassen


In dem man einfach die obere Halterung nach oben klappt


Ist es kein großer Aufwand .........


die Scheibe zu entfernen........


zur Seite zu stellen .........


von Hand zu sprühen.............


oder den wöchentlichen UV-Bedarf der Tiere zu decken.










Bei meinem Stativ setze ich auf Qualität und großen Verstellbereich.
Dies ist nun mein dritter Eigenbau, nun bin ich absolut zufrieden

Ich kann sowohl die unteren Becken in 60cm über dem Boden,
wie auch die oberen Becken in einer Höhe von 170cm vom Boden ausleuchten.
Dies ist jeweils das Maß mitte Terrarium.










170cm Höhe bis Mitte Terrarium und 60-80cm Abstand zum Terrarium, so ist alles gut ausgeleuchtet

obwohl sich die Dendrobates tinctorius black suriname aufgrund ihrer überwiedend schwarzen färbung sicherlich gut aufheizen, suchen sie das UV Licht. Keinerlei Fluchtreflex erkennbar.


Vitamin D aufgetankt und gleich spielen die Hormone verrückt.
Die Dame am tätscheln und er am blasen


und ab durch die Mitte Gelege produzieren und befruchten. Dabei kann ich im Moment gar keinen Nachwuchs mehr gebrauchen.

 

Meine Amphibien sind absolute Sonnenanbeter legen sich meist
für einige Minuten voll in den UV Strahl.
Dieser ist selbst bei 80cm Abstand von Lampe zum Terrarium alles andere als kühl.

Doch sie scheinen es wirklich für einige Zeit zu genießen.

Natürlich gibt den ein oder anderen Sonnenmuffel,
den man aber gut mit Futter aus dem Versteck locken kann.
Sind ja auch nur kleine verfressene Frösche

Gekkos werden geradezu von dem Strahl angelockt und suchen sich einen Platz in sicherer Fluchtdistanz.

Da ich die Bestrahlung jede Woche Donnerstag zur gleichen Zeit, direkt vor der Fütterung mache- sind bei mir die Jungs und Mädels eigentlich alle da.


mehr zum Thema Licht,
mit dem ich mich auch ausführlich auseinandergesetzt habe:
https://www.froschmichl.de/Beleuchtung.htm






 
Mit meinen Terrarien damals mit 50x50x70cm bis in Größen von 80x50x70cm
kam ich gut mit einer Bewässerung von Hand am Morgen gut aus.

Mit den neuen Becken mit 80x60x120cm und der weitaus effektiveren Durchlüftung kam ich mit morgentlichen Spühen von Hand an meine Grenzen.
Die obere Gaze-Fläche von 80x20cm erzeugt einen sehr guten Kamineffekt,
der auch gewollt ist.
Doch er entzieht auch ordentlich Feuchtigkeit und das ist weniger gut.

Ich habe nun ein Jahr mit der Blueline von M.R.S.
® gearbeitet modifiziert mit
PVC Düsenkopf 80° Feinnebel und war eigentlich technisch absolut überzeugt,
der einzige
Wermutstropfen für mich,
zu viel sichtbare Technik.


  Feiner Nebel und breite Streuung dank dreifach M.R.S Blue-Line
® und PVC Düsenkopf 80° Feinnebel.
Nur war der blaue Dreifacharm zu dominant.

alle Bemühungen das blau zu verbannen und durch schwarze
Korpusse zu ersetzen, befriedigten mich optisch nicht.



Ich weiß dass ich in mancher Hinsicht etwas zu kleinlich bin, aber ich mag einfach eine natürliche Optik und die weit ausladenden Arme und blaue Farbe in meinen Becken störte mich einfach.

TOP Technik hin oder her.

Also fragte ich herum, wollte wissen wie groß die Streuung
der M.R.S.
® Micro-Nebeldüsen 5-Fach ist.

Auf youtube gibt es zwar videos eines Tests verschiedener Düsen, die aber scheinbar mit Viren verseucht sind, mein Virenschutz blockte sie deshalb, also brachte es mich nicht wirklich weiter.

Ich fand wirklich Niemanden, der diese 5-Fach Düse in Gebrauch hatte.
Eigentlich verrückt, wenn man bedenkt dass ich mit 1328 Facebook-Freunden das gleiche Hobby teile.

Die weit verbreitete Blueline hatte ich selbst und einige wollten mich sogar von M.R.S. abbringen und zu Billigware aus Asien überreden.
Keine Chance auch wenn die Preise verlockend sind.

Also griff ich zum Telefon und rief bei
MICRO RAIN SYSTEMS in Altenburg an.

Weil mich die Qualität einfach überzeugte
fasste ich das Micro-Line System von M.R.S® ins Auge.

doch welche Variante sollte es sein?!


eine felexible 3 fach Lösung mit sehr feinem Nebel



5 fach Feinnebeldüsen starr



  oder eine 5 fach Feinnebeldüse starr und sehr filigran


Eine sehr ausführliche und kompetente Beratung und die Entscheidung fiel, eine Blitzlieferung rundete das Ergebnis des wirklich umfangreichen Beratungsgesprächs ab.



Am nächsten Werktag waren drei 5-Fach Düsen nebst Blindstopfen da.

Blindstopfen für den Fall, dass eine der fünf Düsen wirklich die Frontscheibe treffen sollte

und wenn schon neu auch 10m neuer Druckschlauch.



Hier sieht man jetzt eine der drei Düsen, für den ersten Test mit einem Blindstopfen versehen.

Aber bei meiner 60er Beckentiefe ist der Betrieb mit allen fünf Düsen möglich, ohne dass die Frontscheibe nur feucht wird.


Pumpe Schottverschraubung 6mm T- und Winkelstücke 6mm hatte ich ja bereits und so konnte es gleich los gehen.

Was soll ich sagen, wie gewohnt TOP Ergebnis feinster Sprühnebel aus 5 Düsen je Becken mittig in der Gaze angebracht, nicht ein Tropfen auf den Scheiben und für kurze Zeit ein richtiger Nebelwald.

Danke an das M.R.S.-Team, für die Optimalen Beregnungsdüsen, die nicht nur technisch sondern auch optisch überzeugen und in meinen kleinen Regenwald-Biotopen gänzlich untergehen.




Genau das was ich in meinem Telefonat mit M.R.S
® als Aufgabe stellte, ich brauchte keine Beregnung im herkömmlichen Sinne, sondern feinen Nebel der die Luftfeuchte unter Tags noch zwei mal anhebt.
Abends müssen meine Orchideen aber trocken sein, und diese Aufgabe wurde dank fachkompetenter Beratung in vollsten Maße erfüllt.


Das Nachtropfen erinnert mich sofort daran, was ich vergaß zu bestellen. Ein Rückschlagventil für 6mm Pneumatik-Schläuche. Na ja, ich habe in Freiburg die Firma Tropen & Exoten die führen zu meinem Glück einen Großteil des M.R.S® Beregnungssystems und Zubehör Lagermäßig und da fahre ich jetzt hin.



RÜCKSCHLAGVENTIL mit Schlauchanschluss 6mm
möglichst nahe an der Pumpe an den Druckschlauch anschließen und das Tropfen hat ein Ende.

Eines will ich noch kurz erwähnen, ich hebe hier nicht einfach ein Unternehmen hervor, ich habe keinerlei finanziellen noch materiellen Vorteil beim Kauf der Beregnung gehabt. Es ist einfach meine Erfahrung, die mich fest mit dieser Firma verbindet, wenngleich ich bisher über Zwischenhändler gekauft habe war M.R.S immer meine erste Wahl.

Ich habe
seit 2001 einige namhafte Komplettlösungen für Beregnung gesehen und gehört.
Die meisten arbeiten mit billigen Ulka Pumpen, die auch in Espressomaschinen verbaut werden und so hören sie sich auch an.
Von der Qualität mancher Vollkunstoff-Düsen überhaupt nicht zu reden.
Im Großen und Ganzen hat mich auf Dauer wirklich nichts außer M.R.S. qualitativ überzeugt.

Eine wichtige Anschaffung in Zusammenhang einer Beregnung ist eine Zeitschaltuhr.

Egal welchen Händler ich auf Froschbörsen besucht habe, hatte die Zeitschaltuhr der Firma Superfish

Der Superfish Smart Timer ist eine digitale Zeitschaltuhr für die sekundengenaue Steuerung von Beregnungsanlagen etc. und eignet sich für alle Düsen, egal welchen Wasserdurchlauf sie auch haben mögen.











Die Xaximgewinnung ist in den letzten Jahren sehr in Verruf gekommen,
den Regenwald zu zerstören.
Dies ist bei Gewinnung von wild wachsenden Baumfarnen auch sicherlich der Fall.

Daher sind die meisten Arten international geschützt.

Alternativ wird vermehrt Xaxim aus Plantagenwirtschaft angeboten. Der Verkauf erfolgt hierbei nur mit Herkunftsnachweis.

