Futter


Bevor wir nun mit dem Thema Futtertierzucht beginnen, möchte ich noch eines loswerden.

Ich muss leider immer mal wieder lesen, dass viele immer noch davon überzeugt sind, ich würde Futtertiere versenden. Dies muss ich leider verneinen.

Die Mengen die ich züchte sind gerade so für meinen Eigenbedarf berechnet und gedacht.
Auch wenn sicher mal die ein oder andere Dose Drosophila Überproduktion zur Sicherheit da ist, bekommt sie hier irgend einer meiner Freunde mal in Futtertier-Not gerät.
Die Vermehrungsrate meiner Springschwänze ist durch meine neue Zuchtmethode überaus ergiebig, doch hege ich keinerlei Ambitionen Handel zu betreiben.

Wenn man mich auf Börsen beim Verkauf von Futtertieren gesehen hat, war dies am Stand meines Freundes Peter Hildebrand, einem Zertifizierten Händler nach §11 Tierschutzgesetz, den ich tatkräftig unterstütze, oder an dessen Stand ich auch manchmal Nachzuchten meiner Tiere oder Ableger meiner Pflanzen verkaufen darf.

mehr auf:

https://www.froschmichl.de/Dendro-Snacks.htm









Neben dem Fachwissen, welches man sich wirklich aus Büchern erlesen- , oder durch Gespräche bei einem Besuch eines Züchters in nächster Nähe erarbeiten sollte,  ist die Futtertierzucht das wohl das wichtigste Thema bei der Haltung von Fröschen.

Man sollte sich mit diesem Thema beschäftigen, ehe man sich die Frösche überhaupt anschafft, nicht erst wenn sie bereits im Terrarium sitzen.
Was  einem heranwachsenden Frosch in der Ernährung fehlt,
bestimmt seine weitere Entwicklung erheblich.

Sei es die Körpergröße, die Körperhaltung oder Körperform. Ich bitte jeden Froschhalter nicht an Vitaminen zu sparen, aber auch gerade bei Vitaminpräperaten auch nicht zu übertreiben, eine Drosophila ist als Nahrung im Grunde nichts Wert, wenn sie nicht zuvor mit Vitaminen bestäubt oder durch die Gaze einige Stunden zuvor mit Sanostol oder Vitaminreicher Nahrung angefüttert wurde.
Aber dazu mehr hier in der Rubrik Futter 'gut loading Drosophila'



Ich versuche hier meine Erfahrungen die ich nun seit 2001 gesammelt habe weiter zu geben um anderen zu helfen Erfolge zu erzielen.

Ich finde wir sollten uns alle untereinander helfen, ich halte gar nichts von Konkurrenzdenken oder Neid. Den Glaube man könne dieses Hobby über Verkäufe von Nachzuchten finanzieren halte ich ohnehin für einen Trugschluss. Nicht mal eine Kostendeckung ist möglich, es sei denn man betreibt wirklich nur eine Zuchtanlage mit viel zu kleinen Becken und minimalem Aufwand um möglichst viele Terrarien betreiben zu können.

Dies hat für mich aber nichts mehr mit Freude an den Tieren oder dem Hobby zu tun,
sondern nur mit Kommerz und Profitgier.

Mein Interesse gilt einzig und alleine dem Wohlbefinden der Tiere die wir pflegen.

Deshalb aktualisiere ich auch hier den Bereich der Futtertierzucht immer wieder.

Sei es weil ein alter Hase wie ich auch immer wieder was neues gelernt hat, indem ich vom Wissen Anderer profitiere oder ob ich nun meinerseits experimentiert habe und Optimierungen möglich waren.

Wenn ich bessere Erfolge verzeichnen konnte und es von Nutzen für unsere Pfleglinge ist,
teile ich es Euch mit.

So jetzt fangen wir mal an mit den wichtigsten Futtertieren die es bei uns Froschhaltern gibt.


Auf Wunsch eifriger Leser meiner Homepage habe ich reagiert.
Auch wenn ich in Sachen HTML & JavaScript-Programmierung ein absoluter
Legastheniker bin, habe ich es jetzt geschafft gerade die umfangreichsten Seiten so zu programmieren, dass Ihr von einem Thema im Inhaltsverzeichnis,
direkt zu einem Thema geleitet werdet.

Dies spart Euch ewiges scrollen durch die doch sehr umfangreichen Themen, was gerade in dieser Rubrik eventuell eine Sehnenscheidenentzündung mit sich bringen könnte.


