TECH. WORKSHOP


 




Auf Wunsch eifriger Leser meiner Homepage habe ich reagiert.
Auch wenn ich in Sachen HTML & JavaScript-Programmierung ein absoluter
Legastheniker bin, habe ich es jetzt geschafft gerade die umfangreichsten Seiten so zu programmieren, dass Ihr von einem Thema im Inhaltsverzeichnis, direkt zu einem Thema geleitet werdet.

Dies spart Euch ewiges scrollen durch die doch sehr umfangreichen Themen, was gerade in dieser Rubrik eventuell eine Sehnenscheidenentzündung nach sich ziehen könnte.

Also einfach das Thema Eurer Wahl im folgenden Inhaltsverzeichnis klicken
und los geht's zum Thema:


 
bisher erfasste technische Themen:
20. Börsen-Stand mit LED Beleuchtung selbst bauen




Warum nun noch einen Technikbereich!?!


Ich war noch nie jemand der seine Erfahrungen,
Fortschritte aber auch Rückschläge für sich behielt. Ich helfe gerne, soweit es mir möglich ist. Konkurrenzdenken oder Profitgier war für mich in diesem Hobby von Anfang an fehl am Platz. Mein einziges Interesse gilt dem Wohlbefinden meiner Schützlinge und dass es den Tieren die ich weitergebe ebenfalls gut geht.

Ich kann voller stolz behaupten, dass ich immer ein offenes Ohr für die Probleme Anderer hatte und ich jedem, so gut ich konnte geholfen habe.
Die nachfolgend aufgegriffenen Themen sind alle die, welche ich so unzählige Male aufs Neue erklären musste.

Irgendwann nervt es aber auch mich, alles hundertmal erklären zu müssen, vor allem weil diese Dinge
mittlerweile auch schon in sämtlichen Foren und Facebook-Gruppen diskutiert und zerpflückt worden sind, also habe ich sie hier für alle zugänglich ausgearbeitet um diesen ständigen  Wiederholungen vorzubeugen.

Ich kann hier natürlich nur meine Erfahrungen weitergeben, oder die von langjährigen Freunden und Mentoren, von denen ich mich immer wieder überzeugen kann.

Dieses Schwarmwissen, wie es so gerne in Gruppen
genannt wird, führt meist nur noch zu mehr Verunsicherung und dann kommt man letztendlich auf mich zu und fragt mich was ich zu manchen Lösungen meine und welche ich bevorzugen würde. Kein Wunder so kontrovers sind die Möglichkeiten die dort aufgeführt werden, vielfach entbehrt es aber Posts jeglicher Grundlage, weil die Verfasser weder Langzeiterfahrungen vorweisen können, noch je ein Anderer diesen Weg gegangen ist.

Ich werde aber den Teufel tun, mich zu weit aus dem Fenster lehnen indem ich andere Meinungen in Frage stellen würde. Es sei denn, sie wären
für unsere Schützlinge von Grunde auf gefährlich oder ich hätte sie selbst probiert und für nicht empfehlenswert befunden. So bewerte ich auch nur Dinge von denen ich mir mein eigenes Bild machen konnte auch wenn man mich ständig namentlich erwähnt oder markiert ich werde mich zu keinem Post äußern wenn ich ihn nicht aus eigenen Erfahrungen unterstreichen oder dementieren kann.

All dies was ich aber hier auf meinen Seiten darstelle wurde über Jahre erfolgreich so gehandhabt und hat auch wirklich uneingeschränkt funktioniert.

Nicht alles ist wirklich nur meinem Schädel entsprungen, vieles wurde bereits über 30 Jahre und länger so gehandhabt, schon einige Jahre bevor ich überhaupt zu diesem Hobby gekommen bin.

  Seit meinen Anfängen 2001 habe ich natürlich viel getüftelt, probiert
und optimiert. Es geht immer noch was, gerade bei der Futtertierzucht ist noch einiges rauszuholen gewesen. Aber auch bei der Einrichtung von Terrarien war ich oft gefordert, weil ich die Wünsche und Vorstellungen anderer optimal verwirklichen musste. Viele Terrarien habe ich auf Wunsch umgebaut, optimiert, eingerichtet und geplant, weil die vorhandenen Becken nicht funktionierten und es zu ausfällen kam. Ich bin quer durch Deutschland gereist und habe Fehler behoben oder Becken gar komplett neu eingerichtet weil sie so wie sie waren nicht funktionierten.

75 Grossterrarien und unzählige kleine Zuchtbecken
sind es nun schon, die ich für mich selbst aber auch Freunde eingerichtet habe. Dies macht alles schon ziemlich zur Routine.

Aber auch wenn vieles über die Jahre nun schon Automatismen für mich sind und mir wie selbstverständlich von der Hand gehen, lerne auch ich immer wieder etwas dazu und das nicht wenig.

Ich hatte das Glück in all den Jahren immer wieder neue Leute kennenlernen, die es geschafft haben mich zu begeistern, fast sprachlos zu machen.
Leute deren technisches know how immens ist, dessen Terrarien absolute Meisterwerke sind, deren Liebe zum Detail und der Naturnähe mich auf neue Wege brachte.

Einige sind mitlerweile zu ganz engen Freunden geworden, wir sehen und treffen uns ständig um neue Erkenntnisse aus Treffen, Gesprächen und gemeinsamen Unternehmungen zu gewinnen, dies hat mich in meinem Tun sehr beeinflusst.

Die positiven Entwicklungen sieht man, wenn man Bilder meiner alten Terrarien im Detail- mit Bildern meiner heutigen Terrarien vergleicht.

Diesen Vorteil, Freunde und Hobbykollegen in erreichbarer Nähe zu haben hat nicht jeder, deshalb suchen viele den Kontakt zu mir oder anderen alten Hasen die ich bei mir auf der Seite verlinkt habe. Dies zeigt mir, e
s gibt Bedarf an Lesestoff über technische Dinge, weil es dieser Dinge betreffend in keinem Buch wirklich etwas nachzuschlagen gibt. Ich besitze doch einige Bücher und weiß deren Inhalte: https://www.froschmichl.de/Fachb.ue.cher.htm

Ich werde ständig kontaktiert, leider meist dann, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, es bereits Ausfälle gab oder das Becken total versumpft ist. Wenn kein Futter mehr da ist weil die Zucht eingebrochen ist oder die Tiere Darmvorfälle bekommen weil sie loses Substrat mit ihrem Futter zu sich genommen haben, vielleicht sogar die 1L Springschwanzbox so wie sie ist in das Terrarium gestellt wurde.


Immer wenn es bereits brennt, dann soll ich schnell helfen und das sogar einigen alten Hasen. Auf diesen Seiten möchte ich einfach verhindern dass es überhaupt so weit kommt und man Tiere medikamentösen Therapien und somit schlimmen Stress unterziehen muss.

Dazu muss manch einer aber lesen und nicht nur schöne Bildchen anschauen.
Denn es schmeichelt mir keinesfalls wenn man mich anruft und meine Homepage lobt, mir aber zeitgleich Fragen stellt, die ich auf dieser Homepage
bereits ausführlich behandelt und beantwortet habe.

In dieser Homepage steckt unglaublich viel Arbeit.
Ich hatte schon stundenlange Telefongespräche die ich auch noch zu den unmöglichsten Zeiten führen musste und musste herauszufinden, dass manch einer einfach nur zu faul ist zu lesen. In diesen Fällen muss ich leider auch mal ein Gespräch beenden und auf meine Seite verweisen.

Doch wenn manche Dinge meinerseits unverständlich formuliert sind, oder man gar meiner Abhandlung nicht folgen kann, gehe ich gerne ins Detail, bin sogar dankbar und ändere danach meine Formulierungen um Fehlern vorzubeugen.


Einige gute Leute haben meine Erfahrungen aufgegriffen und Vorgehensweisen erfolgreich übernommen und ihre Erfahrungen in einem Video-Workshop verewigt, was mir persönlich aufgrund fehlenden Equipments technisch einfach nicht möglich ist.
Schaut einfach mal auf FB und youtube und

Social Network Seiten da sind einige professionelle Arbeiten dabei.
Oder durchstöbert einfach den Bereich Links auf meiner HP, es gibt wirklich noch einige geniale Seitenbetreiber die dieses Hobby so lieben und leben wie ich und die genialsten davon habe ich liebend gerne in meiner Linkliste verewigt, weil ich die Seiten selbst immer wieder gerne besuche.
https://www.froschmichl.de/Links.htm 



So und nun beenden wir mal das Drumherum
und legen langsam mal los
mit dem ersten Thema dem Beflocken eines Terrariums.








Zur Veranschaulichung nehme ich nicht unbedingt ein Terrarium sondern einfach eine 4mm Float- Glasscheibe um alles besser in Bildern dokumentieren zu können.
Ich habe bereits vor 8 Jahren
in einem Forum mal eine Fotostrecke über die Beflockung eines Terrariums veröffentlicht, da gab es meine Page noch gar nicht und jetzt finde ich weder die Bilder noch meine Zugangsdaten für das Forum, welches ich seit Jahren wegen miesen Umgangs miteinander meide. Also auf ein Neues:


Strukturen schnitzt man am besten aus Styropor
® oder Styrodur®, die Materialeigenschaften habe ich in der Rubrik Einrichten eines Terrariums ausführlich beschrieben.
In meinen großen Becken, die aufgrund der großen Gazefläche eine unglaubliche Durchlüftung und Wasserversunstung haben, setze ich auf weiches Xaxim aus Neuseeland auf den Rückwänden und hartes Xaxim aus Südamerika als Bodenbelag. Jeweils kombiniert mit Schwarztorf, Styrodur und Hygrolon



Diese vorgeformten Strukturen klebe ich mit Aquariumsilikon auf die direkt auf die Glasscheibe.




aber nicht nur vorgeformtes Styropor® oder Styrodur® kommt bei mir zum Einsatz,
sondern wie hier Schwarztorf.



Auch dieser wird mit Aquariumsilikon direkt auf die Glasfläche gedrückt.


So kann man aus beliebigen Materialien
ein unbefestigtes oder ausgewaschenes Flussufer nachbilden.


Ich nehme hier zur Veranschaulichung ein Stück einer Fingerwurzel und klebe sie der natürlichen Optik wegen zwischen die Elemente.



Nun zur glatten Glasfläche


Ich setze mehrere Punkte Silikon auf die Glasfläche


und ziehe mit einem Zahnspachtel eine 4mm dicke, gerillte Klebeschicht auf das Glas.



Dies ist ein wenig Übungssache,
geht aber bald gut von der Hand



Die gezahnte Klebefläche hat den Vorteil dass wir ein dickes Klebebett haben, auf dem die Beflockung gut haftet.


dadurch dass wir keine geschlossene Klebefläche haben sparen wir einerseits an teurem Silikon und das Material saugt sich besser fest, die Rillen die im Augenblick ohne Silikon sind, werden beim Andrücken der Beflockung geschlossen.


Die Zwischenräume zwischen den Elementen werden großzügig mit Silikon aufgefüllt.


nun die andere Seite


das selbe Vorgehen.....



großzügig Silikon



und mit dem Zahnspachtel verteilen.



Die Richtung der Rillen spielen dabei überhaupt keine Rolle



dabei so nah wie möglich an die Strukturen fahren.


manchmal muss man noch mal nachziehen, dabei ändert man die Richtung, weil man sonst zuviel Material entfernt.



Nun widmen wir uns den schwer zugänglichen Zwischenräumen


Dafür kürze ich einen harten Borstenpinsel


und verstreiche das sehr zähe Silikon.




Die Zwischenräume werden mit einem schmalen Pinsel abgetupft.


Alles für die Beflockung bereit.



Noch mal ein wenig nachbessern.




Die Fingerwurzel ins Klebebett drücken.



Noch mal kurz Nachbessern


Nun erst einmal grobe Pinienrinde und Kokosfasern


auf das Klebebett aufstreuen....



Das grobe Material bietet später Tieren und Pflanzen Halt.



Wichtig ist, dass grobe Material zuerst......




gut verteilen



und mit hohem Druck aufdrücken


am besten mit dem Handballen.




an schlechter zugänglichen Stellen mit den Fingerspitzen.


Nun das feine Material, bei mir ist es folgende Mischung
Kokosfasern, Weisstorf, gemahlenes Xaxim und im Fachhandel erhältliche Tropische Erdsubstrate wie Lucky reptile JB-10.
Dies alles wird vermischt und mit Moossporen angereichert.



würde man diese feine Mischung vor der Pinienrinde aufdrücken, würde diese nicht mehr haften.



Ich übertreibe gerne und belege die Fläche dick mit der feinen Beflockung.


Wieder ganz fest aufdrücken. Es wird oft eine Haushaltsbürste genommen und das Material aufgeklopft ich selbst habe diese Variante versucht und es blieb weniger Substrat haften.




Deshalb mit den Händen mit viel Druck.



Das bisherige Ergebnis.




Zwei Stunden nach der Beflockung stelle ich das Terrarium aufrecht hin. In diesem Fall die Glasscheibe.



Ein Weicher Pinsel hilft, das überschüssige Material zu lösen


Für diese Fotostrecke habe ich die Wartezeit nicht eingehalten, deshalb löst sich zu viel Material.


Doch man sieht trotzdem wie das Endprodukt aussieht.


An einem Terrarium halte ich eher mehr Trockenzeit ein, denn die Kosten für Terrarien geeignetes Silikon sind erheblich, deshalb lieber Geduld und optimale Flächen.

Dies ist jetzt das Anschauungs-Objekt






Einrichtung eines Terrariums mit B80xT60xH40cm

Wer den Bereich Bauphase5 bereits durchstöbert hat, kennt die meisten dieser Bilder bereits. Ich habe ein altes, eigentlich gut strukturiertes und funktionierendes Terrarium komplett entkernt und ausgeräumt.

Warum eigentlich?!?

Ich bin schon sehr speziell, was die Optik meiner Becken angeht, ich hasse nichts schlimmer als Töpfe im Terrarium, Wasserschalen und auffällige Technik, alles sollte möglichst natürlich wirken und deshalb auch der Umbau dieses Beckens, eines meiner aus den Anfängen verbliebenen Becken, welches nun eine Rundum-Erneuerung bekommt.

Nun soll auch noch das letzte Becken für einen Wasserlauf vorbereitet werden. Dazu müssen Glasstreifen so in das Terrarium geklebt werden, dass ich zwei getrennte Kammern erhalte um eine davon mit Filtermaterial versehen zu können.

In meinen großen Becken fahre ich mit viel aufwendigeren Filterkammern weil ich mit Wassermengen von 50 Litern und mehr fahre, welche aufbereitet werden müssen.

Hier wollte ich zwar gefiltertes Fliesswasser haben, aber wollte so wenig der zu Verfügung stehenden Fläche und Höhe verschenken.



Links klebe ich eine aus Glas gefertigte Fläche 33x60cm mit 10% Gefälle zur Mitte des Terrariums, das Wasser läuft somit immer Richtung Wasserteil ab. Unter dem Glas bleibt bis auf zwei zum stützen der Glasplatte integrierten Styrodur-Streifen alles hohl und gegen Wasser abgedichtet.



Rechts klebe ich ebenfalls eine Glasfläche abgedichtet im Mass 15x60cm mit 10% Gefälle zur Terrariummitte, auch hier läuft das Wasser immer Richtung Terrarienmitte zum Wasserteil ab.


Rostfreie Gaze aus V2A Stahl soll verhindern dass grober Schmutz in die Filterkammer in die Filtermatte und somit zur Pumpe gelangt.



Die Gaze bringt noch einen weiteren Vorteil mit sich, es können auch keine Quappen in den Bereich des Filters kommen. Die weiche Filtermatte liegt nie 100% am Glas an und ich habe es beim Reinigen des Filters mit eigenen Augen gesehen, dass sich verfressene Quappen zwischen Filterschwamm und Glas in das Labyrinth An Filtergängen geschmuggelt hatten um sich am Mulm zu laben.



In diesem Becken wird es nun nur einen Einfachen Wasserkreislauf geben, als Filtermaterial wird "nur" die bereits in der Aquaristik bewährte grobe Filtermatte zum Einsatz kommen orientiert am Hamburg Mattenfilter, der gerne für Garneelenbecken genutzt wird. In meinen großen Becken arbeite ich mit mehreren Kammern die mit Filtermatten, Torffasern und zusätzlich mit Keramik-Filterröhrchen gefüllt sind.



Wieder zurück zu diesem Becken. Ich verwende 50mm starke Filtermatte blau. In der Mitte eingelassen eine Pumpe, die für Fliesswasser sorgt. Um die Pumpe herum sollte 5cm freie Fläche sein, mit der Filtermatte nicht direkt an die Pumpe fahren, sonst wird der Wasserkreislauf gestört, weil nicht genug Wasser angesaugt wird.



Ein gut biegsamer Silikonschlauch transportiert das gereinigte Wasser zum Zulauf des Wasserteils, den ich hier ganz kurz halte.


Der weitere Aufbau erfolgt aus Styrodur, mit einem Revisionsschacht der die Arbeit an der Pumpe oder  am Filtermaterial ohne großen Aufwand ermöglichen wird.


Bis das Silikon getrocknet ist, verkeile ich alles mit eingepassten Styrodurplatten und beschwere von oben mit schweren Wurzeln.


Das Silikon ist trocken und der Revisionsschacht wird mit einer weiteren Filtermatte verschlossen, nun kann die Glasfläche mit Xaxim belegt werden. Wie man sieht, habe ich die alte Beflockung mit einer Klinge in mühevoller Arbeit von den Scheiben entfernt. Weil es so Mühevoll ist, nur an den Stellen, an denen später Materialien verklebt werden müssen.


Die Styrodurfläche wird wie zuvor beschrieben beflockt.


Der Revisionsschacht mit einer 2cm starken Xaximplatte abgedeckt.


Diese Platte wird später passend zugeschnitten und lose in die Öffnung eingelassen, zwischen Xaxim und Filtermatte kommt ein feines Vlies um dem Verschmutzen des Filters entgegen zu wirken.


Weißtorfsoden im Hintergrund sollen später schön bemoosen, da sie bei 100°C  Sterilisiert wurden, muss ich sie nach dem Wässern erst animpfen.


Nun wird auf der rechten Seite eine 6cm Xaximplatte auf dem Glas fixiert und in der Mitte ein Überhang aus Styrodur angeklebt um das Wasserteil natürlicher zu gestalten.


Holz-Schaschlikspiesse stabilisieren die
Silikon-Verklebung zusätzlich.