So werden natürliche Rohstoffe geschont und gleichzeitig eine nachhaltige Nutzung ermöglicht.


Gerade das südamerikanische Xaxim hat es mir sehr angetan, ich verarbeite 30 und 45mm starke Platten gerne als Boden oder Rückwandplatten.
Auch Rundstücke aus Xaxim sind sehr dekorativ und bringen einen natürlichen charater ins Terrarium-

Die Südamerikanischen Platten sind im Vergleich zu den weichen Platten aus Neuseeland sehr hart, grobfasrig und luftig, was dem Pflanzenwuchs sehr positiv beeinflusst. Die weichen Xaximplatten halten mir personlich auch zu viel Wasser, was sehr schnell zum versumpfen des Beckens führen würde.

Die Platten sind sehr gut mit einer Japansäge
oder auch einem Fuchsschwanz auf Format zu sägen.
Die dabei entstehenden Späne sammel ich und verwende sie zum beflocken der Seitenwände.


Eine Rückwand in einem meiner Terrarien 80x60x120cm


In früheren Jahren beplankte ich mit Kork der sich in Wohlgefallen auflöste, mit 12mm starken Weißtorf und Schwarztorfplatten die sich aufgrund der Feuchtigkeit schüsselten, mit den Jahren habe ich dazugelernt und Xaxim zu meinem Lieblingswerkstoff gemacht, wenn ich nicht direkt auf Glas beflocke.


Nicht nur dass in Xaxim selbst einiges an Sporen von Moosen und Farnen geliefert wird.
Nein durch die grobe und löchrige Strukrur des Materiales ist es auch unglaublich einfach mit Sporen anzuimpfen.

Neben Moosen und Farnen siedeln sich unglaublich gerne selaginella und Lebermoose auf Xaxim an, was ihn natürlich als Bodenbelag sehr attraktiv macht.



Neben Xaximverwende ich gerne Schwarztorfsoden, gerade als Vorsprünge oder um Strukturen in Seiten und Rückwände hineinzubringen. Allerdings sind diese Soden nicht leicht zu bearbeiten und Werkzeuge wie Sägen sind nach der Bearbeitung bestimmt stumpf.

Die Späne beim Sägen sind sehr fein, vergleichbar mit Weizenmehl nur dunkelbraun und lässt sich gut für eine Beflockungsmischung Verwenden.

Schwarztorf ist im feuchten Klima eines Tropenbeckens nicht nur unkaputtbar, sondern begrünt sehr gut, und hat durch die ansäuernde Eigenschaft noch etwas positives für das Beregnungswasser, das in den meisten Becken doch lange Zeit im Wassergraben stehen bleibt.








Wie passend Kapitel 13 ein
Fauxpas. Wie eingangs erwähnt, teile ich nicht nur Erfolge, sondern auch Misserfolge mit Euch.
Wie zum Beispiel diesen vom Absturz einer Wurzel die bei mir zum sofortigen Blutsturz führte:





Dies war der Anblick vor dem Absturz der Wurzel
Peperomia prostrata ranken nach unten.


Markgravien, Rhaphidophora alles gut etabliert ummanteln die Wurzel und wachsen eng an der Seitenwand empor 

Epiphyten und Orchideen fest mit der Wurzel verwachsen




Dies ist der der Anblick nach Absturz der Wurzel

Ein wunderschöner Anblick, wenn man morgens an die Terrarien läuft und eine große, ausladende Wurzel die auf einem Meter Höhe zwei Jahre lang gehalten hat, nun auf dem Boden des Terrariums liegt.



Dies bringt doch gleich bereits vor dem ersten Kaffee das Blut mal richtig in Wallung. Wer mich kennt, weiss auch wie sehr. Denn ich bin ein sehr großer Perfektionist und selbst mein schlimmster Kritiker.

 

Nicht nur, dass teure Epiphyten und Orchideen mit der Wurzel hinuntergerissen wurden, sie lagen zum Teil über Nacht im Wasser, was ihnen sicher nicht so gut bekommt. Markgravien, Peperomia prostrata und Rhaphidophora alles gut etabliert, nun mit hinunter gerissen.

 

Ich hatte eigentlich keinen Fehler bei der Anbringung der Wurzel begangen, das Glas wurde zuvor von Fetten befreit und die Wurzel nicht auf die Beflockung sondern direkt auf das Glas geklebt, erst danach wurde drumherum beflockt.

 

Ich hatte die Kräfte die bei einer solch ausladenden und bepflanzen Wurzel auf die silikonnaht zwischen Holz und Glas wirken einfach unterschätzt.

 Vielleicht aber auch die Ausdehnung der Wurzel mit zunehmender Feuchtigkeit, während Glas formstabil bleibt. Ich hätte Innotec nehmen sollen, wie in den neuen Terrarien, da wäre dies nicht passiert.

 

Ich kenne Innotec Adheseal nun schon seit einigen Jahren und habe auch schon Becken zerlegen müssen, in denen ich mit diesem Material geklebt habe, ein unglaublich zähes Material mit ein ein wenig Flexibilität aber unglaublicher Klebekraft.

Herausschneiden oder Abreißen der Wurzeln war selbst mit hohem Kraftaufwand nicht möglich.
Statt dass ich die Wurzel vom Glas lösen konnte, riss die Glasscheibe und so war das Becken hinüber.

Selbst Klingen des Cutter-Messers knallten bei der Zähe des Materials ab.

Die genauen Materialeigenschaften sind hier zu erlesen:

https://www.froschmichl.de/Einrichtung-eines-Terrariums.htm

Genau dieses Material muss mir jetzt bei der Reparatur dieses Beckens helfen.




Mit Silikon nachverkleben ist tödlich für Markgravien und andere Pflanzen, die sehr empfindlich auf Essigsäure reagieren. Ich habe gesehen was Essigsäure mit Pflanzen anrichtet, meine Tiere müsste ich auch evakuieren, auf keinen Fall gehe ich auf Risiko.

Ich gehe den sicheren Weg und zwar mit Adheseal einer dauerhaft elastischen Klebmasse auf MS-Polymerbasis.

Es eignet sich perfekt zum Kleben oder Dichten in laufenden Terrarien und bietet sofort eine einwandfreie Haftung, kein Verrutschen wie mit Silikon.

Es bildet innerhalb kürzester Zeit eine Haut, trocknet schnell und behält eine beeindruckende Elastizität.
Adheseal ist frei von Lösungsmitteln, so dass die Verklebung oder Abdichtung weder schrumpft noch reißt. Dies bedeutet aber auch es gibt keinerlei Ausdunstungen was für uns im laufenden Terrarium wirklich von Vorteil ist.

Mit einer Nylon-Strumpfhose versuche ich das Gewicht aufzufangen, bis der Adheseal Kleber angezogen hat und voll belastbar ist.

Eine Korkplatte stützt den anderen Ausleger der Wurzel, und nun heißt es verhindern, dass Amphibien oder Gekkos in Klebemasse kommen, also beflocke ich rund um die Klebestelle gleich alles um eine Trockene Oberfläche zu haben.

Bei diesen Bildern rege ich mich gerade wieder über meine Nachlässigkeit auf, es ist kein Cent gespart, wenn man Wurzeln statt mit Innotec Adheseal mit Silikon klebt.

Klar kostet eine kleine 50ml Tube so viel wie 310ml Aquariumsilikon aber man sieht, dass man nicht´s spart. Wobei dies bei mir gar nicht Sparsamkeit war.

Das Gewicht der Wurzeln stieg einfach mit den Jahren, weil die Wurzeln mehr und mehr bewuchsen und die Wurzel ansich mit Wasser gesättigt mehr masse hatte als bei der Verklebung und schon überwog die Zugkraft und das Silikon gab nach.

Silikon ist ansich eine reine Dichtmasse und kein Kleber, dessen wurde ich mir hier wieder klar bewusst und deshalb passiert mir persönlich so ein Fauxpas nicht wieder.


Mit diesem Bild noch eine letzte kleine Ohrfeige für mich als Nachschlag und dann schauen wir uns mal das Endprodukt der Reparatur an.



Auch die darunter befindliche Wurzel inclusive
Epiphyten hat zum Glück überlebt.








Grundsätzlich will ich hier vorausschicken, es ist immer besser die Tiere selbst beim Züchter abzuholen.

Zum einen kann man sich der Vitalität der Tiere Vorort versichern und man sieht auch die Haltungsbedingungen unter welchen die Tiere zuvor gehalten wurden.

Zudem schadet es nie, einen Züchter persönlich kennenzulernen und bei dieser Gelegenheit auch aus seinen Erfahrungen zu lernen.

Auch wenn ich selbst bereits gute Erfahrungen mit Versand gemacht habe, würde ich jedem dazu raten, die Tiere selbst zu transportieren um so zu gewährleisten, dass sie wirklich über die gesamte Zeit des Transportes ihre gewohnten Klimabedingungen wie Feuchtigkeit und Temperatur haben.