Achso, erwähnte ich eigentlich schon dass ich Silikon hasse!?!


Verklebungen sind alle getrocknet und so kann ich beflocken.


Nun kann man bereits erahnen, wie es mal aussehen wird.


In ein paar Wochen kann man mit Moosen animpfen und im Uferbereich Teichlebermoose auslegen.


Die Bepflanzung für dieses Becken wird eher mit grossblättrigen Pflanzen erfolgen, artgerecht für die Gruppe Terribilis , die hier einziehen wird.



aber zuerst mal ein Probelauf der Pumpe, die Technik ist das wichtigste. Stehendes ungefiltertes Wasser im Terrarium ist für mich ein No-Go, deshalb muss ich mich hier auf meine Technik verlassen können. Gleichzeitig besprühe ich das ganze Becken um zu Testen wie schnell, welche bereiche wieder trocknen. Ich wähle eine Wasserhöhe von 6cm und einen kurzen Wasserweg bis zum Wasserteil um eine Versumpfung des Beckens vorzubeugen.


Der vorgesehene Wasserstand erweist sich aber als problematisch, nach kurzer Zeit hört man bereits Pumpengeräusche, die Pumpe zieht Luft.


Alles läuft eigentlich perfekt, solange Schwebstoffe die Edelstahlgaze nicht zusetzen.


Die SuperFish Aqua-Power 200 ist nicht regulierbar, der Wasserdurchlauf von 200Litern in der Stunde eigentlich auch nicht zu stark. Die Wasseransaugung liegt nicht sehr hoch, was sie für meine Zwecke in diesem kleinen Wasserteil und 6cm Wasserstand eigentlich prädestiniert.

Doch wenn das Wasser nicht in genau der gleichen Geschwindigkeit zurückfindet, wie es abtransportiert wird, läuft die Filterkammer leer, bzw unter 5cm Wasserstand und die Pumpe zieht Luft. Dies passiert prompt, als die feine Edelstahl-Gaze sich mit Schwebstoffen zusetzt.




Da wird wohl doch wieder wie in den anderen Becken die Eheim compactON300 zum Einsatz kommen. Ein Versuch war es Wert. Zum Glück sind Pumpe wie Elektronik gut zugänglich und der Austausch damit ohne große Umbauten machbar. Die 10 Euro sind zwar futsch, denn ich muss das Kabel der Pumpe ja abschneiden und durch die Gaze nach aussen führen und außerhalb des Terrariums verlöten und um 4m verlängern, die Garantie ist daher verfallen.


Die alt bewährte Pumpe un meinen Terrarien, seit 2017 neue Bauform aber nachwievor Top Qualität. Ganz gut zu erkennen, der extrem niedriege Ansaugpunkt, durch eine kleine Umbaumaßnahme. Egal wieviel Wasser auch verdunsten mag, egal ob der Wasserdurchfluss durch vermulmen des Filtermaterials verlangsamt wird, diese Pumpe garantiert für fließendes Wasser. Ich weiss schon, warum ich auf Qualität setze und nicht auf Billigware aus Fernost.


Wer mit einem Bachlauf arbeiten möchte, sollte sich des Kapillareffektes der verwendeten Materialien bewusst sein.

Die Verwendung von feuchtigkeitsabsorbierenden Materialien im Bereich des Rinnsals führt sehr oft zum Versumpfen des Terrariums was für die Gesundheit der Amphibien nicht zum Vorteil ist.

Auch wenn ich den Bachlauf mit Silikon bestreiche, und diese Fläche dann mit Torf und Kokosfasern beflocke erhalte ich eine Saugende Oberfläche.

Benutze ich aber Epoxidharz und färbe diesen mit Farbpulvern, oder bepudere ihn fein mit Torf, erhalte ich eine natürliche Optik, die sich nicht wesentlich von angrenzenden Materialien abhebt. Aber!! diese Epoxidharzbeschichtung saugt absolut kein Wasser und gibt auch keine Feuchtigkeit an die angrenzenden Materialien ab. Wenn man die Epoxidharzbeschichtung deutlich über den Wasserverlauf hinaus beschichtet, das Wasser also nicht in unmittelbare Nähe feuchtigkeitsabsorbierenden Materialien im Terrarium kommt läuft man nicht in Gefahr, dass das Becken versumpft.

Ich habe alle Materialien getestet und wähle bewusst aus, was ich zu welchem Zweck verwende. Manche Bereiche am Boden möchte ich bewusst feucht halten, um Moose anzusiedeln, andere sollen innerhalb kurzer Zeit wieder trocknen, damit die Tiere auch trockene Zonen finden, an denen sie sich aufhalten können.

Die ideale Variante ist immer ein möglichst kurzer Zufluss zum Wasserteil, ich sehe oft dass meine Tinctorius und Phyllobaten gerne in den Wasserlauf sitzen er wird gerne angenommen, deshalb lege ich Wert auf Fliesswasser aber ich halte die Distanzen zum Wasserteil wirklich ziemlich kurz. Ein richtiger Bach hat in meinem Freundeskreis wirklich bei keinem lange funktioniert.


Geschafft mein
Pumpenproblem ist behoben und als ich schon mal neu zusammenbaue habe ich gleich mal die Dekoration geändert.

Statt der Fingerwurzeln habe ich mir feine biegsame Lianen aus Kabelisolierungen und Netzwerkkabeln beflockt. Dieses Filigrane gefällt mir in diesem flachen Becken wirklich besser wenn dann mal die Pflanzen kommen wird das wieder ein schöner Blickfang und das muss es, wo doch gerade oben drüber diese riesen Becken mit 50 Liter Wasserteil stehen.


Steine und Laub vervollständigen das Bild schon recht gut.


freue mich schon auf die bepflanzung des Beckens, die jetzt viel zu früh wäre, denn die Essigsäure ist noch lange nicht verflogen.


AMAZONIA LIGHT aqua soil aus dem Hause ADA als Bodengrund für das Wasserteil.



Möglichst naturnah, ich mag keine vollflächige Laubschicht auf Filtermatte, ich freue mich bereits auf Moose und Teichlebermoose die sich zwischen Steinen und Laub breit machen werden.


Animpfung mit Moosen aus meinen Becken, viel zu früh, aber das mit voller Absicht, um zu demonstrieren welchen Schaden Essigsäure bei den Pflanzen anrichtet.
Ich kann mir den Luxus leisten Pflanzen zu Demonstrationszwecken zu opfern, ich habe so viele Ableger angesetzt dass ich nicht in Bedrängnis komme.


Ich habe ich so viel gelesen und Bilder gesehen von Becken die direkt oder nur wenige Tage nach dem Beflocken bepflanzt wurden, aber ich habe nie Bilder von diesen Becken gesehen Monate nach der Einrichtung.
Ich weiss der Wirkung der Essigsäure auf Pflanzen, sogar auf Pflanzen in Terrarien über dem eigentlich beflockten Becken. Was Essigsäure selbst über den Kammineffekt der Luftansaugung vom Unteren Becken angesaugt im darüber liegenden Becken anrichten kann habe ich mit eigenen Augen gesehen.

Noch mal zum Verständnis, alle Begonien, alle Selaginella im darüber liegenden Terrarium sind glasig geworden und verendet, nur durch die aufsteigende Essigsäure die in den Luftzug gelangte.

Ich werde hier Bilder posten, wie Schwimmpflanzen, Selaginella, Farne und andere Pflanzen nach einigen Tagen aussehen, wenn man die Becken sofort bepflanzt.

Denn Ungeduld ist kein guter Ratgeber,

keine Ungeduld, keine Frustration.
Ich möchte Euch vor schlimmen, manchmal auch teuren Fehlern bewahren, die ich und auch viele Andere aus Ungeduld oder Unwissenheit, bereits begangen haben


Nur kurz zwischenrein, weil ich diesem Thema wirklich keine eigene Rubrik zuordnen möchte......

.......weil ich ständig angeschrieben werde wieviel Silikon man für welche Beckengröße braucht. Für dieses Becken B80xT60xH40cm waren es 6 Kartuschen.


im Vergleich für B70xT50xH70cm stark strukturiert, waren es 10 Kartuschen und 1 Kartusche  Innotec Adheaseal.
Wie man sehr gut sieht, steht der Bedarf in keinerlei Verhältniss zur Größe des Beckens, sondern richtet sich nach strukturierung und Umfang des Interieurs welches zusätzlich beflockt werden muss.

Somit schließe ich dieses Thema gleich wieder, weil ich hier wirklich keinen vernünftigen Rat geben kann, außer kauft genug Kartuschen und gebt den Rest zurück, oder ihr habt den Fachhandel vor der Haustüre und könnt jederzeit eine Kartusche nachkaufen. Wer im Internet kauft und den ortsansässigen Fachhandel umgeht, geht immer volles Risiko und muss notfalls seine Arbeit unterbrechen.
Das ist der Preis den man bezahlt wenn man nur auf Schnäppchen setzt.


Nun möchte ich noch einmal auf die kurz erwähnte Epoxidharzbeschichtung eingehen. Eine Alternativbeschichtung die ich über Jahre in der Fläche getestet und Partiell eingesetzt als ideale Beschichtung für ein Tropen Terrarium befunden habe.
Welche ich immer noch als zwingend für Bachläufe empfehle, alles andere funktioniert auf Dauer nicht wirklich und das Becken versumpft.

Aber dies habe ich ja nun gerade schon behandelt.



Epoxidharz Versiegelung, (niedrigviskos) E45T

  • 2K Epoxidharz Versiegelungssystem
  • Mittelviskos (sirupartig)
  • 45 min Topfzeit
  • Vergilbungsarm
  • Bildet klare und klebfreie Oberflächen
  • Physiologisch unbedenklich
  • Verbrauch ca. 400 g / Quadratmeter
dieses Material habe ich bereits 2005/2006 in meinen Aquarien verwendet,
ich war auch in meinen Terrarien immer sehr zufrieden.
Es lässt sich gut beflocken und mit Farbpulvern färben.
die erste Schicht wird klar aufgetragen und die zweite Schicht kann gefärbt werden, darauf erfolgt eine weitere Schicht auf die dann auch gefärbt, besandet
oder beflockt werden kann.

So lassen sich Felsen und Steine gut nachbilden.

Breddermann schreibt:
Unsere Versiegelungs-Systeme für den Terrarien/Aquarienbereich sind nach dem Grundsatz ausgesucht:
 
„ Was dem Epoxidharzsystem nicht zugesetzt ist, kann auch nicht an die Umgebung abgegeben werden "
 
Die Rohstoffe der für den Terrarien- und Aquarienbereich empfohlenen Systeme basieren daher nur auf Inhaltsstoffen, welche durch Langzeitests auf Eignung geprüft wurden. Die Systeme E45T / E45TM / E25TU / E25TMU sind daher bei Einhaltung der Verarbeitungshinweise nach Aushärtung als physiologisch unbedenklich einzustufen.Wir vertreiben unsere Systeme für den Terrarien- und Aquarienbereich seit 2005 ohne Änderung der Rezeptur. Bei der Entwicklung des Systems war es uns wichtig, nur Rohstoffe zur verwenden, welche in  Liste I der Positivliste (Leitlinie Trinkwasser-Beschichtung) verzeichnet waren.




Epoxidharz ist absolut unbedenklich, hält Wasser und Temperaturschwankungen stand
und ist unverwüstlich.

Die ausgehärtete Oberfläche ist allerdings knochenhart, das anpinnen von Pflanzen ist ohne vorheriges bohren nicht möglich, ein wesentlicher von mir entdeckte Nachteil.
Noch eines, die Beflockung von Epoxidharz brauch nicht mit Moossporen angereichert werden, jedes Material was in feuchtes Epoxidharz eingedrückt wird ist ohnehin totes Material. An sonsten ein wirklich geniales Material um Flelsen Nachzubilden, und um zu verhindern das ein Becken um das Wasserteil herum Versumpft.



ACHTUNG !allerdings sollte das Verhältnis Epoxidharz/Härter präzise eingehalten werden um ein optimales Aushärten zu erreichen, dann hat man mit den Farbpulvern von Breddermann die Möglichkeit Naturnahe Landschaften nachzubilden, die ewig halten und unseren Pfleglingen nicht schaden. Was ich von Zement, Fließenkleber & Co nicht behaupten kann.

https://shop.breddermann-kunstharze.de/Aquaristik-Terraristik/

Weitere Beschichtungen:

Ich habe viele Materialien einem
5 Jahre Dauertest unterzogen zwei Fertigmischungen mit Elastopor und Beflockung fertig vermischt im Eimer für viel Geld.

Ich habe Kork und Kokosfaser im Milieu eines tropischen Terrariums getestet und für ungeeignet befunden.

Zum damaligen Zeitpunkt wurde bereits 2K-PU Kleber im feuchtwarmen
Milieu experimentiert. 2K-PU war ein Parkettklebstoff der mit Härter angerührt wurde, der aber damals wegen eines Weichmachers in eben diesem feuchtwarmen Milieu Probleme machte. Beschichtungen lösten sich, Tiere verstarben weil sich Gase bildeten.

Mittlerweile hat sich die Rezeptur grundlegend geändert, das Material gilt als Lebensmittelecht und für Kinderzimmer geeignet, ich habe mittlerweile meine Werkstoffe gefunden und starte deshalb keinen Versuch mit diesem Material weil ich keinen Vorteil gegenüber Aquariumsilikon finde.

Wenn allerdings renommierte Unternehmen wie BensJungle oder dendroshop dieses Material mittlerweile lagernd führen und zur Beschichtung von Terrarien verkaufen scheint es wohl geeignet bzw. uneingeschränkt zu empfehlen zu sein. Über Langzeiterfahrungen, von vier oder mehr Jahren mit der neuen Rezepzur habe ich noch nichts gelesen oder gesehen. Wirklich anschaulich gestaltete Landschaften in neu entstandenen Terrarien habe ich vielfach gesehen und bewundert, aber keine Terrarien die einige Jahre eingelaufen waren. Deshalb will ich außer diese Beschichtungsmethode hier zu erwähnen, mich nicht wirklich weiter dazu äußern.

Auch Elastopur, als Klebstoff angeboten von Rana Terrarienbau oder auch Benjamin Schwarz (BensJungle) gelten als Alternativen zu meiner Beschichtungsvariante.

Einige habe ich ja vor vielen Jahren bereits einem Test unterzogen,
in welchem Maß sich Mischungsverhältnis und Zusammensetzung in den letzten Jahren verändert haben kann ich nicht beurteilen, meine Erkenntnisse habe ich aus damals verfügbaren Fertigmischungen und Werkstoffen gezogen und diese waren ernüchternd.

mehr auf:

https://www.froschmichl.de/Einrichtung-eines-Terrariums.htm



Und nun folgt ein fertig beschichtetes Auftragsbecken
Becken 80x50x80cm

Statt Mangroven, Morkinen, Savannen oder Fingerwurzeln wurden hier beflockte Kunst-Lianen aus Draht verwendet, Die Übergänge von Rückwand auf die künstlichen Wurzeln mit Epoxidharz beschichtet, so habe ich diese Optik erreicht.
Optisch wirklich ein Traum aber bretthart und absolut Wasserabweidend bis auf kleine Akzente mit Hygrolon und Silikon die Bemoosung zulassen, ist nur der Boden aus Torf wirklich feucht. Wie gewünscht so gefertigt, orientiert an einem Terrarium in Asien gefertigt, sollte aber möglichst nicht mit Natur-Materialien bestückt werden sondern alles möglichst künstlich nachgebildet sein, weil Histrionica darin gezüchtet werden sollten und möglichst wenig Keime ins Becken kommen sollten.


Eine Nahaufnahme der künstlichen Liane, die Oberfläche fügt sich ideal in ein beflocktes Becken ein


Die Beschichtung mit Epoxidharz in diesem Becken sowie die Beflockung geht auf die integrierten Kunst-Lianen über somit harmonieren sie perfekt mit der Rückwand wie auch mit den am Boden verwendeten Schwarztorfsoden. Sie sind super stabil, im Gegensatz zu biegsamen Lianen anderer Anbieter, die nach dem zweiten mal biegen bereits brechen und auch relativ lieblos nachgebildet sind. Einziger Wermutstropfen die Fasern, die unnatürlicher nicht wirken könnten, die habe ich zuvor entfernt. Nach Fertigstellung dieses Beckens war bereits der Plan für eines Hochterrariums für mich im Kopf, so begeisterte mich das Endprodukt. Allerdings würde ich für mich mehr mit Silikon beflocken um mehr Feuchtigkeit halten zu können, somit mehr Moose ansiedeln kann.


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Ein anderes Terrarium 70x50x70cm
Das Beflocken ist eine sehr staubige Angelegenheit,


Die tiefe 3D Struktur der Felsrückwand verschlingt Unmengen Aquariumsilikon


Die Beflockung erfolgt nach bewährtem Rezept.
Kokoshumus, Kokosfasern, gemahlenes Xaxim, Pinienrinde, Moossporen, bei 100°C sterilisierte Walderde.




Ein älteres Terrarium 80x50x80cm

Ich habe das Ganze Interieur entkernt und mit Styrodur®, 2K-PU Schaum und Morkinenwurzeln einen ausgewaschenen Steilhang nachempfunden.

EpiWeb® und Hygrolon® sollen als Feuchtigkeitsspeicher für Moose,
Farne und verschiedene Orchideen dienen.

Die normal beflockten Flächen trocknen sehr schnell ab, was wiederum andere Tropischen Pflanzen und viele Orchideen sehr begrüßen.

Hier sollte man sich wirklich über die Bedürftnisse der einzelnen Pflanzen im Klaren sein.



Für die Beflockung stelle ich ein eigenes Gemisch her.

Kokosfasern, Weisstorf, gemahlenes Xaxim und im Fachhandel erhältliche Tropische Erdsubstrate wie Lucky reptile JB-10. Dies alles wird vermischt und mit Moossporen angereichert.

Auf geraden Flächen trage ich schwarzes Aquariumsilikon mit einem Zahnspachtel auf und drücke erst
Pinienrinde größe S/M hinein, dann drücke ich erst die Beflockungs-Mischung auf.

Auf struktutierten Rückwänden wie dieser muss für diese Arbeit ein Pinsel mit harten Borsten herhalten, die zusätlich noch gekürzt werden.

Die Beflockung sollte fest auf das Silikonbett aufgedrückt werden, damit sie auch haftet.


Fertig beflocktes Becken, bereit zur Bepflanzung.
14 eingearbeitete Filmdosen sollten ausreichend Unterschlupf für die Tiere bieten

Die Bodenplatte aus Styrodur ist nach vorne leicht angeschrägt und liegt komplett auf groben Filterschaum gelagert.