Wenn es nicht zu umgehen ist, empfehle ich auf jeden Fall den Tiertransport mit
GO!.




Die Abholung beim Versender erfolgt zwischen 8.00 und 14.00Uhr und die Auslieferung erfolgt am Folgetag meist bis spätestens 12.00Uhr. Bei mir waren die Pakete mit meinen Tieren immer um 8.00Uhr da.
In die andere Richtung meist auch früh morgens.
920 Km von 15755 Schwerin nach 79211 Denzligen und in die andere Richtung
von 79104 Freiburg nach 15755 Schwerin klappte bestens, auch ins 530Km entfernte Thüringen klappte die Lieferung absolut zuverlässig. 

Da aber die meisten unter uns keine gewerblichen Verkäufer und Kunden sind, kommen wir nicht in den Genuss von GO! direkt betreut zu werden.

Daher müssen wir einen kleinen Umweg gehen und so kommt ein weiteres Unternehmen ins Spiel:



Die Verfahrensweise ist identisch mit
GO! und die Tiere sind in guten Händen, ich kann nicht garantieren dass alle Transporte ausschliesslich mit GO! getätigt werden, doch wurden alle meiner Lieferungen von mytierversand immer durch GO! vollzogen.

Preise richteten sich nach der Größe des Paketes und so kommen wir zum nächsten, fast wichtigsten Thema beim Versand lebender Tiere, die Transportbox.

Ich bevorzuge vernünftige Styroporboxen, denn mir liegt was an den Tieren. Ich halte nichts von Styroporboxen mit Wandungen von 8-12mm, sie bieten keinerlei Schutz, weder gegen Hitze, noch gegen Kälte, zudem sind sie auch sehr bruchempfindlich.



Hier mal drei verschiedene Boxen von vielen, die ich selbst bevorrate. Keine liegt unter einer Wandstärke von 50mm.

Im Winter bevorzuge ich es kleine Boxen in eine größere zu stellen, jeweils mit Distanz zur Aussenwand, nach unten oben und zu allen vier Seiten. In die Hohlräume können gut Heatpacks geklebt werden, so kommen die Tiere nicht zu nahe an die Wärmequelle aber sind von einer Wärme umgeben, die ihre Gesundheit sichert.


Um zu veranschaulichen was ich gerade erklärt habe nochmals ein Bild meiner bevorzugten Versandverpackung. Auch am Boden sind die kleinen Boxen unterlegt so entsteht keine Kältebrücke.


So sind die Tiere sicher, auch wenn das Paket mal für kurze Zeit auf eine noch kalte Pritsche eines Transportfahrzeugs geladen wird oder im Verteilerzentrum auf dem unbeheizten Boden steht.



Heatpacks reagieren mit Sauerstoff, bevor sie in die Styroporbox eingebracht werden, sollte man sie einige Zeit ausgepackt im Raum liegen lassen.




Eines will ich nicht vergessen zu erwähnen, eine Ideale Variante ist auch der Tiertransport mit einer Mitfahrzentrale, dies war meine erste Erfahrung damals mit Pumilios, welche gut funktionierte.

Allerdings ist dies eine Vertrauenssache. Hier holt eine unbekannte Privatperson, die von A nach B unterwegs ist und einfach kosteneffizient Reisen will, nicht einen fremden Mitfahrer, sondern ein Paket ab.... übergibt es an einem vereinbarten Treffpunkt an den Empfänger. So kann diese Person mehrere Personen und zusätzlich noch ein Paket transportieren und fährt vielleicht kostenfrei von A nach B.

Was soll ich sagen, bei mir war alles perfekt,
324Km von 86510 Ried nach 79104 Freiburg in nur 4,5 Stunden. Es war eine junge Studentin, die mir versicherte, dass das Fahrzeug selbst während einer Pause an einer Raststätte nie heruntergekühlt war und das glaubte ich ihr, den die Tiere waren beim öffnen der Box gänzlich vital und gesund und das bei minus 8°C Aussentemperatur.

Aber noch einmal:
Man sollte zu Gunsten der Tiere aber möglichst wenig Risiko eingehen und vielleicht in Erwägung ziehen, an einem Wochenende selbst zu fahren und die Tiere wie eingangs erwähnt beim Züchter selbst zu übernehmen.

Die Styroporbox ist auch hier wieder Pflicht, egal zu welcher Jahreszeit.







Die wohl meist diskutierte Thematik all meiner Rubriken im Jahr 2018 von dendrobatenforum über Facebook dieses Thema wurde heiß diskutiert und von vielen erfolgreich übernommen.
Mein Mailordner quoll über, mein Handy vibrierte ständig um Feinheiten abzuklären, mein Datenspeicher wurde knapp, weil ich über whatsapp unmengen Bilder bekam. .
Die Tatsache dem vorherrschende Milbenproblem zu trotzen und eine saubere Zucht von Springschwänzen zu bekommen war ein großen Anliegen.


Ein altes Bild aus früheren Zeiten, Springschwänze auf Substraten aus Humus, Kokosfasern und Pinienrinde gezüchtet und ein reichhaltiges Angebot an überquellenden Springschwänzen im so genannten Ansatz. Wenn man Schlieper oder Krause Springschwänze kaufte hatte man 1A Qualität weit mehr als ein Ansatz.


 
So sah es immer nach Börsen bei mir aus: Frisches Blut für die Springschwanz-Zucht 84 x 1Liter Dosen höchster Schlieper oder Krause Qualität!
im Zyklus von 3-4 Monaten wurden 50% des Substrates ausgetauscht, weil es durch die Ausscheidungen der Springschwänze einfach erschöpft war.

Ich entnahm dann jeweils die Hälfte des Substrates und ergänzte es durch die gleichbleibend atemberaubende Qualität von Michael Schliepers Springschwanzzuchten, der im Gegensatz zu Altmeister Krause auch versendete.

Das entnommene verbrauchte Substrat siebte ich in mühevoller Arbeit aus und füge die daraus gewonnenen Springschwänze der Zucht wieder zu. Die Springschwänze wurden jeden zweiten Tag mit dem Futter aus Michael Schliepers Zauberwerkstatt angefüttert und vermehrten sich perfekt.

Doch..........



es war jedes mal eine irrsins Sauerei und ein Müllaufkommen, welches ich zu verhindern suchte.

Auch die Entnahme der Springschwänze zeigte sich erschwert, weil immer wieder loses Substrat mit in die Terrarien getragen wurde, welches sich in schwämmen oder Blättern verklebt hatte

Zudem war es ein offenes Geheimnis, dass es zunehmend Probleme mit Milben in Springschwanzzuchten gab.

Es handelte es sich um Hornmilben (Oribatida) die wahrscheinlich durch das Substrat, den Humus in die Zucht eingebracht wurden.



Egal welcher Vertrieb auch immer, alle änderten plötlich Substrate, änderten die Zusammensetzung und trotzdem blieben die Probleme über eine Lange Zeitspanne bestehen.

Milben zusammenbrechende Zuchten und auch wenn man alternativen suchte, man sah am Substrat, wer der Lieferant aller Vertriebszweige war, der eine streckte die Zuchten, der andere teilte sie einfach, jeder wollte als zwischenhändler ein Teil vom Kuchen haben.
Wirklich eigene Ansätze waren verschwindend gering.

Nun ja, ich möchte die Vorgeschichte nicht ewig ausdehnen und endlich auf den Punkt kommen.

Ich habe das Unglaubliche Glück Freunde um mich zu haben, die sich viele Jahre länger mit diesem Hobby auseinandersetzen als ich und als wir dieses Problem diskutierten, kam eine alternative Methode auf den Tisch, die ein Uni-Professor und einige seiner Freunde seit Jahren erfolgreich anwenden auf diese werde ich gleich eingehen.

Es stand noch eine zweite, sehr interessante Zuchtmethode zur Auswahl. Im Münchner Raum entwickelt wurde ein von Springschwänzen essbares und komplett verwertbares  watteähnliches Substrat.

Leider blieben Versuche der Entwickler einen Vertrieb zur Vermarktung zu finden erfolglos und so war es nicht möglich das ganze im Großen zu finanzieren.
Meines Wissens wurde aus dieser Idee mangels Unterstützung nichts, doch
die Zuchten welches wir hier testeten waren vielversprechend.

Eines hat sich letztendlich bei der Suche durchgesetzt,
die Zucht auf Seramis.
 
....

 

Hier müssen wir eine ganz List anwenden.

 

 

Springschwänze können sich auf der Wasseroberfläche fortbewegen, durchbrechen die Oberflächenspannung des Wassers nicht.

Eine Milbe hingegen ertrinkt und das weiss sie. Deshalb hasst und meidet sie Wasser.

Deshalb züchteten Freunde ihre Springschwänze nicht mehr in Substraten aus Erde, Kokosfasern oder Pinienrinde, sondern auf Seramis und Wasser.

Auch ich habe diese saubere Art der Zucht gerne für meine Zwecke übernommen.