Auf diese Styrodurplatte lege ich 4 cm starkes hartes Xaxim als entgültigen Boden.

Die Vorderkante bzw. Sichtkante der Styrodurplatte, die nicht von Xaxim bedeckt wird,
ist wie der Rest des Beckens beflockt.



Dies ist der Boden vor dem Wasserteil nach drei Monaten, der Übergang von Xaxim zum beflockten Styrodur ist nicht mehr sichtbar.

Die Beflockten Seile haben dem feuchten Klima nicht Stand gehalten, also bleibe ich bei Kabelisolierungen und künstlichen Lianen, wenn nicht Echtholz verwendet wird. Das sind die Erfahrungen die man sammelt, egal wie lange man dabei ist, man lernt nie aus.


Terrarium 80x60x120cm

Auch große und ausladende Wurzeln können gut und stabil verklebt werden, aufgrund der Zugkraft an den Verklebungen der weit ausladenden Wurzeln, wähle ich allerdings statt Silikon einen stärkeren Klebstoff.


Innotec Adheseal ist eine einzigartige, dauerhaft elastische Kleb- und Dichtmasse auf MS-Polymerbasis.
Das Produkt ist ideal zum Kleben oder Dichten und bietet eine starke Klebekraft auch auf schwierigen Materialien wie Metall, Kunststoff, Gummi, Glas und (Plexi-) Glas.

Adheseal ist lösungsmittelfrei, so dass die Verklebung oder Abdichtung weder schrumpfen noch reißen kann.
Es gibt keinerlei Ausdunstungen es ist absolut geruchsneutral ein wirklich geniales, jedoch teures Material um Wurzeln zu verkleben.

Diese Dichtungsmasse ist perfekt für dieVerklebung von Wurzeln, weil meist das andrücken schon genügt und die wurzel sich nicht mehr verschiebt.Bei Silikon muss man meist unterbauen um die Klebefläche vom Zug des Gewichtes zu entlasten. 


Innotec Adheseal hat nach Aushärtung nicht die Konsistenz von Silikon, sondern ist deutlich härter, man erreicht eine stabile Klebung die dauerhaft hält.
Auch nachträgliches stabilisieren gelöster Silikonflächen im laufenden Terrarium ist mit diesem Material möglich, da es keinerlei Ausdunstungen gibt, die Tieren und Pflanzen schaden könnten.

Allerdings sollte man die klebenaht direkt beflocken, damit kein Tier durch die Klebefläche läuft.





Nach einem TIP von Katharina Walder
aus der Schweiz fand ich eine günstigere Alternative zu INNOTEC

 

K1 NaturaGart Alleskleber
MS Polymer, dauerelastisch

Kartusche 290 ml
 
 
Dauerelastischer, feuchtigkeitshärtender 1-Komponenten Klebe- und Dichtstoff auf MS-Hybrid-Polymerbasis
getestet und als gleichwertig befunden.

 

  • Einkomponentig
  • Einfache Verarbeitung
  • Lösungsmittel-, isocyanat- und silikonfrei
  • Sehr breites Haftspektrum, auch ohne Primer und Haftvermittler
  • Kann auch auf feuchte Untergründe appliziert werden
  • Nahezu geruchsfrei
  • Anstrichverträglich (auch Nass-in-Nass möglich)
  • Zum Pulver- oder Thermolackieren kurzzeitig bis +200 °C beständig
  • Sehr standfest (thixotrop) bis 40 mm Fugenbreite
  • Korrigierbar
  • Spalt- und rissüberbrückend
  • Schleif- und lackierfähig
  • Dauerelastisch von -40 °C bis +90 °C
  • Hohe mechanische Festigkeit
  • Sehr gute Dichteigenschaften
  • Sehr gute Witterungs- und Alterungsbeständigkeit
  • Gut beständig gegen Wasser, Salzwasser, aliphatische Lösungsmittel, Öle, Fette, verdünnte anorganische Säuren und Alkalien
  • Nicht korrosiv auf den Oberflächen, keine Randzonenverschmutzung und Verfärbung bei Naturstein
  • Korrosionsschützend
  • Schlag- und vibrationsfest (schockabsorbierend)
  •  

 
Technische Daten:
Farbe: schwarz
Verarbeitungstemperatur bei 50 % rf: +5 °C bis +40 °C
Volumenänderung DIN 52451: ca. 5 %
Konsistenz: sehr thixotropisch, standfest
Dichte bei +23 °C: 1,52 +/- 0,03 g/cm³
Hautbildungszeit bei +23 °C, 50 % rf: ca. 5 - 10 Min.
Durchhärtung nach 24 Stunden, +23 °C, 50 % rf: ca. 3 mm
Temperaturbeständigkeit nach Aushärtung: -40 °C bis +90 °C, kurzfristig bis +200 °C
Shore A Härte, DIN 53505, nach 3 Wochen Lagerung bei +23 °C und 50 % rf: 50 +/- 3
Modul bei 100 % Dehnung und +23 °C, DIN 53504 S2, Lagerung 7 Tage bei +23 °C und 50 % rf: ca. 0,9 - 1,0 N/mm²
Zugfestigkeit DIN 53504 S2, Lagerung 7 Tage bei +23 °C und 50 % rf: ca. 2,0 N/mm²
Bruchdehnung DIN 53504: > 400 %

 

hier das gleiche Terrarium zwei Jahre nach der Einrichtung.
Hier kann man gut die Rückwand sehen, die teilweise mit Xaxim und zum Teil mit Vorsprüngen aus Schwarztorf beklebt wurde. Dies war erforderlich, weil die Durchlüftung in meinen Terrarien 80x60x120cm immens ist.
So halte ich die Luftfeuchtigkeit bei 80%.



Hier kann man schon sehen, wie breit die Gazefläche in den Becken ist, was natürlich dem Pflanzenwachstum zu Gute kommt.

mehr auf:


https://www.froschmichl.de/Einrichtung-eines-Terrariums.htm



 










 



Auf das Filmlogo klicken für eine kurze Sequenz des Bachlaufes


Nach diesen kleinen Impressionen eines bewachsenen Wasserteils aus meinen Becken nun zum Thema Wasserlauf:



Ein heiß diskutiertes Thema, Wasserlauf, Wasserteil oder gar ein Wasserfall im Terrarium
hier meine persönlichen Erfahrungen:

2001 begann ich mit einem Palludarium Gesammtvolumen 1120 Liter.
Als Quereinsteiger aus der Aquaristik, die ich zu dieser Zeit bereits 15 Jahre erfolgreich betrieb, sollte es damals ein Aquarium sein, welches bereits vorhanden war.
Eine dumme Idee, was sich nach kurzer Zeit bereits herausstellte.
Trotz horenter Investition und ausgeklügelter Technik stellte ich fest, dass ein Aquarium für einen Froschhalter absolut ungeeignet ist.

Mein nächstes Becken in dem ich mit Wasser experimentierte war ein Standard-Terrarium mit den Maßen 100x50x100cm also ein Meter Breite 50cm Tiefe und einen Meter Höhe. 

Mit 2K-PU Schaum und Styrodur modellierte ich einen Wasserfall, der fließend in den Hintergrund überging. Das Terrarium wurde mit Rainforest-Background streng nach Anweisung des Herstellers beflockt, der Wasserfall mehrfach mit Epoxidharz behandelt und das Harz in vierter Beschichtung dann an den Übergängen zum RF-Background mit Torfgemisch optisch angepasst.
Der Wasserfall selbst wurde nur mit Farbpulvern und Sand auf Felsenoptik gefärbt und nur mit nicht mit saugfähigen Materialien beflockt.

Die Wege die ich mir für das Wasser ausgemalt hatte, durch drei künstlich hergestellte Becken bis hinunter zum Wasserteil, an dem die Pumpe wieder ansaugte, wurden wirklich über ein Jahr lang eingehalten.
Dann entstand irgendwo, unauffindbar klein, ein Riss und das Wasser suchte sich neue Wege.

Der Karpillareffekt des Rainforest Backgrounds und der saugfähige Bodenaufbau außerhalb des Wasserteils führten zum versumpfen des Beckens, was mich veranlasste dieses Becken zu entkernen und neu zu gestalten. Aber diesmal ohne einen Wasserfall, denn die Erfahrungen anderer unterschieden sich nicht wesentlich von meinen.


Über Jahre hinweg, machte ich sehr gute Erfahrungen mit doppelten Böden. Das heißt ich baute aus Glas ein Labyrinth in das Terrarium in dem Filtermaterial und eine Pumpe integriert wurde und deckte dieses mit einem V2A Lochblech mit 2mm Lochung ab.

Auf dieses Lochblech wurde Pinienrinde verstreut, eine geeignete Wurzel gelegt
über die das Wasser dann fließen konnte und letztendlich im doppelten Boden versickerte.

Leider habe ich nur noch Bildmaterial vom Ausschlachten der Becken
welche den neuen großen Terrarien nach fünf Jahren weichen mussten.
Von der Entstehung der Terrarien hatte ich damals keine Bilder gemacht.


Hier sieht man gut die Abdeckung mit Lochblech
und die Revisionsöffnung um an die Technik zu kommen.


[Andere arbeiten
bereits über 30 Jahre mit 5mm starken Kunststoff Lochplatten ähnlicher Lochung]
Also ich hatte das Rad nicht erfunden, sondern aufgrund der Tatsache dass diese Kunstoffplatten im Handel nicht mehr erhältlich sind V2A Stahl als alternative gewählt.

Im Radius 20cm um das Rinnsal hatte ich feuchte Pinienrinde, der Rest war trocken eine sehr zufriedenstellende Lösung.

Fazit: je kürzer der Wasserlauf/ Wasserweg im Terrarium ist, je weniger er mit anderem interieur in Verbindung tritt, desto weniger Gefahr besteht auch, dass das Becken versumpft.


Hier kann man gut sehen, wie trocken der Bodenbelag aus Pinienrinde bereits kurz nach der Beregnung bereits war.


In meinen neuen Becken, die ich seit 2015 selbst geplant habe verhält es sich anders. Hier arbeite ich nicht mehr mit Lochblech und Wasser unter dem Boden, sondern mit Wasservolumen von 20L und mehr. Die Becken haben einen an der Natur orientiert angelegten Wasserteil und Landteile die auf Grund ihrer Beschaffenheit gar nicht versumpfen können. 

In den flachen Becken arbeite ich mit Glasböden, die von allen Seiten zum Ufer hin ein Gefälle haben und das darauf fixierte Südamerikanische, harte Xaxim speichert nicht genug Feuchtigkeit dass es versumpfen könnte.

Im meinen großvolumigen Becken habe ich aus Styrodur Terassen angefertigt die bis zu 30cm über Wasseroberfläche enden, In Wassernähe ist das Styrodur mit epoxidharz, weiter entfernt mit Silikon und Torfgemisch beflockt. Styrodur selbst nimmt im Gegensatz zu Styropor kein Wasser auf und kommt in meinen Becken außer mit Beregnungswasser ohnehin nicht in Kontakt mit dem im unteren Teil befindlichen ca.50 Litern gefilterten Wasser.

Der Zulauf zu den Wasserteilen überschreitet in keinem meiner Becken eine Strecke von 10cm, in allen Becken können die Frösche in den Wasserlauf sitzen und haben die Möglichkeit überall aus dem Wasser zu klettern, wenn sie bei der Quappenablage oder weil sie erschrecken mal ins Wasser fallen sollten.

Aber jetzt schauen wir uns das mal gemeinsam an:




Terrarium Breite 80 x Tiefe 80 x Höhe 120cm davon Wasserfläche 80 x 60x 12cm


Terrarium Breite 80 x Tiefe 80 x Höhe 120cm davon Wasserfläche 80 x 60x 12cm

Terrarium Breite 80 x Tiefe 80 x Höhe 120cm davon Wasserfläche 80 x 60x 12cm

Terrarium Breite 80 x Tiefe 80 x Höhe 120cm davon Wasserfläche 80 x 60x 12cm
So sieht das Becken in eingelaufenen Zustand aus.

Ein anderes Becken 80x60x40cm
Gleiche Filtertechnik und Pumpe,
jedoch als Bachlauf gestaltet.









Moose siedeln sich an



Das gleiche Becken eingefahren


Das Becken Monate später............
































So feucht auch der Bereich um den Bachlauf ist, der hintere Teil des Beckens ist so trocken, dass sich nur Pflanzen der Gattung Peperomia, Microgramma, Pleopeltis und Pyrrosia wirklich behaupten. Alles andere verendete an mangelnder Feuchtigkeit.



 


Becken 80x60x120cm
  in diesem Becken soll auch wieder ein kleines Rinnsal laufen.

Hier mal ein kleiner Blick auf die Einbettung einer kleinen Eheim Pumpe, die entweder einen Bachlauf oder ein kurzes Rinnsal in jedem meiner Becken mit Wasser versorgt.





Ich verwende keine Denrobatenbecken mit schräger Bodenplatte und Wassergraben, sondern konstruiere natürlich aussehende Flußbette.



Unter der grauen Matte liegt als Vorfiltermasse ein Biologisches Filtermaterial aus keramischen Hohlkörpern für grobe Schmutzpartikel, erst danach läuft das Wasser durch den Filterschwamm zur Pumpe.
Eigentlich das Prinzip eines Hamburg Mattenfilters aufgewertet durch Keramikrohre für eine effektivere Filterung.



Ein Filter kurz vor dem auschwaschen nach einem Einsatz von nur 8 Monaten


Zum Einsatz kommen bei mir seit jeher Eheim Compact Pumpen, ob nun für ein kurzes Rinnsal oder für einen Flusslauf erwiesen sich die Compact 300 als sehr geschickt und gut dosierbar. Die Neue eheim Compact300 wurde modifiziert, bringt für unsere Zwecke aber nun eher ein Problem mit sich. Das Gehäuse und somit die Ansaugöffnung liegen für unsere Wasserstände zu hoch. Bei hohem Wasserdruck gibt es somit eine Verwirbelung und es wird Luft mit angesaugt. Dies bringt zwei Probleme mit sich, das eine, das Betriebsgeräusch der sonst leisen Pumpe erhöht sich bis zu einem Schlürfen..... das zweite Problem, die Pumpe kann überhitzen wenn sie nicht kontinuierlich Wasser gekühlt wird, weil zuviel Luft mit angesogen wird.

Mit einem kleinen 90° Bogen oder einem S-Bogen im Eheim Zubehör, kann man die Ansaugung bis 3mm über den Glasboden bringen und somit ist alles wieder flüsterleise und Leistungsstark.


Deckel drauf und die Fläche mit harten Xaximplatten ausgelegt

Natürlich ist die Technik, wie auch der Filterschaum jederzeit zugänglich, die große Wurzel am Boden ist nur angelehnt und kann somit entnommen werden.

Die Bodenplatte und das darauf befindliche Xaxim hoch geklappt und die Arbeit kann beginnen.

Die Fugen werden danach wieder mit spaghnum und Kokosfasern gefüllt und der Besatz kann wieder ins Becken.



Xaxim Rückwand mit eingearbeiteten Schwarztorfsoden
Wurzeln aus Savanne und Morkinen
Seiten nach bewährter Art beflockt.





 


Da ich ursprünglich aus der Aquaristik komme, kenne ich die verschiedensten Methoden Unterdruck in einem Schlauch zu erzeugen, um Wasser aus einem Terrarium zu saugen.

Die wohl unhygienischste ist wohl, das Wasser mit dem Mund anzusaugen.

Die Teuerste ist wohl eine Pumpe zu benutzen, was sich bei 62 L Wasser im Schnitt, in meinen Terrarien nicht lohnt.


Meine Methode ist so simpel wie auch gut......

Ich lege einen Schlauch in das Waschbecken, öffne den Wasserhahn und halte beide schlauchenden auf gleiche Höhe.

Dann halte ich das eine Ende unter den Wasserstrahl, bis das Wasser die Luft im Schlauch verdrängt hat und am anderen Ende ein Wasserstrahl aus dem Schlauch kommt.

In diesem Moment drücke ich mit beiden Daumen jeweils das Schlauchende zu und halte einen Schlauch voller Wasser und ohne Luft in meinen Händen.



So laufe ich vom Waschbecken zum Terrarium, welches möglichst schon geöffnet sein sollte.


Ohne nur ein Ende loszulassen, tauche ich das eine Ende des Schlauchs in den Wasserteil meines Terrariums und das andere Ende des Schlauchs an einen tieferen Punkt unterhalb des Ansaugpunktes im Terrarium.


Dabei sollte man darauf achten, dass man den Schlauch nicht unbedingt auf den Bodengrund des Wasserteils hält, da dieser sonst mit abgesaugt würde.


Nun kommt der Entscheidende Moment, die Daumen sollten die Enden der Schläuche entweder gleichzeitig frei geben, der Daumen im Wasserteil oben zuerst funktioniert meist auch.


Das Wasser schießt sofort durch den Schlauch nach unten, wie man sieht ist mein Wasser sehr mit Humminsäuren angereichert, deshalb die braune Färbung.

Ich gehe auf Nummer Sicher und verhindere durch die Filterung, die ich bereits oben beschrieben habe und die Beigabe von Torffasern oder sogar Torfsoden die ins Wasser ragen eine Bildung von schädlichen Bakterien.



Durch das Edelstahl Endstück am unteren Schlauchende des weichen Silikonschlauchs brauche ich diesem Ende keine Beachtung mehr schenken und kann mich so auf den Wasserstand im Terrarium kümmern.


Nachdem ich mich früher immer über die störrischen grünen oder transparenten Eheim Schläuche geärgert habe, die man entweder an den Eimer klemmen oder wirklich halten musste, suchte ich nach einer Lösung und kam so auf Silikon. Eine tolle Sache, gerade wenn man die eine Seite beschwert, so wie ich.

Kleiner TIP! ich habe bei diesem Wasserwechsel 8 Lugibris Quappen mit angesaugt, die sich danach im Eimer befanden.
Deshalb sollte man das Wasser bei der Entsorgung lieber durch ein Sieb schütten.

Das entnommene Wasser muss dann nur noch durch aufbereitetes Frischwasser ersetzt werden.....

und so haben wir eine gute überleitung zum nächten Thema




 Da wir in unserer Region von relativ gutem Leitungswasser verwöhnt sind, erübrigt sich eigentlich eine Osmoseanlage. Zur Aufzucht der Quappen strecke ich das Leitungswasser  einfach mit „Quappentee“

Das bedeutet, dass ich in kochendes Wasser einige Erlenzapfen lege und über Nacht ziehen lasse. Das Produkt ist eine braune Brühe, die enthaltene Huminsäure macht das Wasser weich und leicht sauer ~PH 6,5 KH 3°GH 5° und wirkt dadurch Antibakteriell. Der Quappentee kann sogar bei geringem Schimmelbefall im Terrarium angewandt werden.



Erlenzapfen



Konzentrat aus dem Sud der Erlenzapfen


Da ich im ländlichen Bereich wohne und unbelastete Erlenzapfen Tütenweise sammeln kann, bin ich nicht auf den Kauf solcher Produkte angewiesen. Doch der Aquaristikfachhandel bietet Erlenzapfen wie auch Seemandelbaumblätter zum Kauf an. Beide Produkte haben die gleiche Wirkung auf die Wasserchemie. Auch das einheimische Eichenlaub bringt eine erwünschte Aufsäuerung des Wassers.

Zur Beregnung, die ich manuell 2x täglich mit einem Drucksprüher von Hand vornehme, benutze ich 50% lauwarmes Leitungswasser und 50% abgestandenes Wasser oder Regenwasser.

Die Qualität des Wassers prüfe ich in gewissen Abständen.
Dazu dienen Tropfentests oder Quick-Tests mit Teststreifen aus der Aquaristik, die irgendwann mein Wasserlabor aus Aquaristikzeiten ablöste.



Wie auch die Aufzucht der Quappen mit den Jahren immer mehr optimiert wurde, verhält es sich auch mit der Aufbereitung des Wassers.
So habe ich mir nun doch eine kleine Osmoseanlage zugelegt, die für meine Ansprüche und Wasserbedarf vollkommen ausreicht.






erweitert durch eine 24V Boosterpumpe (nichts anderes als bei der Beregnungsanlage) beschleunigt man das Prozédere aufgrund höheren Wasserdrucks.





Osmoseanlage bei der Arbeit, Nutzwasser läuft in einen 50l Eimer mit Deckel.
Nutzwasserproduktion standard ca. 130ml/min nicht unbedingt viel, doch durch die Boosterpumpe erreiche ich einen Wasserdurchlauf von ca.
180ml/min dies ist ausreichend, denn mein Bedarf ist nicht hoch.

Mischingsverhältnis 1/3 Osmose mit 2/3 Leitung. Wert des Leitungswassers (12 °dGH) Wert des Osmosewassers (1°dGH)





 




Wie gewohnt installiere ich drei endkoppelte 12V PC Lüfter auf der Gazefläche um eine gute Entlüftung zu gewährleisten.

Meine Wahl sind immer flüsterleise Lüfter mit einem guten Luftaustausch.

Wie auch bei der Beregnung hasse ich technische Geräusche, deshalb alles lieber teuer aber leise und qualitativ hochwertig.

Kollegen arbeiten mit 220V Papst-Lüftern, ich habe aus Sicherheitsgründen komplett auf 12-14V umgestellt.

Einzig und allein die Eheim-Pumpen laufen mit 220V, diese sind aber wasserdicht verkapselt.

Meine Lüftungsintervalle sind 4x 30 Minuten täglich.

Ganz wichtig, immer nur Luft dem Terrarium entziehen, keine wieder von oben in das Terrarium zuführen, dies würde nur zu einer Verwirbelung führen und somit würde kein richtiger Luftaustausch stattfinden. Durch das Entziehen der Luft auf der Gaze oben wird automatisch das Anziehen von Frischluft durch die Gaze vorne unten erzwungen.

Warum eigentlich überhaupt künstlich Luft abführen?

Bei einem gut konstruierten Terrarium und gut berechneter Gazefläche oben, wird automatisch durch den vorhandenen Kamineffekt verbrauchte Luft nach oben abgezogen.

Setzt man aber wie ich auf eine große Pflanzenvielfalt braucht es aber ein wenig mehr.

Farne und Orchideen lieben eine gute Durchlüftung  und überhaupt keine gespannte Luft.

Je dichter ein Terrarium bewachsen ist,
desto mehr Luft bleibt stehen,
darum werden einzelne Pflanzen im Terrarium einfach nicht wachsen, manch andere werden nie zur Blüte kommen.
Einige werden auch einfach nur verfaulen.

Neben der Ursache für ein
suboptimales Gedeihen der Pflanzen durch mangelnde Belüftung und die dadurch unzureichende Aufnahme von CO2 durch die Pflanzen sein kann es gerade bei großen bzw. hohen Terrarien  oftmals auch unzulängliche Beleuchtung im mittleren bis unteren Bereich sein

Mangelhafte Beleuchtung, g
erade bei der Verwendung von Leuchtstoffröhren ist mit Abstand der häufigste Fehler für schlechten Pflanzenwuchs, dies ist jedoch durch geeignete Beleuchtungsmittel wie Hochleistungs LED´s einfach zu korrigieren:

https://www.froschmichl.de/Beleuchtung.htm

Gleich aber nach zu wenig Licht, kommt bei 90% aller Terrarien der Einsatz von viel zu viel Wasser.

Zu viel Rest-Nässe in der Nacht in der keine Photosynthese stattfindet schadet den Pflanzen,
Fäulnis uns Schimmel sind die Folge.

Deshalb läuft bei mir noch kurz bevor das Licht aus geht noch mal 30 Minuten der Lüfter.

Meine Becken sind zur nacht fast komplett heruntergetrocknet, einzig und allein die Verdunstung durch das Fließwasser im Terrarium erhält die Luftfeuchte








 

 



Im Winter kommen zusätzlich noch Heizschlangen zum Einsatz.


Diese werden auf eine eingepasste Vorhangstange gewickelt und lose auf träger aufgelegt. Es sollte Kontakt zum Glas vermieden werden, weil dieses sonst aufgrund der verschiedenen Temperaturspannungen reißen würde.


Ebenfalls sollte die Stange nicht press in zwischen die Glasplatten gespannt werden, da die Stange bei Hitze in alle Richtungen ausdehnt.

Warum diese Variante?
Ich habe seit dem Jahre 2001 einige Erfahrungen gesammelt, ich habe Klebeheizungen aus dem Reptilienbedarf verwendet, die eine geringe Wattleistung hatten und somit genau für das Verwendete Terrarium geeignet waren. Eine technische Fehlfunktion führte dazu, dass die Heizung das Terrarium viel zu hoch erhitzte und mir ein sehr schönes Zuchtpaar Oophaga Pumilio Isla Popa über Nacht den Hitzetod sterben lassen hat.

Bei verschiedenen Froschfreunden ist eine Heizschlange im Bodengrund verlegt, dafür zuständig gewesen, dass die Bodenscheibe gerissen ist.

Heizsteine am Boden sind eine Todesfalle für Amphibien, diese sollten im Wüstenterrarium ihren Einsatz finden, haben aber im Dendrobatenbecken nichts verloren.

Es sollte ohnehin darauf geachtet werden, dass die Wärmequelle nicht am Boden sitzt. Der angeborene Instinkt der Frösche ist, Wärme kommt von oben und wenn es zu warm ist, geht das Tier zum Waldboden.

Meine Variante erwärmt die Zuluft und verstärkt den Kamineffekt, denn warme Luft steigt nach oben.

Die Temperatur am Terrarienboden erhöht sich bei meiner Variante um 3-4°C die Temperatur ab Mitte Terrarium um 8-10°C was mich im Winter 25°C Tagestemperatur und 22°C Nachttemperatur ermöglichen lässt.

Die Industrie bietet für diese Zwecke allerlei Elektrische Steuerungsgeräte an, die die Temperatur überwachen.

Ich bin in der glücklichen Lage dies nicht zu brauchen.

  





Pflanzen unauffällig Aufbinden



kleine Pflanzen wie Orchideen und Pfeffer
können sehr gut mit feinem elastischen Nähfaden in dunkel braun aufgebunden werden.
Wenn die Pflanze Feuchtigkeit benötigt, verwende ich noch Hygrolon und Moossporen oder Spaghnum.



da der Faden auf der Wurzel wirklich unsichtbar ist, ruhig mehrmals um die Pflanze herum.
Achtung! Manche Orchidee mag gar keinen Druck auf dem Wurzelwerk,
daher ist Fingerspitzengefühl gefragt.
Lieber in Substrat oder Moos enbetten, als sie Wurzeln zu zerschneiden.






hier sieht man gut, Mangrove oder Morkinenwurzeln haben fast den identischen Braunton.





Hier binde ich etwas Christmas Moos mit auf.
Emers gewachsen hat es eine sehr interessante Wuchsform.
Doch auf Moose gehe ich später noch im Detail ein.








Hier mal ein Bild vom Faden den ich verwende, diesen gibt es aber von diversen Herstellern.



 

 

Eines möchte ich hier gleich anmerken, setzt bitte auf Beständigkeit und verzichtet auf die höchst dekorativen Rebhölzer oder Lianen.

Ehe die Pflanze richtig fest gewachsen ist, fault Euch in einem Becken mit 60-100% anhalternder Luftfeuchte und teilweise stehenden Wasser ein solches Holz wirklich durch.

Mangroven oder Morkinen, Eisenholz oder Mopani-Wurzeln sind dagegen noch nach 20/30 jahren stabil und beständig.

Eine Mooreichen-Wurzel mit viel Möglichkeiten zum Pflanzen, allerdings mit einer Rohdichte die nicht zu unterschätzen ist. Diese Wurzel bringt stolze 23Kg Trockengewicht auf die Waage und dieses Gewicht muss durch eine Styrodur-Platte aufgefangen werden. Eine Punktbelastung auf den Glasboden würde böse ausgehen.



Gebaut für die EWIGKEIT Mooreiche und Mangrove

(eines meiner grossen Becken 80x60x120cm)





Nun aber wieder zurück zum Thema:


das Aufbinden schwererer oder auch Kopflastiger Pflanzen erfordert etwas stärkere Mittel.




Auch hier gilt wieder, wenn die Pflanze Feuchtigkeit benötigt, verwende ich noch Hygrolon und Moossporen oder Spaghnum, ist es eine Pflanze deren Wurzeln nur als Haftwurzel dient, wird trocken und ohne Substrat aufgebunden.



Zum Binden nehme ich eine handelsübliche Nylon Strumpfhose in dunklem Braun und ordentlich Denier. Ich habe da keinerlei Skrupel in der Damenabteilung nach einer Passenden Strumpfhose zu suchen. Bei meinem erhöhten Bedarf beim Einrichten zweier großen Becken wurde ich schon mal gemustert. Doch ich klärte die Verkäuferin auf, dass ich weder eine Bank überfallen, noch irgend einem Fetisch nachgehe .

Als ich sie über die wahren Gründe aufklärte, schaute sie aber nicht weniger verwirrt . Denn ich kaufte nicht gerade billig ein.

 


Die Farbe der Nylonstrumpfhose fügt sich gut ein, kann also verwendet werden.



Ich schneide einfach einen Streifen von 5mm Breite vom Beinteil raus.



Unter Spannung wird das Ganze schon schmaler




erst mal noch Moos dazu, diesmal Javamoos






Bromelie dazwischen



Fest gebunden ist das Nylonband fast nicht mehr sichtbar und hebt ewig.

Untauglich sind Bindedrähte, ob nun braun oder grün ummantelt oder nicht, sie rosten weg, ehe nur eine Pflanze festgewachsen ist. Ebenso verhält es sich mit so genannter Angelschnur, es gibt nichts nervigeres, als die Tatsache, das sich die Knoten lösen und die Pflanzen auf dem Terrarienboden liegen.





vielfach wird versucht einheimische Waldmoose im Terrarium zu kultivieren.
Wenn ich nun ein Biotop für einen Molch oder einheimischen Feuersalamander schaffe, mag dies auch funktionieren. Hier handelt es sich um Tiere die eine Kälteperiode benötigen, genau wie diese Moose, die wir in unseren Wäldern finden. Im Regenwaldterrarium bei dauerhaft 22-25 im Sommer 27-30°C spielen diese Moose nicht mit.

Nicht nur dass die Moose nach einer gewissen Zeit schwächeln und im schlimmsten Fall braun werden gar verenden, wir tragen so allerlei Getier und ungebetene Gäste ins Becken, angefangen bei Asseln, Spinnen und Käfern, die von unseren Fröschen verschmäht werden über Schnecken, die sich über das teure Festmahl an Orchideen und Blattpflanzen her machen. Auch eine vorherige Wässerung, die so angepriesen wird, wird nicht alle Eier und Insassen im Moos vernichten, also am Besten Finger weg.

Zum Einen gibt es viele Pflanzenhändler, die tropische Moose anbieten, und dann gibt es in Zeiten von Aqua und Terra Scaping unglaublich viele Moose sie emers auf einem Nährstoffgel gezogen wurden und sich bestens für unseren Einsatz im Terrarium eignen:

Taxiphyllum'Flame
Taxiphyllum'Spiky'
Vesiculariadubyana'Christmas'
Vesiculariaferriei'Weeping'
Willow moss
Plagiomnium affinis
Cratoneuron filicinum
Blepharostoma trichophyllum
Taxiphyllum barbieri, ehemals Vesicularia dubyana

alles funktionierende Moose an Orten, an denen Feuchtigkeit bleibt.



Augen auf: Beim Kauf einer Bromelie, einer Miniaturorchidee oder eines tropischen Farnes werden meist wunderschöne tropische Moose frei Haus geliefert. Ich habe schon so manch schönes Moos aus einem Bromelientrichter geholt, welches nun große Flächen in meinen Terrarien überzogen hat.



Gut beleuchtet und feucht kultiviert, breiten sich diese tropischen Moose relativ schnell aus.

Aber wie schon oben erwähnt,
auch der Handel hält so einige wunderschöne Moose bereit:



X-Mas-moos submers gezogen

Vesicularia sp. Spiky Moos

Leptodictyum riparium Ufermoos
Plagiomnium cf. affine Perlenmoos
taxiphyllum sp. flame moss
Taxiphyllum sp. Peacock Moos
Taxiphyllum sp. Taiwan Moos
Vesicularia ferriei Weeping Moos
Vesicularia montagnei Christmas Moos

Java-Moos submers gezogen
Weeping-Moos submers gezogen
Riccia fluitans Teichlebermoos submers
Riccia fluitans Teichlebermoos emers
riccardia-sp-chamedryfolia submers


Wie bereits in der Rubrik "einrichten eines Terrariums" hervorgehoben, spielt die größte Rolle dabei das richtige Licht. Tropische Moose sind keinesfalls Schattenpflanzen, sie sind sehr lichthungrig und können auch mal gut eine Trockenperiode überstehen.

Aber nicht nur Moose sind schöne Beipflanzen, Riccia fluitans, Teichlebermoose in verschiedenen Varianten sind in feuchteren Bereichen wie am Wassergraben eines Dendrobatenbeckens oder gar an Wasserläufen sehr schöne und faszinierende Alternativen zu normalen Moosen.




monosolenium tenerum im Becher

monosolenium tenerum dann etabliert im Terrarium
sehr schön zu erkennen die Veränderung der Wuchsform von submers zu emers




Hemianthus callitrichoides "Cuba"



Hemianthus callitrichoides "Cuba"
als Sumpfpflanze im Terrarium












marchantiophyta spec. auf Xaxim


BILDER AUS MEINEM LEUCOMELA BECKEN


monosolenium tenerum ins Wasser ragend

Wasserlauf 

 









Neben gutem Licht am besten 6500K Lichtfarbe und einer Leistung von 850/900Lumen ist für das Wachstum von Moosen immer eine feuchte Atmosphäre notwendig. Hierfür gibt es ein sehr geniales Hilfsmittel.



Auch wenn ich mich wiederhole, wenn man ein Dendrobaten Terrarium baut, sollte man mit Materialien arbeiten die beständig sind.

Unsere Tiere haben bei artgerechter Haltung eine doch erstaunliche Lebenserwartung
und sollten nicht ständig mit Reparatur oder Wartungsarbeiten am Terrarium konfrontiert werden.

Wichtig ist, so schön Moose in unseren Becken auch sind, es sollte ausreichend Trockene Plätze im terrarium geben, versumpfte Becken sind Keimherde und auch wenn unsere Frösche als Quappe im Wasser lebten, hassen sie endlich an Land gegangen- dann dauerhaft nasse Füße.

Meine Becken kennt man ja,  Morgens wird beregnet, zum Teil mit Nebel aus der Beregnungsanlage und zum Teil auch noch Partiell von Hand, ordentlich mit der Pumpe, dort wo Moose auf Hygrolon gedeihen.

Abends ist bis auf die Moosflächen alles trocken und die Amphibien zehren von der Luftfeuchtigkeit von knapp 90% im Becken.

das Wundermittel für Bemoosung heißt Hygrolon(R)





ich habe mich ja bereits vor Jahren in der Rubrik "Einrichtung eines Terrariums"
mit diesem Produkt auseinandergesetzt.
Kann nun aber auf einige Jahre überaus positive Erfahrungen mit Hygrolon zurückblicken und es wirklich wärmstens für Terrarien empfehlen.

Wer tiefer in dieses Thema eintauchen möchte, dem wird folgender Link sehr hilfreich sein. Roelke war der erste deutsche Vertrieb für Hygrolon. Meine ersten Matten waren damals noch grau.

www.roellke-orchideen.de/index.php/online-shop/zub/hygrolon

 

 

 


Entscheidend ist, dass die Hygrolonflächen nicht vollflächig mit Silikon verklebt werden, da sonst die Saugwirkung verloren geht nur die Ränder sollten mit Silikon fixiert werden.

Hygrolon ist ein stoffähnliches Kunstmaterial, das sich nicht zersetzt. Es ist leicht zu verarbeiten und zu formen. Die Anwendungsmöglichkeiten in der Orchideenkultur oder Terrariumbau sind fast unbegrenzt. Es können Terrariumrückwände damit beklebt werden, es kann als Docht zur Wasserführung benutzt werden, es lässt sich als Aufbindeunterlage verwenden und, und und....

 

Hygrolon besteht aus 3 Schichten. Die beiden äußeren Schichten sind gewebt, die innere Schicht aus Nylonfasern wirkt als Trennschicht. Die äußeren beiden Schichten sind stark hygroskopisch und in "worp" Technik gewebt, die dem Gewebe seine Netzform verleiht. Die mittlere Schicht ist die Belüftungsschicht, sie sorgt für die perfekte Kombination von Feuchtigkeit und Luft.


Wasser, das mit dem Material in Berührung kommt, verteilt sich schnell und gleichmäßig über die gesamte Oberfläche, ähnlich oder besser als bei organischen Materialien wie Rinde, Baumbambusfaser und Sphagnum.