Das System ist so simpel wie genial.

Wie gehabt, benutze ich eine 17L Plastikbox transparent.

Darauf wurde passend eine 4mm Floatglas-Scheibe angefertigt, die mit der Box gelieferten Plastikdeckel schließen nie so dicht ab, dass Springschwänze in der Box bleiben.

Nun fülle ich 3cm hoch gut ausgewaschenes! Seramis in die Plastikbox. Ich brauchte drei Anläufe bis das Wasser sich nicht mehr rot färbte. Dann entnehme ich das gewaschene Seramis mit den Händen dem Eimer und lasse es vor der Überführung in die Box immer ein wenig abtropfen.

Darauf lege ich einen Filterschwamm aus der Aquaristik, ich benutze für diesen Zweck einen 40mm Schwamm grob.

Der Clou, ich teile diesen Schwamm in vier Teile, die ich einzeln entnehmen kann, zum einen um Springschwänze letztendlich entnehmen und verfüttern zu können

Anfangs legte ich die Box noch vollständig mit dem Filterschwamm aus, zwar in vier Teile zerlegt, doch immer noch die ganze Fläche bedeckend dies hatte den Nachteil
dass nicht ein Teil der Seramisoberfläche frei liegt und so keine Lufzirkulation stattfindet.

Legt man die Box vollflächig mit Schwämmen aus, bringt die Zucht nicht den gewüschten Erfolg, dies musste ich aber erst aus Erfahrung lernen.

Um die Zucht Milbenfrei ansetzen zu können und eine möglichst gute Ausbeute für den ersten Ansatz zu haben, flutet man am besten die alte Zucht auf Erdsubstrat mit Wasser und deckt sie ab.

Nach einer kurzen Zeit klopft man noch einmal auf den Deckel damit Springschwänze an den Seitenwänden und sich eventuell noch gerettete Milben wieder ins Wasser fallen.

Nachdem alles noch eine gewisse Zeit so gestanden ist, schütte man vorsichtig das Wasser durch ein Artemiasieb und fischt so die Springschwänze ab.

Nun nimmt man die Springschwänze und stret sie auf die Seramisoberfläche, und die Filtermatte.

Ich versuchte anfangs noch eine andere Methode, bis ich mich bei den Profis eines besseren belehren lassen habe.

Es ist grundsätzlich kein Material in der Box, welches Milben enthalten kann, Milben, die eventuell an den Springschwänzen hätten haften könnten, sind bereis im Wasser ertrunken.

 

Gefüttert wird Sparsam mit fein gemahlenen Futter  ein Gemisch aus Papageienfutter, Spirulina und gemahlenen Blütenpollen.

 

 

Das tolle an dieser Variante ist, man hat kein erschöpfendes Substrat. 

Ein Wasserwechsel durch ein Artemiasieb wäscht alle Abfallstoffe aus dem seramis.

Die Schwämme können mit kochendem Wasser ausgewaschen werden.

Ich habe mir die Mühe gamacht die Anfänge dieser Zucht wie auch die Fortschritte in Bildern zu dokumentieren.

 




Meine ersten Versuche, noch mit komplett mit Filterschwämmen ausgelegter Seramisfläche.



Ich hatte diese Zuchtvariante nur nach Anweisung aus Diskussionen Gesprächen gestartet aber bisher keine Beispiele gesehen.....

daher passierte mir dieser fauxpas und ich machte die Oberfläche zu stickig, somit war die Vermehrung nicht wie erhofft, bzw. wie sie mir geschildert wurde.



sehr überschaubar und keinesfalls dass was ich erwartete.

Natürlich lief die Zucht auch, aber mir wurde gesagt es sei nicht Vergleichbar wie die des Erfinders. 


Eine Woche nach ansetzen der Zucht sieht das ganze dann so aus:

leider fehlt es mir am richtigen Objektiv sonst sehe das Ganze etwas besser aus.




Nein das weiße ist kein Schimmel, es ist Springschwanzfutter welches innerhalb 2 Tagen restlos verschwunden ist.


Entstanden ist diese Zucht nur durch hineinstellen von vier geöffneten 1L Springschwanzdosen


Der Anteil an Springschwänzen war Anfangs verschwindend Gering, weil doch 99% der Springschwänze in der Dose blieben. Doch ausklopfen oder hineinpusten wollte ich sie nun nicht. Erde sollte wenn möglich komplett draußen bleiben.


Die Springschwänze halten sich gerne im Filterschwamm auf, das Microklima des Schwamms scheint ihnen zu gefallen.


Die Entnahme der Springschwänze aus der Zucht sollte daher keine Schwierigkeiten bereiten. Gefäß nehmen Schwamm drüber und ausklopfen.


Noch wird nichts entnommen, erst soll sich ein ordentlicher Stamm entwickeln.

Zwischenzeitlich habe ich mir eine funktionierende Zucht auf Seramis angesehen und meine Erkenntnisse in die Tat umgesetzt.




Nun ja, wenn mir gesagt wird, es sei ja schon eine sehr erfolgreiche Vermehrungsrate, aber aufgrund kleiner Fehler nicht so, wie sie sein sollte nagt das an meinem Ego.

Also behebe ich die Fehler um das Maximum aus dieser Zucht herauszuholen.

Kleiner Test eine Woche später, die Filterschwämme habe ich nicht mehr vollflächig liegen,
das war mein Fehler.
Die Seramisfläche sollte nicht ganz belegt sein.



Noch will ich nichts entnehmen, überprüfe aber, wie viele Springschwänze sich wirklich in den Schwämmen ansiedeln.

Ordentliches Ergebnis, dafür dass ich mit wenigen Springschwänzen angesetzt habe.

nun aber wieder zurück in die Box, habe ja mit 4 x 17L Boxen genug laufende herkömmliche Springschwanz-Zuchten.

Ich muss ehrlicherweise sagen dass ich selbst in der herkömmlichen Zucht meiner Springschwänze auf einem Kokoshumus/Pinienrinde-Substrat keine Probleme mit Milben hatte.

Ich habe zugekaufte Boxen die Milben enthielten,
direkt verworfen und nicht zur Auffrischung meiner Zucht verwendet, so blieb ich zum Glück verschont.


Daher ist für mich diese Variante eher aufgrund ihrer Einfachheit interessant.

Wenn bisher das Zucht-Substrat erschöpfte,
war es eine riesen Sauerei und vier schwere Müllsäcke Nassmüll.


Würde sich diese Variante bei mir etablieren,
würde eine Wanne heißes Wasser und ein feines Sieb ausreichen,
um das ganze Substrat für weitere Zuchten brauchbar zu machen.

Gleicher Zeitaufwand aber weniger Müll und Dreck.



10.06.2018 nochmals eine Woche später:


Wenige adulte Springschwänze im Seramis Nachzuchten sind tiefer im Substrat.


Schwämme sind voll besiedelt mit ausgewachsen Springschwänzen, bereit um sie in den Terrarien auszuklopfen.


Wirklich eine gute Alternative zur herkömmlichen Springschwanzzucht.


Ich kommentiere jetzt mal nicht weiter, sondern lasse Bilder sprechen






































OKTOBER 2018 LÄUFT SUPER

Einfach mal anklicken und schauen was diese Zuchtvariante für eine saubere und effektive Variante ist.

VIDEO UPDATE 15.10.2018 ZUCHT LÄUFT IMMER NOCH 
HERVORAGENDE VERMEHRUNGSRATE




einfach youtube Logo klicken und los geht´s


Die Vorteile liegen auf der Hand:

- saubere Entnahme der Springschwänze ohne lästige Erde die an den Schwämmen klebt.

- Kein loses Subsrat, somit keine Gefahr dass die Tiere Sand, Erde oder anderes feines Substrat mit der Nahrung aufnehmen und ggf. Verstopfungen oder Darmvorfall bekommen.

- Wenn das Substrat erschöpft ist, siebt man die Springschwänze in einem geeigneten Sieb aus und reinigt das Seramis in einem Eimer mit kochendem Wasser.

- Nachdem das Substrat ausgekocht ist, wieder aussieben und noch 2x mit kaltem Wasser ausspülen.

Schon ist das Substrat wieder verwendbar.

Genauso verfährt man mit den Filterschwämmen die zur Entnahme der Springschwänze auf dem Substrat liegen.

Alles wieder zurück in die 17L Box,
Springschwänze wieder dazu und weiter geht´s


Das Futter für die Springschwänze mische ich wie folgt:
-Weizenkleie aus dem Reformhaus

-feine Haferflocken
-Spirulina Pulver oder Flocken
-instant. Kartoffelpüree
-Blütenpollen aus dem Reformhaus
-manchmal gemahlene getrochnete Brenesselblätter

 
alles ganz fein gemahlen und nach Gefühl zusammengemischt



alles
in einer Kaffeemühle fein mahlen die Konsistenz sollte haushaltsüblichen Weizenmehl gleichen, dann orlux Lori darunter mischen und gut.