Ein paar Bilder aus meinen Becken, diese sprechen mehr als tausend Worte:









mehr Bilder hier über diesen Link:

www.froschmichl.de/Moose-%26-Flechten.htm


Oft werde ich gefragt wie ich denn die Kletterpflanzen fixiere, bis sie an den Rückwänden angewachsen sind.

Oft werde ich mit Fragen konfrontiert wie, wie befestige ich eine Bromelie an der Xaxim Rückwand.

Die Antwort lautet Pflanzennadel dies sind Krampen aus Edelstahl die eigentlich für Blumengestecke produziert werden.




Breite Variante aus Edelstahl rostfrei V2A
sehr gut geeignet zur Fixierung von Bromelien auf Xaxim,
Styropor oder Styrodur.






Schmale Variante aus Edelstahl rostfrei V2A
sehr gut geeignet zum Fixieren von Kletterpflanzen




Musterbeispiel Xaximplatte


Schmale Edelstahlklammer ca 6mm x 25mm


Javamoos und Asplenium spec. Panama


Pflanzennadel 6mm x 25mm im 45° Winkel ins Xaxim drücken








Fixiert bis der Asplenium spec. angewachsen ist.

Pflanzennadeln, im Internet doch ziemlich schwer zu finden, hat der gut sortierte Baumarkt  diese Nadeln zu 50 und 100er Verpackungen für ein bis zwei Euro in der Planzen oder Deko Abteilung vorrätig.

Beim Raiffeisenmarkt oder Floristen um die Ecke gibt es diese sicher auch, doch zu wesentlich höheren Preisen.

Ableger einpflanzen

wie kommt man zu einer solchen Vielfalt an tropischen Pflanzen?

Man tauscht

Unter Hobbyisten ist es einfach üblich, dass man Pflanzenableger tauscht.

Auch ich biete verschiedene wurzelnde Ableger oder Stecklinge an und bin immer erfreut, wenn ich mal neue Pflanzen bekommen kann.

Meine Erfahrungen mit Stecklingen oder wurzelnden Ablegern ist, je kürzer die Pflanze ist, desto besser ist ihre Überlebenschance im Terrarium.

www.froschmichl.de/Abgabe-Gesuche.htm

Hat der Ableger sich erst mal etabliert und gewurzelt, geht es rasant voran und es bietet sich folgendes Bild.



 

 


Das wohl meist diskutierte Thema ist die UV-Beleuchtung.
Benötigen unsere Tiere nun UV oder nicht?!

Ich bin der Überzeugung sie benötigen bereits in der Entwicklungsphase als Quappe eine wöchentliche Dosis UV.

Ich habe Tiere gesehen die körperlich jenseits von gut und böse waren.

Die Tiere bekamen weder Vitaminzusätze mit dem Futter verabreicht,
noch wurden sie mit UV bestrahlt.

Meist Tiere aus großen Zuchtanlagen, in welchen Quantität über Qualität steht.

Gerade im Wachstum haben die Tiere einen irrsinns Stoffwechsel und brauchen Vitamine, eine Drosophila aus dem verbrauchten Fliegenbrei ernährt ist nichts als eine leere Hülle und trägt null zur Entwichlung des Tieres bei.

Durch Anfütterung der Drosos mit Vitaminbrei, kurz vor der Verfütterung erfüllt man schon ein gutes Stück Verantwortung gegenüber dem Schützling.

Wenn man dann einmal die Woche nach meinen Anweisungen mit UV bestrahlt, beugt man Fehlbildungen im Skelettsystem der Tiere vor.

um es aus Medizinischer sicht darzustellen:

Rachitis (Metabolic Bone Disease)

Metabolische Knochenerkrankung, Osteomalazie, Renale Osteodystrophie, Sekundärer Hyperparathyreoidismus.
Verschiedene Faktoren können den Kalziumstoffwechsel stören und so zu einer Mineralisierungsstörung des Skelettsystems führen. Dabei kommt es durch Veränderungen der Knochenzusammensetzung zu einer verminderten Knochendichte. Diese Störung tritt sehr häufig bei in gefangenschaft aufwachsenden Jungtieren auf, schnell wachsenden Reptilien und Tiere während der Gravidität.


Metabolische Stoffwechselstörungen entstehen vor allem durch Vitamin D3-Mangel, Kalzium-Unterversorgung und Nahrung mit ungünstigem Kalzium-Phosphor-Verhältnis. Aufgrund eines hohen Vitamin- und Mineralstoffbedarfs sind Jungtiere und Tiere im Wachstum besonders gefährdet. Hier spricht man von Rachitis. Erkranken adulte Tiere, spricht man von Osteomalazie. Als sekundärer Hyperparathyreoidismus wird eine durch Fehlernährung oder Nierenerkrankung hervorgerufene reaktive Überfunktion der Nebenschilddrüse bezeichnet, die eine Entmineralisierung der Knochen und erhöhte Freisetzung von Kalzium nach sich zieht.

Vitamin D3-Mangel
Vitamin D3 erfüllt eine wichtige Funktion beim Einbau von Kalzium in den Knochen. Der Organismus kann es selbst bilden, benötigt dazu jedoch UVB-Strahlung, die von natürlichem Sonnenlicht oder geeigneten UV-Lampen emittiert wird. Bei ungenügender UVB-Bestrahlung entsteht ein Vitamin D3-Mangel. Dieser hat zur Folge, dass dem Skelettsystem zu wenig Kalzium zugeführt wird. Dadurch verlieren die Knochen an Stabilität, werden weich und biegsam. So entstehen an besonders beanspruchten Stellen wie Unterkiefer, Oberschenkel, Rückgrat oder Panzer rachitische Verformungen und Missbildungen.




Vorsorge

  • Ungefiltertes Sonnenlicht, Freiland- oder Gewächshaushaltung 
  • Bei Zimmerhaltung: Verwendung geeigneter UVB-Lampen
  • Regelmäßiger und maßvoller Einsatz von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten
  • Pflanzenfresser: artgerechte Ernährung mit geeignetem Kalzium-Phosphor-Verhältnis
  • Ausreichende Flüssigkeitsversorgung

ZUSÄTZLICHE UV - BELEUCHTUNG

AUCH BEI DENDROBATEN UNBEDINGT ERFORDERLICH !!!!!!

Eine Installation von UV Röhren außerhalb des Beckens ist dann möglich, wenn eine ausreichend große Gazefläche im Terrariendeckel vorhanden ist. Ohne Gazefläche wäre die UV-Bestrahlung sinnlos, weil Glas bekanntlich UV-Strahlen herausfiltert. Alternativ können Abdeckscheiben aus UV-durchlässigem Acrylglas verwendet werden.

Flach- / Floatglas UV Absorbierung
Zunächst besteht jede Scheibe aus Flach- bzw. Floatglas. Dieses trägt seinen Namen, weil das Glas im Herstellungsprozess auf einer Schicht aus flüssigem Zinn gleitet. Es ist das Ausgangsprodukt für verschiedene Glasarten und wird bereits seit über 50 Jahren auf diese Weise hergestellt.Flachglas besitzt in seiner ursprünglichen Form eine hohe UV-Transmission für langwellige Lichtstrahlen, ist also besonders durchlässig für UVA-Strahlung, während UVB weitestgehend absorbiert wird.

genau wie im IR-Bereich kann man UV in 3 verschiedene Klassen einteilen:

UV-A, UV-B und UV-C.

Hauptunterschied ist die Wellenlänge:

UV-A von 380 - 315 nm

UV-B von 315 - 280 nm

UV-C von 280 - 10 nm.

 



OSRAM Ultravitalux 300W

ULTRA-VITALUX Hochdruck-Ultraviolettstrahler 300W mit Sockel E27, für die Abdeckung des UV Bedarfs der Frösche. Einmal die Woche wird jedes Terrarium 25 Minuten lang bei entfernter Frontscheibe mit UV bstrahlt.


Der Abstand vom Becken sollte 80cm betragen um keinen Schaden bei den Tieren zu verursachen.

Selbst Jungtiere und Quappen werden im gleichen Zyklus bestrahlt, um Rachitis vorzubeugen und den Vitamin D Bedarf zu decken.

Alle meine Frösche nehmen das Sonnenbad gerne an, legen sich zum Teil flach mit ausgebreiteten Extremitäten mitten in den Lichtstrahl und genießen. Andere sind etwas weniger Sonnenanbeter und nehmen eher leicht durch eine große Pflanze geschützt, das UV Licht auf. Noch bei keinem Tier konnte ich beobachten, das es sich der Strahlung komplett entzieht.

Ich kann jetzt nicht mit Bestimmtheit sagen, das die UV Bestrahlung allein dafür zuständig ist, doch ist es auffällig, das sich bei meinen Tieren der für Dendrobaten typische Dendrobatenbuckel nicht so ausgeprägt abzeichnet wie bei Tieren die nicht von klein auf mit UV bestrahlt wurden.









Ein Jahr und dann hat bei mir der Glühkörper ausgedient
und der Nächste kommt zum Einsatz.





Da ich durchgehende Frontscheiben habe, die sich mit wenigen Handgriffen entfernen lassen


In dem man einfach die obere Halterung nach oben klappt


Ist es kein großer Aufwand .........


die Scheibe zu entfernen........


zur Seite zu stellen .........


von Hand zu sprühen.............


oder den wöchentlichen UV-Bedarf der Tiere zu decken.










Bei meinem Stativ setze ich auf Qualität und großen Verstellbereich.
Dies ist nun mein dritter Eigenbau, nun bin ich absolut zufrieden

Ich kann sowohl die unteren Becken in 60cm über dem Boden,
wie auch die oberen Becken in einer Höhe von 170cm vom Boden ausleuchten.
Dies ist jeweils das Maß mitte Terrarium.










170cm Höhe bis Mitte Terrarium und 60-80cm Abstand zum Terrarium, so ist alles gut ausgeleuchtet

obwohl sich die Dendrobates tinctorius black suriname aufgrund ihrer überwiedend schwarzen färbung sicherlich gut aufheizen, suchen sie das UV Licht. Keinerlei Fluchtreflex erkennbar.


Vitamin D aufgetankt und gleich spielen die Hormone verrückt.
Die Dame am tätscheln und er am blasen


und ab durch die Mitte Gelege produzieren und befruchten. Dabei kann ich im Moment gar keinen Nachwuchs mehr gebrauchen.

 

Meine Amphibien sind absolute Sonnenanbeter legen sich meist
für einige Minuten voll in den UV Strahl.
Dieser ist selbst bei 80cm Abstand von Lampe zum Terrarium alles andere als kühl.

Doch sie scheinen es wirklich für einige Zeit zu genießen.

Natürlich gibt den ein oder anderen Sonnenmuffel,
den man aber gut mit Futter aus dem Versteck locken kann.
Sind ja auch nur kleine verfressene Frösche

Gekkos werden geradezu von dem Strahl angelockt und suchen sich einen Platz in sicherer Fluchtdistanz.

Da ich die Bestrahlung jede Woche Donnerstag zur gleichen Zeit, direkt vor der Fütterung mache- sind bei mir die Jungs und Mädels eigentlich alle da.


mehr zum Thema Licht,
mit dem ich mich auch ausführlich auseinandergesetzt habe:
https://www.froschmichl.de/Beleuchtung.htm


 


 
Mit meinen Terrarien damals mit 50x50x70cm bis in Größen von 80x50x70cm
kam ich gut mit einer Bewässerung von Hand am Morgen gut aus.

Mit den neuen Becken mit 80x60x120cm und der weitaus effektiveren Durchlüftung kam ich mit morgentlichen Spühen von Hand an meine Grenzen.
Die obere Gaze-Fläche von 80x20cm erzeugt einen sehr guten Kamineffekt,
der auch gewollt ist.
Doch er entzieht auch ordentlich Feuchtigkeit und das ist weniger gut.

Ich habe nun ein Jahr mit der Blueline von M.R.S.
® gearbeitet modifiziert mit
PVC Düsenkopf 80° Feinnebel und war eigentlich technisch absolut überzeugt,
der einzige
Wermutstropfen für mich,
zu viel sichtbare Technik.


  Feiner Nebel und breite Streuung dank dreifach M.R.S Blue-Line
® und PVC Düsenkopf 80° Feinnebel.
Nur war der blaue Dreifacharm zu dominant.

alle Bemühungen das blau zu verbannen und durch schwarze
Korpusse zu ersetzen, befriedigten mich optisch nicht.



Ich weiß dass ich in mancher Hinsicht etwas zu kleinlich bin, aber ich mag einfach eine natürliche Optik und die weit ausladenden Arme und blaue Farbe in meinen Becken störte mich einfach.

TOP Technik hin oder her.

Also fragte ich herum, wollte wissen wie groß die Streuung
der M.R.S.
® Micro-Nebeldüsen 5-Fach ist.

Auf youtube gibt es zwar videos eines Tests verschiedener Düsen, die aber scheinbar mit Viren verseucht sind, mein Virenschutz blockte sie deshalb, also brachte es mich nicht wirklich weiter.

Ich fand wirklich Niemanden, der diese 5-Fach Düse in Gebrauch hatte.
Eigentlich verrückt, wenn man bedenkt dass ich mit 1328 Facebook-Freunden das gleiche Hobby teile.

Die weit verbreitete Blueline hatte ich selbst und einige wollten mich sogar von M.R.S. abbringen und zu Billigware aus Asien überreden.
Keine Chance auch wenn die Preise verlockend sind.

Also griff ich zum Telefon und rief bei
MICRO RAIN SYSTEMS in Altenburg an.

Weil mich die Qualität einfach überzeugte
fasste ich das Micro-Line System von M.R.S® ins Auge.

doch welche Variante sollte es sein?!


eine felexible 3 fach Lösung mit sehr feinem Nebel



5 fach Feinnebeldüsen starr



  oder eine 5 fach Feinnebeldüse starr und sehr filigran


Eine sehr ausführliche und kompetente Beratung und die Entscheidung fiel, eine Blitzlieferung rundete das Ergebnis des wirklich umfangreichen Beratungsgesprächs ab.



Am nächsten Werktag waren drei 5-Fach Düsen nebst Blindstopfen da.

Blindstopfen für den Fall, dass eine der fünf Düsen wirklich die Frontscheibe treffen sollte

und wenn schon neu auch 10m neuer Druckschlauch.



Hier sieht man jetzt eine der drei Düsen, für den ersten Test mit einem Blindstopfen versehen.

Aber bei meiner 60er Beckentiefe ist der Betrieb mit allen fünf Düsen möglich, ohne dass die Frontscheibe nur feucht wird.


Pumpe Schottverschraubung 6mm T- und Winkelstücke 6mm hatte ich ja bereits und so konnte es gleich los gehen.

Was soll ich sagen, wie gewohnt TOP Ergebnis feinster Sprühnebel aus 5 Düsen je Becken mittig in der Gaze angebracht, nicht ein Tropfen auf den Scheiben und für kurze Zeit ein richtiger Nebelwald.

Danke an das M.R.S.-Team, für die Optimalen Beregnungsdüsen, die nicht nur technisch sondern auch optisch überzeugen und in meinen kleinen Regenwald-Biotopen gänzlich untergehen.


Nebel [kein Regen] im Terrarium
einige Minuten danach hat der Kamineffekt allen Nebel abgetragen.



Nebel im Terrarium







klicken für einen kurzen Film




Genau das was ich in meinem Telefonat mit M.R.S

® als Aufgabe stellte, ich brauchte keine Beregnung im herkömmlichen Sinne, sondern feinen Nebel der die Luftfeuchte unter Tags noch zwei mal anhebt.
Abends müssen meine Orchideen aber trocken sein, und diese Aufgabe wurde dank fachkompetenter Beratung in vollsten Maße erfüllt.


Das Nachtropfen erinnert mich sofort daran, was ich vergaß zu bestellen. Ein Rückschlagventil für 6mm Pneumatik-Schläuche. Na ja, ich habe in Freiburg die Firma Tropen & Exoten die führen zu meinem Glück einen Großteil des M.R.S® Beregnungssystems und Zubehör Lagermäßig und da fahre ich jetzt hin.



RÜCKSCHLAGVENTIL mit Schlauchanschluss 6mm
möglichst nahe an der Pumpe an den Druckschlauch anschließen und das Tropfen hat ein Ende.

Eines will ich noch kurz erwähnen, ich hebe hier nicht einfach ein Unternehmen hervor, ich habe keinerlei finanziellen noch materiellen Vorteil beim Kauf der Beregnung gehabt. Es ist einfach meine Erfahrung, die mich fest mit dieser Firma verbindet, wenngleich ich bisher über Zwischenhändler gekauft habe war M.R.S immer meine erste Wahl.

Ich habe
seit 2001 einige namhafte Komplettlösungen für Beregnung gesehen und gehört.
Die meisten arbeiten mit billigen Ulka Pumpen, die auch in Espressomaschinen verbaut werden und so hören sie sich auch an.
Von der Qualität mancher Vollkunstoff-Düsen überhaupt nicht zu reden.
Im Großen und Ganzen hat mich auf Dauer wirklich nichts außer M.R.S. qualitativ überzeugt.

Eine wichtige Anschaffung in Zusammenhang einer Beregnung ist eine Zeitschaltuhr.

Egal welchen Händler ich auf Froschbörsen besucht habe, hatte die Zeitschaltuhr der Firma Superfish

Der Superfish Smart Timer ist eine digitale Zeitschaltuhr für die sekundengenaue Steuerung von Beregnungsanlagen etc. und eignet sich für alle Düsen, egal welchen Wasserdurchlauf sie auch haben mögen.



Doch noch gefunden, einige Sprühbilder verschiedener Düsenhersteller auf der Homepage von
Roger Warg tropenfrosch.info

http://tropenfrosch.info/terrarium/regenduesen-im-test.html








Die Xaximgewinnung ist in den letzten Jahren sehr in Verruf gekommen,
den Regenwald zu zerstören.
Dies ist bei Gewinnung von wild wachsenden Baumfarnen auch sicherlich der Fall.

Daher sind die meisten Arten international geschützt.

Alternativ wird vermehrt Xaxim aus Plantagenwirtschaft angeboten. Der Verkauf erfolgt hierbei nur mit Herkunftsnachweis.

So werden natürliche Rohstoffe geschont und gleichzeitig eine nachhaltige Nutzung ermöglicht.