Das wichtigste ist, jeden zweiten Tag sparsam füttern, nicht mehr und nicht weniger. Überfütterung lässt das Substrat verkleben und zweitägige Pausen lassen die Zucht sofort einbrechen.

Für eine erfolgreiche Zucht ist daher Disziplin gefragt.
Auch bei der Herstellung des Futters für die Springschwänze sollte man sich Zeit nehmen und wirklich fein mahlen. Die Zutaten sollten hochwertig sein und schon klappts




orlux Lori fast ein Muss für die Futtermischung,
als Alleinfutter fast ungeeignet, zeichnet sich das Vitaminpulver beigemischt für eine explosionsartige Vermehrung aus.




Um das vermischte Futter auch fein dosieren zu können, benutze ich einen Puderzucker-Streuer aus Edelstahl

Jeder der seine Springschwänze durch Wässerung entnommen und diese Zuchtvariante so übernommen hat, der war wie ich überaus begeistert und gab mir bestes Feedback 

Einige Versuchten andere Wege, scheuten Kosten und Mühen und scheiterten.

ICH BLIEB DABEI UND WURDE BELOHNT
SUPER SAUBERE ENTNAHME
UND TOP VERMEHRUNG



DER STAND AM 26.12.2018
VERMEHRUNGSRATE SUPER MINDESTENS SO GUT ALS AUF ERDSUBSTRAT ICH BIN DER MEINUNG SOGAR BESSER ÜBERZEUGT EUCH SELBST IN DIESEM VIDEO


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10.01.2019 neues Update
starke Vermehrung zu Wenig hungrige Mäuler die Zucht läuft glänzend

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10.01.2019 Video Entnahme



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10.01.2019 Video entnommene Menge


12.01.2019

Wie Versprochen reagiere ich auf Feedbacks
deshalb zur Veranschaulichung noch mal illustriert
Wenn es nicht klappt:
-ist das Substrat zu nass
-ist es das falsche Futter
-wird zu viel gefüttert
-wird zu wenig gefüttert.



Ich habe die Reaktion der Springschwanz-Population bei Überfütterung mal über 4 Wochen getestet, der Verlust tangiert mich nicht weiter, denn ich habe zu viel Ertrag und zu wenige hungrige Mäuler obwohl es dennoch schade ist.

Dies ist
BOX1 am Tag 4 nachdem ich jeden Tag gut gefüttert habe. Das Substrat ist gut feucht, aber kein stehendes Wasser im Behälter also auch nicht zu Nass.


Die Population der tropischen weißen Springschwänze
(Collembola) ist noch relativ dicht. Die Oberfläche des Seramis Substrates verdichtet sich aber bereits.

8. Tag bei täglicher Fütterung.
man erkennt deutlich den Schleim aus den die Bakterien des verderbenden Futters an der Oberfläche.

Gut zu erkennen, dass trotz unmengen an Futter keine Vermehrung stattfindet. Man sieht auch nur große Springschwänze, keine Nachzuchten.


20. Tag nicht nur dass der Schleim sich ausbreitet, die Population nimmt deutlich ab.


28. Tag und nicht einen Springschwanz entnommen, die Oberfläche ist fast komplett von Schleim überzogen. Bei erdigen Substraten ist es nicht so gut zu sehen, unterscheidet sich aber nicht wesentlich.

Jeden Tag gefüttert und das ganze Substrat ist verklebt.
die Springschwanz-Population geht gegen Null.

All dies ist nun für mich nicht unbedingt eine neue Erkenntnis, ich habe bereits bei der Zucht in Erdsubstraten herausgefunden, je lockerer das Substrat ist, ob faserig wie mit mehr Kokosfasern oder auf sterilisierter Pinienrinde läuft es besser. Erde oder Kokoshumus verdichtet zu schnell führt umgehend zum Einbruch der Zucht von Springschwänze
n.

Aber zur Illustration und somit zur Sensibilisierung dass es wirklich nur einfache Disziplin ist, die zu einer erfolgreichen Zucht führt..... habe ich nun einen Zuchtbehälter geopfert.

Ich beende den TEST und somit die Illustration und wasche das Substrat nun mit kochendem Wasser aus.
Für mich ist es gerade kein Problem einen neuen Ansatz zu machen, da unmengen Springschwänze in den Schwämmen der Zucht nebenan sind und nur darauf warten ausgeschüttelt zu werden. Ich hoffe die Bilder helfen Euch nun erfolgreicher zu züchten, einfach dran bleiben und nicht mit dem Futter übertreiben es wird schon.

Ein Test auf feuchtem Blähton, den Ihr als Drainage Eurer Becken kennt läuft bereits bei einem befreundeten Reptilienhändler. Ich werde davon Bberichten.

Nun aber noch den Vergleich, gkeicher Raum, gleiche Temperatur 23°C gleiche Ausgangssituation aber nach Anweisung gefüttert.




Bilder der BOX2 nebenan TAG 1
Taufeuchtes aber nicht zu nasses Seramis und Fütterung jeden zweiten Tag sparsam über Schwämme und Seramis.



8.Tag Hohe Populationsdichte
trotz Verfütterung der Springschwänze aus den Schwämmen.



20. Tag Hohe Populationsdichte
trotz Verfütterung der Springschwänze aus den Schwämmen.



28. Tag Hohe Populationsdichte
trotz Verfütterung der Springschwänze aus den Schwämmen.



28. Tag Hohe Populationsdichte
trotz Verfütterung der Springschwänze aus den Schwämmen.



28. Tag Hohe Populationsdichte
trotz Verfütterung der Springschwänze aus den Schwämmen.

Somit sieht man, dass es nur etwas Fingerspitzengefühl Disziplin und Konsequenz braucht um Erfolg zu haben.
Jeden zweiten Tag am besten immer Abends füttern und nicht übertreiben, dann klappt es.
Einen Tag das füttern vergessen und die Zucht bricht ein.



Dies ist die Ausbeute aus einer 17L Box
auf das Bild klicken für ein kleines Video


Noch ein kleiner TIP für das Terrarium

Ein Dip-Schälchen oder ein Glas-Teelichthalter
dient als Schale für eine Bananenscheibe.
Zuvor einen Tropfen Essig etwas Wasser und Orlix Lori Vitamine ins Schälchen und die Banane dann hinein legen.
Die Drosos hauen sich mit Vitaminen voll und die Tincs bekommen Vitaminbomben an einem zentralen Punkt.


Irgendwann vergammelt die Banane und auch der Vitaminbrei ist hinüber, dann siedeln sich über Nacht Springschwänze um den für sie verwertbaren Brei.
Zur Freude der kleinen Insassen meiner Becken.


ALLES ÜBER FUTTERTIERZUCHTEN AUF:

https://www.froschmichl.de/Futter.htm







Was für viele Beftroffene der absolute Horror ist, ist einfach eine natürliche Reaktion im neu angelegten Terrarium.

Wir verwenden natürliche Materialien und meist werden sie so verwendet, wie man sie gekauft hat.

Keiner macht sich wirklich Gedanken, welche Wege diese Materialien bereits hinter sich haben, unter welchen Bedingungen sie gelagert und transportiert wurden und mit was sie alles in Kontakt kamen.

Natürlich, denn man möchte dass die Torfsode schnell begrünt und die eventuell darin enthaltenen Sporen sich in der feuchten Umgebung schnell verbreiten.

hier ein paar Bilder die mir für Prognosen zugesandt wurden:

südamerikanisches Xaxim als Rückwand,
Schimmelbefall in der Einlaufphase


Xaxim aus Neuseeland / Seitenwand,
Schimmelbefall in der Einlaufphase


Korkeichenrinde als Interieur, Schimmelbefall in der Einlaufphase



ExoTerra Bio Drain als Bodenbelag mit akkuten Schimmelbefall

Ob nun Torfsode oder Xaximplatte alles soll schnell bemoost werden oder vielleicht
gedeiht ja auch der ein oder andere wilde Farn. Was wir bei all dem Enthusiasmus vergessen, dass wir, dass außer Moos- und Farnsporen auch andere ungebetene Gäste in das Terrarium finden.

Die wenigsten Materialien werden also wirklich sterilisiert, bevor sie im Terrarium integriert werden.

So erhalten natürlich auch einige Bakterien Einzug in unser Terrarium, die dann zu Schimmel führen.

In der feuchten Umgebung eines Tropenterrariums fühlen sie sich dann auch richtig wohl.





Deshalb sterilisiere ich die meisten Materialien, indem ich sie entweder in kochendes Wasser lege oder ich sie in speziell dafür angeschaffte Gefäße im Backofen bei 100°C für eine gewisse Zeit der Hitze aussetze.

Damit habe ich auch ein Einschleppen von Bakterien, Xaximwürmern so genannte Landplanarien (Geoplanadae),  Schnurasseln (Diplopoda oder Chilognatha), Schnecken oder Spinneneiern durch diese Materialien
erstmal ausgeschlossen.

Auch Erde und Pinienrinde die ich zum beflocken benutze ist erst einmal sterilisiert.

Jetzt kommen aber die Problemfälle, lebende Pflanzen, Moose, selbst die Tiere schleppen uns natürlich neue Bakterienstämme ein.

Ich habe meine Terrarien bewusst so bauen lassen, dass ich eine unwahrscheinlich gute Durchlüftung habe, was bei den mini Gaze- bzw. Lochblechflächen der Standardterrarien nicht zu verwirklichen ist.

Selbst aufgelegte 100mm Lüfter transportieren durch ein 50mm breites Lochblech nicht ausreichend verbrauchte Luft ab, so bleibt Luft stehen und Bakterien haben eine ideale Spielwiese gefunden.

Ich habe aus den Erfahrungen meiner Anfangszeit gelernt und falls ich wirklich aus Zeitnot ein Standard-Terrarium kaufe, weil die Zeit wirklich drängt und eine Fertigung durch meinen Lieferanten zu lange gehen würde. Dann reiße ich die Deckplatte oben heraus und verbreitere die Gazefläche um ein Vielfaches. Im gleichen Atemzug versetze ich die Führungsschinen nach vorne um eine durchgehende Frontscheibe verwenden zu können und verbreitere so auch die Luftansaugung unten zumindest um 5mm. So sind auch diese Becken danach alles andere als Standard.
Die Scheiben beschlagen nicht und Orchideen, Moose wie auch Farne lieben Zugluft.

So was tun, wenn all diese Vorkehrungen nicht getroffen wurden, wenn sich im Xaxim, auf der Torfsode oder im schattigen Bereich der Wurzel ein unerwünschter Flaum bildet!?!?

Erstmal keine Panik, ich bekomme manchmal Mails, Anrufe, WhatsApps von total aufgelösten Anfängern/innen die glauben nun sei alles, was sie geschaffen haben zerstört.

Ich kann Euch beruhigen, meist regelt es die Natur selbst.
Wenn nicht kann man auf natürliche Art unterstützen.

Die Natur hält sehr viele Hilfsmittel für uns bereit, wie zum Beispiel Erlenzapfen. Im Aquaristik und Terraristik Fachgeschäft für teures Geld erhältlich, aber am unbelasteten Fluss oder Bach in unserer Nähe genauso gut für ein paar Minuten Frischluft zu erhalten.



Mit diesen kleinen Zapfen kochen wir nun ein schönes "saures" Konzentrat

Das bedeutet, dass ich in kochendes Wasser eine Hand voll Erlenzapfen lege und über Nacht ziehen lasse. Das Produkt ist eine braune hoch konzentrierte Brühe, die enthaltene Huminsäure macht das Wasser weich und sauer, wirkt dadurch Antibakteriell. Der in Froschkreisen so genannte Quappentee kann bei geringem Schimmelbefall im Terrarium sehr gut angewandt werden und zeigt innerhalb kurzer Zeit bereits Wirkung.






Konzentrat aus dem Sud der Erlenzapfen auch gut geeignet zur Wasseraufbereitung in der
Quappenaufzucht

Da ich im ländlichen Bereich wohne und unbelastete Erlenzapfen Tütenweise sammeln kann, bin ich nicht auf den Kauf solcher Produkte angewiesen. Doch der Aquaristikfachhandel bietet Erlenzapfen wie auch Seemandelbaumblätter zum Kauf an. Beide Produkte haben die gleiche Wirkung auf die Wasserchemie. Auch das einheimische Eichenlaub bringt eine erwünschte Aufsäuerung des Wassers. Der Sud fängt allerdings nach kurzer Zeit an unangenehm zu riechen, daher rate ich davon ab eine große Menge auf Vorrat zu fertigen.



kleine Eichenblätter getrocknet, sowohl für Aufzuchtbecken wie auch zur Wasseraufbereitung geeignet.



Kakao Blätter getrocknet,
sowohl für Aufzuchtbecken wie auch zur Wasseraufbereitung geeignet.


Seemandelbaumblätter getrocknet,
sowohl für Aufzuchtbecken wie auch zur Wasseraufbereitung geeignet.


Für alle die es ganz bequem lieben, und das sind leider ganz ganz viele , das Internet liefert das fertige Substrat auch frei Haus, so muss man es nur noch in eine Sprühflasche füllen und auf die befallene Stelle sprühen.


Ich habe es zusammen mit guten Filterbakterien gerne zum animpfen neuer Filter in meinen Terrarien im Haus, die Dosierung im Wasser sollte wirklich gemächlich erfolgen.

Und noch eines, ich gehe gerne in den ortsansässigen Fachhandel um diesen zu unterstützen und mich mit Fachleuten zu unterhalten, man glaubt gar nicht wieviel Kontakte man dort über die Jahre knüpfen kann.


Der Trugschluss, das übermäßige Einsetzen von Springschwänzen und Asseln in das Terrarium würde gegen Schimmelbefall helfen ist lachhaft, Springschwänze wie auch Asseln verschmähen zwar keinen Schimmel, deshalb ist er in der Springschwanzzucht auch nicht nicht als schlimm zu betrachten. Doch so ausgehungert können die Springschwänze gar nicht sein, dass sie sich ausschließlich von Schimmel ernähren, bei so reichhaltigen Nahrungsangebot welches in unseren Becken herrscht.



Zusammenfassend ist eine gute Durchlüftung und ein gesundes, saures Klima das beste Mittel gegen Schimmel.
Materialien die einen leichten Befall vorweisen, mit ToruMin, JBL Tropol, Dennerle Humin Elixier und und und
..oder eben selbst gefertigten Huminsäure-Konzentrat behandeln, was meist nach drei Behandlungen in der Woche zu verschwinden des Schimmels führt.




Alle Chemie bitte aus dem Terrarium lassen, denkt an Eure Tiere die das Terrarium mal bewohnen sollen. Abschließend möchte ich Euch nun wünschen dass Ihr gar nicht erst in Zugzwang kommt. Doch wenn wünsche ich Euch viel Erfolg mit dieser Methode, sie hat bisher schon unzählige Male funktioniert. Es ist wirklich ein Thema zu dem ich so unglaublich oft befragt wurde.


Im Gegensatz zu Schimmel sind Pilze ein Zeichen für ein gesundes aber feuchtes Microklima.



Feucht aber nicht versumpft und gut durchlüftet. Das mögen Pilze , Farne und Selaginella

Bodenbelag wie im natürlichen Habitat









Stehende Luft und Bakterien können aber auch die Folge davon sein, dass man ein standard Terrarium gekauft hat, welches eher für Gekkos gefertigt wurden. Wir richten nun mal ein Regenwald Terrarium ein und dieses benötigt eine hohe Luftfeuchtigkeit aber gute Durchlüftung, welche die 5 cm breite Gazefläche in der Deckplatte nicht gewährleistet. Deshalb lasse ich mir meine Becken speziell fertigen oder baue ein Standardbecken entsprechend meiner Bedürftnisse um. Das Lochblech wird entfernt, die hintere obere Scheibe auch. Statt eines Lochblechs kommt nun eine 20cm breite Edelstahlgaze zum Einsatz und diese wandert von der oberen Mitte nach hinten um eine obtimale Durchlüftung zu gewährleisten.












[1] SCHNURASSELN
Gerade habe ich es in der Rubrik Schimmel angesprochen…… 

Wer leichtsinniger Weise Naturmaterialien wie Korkröhren, Torf oder Xaxim wie gekauft in ein Terrarium stellt, erlebt in der Einlaufphase einige Überraschungen.

Auch ich war damals einer dieser Kandidaten und musste komplette Terrarien inklusive Einrichtung entsorgen.

Es gibt gerade in Kork und Xaxim so viele ungebetene Gäste, die keiner in seinem Terrarium haben möchte.

Zum Beispiel Chilognatha - Schnurasseln Diplopoda oder Chilognatha auch Schnurwürmer/Schnurfüßer genannt.

Fast alle Diplopoden leben im Boden oder in zerfallenem Holz und ernähren sich dort von pflanzlichem Abfall, die überwiegende Mehrzahl lebt dabei in den Tropen. Nur sehr wenige Arten sind als Räuber bekannt.

Wie immer sind es dann aber diese Vertreter, die eben Räuber sind, die in unserem Terrarium Einzug erhalten.

Sie befallen nachts Gelege und nichts überlebt.
Wenn sie Nahrung und Feuchtigkeit vorfinden, vermehren sich Schnurasseln in einem rasanten Tempo, wenn man versucht, sie mit einer Pinzette abzusammeln, schütten sie ein Sekret aus, welches Bitterstoffe absondert, wir empfinden es wie Bittermandeln. Deshalb geht auch kein Tier, weder Amphibie noch Echse an diese Tiere.