Gerade das südamerikanische Xaxim hat es mir sehr angetan, ich verarbeite 30 und 45mm starke Platten gerne als Boden oder Rückwandplatten.
Auch Rundstücke aus Xaxim sind sehr dekorativ und bringen einen natürlichen charater ins Terrarium-

Die Südamerikanischen Platten sind im Vergleich zu den weichen Platten aus Neuseeland sehr hart, grobfasrig und luftig, was dem Pflanzenwuchs sehr positiv beeinflusst. Die weichen Xaximplatten halten mir personlich auch zu viel Wasser, was sehr schnell zum versumpfen des Beckens führen würde.

Die Platten sind sehr gut mit einer Japansäge
oder auch einem Fuchsschwanz auf Format zu sägen.
Die dabei entstehenden Späne sammel ich und verwende sie zum beflocken der Seitenwände.


Eine Rückwand in einem meiner Terrarien 80x60x120cm


In früheren Jahren beplankte ich mit Kork der sich in Wohlgefallen auflöste, mit 12mm starken Weißtorf und Schwarztorfplatten die sich aufgrund der Feuchtigkeit schüsselten, mit den Jahren habe ich dazugelernt und Xaxim zu meinem Lieblingswerkstoff gemacht, wenn ich nicht direkt auf Glas beflocke.


Nicht nur dass in Xaxim selbst einiges an Sporen von Moosen und Farnen geliefert wird.
Nein durch die grobe und löchrige Strukrur des Materiales ist es auch unglaublich einfach mit Sporen anzuimpfen.

Neben Moosen und Farnen siedeln sich unglaublich gerne selaginella und Lebermoose auf Xaxim an, was ihn natürlich als Bodenbelag sehr attraktiv macht.



Neben Xaximverwende ich gerne Schwarztorfsoden, gerade als Vorsprünge oder um Strukturen in Seiten und Rückwände hineinzubringen. Allerdings sind diese Soden nicht leicht zu bearbeiten und Werkzeuge wie Sägen sind nach der Bearbeitung bestimmt stumpf.

Die Späne beim Sägen sind sehr fein, vergleichbar mit Weizenmehl nur dunkelbraun und lässt sich gut für eine Beflockungsmischung Verwenden.

Schwarztorf ist im feuchten Klima eines Tropenbeckens nicht nur unkaputtbar, sondern begrünt sehr gut, und hat durch die ansäuernde Eigenschaft noch etwas positives für das Beregnungswasser, das in den meisten Becken doch lange Zeit im Wassergraben stehen bleibt.








Wie passend Kapitel 13 ein
Fauxpas. Wie eingangs erwähnt, teile ich nicht nur Erfolge, sondern auch Misserfolge mit Euch.
Wie zum Beispiel diesen vom Absturz einer Wurzel die bei mir zum sofortigen Blutsturz führte:








Dies war der Anblick vor dem Absturz der Wurzel
Peperomia prostrata ranken nach unten.


Markgravien, Rhaphidophora alles gut etabliert ummanteln die Wurzel und wachsen eng an der Seitenwand empor 

Epiphyten und Orchideen fest mit der Wurzel verwachsen




Dies ist der der Anblick nach Absturz der Wurzel

Ein wunderschöner Anblick, wenn man morgens an die Terrarien läuft und eine große, ausladende Wurzel die auf einem Meter Höhe zwei Jahre lang gehalten hat, nun auf dem Boden des Terrariums liegt.



Dies bringt doch gleich bereits vor dem ersten Kaffee das Blut mal richtig in Wallung. Wer mich kennt, weiss auch wie sehr. Denn ich bin ein sehr großer Perfektionist und selbst mein schlimmster Kritiker.

 

Nicht nur, dass teure Epiphyten und Orchideen mit der Wurzel hinuntergerissen wurden, sie lagen zum Teil über Nacht im Wasser, was ihnen sicher nicht so gut bekommt. Markgravien, Peperomia prostrata und Rhaphidophora alles gut etabliert, nun mit hinunter gerissen.

 

Ich hatte eigentlich keinen Fehler bei der Anbringung der Wurzel begangen, das Glas wurde zuvor von Fetten befreit und die Wurzel nicht auf die Beflockung sondern direkt auf das Glas geklebt, erst danach wurde drumherum beflockt.

 

Ich hatte die Kräfte die bei einer solch ausladenden und bepflanzen Wurzel auf die silikonnaht zwischen Holz und Glas wirken einfach unterschätzt.

 Vielleicht aber auch die Ausdehnung der Wurzel mit zunehmender Feuchtigkeit, während Glas formstabil bleibt. Ich hätte Innotec nehmen sollen, wie in den neuen Terrarien, da wäre dies nicht passiert.

 

Ich kenne Innotec Adheseal nun schon seit einigen Jahren und habe auch schon Becken zerlegen müssen, in denen ich mit diesem Material geklebt habe, ein unglaublich zähes Material mit ein ein wenig Flexibilität aber unglaublicher Klebekraft.

Herausschneiden oder Abreißen der Wurzeln war selbst mit hohem Kraftaufwand nicht möglich.
Statt dass ich die Wurzel vom Glas lösen konnte, riss die Glasscheibe und so war das Becken hinüber.

Selbst Klingen des Cutter-Messers knallten bei der Zähe des Materials ab.

Die genauen Materialeigenschaften sind hier zu erlesen:

https://www.froschmichl.de/Einrichtung-eines-Terrariums.htm

Genau dieses Material muss mir jetzt bei der Reparatur dieses Beckens helfen.




Mit Silikon nachverkleben ist tödlich für Markgravien und andere Pflanzen, die sehr empfindlich auf Essigsäure reagieren. Ich habe gesehen was Essigsäure mit Pflanzen anrichtet, meine Tiere müsste ich auch evakuieren, auf keinen Fall gehe ich auf Risiko.

Ich gehe den sicheren Weg und zwar mit Adheseal einer dauerhaft elastischen Klebmasse auf MS-Polymerbasis.

Es eignet sich perfekt zum Kleben oder Dichten in laufenden Terrarien und bietet sofort eine einwandfreie Haftung, kein Verrutschen wie mit Silikon.

Es bildet innerhalb kürzester Zeit eine Haut, trocknet schnell und behält eine beeindruckende Elastizität.
Adheseal ist frei von Lösungsmitteln, so dass die Verklebung oder Abdichtung weder schrumpft noch reißt. Dies bedeutet aber auch es gibt keinerlei Ausdunstungen was für uns im laufenden Terrarium wirklich von Vorteil ist.

Mit einer Nylon-Strumpfhose versuche ich das Gewicht aufzufangen, bis der Adheseal Kleber angezogen hat und voll belastbar ist.

Eine Korkplatte stützt den anderen Ausleger der Wurzel, und nun heißt es verhindern, dass Amphibien oder Gekkos in Klebemasse kommen, also beflocke ich rund um die Klebestelle gleich alles um eine Trockene Oberfläche zu haben.

Bei diesen Bildern rege ich mich gerade wieder über meine Nachlässigkeit auf, es ist kein Cent gespart, wenn man Wurzeln statt mit Innotec Adheseal mit Silikon klebt.

Klar kostet eine kleine 50ml Tube so viel wie 310ml Aquariumsilikon aber man sieht, dass man nicht´s spart. Wobei dies bei mir gar nicht Sparsamkeit war.

Das Gewicht der Wurzeln stieg einfach mit den Jahren, weil die Wurzeln mehr und mehr bewuchsen und die Wurzel ansich mit Wasser gesättigt mehr masse hatte als bei der Verklebung und schon überwog die Zugkraft und das Silikon gab nach.

Silikon ist ansich eine reine Dichtmasse und kein Kleber, dessen wurde ich mir hier wieder klar bewusst und deshalb passiert mir persönlich so ein Fauxpas nicht wieder.


Mit diesem Bild noch eine letzte kleine Ohrfeige für mich als Nachschlag und dann schauen wir uns mal das Endprodukt der Reparatur an.



Auch die darunter befindliche Wurzel inclusive
Epiphyten hat zum Glück überlebt.







Grundsätzlich will ich hier vorausschicken, es ist immer besser die Tiere selbst beim Züchter abzuholen.

Zum einen kann man sich der Vitalität der Tiere Vorort versichern und man sieht auch die Haltungsbedingungen unter welchen die Tiere zuvor gehalten wurden.

Zudem schadet es nie, einen Züchter persönlich kennenzulernen und bei dieser Gelegenheit auch aus seinen Erfahrungen zu lernen.

Auch wenn ich selbst bereits gute Erfahrungen mit Versand gemacht habe, würde ich jedem dazu raten, die Tiere selbst zu transportieren um so zu gewährleisten, dass sie wirklich über die gesamte Zeit des Transportes ihre gewohnten Klimabedingungen wie Feuchtigkeit und Temperatur haben.

Wenn es nicht zu umgehen ist, empfehle ich auf jeden Fall den Tiertransport mit
GO!.




Die Abholung beim Versender erfolgt zwischen 8.00 und 14.00Uhr und die Auslieferung erfolgt am Folgetag meist bis spätestens 12.00Uhr. Bei mir waren die Pakete mit meinen Tieren immer um 8.00Uhr da.
In die andere Richtung meist auch früh morgens.
920 Km von 15755 Schwerin nach 79211 Denzligen und in die andere Richtung
von 79104 Freiburg nach 15755 Schwerin klappte bestens, auch ins 530Km entfernte Thüringen klappte die Lieferung absolut zuverlässig. 

Da aber die meisten unter uns keine gewerblichen Verkäufer und Kunden sind, kommen wir nicht in den Genuss von GO! direkt betreut zu werden.

Daher müssen wir einen kleinen Umweg gehen und so kommt ein weiteres Unternehmen ins Spiel:



Die Verfahrensweise ist identisch mit
GO! und die Tiere sind in guten Händen, ich kann nicht garantieren dass alle Transporte ausschliesslich mit GO! getätigt werden, doch wurden alle meiner Lieferungen von mytierversand immer durch GO! vollzogen.

Preise richteten sich nach der Größe des Paketes und so kommen wir zum nächsten, fast wichtigsten Thema beim Versand lebender Tiere, die Transportbox.

Ich bevorzuge vernünftige Styroporboxen, denn mir liegt was an den Tieren. Ich halte nichts von Styroporboxen mit Wandungen von 8-12mm, sie bieten keinerlei Schutz, weder gegen Hitze, noch gegen Kälte, zudem sind sie auch sehr bruchempfindlich.



Hier mal drei verschiedene Boxen von vielen, die ich selbst bevorrate. Keine liegt unter einer Wandstärke von 50mm.

Im Winter bevorzuge ich es kleine Boxen in eine größere zu stellen, jeweils mit Distanz zur Aussenwand, nach unten oben und zu allen vier Seiten. In die Hohlräume können gut Heatpacks geklebt werden, so kommen die Tiere nicht zu nahe an die Wärmequelle aber sind von einer Wärme umgeben, die ihre Gesundheit sichert.


Um zu veranschaulichen was ich gerade erklärt habe nochmals ein Bild meiner bevorzugten Versandverpackung. Auch am Boden sind die kleinen Boxen unterlegt so entsteht keine Kältebrücke.


So sind die Tiere sicher, auch wenn das Paket mal für kurze Zeit auf eine noch kalte Pritsche eines Transportfahrzeugs geladen wird oder im Verteilerzentrum auf dem unbeheizten Boden steht.



Heatpacks reagieren mit Sauerstoff, bevor sie in die Styroporbox eingebracht werden, sollte man sie einige Zeit ausgepackt im Raum liegen lassen.




Eines will ich nicht vergessen zu erwähnen, eine Ideale Variante ist auch der Tiertransport mit einer Mitfahrzentrale, dies war meine erste Erfahrung damals mit Pumilios, welche gut funktionierte.

Allerdings ist dies eine Vertrauenssache. Hier holt eine unbekannte Privatperson, die von A nach B unterwegs ist und einfach kosteneffizient Reisen will, nicht einen fremden Mitfahrer, sondern ein Paket ab.... übergibt es an einem vereinbarten Treffpunkt an den Empfänger. So kann diese Person mehrere Personen und zusätzlich noch ein Paket transportieren und fährt vielleicht kostenfrei von A nach B.

Was soll ich sagen, bei mir war alles perfekt,
324Km von 86510 Ried nach 79104 Freiburg in nur 4,5 Stunden. Es war eine junge Studentin, die mir versicherte, dass das Fahrzeug selbst während einer Pause an einer Raststätte nie heruntergekühlt war und das glaubte ich ihr, den die Tiere waren beim öffnen der Box gänzlich vital und gesund und das bei minus 8°C Aussentemperatur.

Aber noch einmal:
Man sollte zu Gunsten der Tiere aber möglichst wenig Risiko eingehen und vielleicht in Erwägung ziehen, an einem Wochenende selbst zu fahren und die Tiere wie eingangs erwähnt beim Züchter selbst zu übernehmen.

Die Styroporbox ist auch hier wieder Pflicht, egal zu welcher Jahreszeit.






Ein Thema welches man nicht unterbewerten sollte,
ob man nun der Aquaristik oder der Regenwald-Terraristik zugewandt ist.

Was zuerst einer
gesunden Raumfeuchte nahe kommt, entwickelt sich schnell zur Gefahr dass sich Schimmelsporen ansiedeln.
Gerade bei Froschräumen mit großen Anlagen über 10 Becken.

Man bedenke, welche Unmengen Wasser unsere Beregnungsanlagen in die Becken blasen.

Nicht alles Wasser verlässt das Terrarium durch die Ablaufbohrung im Wasserteil,
soweit überhaupt vorhanden.


Sehr viel Wasser verdunstet, und verlässt das Becken durch die obere Lüftungsgaze, zusammen mit dem durch den Kamineffekt erzeugten Luftstrom.

Nun haben wir die feuchte Luft im "Froschraum"
und da sollte sie möglichst nicht verbleiben.

Der Idealfall wäre eine Kernbohrung in der Außenwand und ein elektrisch unterstütztes Abluftsystem, welches per Zeitschaltuhr geregelt ist.

Wie gesagt "der Idealfall" welcher nur den Besitzern eines Eigenheimes möglich ist.

Hier können Flachkanäle verlegt werden, die die feuchte Luft vom Lichtkasten der Terrarien absaugen und mittels eines Wandanschlusses technisch unterstützt nach außen ableiten.



Die Technik gleicht der einer Dunstabzugshaube.

Hier gibt es leistungsfähige Motoren, die eine sehr geringe dB Zahl haben,
fast nicht hörbar sind und dabei trotzdem einen ordentlichen Luftdurchsatz haben.




Die meisten von uns kommen leider nicht in den Genuss überhaupt über eine solche Lösung nachzudenken zu können, weil bauliche Veränderungen in Mietwohnungen nicht genehmigt werden, vor allem wenn sie auch noch die Außenfassade betreffen, welche von einer Eigentümergemeinschaft abgesegnet werden muss.

Da wird es bereits bei einer Eigentumswohnung schwierig.

Deshalb möchte ich diese Variante nicht unerwähnt lassen,
aber auch nicht bis ins letzte Detail darauf eingehen müssen.


Die sparsamste Möglichkeit, der Raumluft die Feuchtigkeit zu entziehen
sind Salz-Raumentfeuchter.



Natürlich sind diese nur effektiv, wenn sie in kleinen Räumen angewandt werden.

Wobei die verwendeten Salze auch eine gewisse Reaktionszeit haben,
die Feuchtigkeit nur sehr langsam abgebaut wird.

Eine Auffangbox mit 2 Liter Fassungsvermögen wird kaum einen 50m² Raum entfeuchten können, da muss man entweder mit mehreren dieser Boxen arbeiten oder doch auf elektrisch unterstützte Entfeuchter zurückgreifen.


Bevor ich nun auf die von mir angewandten Techniken eingehe, möchte ich darauf hinweisen, dass egal welche technischen Hilfsmittel auch angewandt werden,

ein Durchlüften der Räume mittels Fenster unumgänglich ist.

Ich reiße 3-4 mal täglich alle Fenster auf und erzeuge richtig Durchzug.

Und dies Sommer wie Winter.

Nur so wird auch verbrauchte Luft abtransportiert.


Aber nun zu meiner, für mich optimalen Lösung

Im Terrarien bzw. Froschraum laufen rund um die Uhr zwei Gewächshauslüfter, die einen verschwindend geringen Verbrauch und aufgrund geringer Drehzahlen, so gut wie gar keine Geräuschentwicklung haben.




Falls ich in meinem hohen Alter auch mal die Existenz dieser Lüfter vergesse und oben an der Elektronik meiner Terras bastel......

mich dann beim zurückgehen ein Flügel unsanft
mit einem leichten Klaps auf meinen Hinterkopf an deren Existenz erinnert.

Es passiert mir nicht's, denn die Flügel sind aus weichem Material und die Motoren aus Sicherheitsgründen mit Rutschkupplungen versehen.




Ich betreibe diese Ventilatoren nun seit fünf Jahren im Dauerbetrieb und außer, dass ein Lager mittlerweile hörbar wird, haben sie exzellente Dienste geleistet.



Aber natürlich reicht das tägliche Stosslüften und das Umwälzen der Luft nicht aus um der Verdunstung des Wassers Herr zu werden.

Hier muss ich Sparfuchs, dann doch in die Tasche greifen
und einen weiteren Verbraucher ertragen.



Ein kleiner Luftentfeuchter mit geringem Verbrauch und

mit 45dB relativ laufruhig
Nur 200 Watt Leistung,
3 Liter Wasserbehälter und Luftfilter

Die Technik basiert auf der eines Kühlschrankes, dies bedeutet, es wird der Raumluft nicht nur Feuchtigkeit entzogen, sondern die abgeführte Luft ist sowohl gefiltert wie gekühlt.
Ein Plus für den Sommer.






Definitiv unverzichtbare Technik für jeden Froschraum.
Natürlich muss das Gerät auch der Raumgröße angepasst sein.

Hier muss sich jeder selbst ein Bild machen, was er letztendlich für seine Bedürftnisse, bzw. vorherrschende Verhältnisse benötigt.

Ich habe meine Werte alle bestens im Griff, und Geräte die das Raumklima auch überwachen.
Bei zu feuchter Luft machen mich visuelle sowie akustische Signale darauf aufmerksam dass die Raumentfeuchtung nicht funktioniert.



Meine Werte bei einer Außentemperatur von 28°C
Sonnig aber bewölkt - Niederschlag: 0% -
Luftfeuchte: 64% - Wind: 11 km/h
rundherum geöffneten Fenster am 21.06.2019

Aussagekräftig genug.