Sie haben im Grunde keine Feinde im Terrarium, deshalb verliert man beim Kampf gegen dieses Tier sehr schnell die Hoffnung. Jedes Tier welches man absammelt, hat bereits hunderte Eier hinterlassen.

Die Population kann dezimiert werden, indem man ein Becken trocken werden lässt, doch sobald es wieder in Betrieb genommen wird, nimmt auch die Population wieder zu, ein sinnloses Unterfangen.

Kein Wurmmittel, kein Medikament wird dieser Plage Herr.

Es gibt nur eine Möglichkeit, das Becken komplett auszuräumen, das ganze Interieur zu entsorgen und den Boden des leeren Beckens mit Trockeneis auszulegen.

Das Becken im freien stehen lassen, bis das Trockeneis –78,6° C (194,51 K) komplett geschmolzen und zu Gas (Kohlendioxid CO2) geworden ist.

Egal was zuvor noch in diesem Becken war, ob Schnurassel oder Eier dieser Tiere, ist somit vernichtet.

Dies ist wirklich das einzige bekannte Mittel um dieser Plage einhalt zu gewähren.


 


[2] XAXIMWÜRMER
Ein anderer Vertreter den nicht einer wirklich haben möchte sind Planarien auch Xaximwürmer genannt.

aus eigener Erfahrung kann ich im bestätigen, dass ein Leben ohne "Xaximwürmer" sinnvoll, aber nach Einschleppung ohne Gift so gut wie unmöglich ist.

Wenn sie nicht über Xaxim als Eier eingeschleppt werden, dann holt man sich die netten Gesellen durch Pflanzen oder andere eingesetzte Utensilien in den Bestand.

Ich unterziehe jede Pflanze je nach Bedarf mit Praciquantel/Droncit-Lösung,
Confidor® oder Levimasol 6g

und wasche sie vor dem Einsetzen alle Pflanzen mehrmals gründlich und befreie sie vor dem Wässern von allen erdigen Bestandteilen - je nachdem welche Pflanze ich gerade behandelt habe, lege ich sie anschliessend noch ein bis zwei Tage in Wasser ein oder Brause sie nur ab. So habe ich zumindest in meinen neuen Becken seit 2006 bislang planarienfrei verzeichnen können.


Landplanarien (Geoplanidae) sind eine Familie der zu den Plattwürmern gehörenden Strudelwürmer, die sich als  Fleischfresser von verschiedenen Kleintieren ernähren. Sie sind vor allem in tropischen und subtropischen, aber auch gemäßigten und kälteren Regionen der Erde zu finden.

Es gibt mehr als 800 beschriebene Arten dieser Würmer, aber keinen möchte man wirklich in seinem Terrarium haben.

Auch wenn man sichtbar keine Planarien vorfindet, doch morgens an den Scheiben ausgesaugte Drosophila vorfindet, ist dies ein sicheres Zeichen, dass man sich diese Plage eingehandelt hat.




Bei diesem mir zugesandten Bild sehe ich gleich zwei gravierende Probleme. Das erste, sofort sichtbare sind die Planarien die hier bereits extreme Populationen gebildet haben. Das zweite Problem ist eine unzureichende Durchlüftung, die die Scheiben so extrem beschlagen lässt.


Meines Erachtens hilft hier nur ein komplettes Entkernen bis aufs Glas. Wurmbehandkung und Desinfizierung und eine Verbesserung der Durchlütung, bevor man hier erneut wieder an die Einrichtung geht..


[3] SCHNECKEN
Für Frösche, Gelege und Quappen eher ungefährlich.
Aber für Orchideenliebhaber im Terrarium der absolute Albtraum, die Nacktschnecke.



Ob nun Blüte oder zartes Wurzelwerk unserer Miniaturorchideen, über Nacht ist die seltene teure Orchidee im wahrsten Sinne des Wortes vernichtet.

Deshalb verfahre ich wie eben bereits erwähnt und unterziehe alle Pflanzen einer Behandlung mit Kontaktgiften oder Wurmkuren und wasche alle Pflanzen vor dem Einsetzen mehrmals gründlich aus.

Es wäre das Ende einer mittlerweile bemerkenswerten Sammlung an epiphytischen Miniaturorchideen, wenn eine solche Schneckenart sich in meinen Terrarien einnisten würde.

Sollte sich bei Euch bereits eine Nacktschnecke breit gemacht haben, könnt ihr den Bestand zwar reduzieren, indem ihr absammelt. Aber ganz werdet ihr der Plage wohl nie Herr werden.

Als gutes Mittel haben sich halbierte Stücke einer Salatgurke erwiesen, die man mit der glatten Seite zum Boden legt. Wenn Ihr Euch den Wecker stellt, und die Gurken aus dem Terrarium nehmt, bevor das Licht wieder an geht, habt ihr die unterseite voller Schnecken, Asseln und Springschwänzen. Eine Gurkenscheibe erfüllt den Zweck auch, ist aber aufgrund der Größe weniger effektiv.






Bierfallen sind eher etwas für den häuslichen Garten, funktionieren im Terrarium leider nicht.


Gehäuseschnecken würden mich persönlich nun eher entspannter an die Sache herangehen lassen, der Schaden welchen sie in den Becken anrichten ist recht überschaubar.
Gerade bei mir gibt es wenige Pflanzen welche sie wirklich befallen würden. Doch selbst diese Schädlinge brauche ich nicht wirklich, habe sie aber nach der Behandlung von Pflanzen die ich auf Börsen gekauft habe oft im Wassereimer abgesammelt.


[4] LÄUSE
unangenehme Gesellen.
häufiger Schädlingsbefall gerade bei Bromelien sind Läuse:

Wollläuse sind recht einfach zu finden. Kleine weiße Wattebällchen sind ein deutliches Zeichen.


Schildläuse sind schwerer auszumachen. Kleine, beigebraun, ovale Erhebungen auf und unter Blättern und am Stängel sind typische Symptome.


hier Bromelien mit sehr umfangreichen Befall, ich denke diese würden sehr nach fäulnis riechen und sind definitiv zu verwerfen.

Beide Schädlinge hinterlassen klebrige Ausscheidungen, Honigtau genannt. Man findet sie häufig auf den Oberflächen der Wurzel auf der die Pflanzen aufgebunden sind. Mit der Zeit werden die Flächen schwarz, denn darauf siedeln sich Pilze an. Die Pflanzen reagieren mit Wachstumsstörungen, Blätter werden gelb, man kann sehen, dass es der Bromelie nicht gut geht.

Bei leichtem Befall hilft sicher Absammeln, auf jeden Fall würde ich die befallene Pflanze sofort aus dem Terrarium nehmen.

Bei stärkerer Vermehrung hilft meist nur Chemie, in diesem Fall wäge ich ab, wie wichtig mir die befallene Bromelie ist, oder ob ich sie nicht einfach verwerfe um eine Verbreitung des Schädlings zu verhindern.

Man sieht wie wichtig es ist, optisch zu prüfen wie und was man sich in sein Terrarium setzt. Man sollte natürlich nicht mit irgendwelchen Giften herum experimentieren, die man gar nicht kennt und schon gar nicht solche, die gar noch unsere Frösche gefährden. Ich verfahre so wie es andere schon Jahre vor mir getan haben und ich bin mir dessen sicher, dass die Dinge die ich benutze, nach mehrfachen Wässern nicht mehr vorhanden (neutralisiert) sind.

[5] SPINNEN
Kugelspinnen Schädling oder nicht?!?
Auch wenn man sie hasst, man ist nie vor ihnen sicher.
Die Wärme eines Terrariums und das Nahrungsmittelangebot locken sie geradezu an.

Selbst ich bin trotz aller Vorsichtmaßnahmen nicht von ihnen verschont geblieben.

Eine nach Europa verschleppte und erst vor kurzem in Deutschland nachgewiesene Art ist Nesticodes rufipes, eine heute pantropisch verbreitete Kugelspinne, die in den letzten Jahren wiederholt in gewerblichen Heimchenzuchten auftritt braucht man nicht, kann man sich leider aber einschleppen und die fühlt sich im- wie auch um das Terrarium pudelwohl.





Viele Arten der Familie wurden durch menschliche Aktivitäten verschleppt und etablierten sich schnell in der neuen Umgebung, wobei oftmals an ihre Bedingungen angepasste Bereiche bevorzugt wurden. So kommt z. B. Parasteatoda tepidariorum
(Gewächshausspinne) heute kosmopolitisch vor. Sie besiedelt vor allem beheizte Gebäude und, wie der Trivialname vermuten lässt, Gewächshäuser.


 

Der weitaus größte Teil der Kugelspinnenarten ist für den Menschen völlig ungefährlich. Jedoch können inbesondere Abwehrbisse der Gattung Latrodectus (Schwarze Witwen) zu sehr schmerzhaften und mitunter lebensbedrohlichen Vergiftungen führen. Die Gattung gilt jedoch als relativ beißfaul und entzieht sich einer Störung eher durch Flucht, als zu beißen.