Wer in die Oberklasse, neudeutsch 'upper class'
einsteigen möchte, leistet sich ein Klimagerät mit allen Schikanen. Hier kann nicht nur die Luftfeuchtigkeit reguliert werden, sondern auch Raumtemperatur und auf welche Art die Feuchtigkeit abgeführt werden soll.

Hier stehen aber Verbrauchswerte im Raum die durch keinerlei Verkäufe amortisiert werden- und
am Jahresende zu einer Strom-Nachzahlung und daraus resultierenden Schnappatmung führen könnten.






Was für viele Beftroffene der absolute Horror ist, ist einfach eine natürliche Reaktion im neu angelegten Terrarium.

Wir verwenden natürliche Materialien und meist werden sie so verwendet, wie man sie gekauft hat.

Keiner macht sich wirklich Gedanken, welche Wege diese Materialien bereits hinter sich haben, unter welchen Bedingungen sie gelagert und transportiert wurden und mit was sie alles in Kontakt kamen.

Natürlich, denn man möchte dass die Torfsode schnell begrünt und die eventuell darin enthaltenen Sporen sich in der feuchten Umgebung schnell verbreiten.

hier ein paar Bilder die mir für Prognosen zugesandt wurden:

südamerikanisches Xaxim als Rückwand,
Schimmelbefall in der Einlaufphase


Xaxim aus Neuseeland / Seitenwand,
Schimmelbefall in der Einlaufphase


Korkeichenrinde als Interieur, Schimmelbefall in der Einlaufphase



ExoTerra Bio Drain als Bodenbelag mit akkuten Schimmelbefall

Ob nun Torfsode oder Xaximplatte alles soll schnell bemoost werden oder vielleicht
gedeiht ja auch der ein oder andere wilde Farn. Was wir bei all dem Enthusiasmus vergessen, dass wir, dass außer Moos- und Farnsporen auch andere ungebetene Gäste in das Terrarium finden.

Die wenigsten Materialien werden also wirklich sterilisiert, bevor sie im Terrarium integriert werden.

So erhalten natürlich auch einige Bakterien Einzug in unser Terrarium, die dann zu Schimmel führen.

In der feuchten Umgebung eines Tropenterrariums fühlen sie sich dann auch richtig wohl.





Deshalb sterilisiere ich die meisten Materialien, indem ich sie entweder in kochendes Wasser lege oder ich sie in speziell dafür angeschaffte Gefäße im Backofen bei 100°C für eine gewisse Zeit der Hitze aussetze.

Damit habe ich auch ein Einschleppen von Bakterien, Xaximwürmern so genannte Landplanarien (Geoplanadae),  Schnurasseln (Diplopoda oder Chilognatha), Schnecken oder Spinneneiern durch diese Materialien
erstmal ausgeschlossen.

Auch Erde und Pinienrinde die ich zum beflocken benutze ist erst einmal sterilisiert.

Jetzt kommen aber die Problemfälle, lebende Pflanzen, Moose, selbst die Tiere schleppen uns natürlich neue Bakterienstämme ein.

Ich habe meine Terrarien bewusst so bauen lassen, dass ich eine unwahrscheinlich gute Durchlüftung habe, was bei den mini Gaze- bzw. Lochblechflächen der Standardterrarien nicht zu verwirklichen ist.

Selbst aufgelegte 100mm Lüfter transportieren durch ein 50mm breites Lochblech nicht ausreichend verbrauchte Luft ab, so bleibt Luft stehen und Bakterien haben eine ideale Spielwiese gefunden.

Ich habe aus den Erfahrungen meiner Anfangszeit gelernt und falls ich wirklich aus Zeitnot ein Standard-Terrarium kaufe, weil die Zeit wirklich drängt und eine Fertigung durch meinen Lieferanten zu lange gehen würde. Dann reiße ich die Deckplatte oben heraus und verbreitere die Gazefläche um ein Vielfaches. Im gleichen Atemzug versetze ich die Führungsschinen nach vorne um eine durchgehende Frontscheibe verwenden zu können und verbreitere so auch die Luftansaugung unten zumindest um 5mm. So sind auch diese Becken danach alles andere als Standard.
Die Scheiben beschlagen nicht und Orchideen, Moose wie auch Farne lieben Zugluft.

So was tun, wenn all diese Vorkehrungen nicht getroffen wurden, wenn sich im Xaxim, auf der Torfsode oder im schattigen Bereich der Wurzel ein unerwünschter Flaum bildet!?!?

Erstmal keine Panik, ich bekomme manchmal Mails, Anrufe, WhatsApps von total aufgelösten Anfängern/innen die glauben nun sei alles, was sie geschaffen haben zerstört.

Ich kann Euch beruhigen, meist regelt es die Natur selbst.
Wenn nicht kann man auf natürliche Art unterstützen.

Die Natur hält sehr viele Hilfsmittel für uns bereit, wie zum Beispiel Erlenzapfen. Im Aquaristik und Terraristik Fachgeschäft für teures Geld erhältlich, aber am unbelasteten Fluss oder Bach in unserer Nähe genauso gut für ein paar Minuten Frischluft zu erhalten.



Mit diesen kleinen Zapfen kochen wir nun ein schönes "saures" Konzentrat

Das bedeutet, dass ich in kochendes Wasser eine Hand voll Erlenzapfen lege und über Nacht ziehen lasse. Das Produkt ist eine braune hoch konzentrierte Brühe, die enthaltene Huminsäure macht das Wasser weich und sauer, wirkt dadurch Antibakteriell. Der in Froschkreisen so genannte Quappentee kann bei geringem Schimmelbefall im Terrarium sehr gut angewandt werden und zeigt innerhalb kurzer Zeit bereits Wirkung.






Konzentrat aus dem Sud der Erlenzapfen auch gut geeignet zur Wasseraufbereitung in der
Quappenaufzucht

Da ich im ländlichen Bereich wohne und unbelastete Erlenzapfen Tütenweise sammeln kann, bin ich nicht auf den Kauf solcher Produkte angewiesen. Doch der Aquaristikfachhandel bietet Erlenzapfen wie auch Seemandelbaumblätter zum Kauf an. Beide Produkte haben die gleiche Wirkung auf die Wasserchemie. Auch das einheimische Eichenlaub bringt eine erwünschte Aufsäuerung des Wassers. Der Sud fängt allerdings nach kurzer Zeit an unangenehm zu riechen, daher rate ich davon ab eine große Menge auf Vorrat zu fertigen.



kleine Eichenblätter getrocknet, sowohl für Aufzuchtbecken wie auch zur Wasseraufbereitung geeignet.



Kakao Blätter getrocknet,
sowohl für Aufzuchtbecken wie auch zur Wasseraufbereitung geeignet.


Seemandelbaumblätter getrocknet,
sowohl für Aufzuchtbecken wie auch zur Wasseraufbereitung geeignet.


Für alle die es ganz bequem lieben, und das sind leider ganz ganz viele , das Internet liefert das fertige Substrat auch frei Haus, so muss man es nur noch in eine Sprühflasche füllen und auf die befallene Stelle sprühen.


Ich habe es zusammen mit guten Filterbakterien gerne zum animpfen neuer Filter in meinen Terrarien im Haus, die Dosierung im Wasser sollte wirklich gemächlich erfolgen.

Und noch eines, ich gehe gerne in den ortsansässigen Fachhandel um diesen zu unterstützen und mich mit Fachleuten zu unterhalten, man glaubt gar nicht wieviel Kontakte man dort über die Jahre knüpfen kann.


Der Trugschluss, das übermäßige Einsetzen von Springschwänzen und Asseln in das Terrarium würde gegen Schimmelbefall helfen ist lachhaft, Springschwänze wie auch Asseln verschmähen zwar keinen Schimmel, deshalb ist er in der Springschwanzzucht auch nicht nicht als schlimm zu betrachten. Doch so ausgehungert können die Springschwänze gar nicht sein, dass sie sich ausschließlich von Schimmel ernähren, bei so reichhaltigen Nahrungsangebot welches in unseren Becken herrscht.



Zusammenfassend ist eine gute Durchlüftung und ein gesundes, saures Klima das beste Mittel gegen Schimmel.
Materialien die einen leichten Befall vorweisen, mit ToruMin, JBL Tropol, Dennerle Humin Elixier und und und
..oder eben selbst gefertigten Huminsäure-Konzentrat behandeln, was meist nach drei Behandlungen in der Woche zu verschwinden des Schimmels führt.




Alle Chemie bitte aus dem Terrarium lassen, denkt an Eure Tiere die das Terrarium mal bewohnen sollen. Abschließend möchte ich Euch nun wünschen dass Ihr gar nicht erst in Zugzwang kommt. Doch wenn wünsche ich Euch viel Erfolg mit dieser Methode, sie hat bisher schon unzählige Male funktioniert. Es ist wirklich ein Thema zu dem ich so unglaublich oft befragt wurde.


Im Gegensatz zu Schimmel sind Pilze ein Zeichen für ein gesundes aber feuchtes Microklima.







Feucht aber nicht versumpft und gut durchlüftet. Das mögen Pilze , Farne und Selaginella

Bodenbelag wie im natürlichen Habitat









Stehende Luft und Bakterien können aber auch die Folge davon sein, dass man ein standard Terrarium gekauft hat, welches eher für Gekkos gefertigt wurden. Wir richten nun mal ein Regenwald Terrarium ein und dieses benötigt eine hohe Luftfeuchtigkeit aber gute Durchlüftung, welche die 5 cm breite Gazefläche in der Deckplatte nicht gewährleistet. Deshalb lasse ich mir meine Becken speziell fertigen oder baue ein Standardbecken entsprechend meiner Bedürftnisse um. Das Lochblech wird entfernt, die hintere obere Scheibe auch. Statt eines Lochblechs kommt nun eine 20cm breite Edelstahlgaze zum Einsatz und diese wandert von der oberen Mitte nach hinten um eine obtimale Durchlüftung zu gewährleisten.













In den ersten Jahren wurden die paar Quappen die ich hatte,
in den weißen Verkaufsdosen mit 10cm Durchmesser aufgezogen.


Die Behälter fassten viel zu wenig Wasser, als dass man die Wasserchemie
hätte vernachlässigen können.
So waren tägliche Wasserwechsel erforderlich.


Mit den Froschbeständen stiegen auch die Nachzuchten, also suchte ich nach Alternativen.

So habe ich in der Folge mit Quappenanlagen gearbeitet, die ziemlich benutzerfreundlich waren, die Wasserwechsel in den einzelnen Quappenbehältern wurden selbständig durchgeführt.


Eine Tauchpumpe
geregelt von einer Zeitschaltuhr pumpte das Wasser aus einem 5 Liter Behälter in die Einzelbehältnisse in der die Quappen schwammen.

Die auf den Einzelbehältnissen liegenden Alu-Rohre waren immer mittig Behälter mit einer Bohrung versehen, so bekam jede Quappe die identische Menge Frischwasser.

Diese Behältnisse waren jeweils mit Überlaufbohrungen versehen.

Das verdrängte Wasser lief
in die Hauptwanne aus Glas und von dort über einen Ablauf wiederum in einen 5 Liter Altwasserbehälter.



Frisch und
Abwasser-Behälter hatten das identische Volumen,
so konnte ich beruhigt schlafen.

Denn selbst
wenn die Zeitschaltuhr eine Fehlfunktion hätte, und nicht mehr abschalten würde, konnte nicht´s passieren.

Das Wasser würde von einem in den anderen Behälter laufen
aber nichts könnte überlaufen.

Was Unfälle mit Wasser betrifft, bin ich nach einem 300 Liter Aquariumunfall leider etwas übervorsichtig.

Außer dass vielleicht die Pumpe trocken und somit heiß- laufen könnte, würde eigentlich nichts passieren können,
selbst wenn die Zeitschaltuhr eine Fehlfunktion hätte.



In den Anfangszeiten eine wirklich hilfreiche Variante. Ich integrierte die zwei Anlagen sogar in die Terrarienanlage unter einem Terrarium und modifizierte sie mit einer Plexiglasabdeckung und Landteilen falls doch mal eine Quappe schneller an Land gehen sollte als vorgesehen.



Doch die Quappenbehälter waren eher was für kleinere Arten.
Das Fassungsvermögen mit 20 Quappen je Anlage
war mit ansteigen meiner gehaltenen Arten
plötzlich auch nicht mehr ausreichend.

Die F1 Quappen meiner Tinctorius Wildfänge
hatten auch eine stolze Größe,
so standen plötzlich wieder haufenweise Dosen herum.


Plötzlich stand ich vor der Eintscheidung eine professionelle Quappenanlage aus Glas zu kaufen, die mich sehr reizte.
Oder aber andere Wege zu gehen.

Ausreichend große Einzelbehälter und eine leichte Zugänglichkeit begeisterten mich sichtlich.

Kosten und mangelnder Platz zwangen mich aber auf dieses edle Stück zu verzichten und andere Wege zu gehen.

Eigentlich ein Traum, wenn man den Platz dafür hat.


mangels Platz

mangels Platz behalf ich mir daher von 2012 bis ins Jahr 2015 mit
Kleinteilemagazinen aus Kunsttoff und transpatenten Schüben.

Ausreichend groß auch für Quappen größerer Arten.

In dieser Anlage konnten unzählige Quappen gleichzeitig aufgezogen werden.


 Die Kleinteile-Magazine waren stapelbar somit stand einer Erweiterung der Zuchtanlage nichts im Wege.

Wasserwechsel mussten
auch hier täglich von Hand gemacht werden ein nicht unbeträchtlicher Zeitaufwand.

Dieser hatte aber auch einen großen Vorteil, ich hatte den Zustand der Tiere täglich im Augenschein.



Mit RGB-LED-Stripes hinterleuchtete ich die transparenten Schübe,
damit die Moose und Schwimmpflanzen im Behälter auch den gewünschten Sauerstoff produzierten.



Die Schaltintervalle der Beleuchtung waren den Beleuchtungs-Zeiten der Terrarien angepasst, damit die Quappen sich nach dem Landgang nicht erst an die vorhandenen Beleuchtungszeiten umgewöhnen mussten, sondern identische Zeiten vorfanden.



Eine wirklich geschickte und übersichtliche Lösung, mit einem kleinen Wehrmutstropfen. Der Kunststoff und die Verarbeitung sind eher auf das Organisieren von Kleinteilen abgestimmt, als zum befüllen mit Wasser. Egal wie hochwertig ich auch kaufte, das geringe Spaltmaß zwischen Korpus und Schüben ließ die Schübe nicht sauber laufen.
Also war ein Kleckern bei hohem Wasserstand immer vorprogrammiert.






Hier gut zu erkennen, die Größe der Einzelnen Schübe war volkommen ausreichend, auch für große Tinctorius - Arten.



Im Bestrahlungs-Zyklus der Frösche im Terrarium-
bekommen auch die Quappen ihre Dosis an UV.
Hiezu dient eine OSRAM Ultra-Vitalux mit 300W Leistung.
Wie bei den Terrarien sollte ein Abstand eingehalten werden, hier wählte ich 80cm zu den Schüben, so erwärmte sich das Plastik nicht und die Quappen bekamen trotzdem ihre Dosis Vitamin-B.





Und wie bei den Futtertierzuchten liest man, tauscht sich aus und macht seine guten und weniger guten Erfahrungen. Und so ändert sich bei mir in der Quappenaufzucht Ende 2015 einiges.

500ml fassende, Lebensmittel geeignete Plastikbehälter mit Deckel ermöglichen einen einzigen Wasserwechsel in der Woche.



Taxiphyllum barbieri (javamoos) und Vesicularia ferrei(Weeping Moos) sorgen für gute Wasserwerte. Ob es nun auf Dauer Plastikbecher bleiben werden, kann ich noch nicht sagen aber dieses Fassungsvermögen soll es bleiben und Deckel sind auch Pflicht.
Die wöchentliche UV Bestrahlung soll auch seine Wirkung zeigen, deshalb gehe ich davon aus das es Plastik bleiben wird.
100 Behälter werden es letztendlich sein wenn der Umbau entgültig abgeschlossen ist.




Wasserwechsel sind jeden zweiten Tag fix eingeplant, bisschen aufwändig bei den vielen Behältern, aber die Wasserqualität macht sich definitiv bei der Qualität der Quappen bemerkbar.
Einmaliger Wasserwechsel wöchentlich würde aber wie Wassertests ergaben völlig ausreichen, ohne die Tiere zu gefährden.









Nach der Reduzierung der Terrarien und meinem Tierbestand wurden auch die Quappen weniger. So suchte ich eine neue Lösung.

Der Übergang sah fürchterlich unordentlich aus, war aber zu diesem Zeitpunkt zweckmäßig und darauf kam es an.



Zuerst stieg ich auf 1 Liter Plastikdosen um, mit ordentlich Schwimmpflanzen zur Wasserreinigung für meine Quappen.

Ja und ich weiß, die Quappen haben in der Natur nur kleinste Wasseransammlungen (Phytotelmen) zur Verfügung. Mimimimimi.....und die überleben auch.

Doch muss ich wirklich auch die widrigen Bedingungen der Natur nachahmen, haben meine Tiere nicht auch jeden zweiten Tag ausreichend Nahrung, während sie in der Natur manchmal Tage lang verzweifelt suchen.

Aber bevor ich mich wieder mal über unsinnige Bemerkungn aus verschiedenen Foren oder Facebookgruppen auslasse, gehe ich lieber gleich wieder zurück zum Thema:

1L Springschwanzdosen, befüllt mit 500ml Wasser 2/3 Osmose 1/3 Leitungswasser und der Rest Luft.
Deckel drauf und fertig war es fürs Erste.

Verdunstung gibt´s bei mir nicht, ich möchte keine übermäßige Feuchtigkeit in der Wohnung.

Wöchentliche Wasserwechsel sind Pflicht.

Ich halte überhaupt nichts davon, gar keine Wasserwechsel vorzunehmen, wie es so manch Groskopferte meint, und nur das verdunstete Wasser nachzufüllen.

Man bedenke des Stoffwechsels der Tiere, der Ausscheidungen und sie schwimmen wirklich in manchen Anlagen bis zum Landgang in ihren eigenen Fäkalien.

Das sind denke ich diese Tiere, die regungslos und abgemagert in ihren Verkaufs-Dosen sitzen.
Kaum die Kraft haben, den Stress des Transportes
auf und von den Börsen, bis an ihren Bestimmungsort zu verkraften.

Wenn sie nicht schon beim Transport sterben.

Aber so hat jeder seine eigene Auffassung von Qualität.

Genauso wie mit der Hygiene,
verhält es sich mit dem Futter oder der Bestrahlung mit UV.