Bestimmte größere Arten der Gattung Steatoda sind dafür bekannt, milde bis mittelstarke Vergiftungserscheinungen nach einem Biss hervorrufen zu können (Bellmann H. 2006) (Jacobs S. 2002).

So wie Milben durch Futtertiere in unsere Becken Einzug erhalten, wissen wir nun, ist es durchaus möglich dass wir auch Spinnen als neue Insassen unseres Terrariums heranziehen.
Sicher sind wir nie, und bei unserem Hobby können wir auch nicht unter Laborbedingungen arbeiten.

 Auch wenn Spinnenfreunde jetzt gleich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, ich zerdrücke die Biester einfach mit dem Finger und Wickel die Spinnennetze einfach mit einem Pfeiffenreiniger auf. So gibt es mal die ein oder andere Spinnwebe, doch ich gebe ihnen nicht die Chance sich zu etablieren.







ein guter Spinnenvertilger sind Anolis, aber man sollte sie nur mit großen Froscharten vergesellschaften.






Aufzuchtboxen wie sie sich bei mir etabliert haben, sind ganz leicht selbst anzufertigen. Wie bereits in der Rubrik Quappenaufzucht/Jungtiere erklärt haben sie einige hygienische Vorteile gegenüber einem Aufzucht-Terrarium.


Was brauchen wir für eine Solche Aufzuchtbox?
Droso sichere Edelstahlgaze, einen Dosenbohrer, eine Bohrmaschine und einen breiten Lötkolben.


Mit dem Dosenbohrer schneide, bzw. bohre ich runde Löcher in den Deckel und in die Vorderseite der Box.
Transparente Boxen mit Deckel gibt es im Baumarkt oder in diversen Möbelhäusern zu kaufen.


Die Box hat nun vorne zwei Löcher mt 60mm Durchmesser und Hinten am Deckel ebenfalls zwei mit 60mm.
Eine optimale Durchlüftung sollte somit gewährleistet sein.


Die Bohrlöcher müssen ein wenig entgratet werden, damit die Gaze zum Schluß aussen flach anliegen kann und die Tiere sich innen nicht verletzen können.


Nun, da die Kanten gebrochen sind und jeder Verletzung vorgebeugt ist, fertige ich die Gaze-Abdeckung an.


Um die Gaze richtig mit dem Plastik verschweißen zu können, arbeite ich mit 1cm Rand, das bedeutet der Radius der Gaze ist 1cm, der Durchmesser 2cm größer als der des gebohrten Loches, welches abgedeckt werden soll. 1cm Rand entspricht ungefähr dem Maß der Spitze des Lötkolbens den wir gleich verwenden werden.


Da die Gaze sehr gute Wärmeleiteigenschaften hat, halte ich sie nicht mit den Fingern sondern beschwere sie mit einem kleinen Tontopf. Sonst wird es ganz schön heiss an den Fingern.


Nun kann das verschmelzen der Materialien beginnen. Dabei sollte man darauf achten dass man nicht zu lange an einer Stelle verweilt.


Den Lötkolben kurz andrücken, bis das Plastik leicht glasig wird, dann in langsamer Bewegung weiter am Rand entlang zíehen. Die Hitze bleibt so erhalten und wir können in einer fliessenden Bewegung rundherum fahren. Sobald wir den Lötkolben anheben erkaltet das Material und die Gaze ist fest mit der Box verschweisst.

So sehen nun die zwei kleinen Boxen aus, die nicht nur für die Aufzucht einer Kleinen Art wie Ranitomeya benutzt werden kann, sondern auch gut als Quarantänebox für ein Adultes Tier, um es wegen eventueller Auffälligkeiten beobachten zu können.


Ein wenig größer eine Box für tictorius & Co. 80x50x20cm

Mehr über die Verwendung dieser Boxen unter:
Quappenaufzucht/Jungtiere
einfach anklicken







So gerne wir die kleinen Biester flugunfähig als Nahrung für unsere Amphibien züchten, so nervig sind sie, wenn sie zurückmutieren und plötzlich fliegen können.



Drosophila Malanogaster, Hydei, Ameise, Turkish Glider wie sie doch alle schön als Futter für unsere Pfleglinge dienen.

Aber wehe die angezüchtete Flugunfähigkeit bildet sich über Generationen zurück, dann werden sie zur Plage.

Auch die einheimische Drosophila, die natürlich durch den Geruch des Futterbreis angelockt wird, kann wirklich nervig werden.

Bei mir im Haushalt gibt es deshalb zum einen die Fliegenklatsche und zum zweiten eine ganz einfache Droso-Falle.

Die kann man gut mit zwei drei Handgriffen anfertigen und einfach zur Droso Zucht dazu stellen.

Schon reduziert man nervige Fliegen im Weinglas, im Salat oder sostwo, wo man sie nicht braucht.



Hier in der Skizze sieht man einfach illustriert
wie aus einer 0,75L PET Flasche
eine Fruchtfliegenfalle wird.

Ich mache mein Mineralwasser eigentlich selbst, aber ab und an wenn man zum Beispiel unterwegs ist schafft man sich doch so eine Flasche an. Ich verzichte jetzt auf die 25 Cent Pfand und opfere die Flasche zur Veranschaulichung der obigen Skizze.


Ich entferne die Banderole, da die Flasche am Bestimmungsort
möglichst dezent aussehen, fast untergehen soll.

Da ich keinen Fotografen zur Hand habe und leider nur zwei Hände zur Verfügung, schneide ich mit links und fotografiere mit rechts und hoffe dass dabei kein größerer Unfall passiert.

nun habe ich den trichterförmigen Kopf von der Flasche getrennt

der wenn man ihn mit der großen Öffnung nach oben dreht, den identischen Durchmesser wie die Öffnung der verbliebenen Flasche hat.


Füge ich die Teile nun zusammen, habe ich die ideale Fruchtfliegenfalle.

So sieht das ganze nun aus.

Nun fehlt nur noch der Lockstoff.

Der kann aus Fruchtsaft, Wein, Cola, eigentlich allen süßen Getränken-gestreckt mit Wasser und etwas Essig
gemischt werden.


Leider sind nur wirklich Flugunfähige Drosos durch den Trichter in der Flasche am entkommen gehindert, d
amit die Falle auch funktioniert, muss ein Spritzer Spülmittel in die Flüssigkeit.

Nun hat auch eine Flugfähige Drosophila keine Chance mehr.

Sobald sie die Wasseroberfläche berührt geht sie unter.

Durch das Spülmittel herrscht auf der Wasseroberfläche keine Oberflächenspannung mehr
und selbst sie leichte Drosophila geht sofort unter.



Nun Platziere ich die Falle möglichst nahe, am idealsten in die Drosophilazucht.

Materialeinsatz 25 Cent.
Zeitaufwand 5 Minuten
Käufliche Artikel die auf gleicher Basis fuktionieren liegen zwischen


5,00€




und 19.00€
Sparen kann so einfach sein.



 



Wenn man das Hobby ernsthaft über Jahre betreibt, sammelt sich ordentlich Equipment an, welches schnell zugänglich plaziert sein sollte. Vom Reagenzglas über Pipetten, Messbecker und Mörster bis zu verschraubbaren sterilen Bechern alles da.
Werkzeuge sind direkt an den Terrarien plaziert.
Ob nun ein Ranitomeya beim Sprühen erschrickt und aus dem Becken springt,
oder eine Quappe im Wasserteil schwimmt,
ich habe alles parat um sofort reagieren zu können.



In meinem Fall gehört die Fotoausrüstung mit zum
wichtigen Equipment sonst gäbe es diese Seite nicht.


Werkzeuge für alle Fälle, griffbereit rechts neben den Terrarien.
Ich möchte im Fall der Fälle nicht erst suchen müssen, manchmal muss man schnell handeln und deshalb ist das wichtigste
Equipment direkt am Ort des Geschehens und nicht in einem Werkzeugkasten vergraben. Erfahrung lehrt 


Der Alubecher lenthält von einer Spreizzange angefangen, über verschiedene Pinzetten, Zangen, Scheren, Pinsel und Holzspatel alles da, was man im Notfall brauchen könnte.


Hier werden meine Becken geplant, entstehen neue Ideen und hier entstand auch diese Homepage.


 
Im Rücken meine Terrarien und die Geräuschkulisse tropischer Frösche.

82002 Besucher und 243933 Klicks am 29.01.2019 bestärken mich darin dran zu bleiben und ständig zu aktualisieren, denn es besteht Lesebedarf und meine Seite wird genutzt und gebraucht.



über die Schnellsuche findet man aber auch andere Themen als die Technik:
https://www.froschmichl.de/A-_-Z.htm



Habt Ihr nach lesen dieser Seite selbst noch eine Anregung, ein Thema welches ich noch nicht behandelt habe, oder auf welches vielleicht detaillierter eingehen soll.

Schreibt mir eine Nachricht über facebook oder einfach per Mail auf froschmichl@gmx.de