Der Eine hält es für zu vernachlässigen und der Andere legt Wert darauf 100% gesunde Tiere weiterzugeben und scheut dafür keine Kosten und Mühen.




Hier sieht man nun das Übergangs-Chaos aus Springschwanzdosen und den gebohrten 500ml Behältern aus einer vollautomatischen Quappenanlage auf die ich später noch eingehen werde.

Es gibt jetzt nur noch Platz für 60 Quappen
dann ist für mich Schluss.

Es soll ein Hobby bleiben und ich möchte es auch genießen können.

Bei 14 Terrarien und hunderte Quappen da hörte der Spaß einfach auf, ich habe einen Anstrengenden Job und muss nicht noch mehrere Stunden Arbeit in eine Zuchtanlage stecken.

Und nur für den Großhandel zu züchten, für ein Schmerzensgeld ist den ganzen Aufwand nicht Wert.




Nach meiner Reduzierung habe ich auch weniger Quappen aufzuziehen, deshalb bekommen die Quappen auch luxuriöse 1L Dosen. Die momentane Anordnung der 60 Dosen stimmt mich noch überhaupt nicht zufrieden, aber auch hier werde ich eine optimale Lösung finden.
 



Der derzeitige Blick auf meine Dosen, leicht zu füttern Wasserwechsel leicht gemacht. Oben sieht man noch Dosen aus einer ehemaligen Quapenanlage mit Überlauf.




Quappen in sauberen Wasser und abwechslungsreich Ernährt sind groß:


hier eine Robertus Quappe genau 43 Tage nach der Lösung vom Laich. Für die ersten funktionierenden Gelege wirklich große Quappen.


Tinctorius Black Suriname Quappe, ebenfalls ca. 1,5Monate alt, für mich nichts Neues sie produzieren ohne Ende kräftige Nachzuchten. Da hole ich auch keine Gelege raus, sondern Quappen die mir täglich ins Wasserteil geliefert werden.



Eine meiner Dendrobates tinctorius Robertus kurz vor dem Landgang


Landgängerbox 60x80x20cm

Landgängerbox 60x80x20cm Temperaturüberwacht


Landgängerbox 60x80x20cm Belüftung durch Gaze ausbruchsicher Abgedeckt.

Von Streichholzbeinen bei meinen Quappen blieb ich bisher verschont ich habe darüber gelesen und vielfach bei Anderen, gerade bei Pumis und Ranitomeya gesehen.

Genauso Verformungen des Rückrads aufgrund Vitamin B Mangels (Rachitis) beuge ich vor.

Dank Abwechslungsreicher Ernährung, UV und Vitaminen bereits bei der Ernährung der Elterntiere und überwachter Temperaturen bei den Quappen entwickelten sich alle Tiere sehr gut.



Doch Achtung!!!!

Gerade bei Vitamin A Präperaten aber auch BiPu Vital und Dendrocare oder Repashi können Überdosierungen leicht zu Todesfällen führen.

Hier sollte man sich wirklich belesen und Vorsicht walten lassen.


Quappenanlage 20.02.2019

Nun da auch das letzte verbleibende Becken mit fließend Wasser versehen, das Terrarium aus Bauphase 4 den Besitzer gewechselt hat, kann ich mit Bauphase 6 beginnen.

Nicht dass mir das Terrarium nicht gefallen hätte, aber es ist definitiv nicht mein Maß. Bei mir beginnt ein geeignetes Terrarium für Baumsteiger bei einer Tiefe von 60cm und einer Höhe ab einem Meter. Ich bin da schon sehr speziell.


Die linke Seite der Anlage wird zukünftig vorwiegend für die Quappenaufzucht, Unterbringung der Jungtiere und das Aufziehen tropischer Pflanzen genutzt werden.

Ich habe nun einige Jahre keine Quappen mehr gezeitigt, was an Nachzuchten hoch kam, kam ohne mein Zutun im Becken hoch. Dies möchte ich nun wieder ändern und auch mal wieder ein paar Nachzuchten auf die Börsen nehmen.

Kleben des ersten Beckens für die Quappenanlage.

Es werden wieder 60 bis 80 Quappen Platz finden, ob ich die Wasserwechsel weiter von Hand vornehmen werde, oder alles automatisiere, weiß ich noch nicht. Für beide Varianten wäre Platz und auch die Technik vorhanden.

Ich entschied mich diesmal für Transparente runde Becher aus Polypropylen




Füllinhalt: 200 ml
Durchmesser: 10,1 cm
Höhe: 4,3 cm

Die 1L Springschwanzdosen waren zwar von den Maßen ideal, doch gefüllt mit Wasser zeigten sie sich leider sehr instabil und schwammig zu handhaben.

Mit weißen 200ml Runddosen habe ich ja bereits gute Erfahrungen gesammelt, doch diesmal möchte ich transparente Becher um bei der Menge der Quappen auch den Überblick zu behalten.

Die Entwicklung der Quappenanlage wird demnächst in der Rubrik Bauphase 6  ersichtlich sein. Noch bin ich mir nicht sicher ob ich die Wasserwechsel einer Zeitschaltuhr anvertrauen möchte oder wie bisher weiter das Wasser von Hand wechsel, ob mir ein Becken mit 40 Bechern reicht oder ob ich wirklich zwei Becken fertige.




Das Becken für den Zweiten Stock geklebt, geht es weiter....


Schon ein sauberer Anblick als die Übergangslösung, ob es so bleibt, kann ich noch nicht sagen.

Bei dem Blick auf die Glaswannen weiß ich warum ich mir meine Becken eigentlich immer kleben lasse.
Ich und Silikon, wir werden niemals Freunde.

Da ich wieder mal wieder auf Nummer sicher gehen wollte sind die Nähte wieder viel zu dick und zudem verschmiert.



Noch ein wenig modifiziert und jetzt kann es losgehen.....


`BACK TO THE ROOTS´ Oldschool Quappenaufzucht
-Ohne großes technisches Schnickschnack.
-Tägliche Wasserwechsel von Hand.

Platz für Glas-Petrischalen mit Gelegen
und bei Bedarf bis zu 105 Quappen.

Bis auf meine Silikon-Nähte ein recht zufriedenstellendes Ergebnis.

Eigentlich wäre mir optisch ein Sextett an Terrarien lieber....

.....aber Quappen und Juvenile-Aufzucht durfte auch nicht vernachlässigt werden.

Dies waren jetzt meine Erfahrungen mit Quappenanlagen..........

*****************
Und nun wie versprochen, die bereits oben erwähnte vollautomatische Eigenbau-Quappenanlage meines Freundes und Mentors Wolfgang Wisser.


500ml fassende Einzelbehälter mit Gaze verschlossener Überlauf-Bohrung.


Ausgeklügeltes Gardenia Bewässerungssystem, sorgt für gesteuerte Frischwasser-Zufuhr.
Jeder Bewässerungs-Strang kann einzeln durch Absperr-Hahn geregelt oder deaktiviert werden.


Das geringe Gefälle der Wasserrinne führt das Wasser in das
im Haus installierten Abwassersystem.


Lange Wasserbehälter für Tinctorius & Co
kleine bzw. kurze Behälter für Ranitomeya Quappen.



Automatisch gesteuerte Wasserwechsel

Ablauf in das
im Haus installierte Abwassersystem.
Das rundum sorglos Paket, selbst wenn die Zeitschaltuhr eine Fehlfunktion hätte.

Das wohl ausgeklügelste System welches ich kenne.
Bis ins letzte Detail durchdacht.


Demnächst hier zu sehen, die Quappenanlage von Dendrobaten-Freiburg






Aufzuchtboxen wie sie sich bei mir etabliert haben, sind ganz leicht selbst anzufertigen. Wie bereits in der Rubrik Quappenaufzucht/Jungtiere erklärt haben sie einige hygienische Vorteile gegenüber einem Aufzucht-Terrarium.


Was brauchen wir für eine Solche Aufzuchtbox?
Droso sichere Edelstahlgaze, einen Dosenbohrer, eine Bohrmaschine und einen breiten Lötkolben.


Mit dem Dosenbohrer schneide, bzw. bohre ich runde Löcher in den Deckel und in die Vorderseite der Box.
Transparente Boxen mit Deckel gibt es im Baumarkt oder in diversen Möbelhäusern zu kaufen.


Die Box hat nun vorne zwei Löcher mt 60mm Durchmesser und Hinten am Deckel ebenfalls zwei mit 60mm.
Eine optimale Durchlüftung sollte somit gewährleistet sein.


Die Bohrlöcher müssen ein wenig entgratet werden, damit die Gaze zum Schluß aussen flach anliegen kann und die Tiere sich innen nicht verletzen können.


Nun, da die Kanten gebrochen sind und jeder Verletzung vorgebeugt ist, fertige ich die Gaze-Abdeckung an.


Um die Gaze richtig mit dem Plastik verschweißen zu können, arbeite ich mit 1cm Rand, das bedeutet der Radius der Gaze ist 1cm, der Durchmesser 2cm größer als der des gebohrten Loches, welches abgedeckt werden soll. 1cm Rand entspricht ungefähr dem Maß der Spitze des Lötkolbens den wir gleich verwenden werden.


Da die Gaze sehr gute Wärmeleiteigenschaften hat, halte ich sie nicht mit den Fingern sondern beschwere sie mit einem kleinen Tontopf. Sonst wird es ganz schön heiss an den Fingern.


Nun kann das verschmelzen der Materialien beginnen. Dabei sollte man darauf achten dass man nicht zu lange an einer Stelle verweilt.


Den Lötkolben kurz andrücken, bis das Plastik leicht glasig wird, dann in langsamer Bewegung weiter am Rand entlang zíehen. Die Hitze bleibt so erhalten und wir können in einer fliessenden Bewegung rundherum fahren. Sobald wir den Lötkolben anheben erkaltet das Material und die Gaze ist fest mit der Box verschweisst.

So sehen nun die zwei kleinen Boxen aus, die nicht nur für die Aufzucht einer Kleinen Art wie Ranitomeya benutzt werden kann, sondern auch gut als Quarantänebox für ein Adultes Tier, um es wegen eventueller Auffälligkeiten beobachten zu können.


Ein wenig größer eine Box für tictorius & Co. 80x50x20cm

Mehr über die Verwendung dieser Boxen unter:
Quappenaufzucht/Jungtiere
einfach anklicken







So gerne wir die kleinen Biester flugunfähig als Nahrung für unsere Amphibien züchten, so nervig sind sie, wenn sie zurückmutieren und plötzlich fliegen können.



Drosophila Malanogaster, Hydei, Ameise, Turkish Glider wie sie doch alle schön als Futter für unsere Pfleglinge dienen.

Aber wehe die angezüchtete Flugunfähigkeit bildet sich über Generationen zurück, dann werden sie zur Plage.

Auch die einheimische Drosophila, die natürlich durch den Geruch des Futterbreis angelockt wird, kann wirklich nervig werden.

Bei mir im Haushalt gibt es deshalb zum einen die Fliegenklatsche und zum zweiten eine ganz einfache Droso-Falle.

Die kann man gut mit zwei drei Handgriffen anfertigen und einfach zur Droso Zucht dazu stellen.

Schon reduziert man nervige Fliegen im Weinglas, im Salat oder sostwo, wo man sie nicht braucht.



Hier in der Skizze sieht man einfach illustriert
wie aus einer 0,75L PET Flasche
eine Fruchtfliegenfalle wird.

Ich mache mein Mineralwasser eigentlich selbst, aber ab und an wenn man zum Beispiel unterwegs ist schafft man sich doch so eine Flasche an. Ich verzichte jetzt auf die 25 Cent Pfand und opfere die Flasche zur Veranschaulichung der obigen Skizze.


Ich entferne die Banderole, da die Flasche am Bestimmungsort
möglichst dezent aussehen, fast untergehen soll.

Da ich keinen Fotografen zur Hand habe und leider nur zwei Hände zur Verfügung, schneide ich mit links und fotografiere mit rechts und hoffe dass dabei kein größerer Unfall passiert.

nun habe ich den trichterförmigen Kopf von der Flasche getrennt

der wenn man ihn mit der großen Öffnung nach oben dreht, den identischen Durchmesser wie die Öffnung der verbliebenen Flasche hat.


Füge ich die Teile nun zusammen, habe ich die ideale Fruchtfliegenfalle.

So sieht das ganze nun aus.

Nun fehlt nur noch der Lockstoff.

Der kann aus Fruchtsaft, Wein, Cola, eigentlich allen süßen Getränken-gestreckt mit Wasser und etwas Essig
gemischt werden.


Leider sind nur wirklich Flugunfähige Drosos durch den Trichter in der Flasche am entkommen gehindert, d
amit die Falle auch funktioniert, muss ein Spritzer Spülmittel in die Flüssigkeit.

Nun hat auch eine Flugfähige Drosophila keine Chance mehr.

Sobald sie die Wasseroberfläche berührt geht sie unter.

Durch das Spülmittel herrscht auf der Wasseroberfläche keine Oberflächenspannung mehr
und selbst sie leichte Drosophila geht sofort unter.



Nun Platziere ich die Falle möglichst nahe, am idealsten in die Drosophilazucht.

Materialeinsatz 25 Cent.
Zeitaufwand 5 Minuten
Käufliche Artikel die auf gleicher Basis fuktionieren liegen zwischen


 

5,00€




und 19.00€
Sparen kann so einfach sein.







Kostenfaktor
Forex Platten
Kunststoff-Profile
 Profil-Verbinder
Alu Nieten
________________
103,95€

Elektronik:
LED-Stripe
Alu-Profil für LED
Acryl-Abdeckung Alu-Profil
Netzteil DC 12V 1500mA
______________________
21,80€

Decals geplottet und entgittert
Logo Frosch und Schriftzug
______________________
20,00€


Gesamt-Gewicht 3,7Kg
[ohne Netzteil]





Forex Platten mit 5mm Stärke
Kunststoff-Profile 23,5x23,5x100mm
Kunststoff Verbinder



Wer Alu-Regale für seine Terrarien hat,
kennt das System ja bereits.

Statt Alu benutzen wir eben aus Gewichtsgründen Kunststoff-Profile 23,5x23,5x100mm
Statisch für unseren Zweck völlig ausreichend.

Verbinder Kunststoff verschiedener Art



Das Gerüst aus Profilen und Verbindern konstruieren
Forex Platten anpassen und vorbohren



Alu Blindnieten 4x10mm
sorgen für eine leichte und sichere Verbindung



Maschinenschrauben mit Mutter wären die Alternative,
zum Einen deutlich schwerer
und zum Zweiten würden sie überall auftragen.



Optisch einfach schöner und leichter
die Verbindung mit der Blindniete.




Korpus ist fertig, jetzt kommt der Aufbau



Alles für den Transport zur Börse zerlegbar.
-Korpus
-Rückwand
-Deckel mit LED-Beleuchtung
Je ein Element




Ordentlich Platz und schön hell
100x50x50cm BxTxH




LED-Leiste mit 1600 Lumen 6500K



Noch ein paar Impressionen














Nun fehlen nur noch die Decals, die sind beim Plotten;
und dann kann es los gehen






 



Wenn man das Hobby ernsthaft über Jahre betreibt, sammelt sich ordentlich Equipment an, welches schnell zugänglich plaziert sein sollte. Vom Reagenzglas über Pipetten, Messbecker und Mörster bis zu verschraubbaren sterilen Bechern alles da.
Werkzeuge sind direkt an den Terrarien plaziert.
Ob nun ein Ranitomeya beim Sprühen erschrickt und aus dem Becken springt,
oder eine Quappe im Wasserteil schwimmt,
ich habe alles parat um sofort reagieren zu können.



In meinem Fall gehört die Fotoausrüstung mit zum
wichtigen Equipment sonst gäbe es diese Seite nicht.


Werkzeuge für alle Fälle, griffbereit rechts neben den Terrarien.
Ich möchte im Fall der Fälle nicht erst suchen müssen, manchmal muss man schnell handeln und deshalb ist das wichtigste
Equipment direkt am Ort des Geschehens und nicht in einem Werkzeugkasten vergraben. Erfahrung lehrt 


Der Alubecher lenthält von einer Spreizzange angefangen, über verschiedene Pinzetten, Zangen, Scheren, Pinsel und Holzspatel alles da, was man im Notfall brauchen könnte.




über die Schnellsuche findet man aber auch andere Themen als die Technik:
https://www.froschmichl.de/A-_-Z.htm



Habt Ihr nach lesen dieser Seite selbst noch eine Anregung, ein Thema welches ich noch nicht behandelt habe, oder auf welches vielleicht detaillierter eingehen soll.

Schreibt mir eine Nachricht über facebook oder einfach per Mail auf froschmichl@gmx.de





ich habe zwar keine web Smileys die ihr klicken könntet,
aber ich wäre Euch dankbar für ein Feedback.


- was habt ihr vermisst?

- was nicht gefunden?

- welche Informationen dieses Hobbies betreffend bin ich Euch schuldig geblieben.

- war in irgendeiner Rubrik zu viel fachchinesisch?

- oder konntet ihr gar meinen Ausführungen nicht folgen.

- was hat Euch besonders gut gefallen?


Nur durch engen Kontakt mit Gleichgesinnten, Gesprächen auf Börsen und Treffen auch durch viele lange Telefonate mit mittlerweile ganz engen Freunden in ganz Deutschland, Schweiz und Österreich konnte diese Homepage so umfangreich werden.

 Ich kann von meiner Warte aus nicht beurteilen welchen Informationsstand
der einzelne Besucher meiner Seite hat.

Nur durch das Äußern von Wünschen Eurerseits welche Thematik ich noch abhandeln soll, oder auf welches Thema ich noch tiefer eingehen müsste kann ich diese Page optimieren.

Eines vorweg, das Thema Krankheiten von Amphibien werde ich nicht aufnehmen, dieses habe ich verlinkt auf zwei tolle Pages meiner Froschkollegen, mehr braucht's im world wide Web nicht.

Eine Selbstdiagnose oder Medikation wäre ohnehin grob fahrlässig wäre. Hier sollte man immer einen Veterinär konsultieren.




Klickt auf das Gästebuch und lasst mir gerne eine Nachricht da.





 
Hier werden meine Becken geplant, entstehen neue Ideen und hier entstand auch diese Homepage.
Im Rücken meine Terrarien und die Geräuschkulisse tropischer Frösche.

82002 Besucher und 243933 Klicks am 29.01.2019 bestärken mich darin dran zu bleiben und ständig zu aktualisieren, denn es besteht Lesebedarf und meine Seite wird genutzt und gebraucht.