Also einfach das Thema Eurer Wahl im folgenden Inhaltsverzeichnis klicken
und los geht's zum Thema:


-Springschwänze (Folsomia candida)
auf Humus, Pinie und Korkschrot

-Springschwänze (Folsomia candida)
saubere Variante auf seramis



- "Gut Loading" Folsomia candida


 
- Aus 'Alt' mach 'Neu' [Springschwänze neu ansetzen]


- Weisse Asseln (Trichorhina tomentosa)


- Bohnenkäfer [nicht zu empfehlen]


- Weizen/Kornkäfer [Nicht zu empfehlen]


Drosophila diverse Mutationen

-Drosophilia hydei golden
-Drosophila melanogaster klein
-Drosophilia hydei

-Drosophilia turkish glider
-Drosophilia melanogaster Ameise


-Drosophila Futter/Zuchtbrei Rezepte

-Zucht-Temperaturen diverser Drosophila Mutationen

 

 

 - "Gut Loading" Drosophila


-Terfly [Krull Fliegen]

 

-Erbsenblattläuse [Acyrthosiphon pisum]

 



- Weizenblattläuse

-Blattläuse aus der Natur

 

-Ofenfische [Thermobia domestica]

 

- Wachsmottenlarven

 

-Goldfliege [Lucilia sericata]


-Verrücktes, kurioses und unglaubliches

 

-Wiesenplankton [Kleinstinsekten aus der Natur]


- Tümpeln [Lebend / Quappenfutter]










Die meisten Arten der Springschwänze sind Dentritusfresser, sie ernähren sich von zerfallenden pflanzlichen Stoffen, Exkrementen oder Aas. Es gibt neben diesen ‚Allesfressern‘ aber auch Spezialisten, die nur Algen, Pilze und Pollen fressen oder Mikroorganismen abweiden. Durch den Abbau ihrer Nahrung sind sie wesentlich an der Bildung von Humus beteiligt. Sie beseitigen dabei organische Rückstände und fördern so die Bodenfruchtbarkeit und damit das Wachstum von Pflanzen. Da sie die Reste von Pflanzen in natürlichen Dünger verwandeln, sind sie auch in der Landwirtschaft von erheblichem Nutzen.

Ich züchte momentan nur tropische weiße Springschwänze (Collembola) angesetzt auf Kokoshumus mit Korkschrot in 18l Plastikboxen zur einfachen Entnahme der Tiere lege ich Blätter des Sterculiaceae Theobroma - cacao (Kakaobaumes), der Magnolie (Magnoliaceae) oder Seemandelbaumbläter in die Box, diese sind schön groß und zersetzen sich auch nicht so schnell.
Die Springschwänze sammeln sich auf der Unterseite der Blätter, die ich über einer 1000ml Futterdose ausklopfe. Die Ausbeute kann ich dann auf die Becken verteilen. Ich überfüttere gerne, denn verbleibende Springschwänze verschwinden im losen Bodenmaterial und fungieren somit als Putzkolonne. Denn der trotz ständgem absammelns verbleibender Froschkot, sowie abgestorbene Pflanzen werden von ihnen gefressen und zersetzt. Somit wird Fäulniss, Schimmel- und Bakterienbildung immens vorbeugt.


Alle drei bis vier Monate sollte das Zucht-Substrat in den Dosen mindestens zur Hälfte ausgetauscht werden, da es durch die Ausscheidungen der Springschwänze erschöpft ist.

2015  Da es für mich zur Zeit keine besseren Springschwänze als bei Wilma und Michael Schlieper gibt, spare ich mir die Mühe eines Neuansatzes sondern bestelle mir gleich neue, randvolle 1000ml Dosen und das hochwertige Springschwanzfutter für meine acht x 18l Dosen ~72x1LDosen, die ich ständig bevorrate gleich mit.

Die aus der alten Zucht verbliebenen Springschwänze siebe ich aus dem Substrat aus und füge sie den neuen Zuchten hinzu. So wird die neue Zucht immer Ertragreicher.

Wenn ich die Blätter aus nur drei Zuchtdosen entnehme und nur die an den Blättern haftenden Springschwänze in ein Gefäß abklopfe, habe ich nach umfüllen ein Handelsübliches Kunststoff-Schnapsglas folgendes Ergebnis.








Also ausreichend Futter um alle Pfleglinge satt zu bekommen, ohne nur auf eine meiner anderen Futtertierzuchten zurückgreifen zu müssen. Ich lasse die restlichen 5 Boxen stets unberührt, gehe dann bei der nächsten Fütterung an die nächsten drei der insgesammt 8 Boxen, so kann sich jede Zucht wieder erholen.

Film der Springschwanz-Zucht auf youtube bitte hier klicken

www.youtube.com/watch
[krass welch schlechte Qualität die Handy Videos 2015 hatten]
















Auf diesen Bildern kann man erahnen, wie Ertragreich die Springschwanz-Zucht ist.



BOX 1


BOX1


BOX2


BOX2


BOX3


BOX3


BOX 4


BOX 4 17L Rotho-Box transparent voll mit Springschwänzen


So sieht es unter einem Blatt aus


Ausbeute aus einem ausgeschütteltem Blatt

Diese Methode hatte ich über viele Jahre erfolgreich beibehalten, wenngleich sie mit sehr viel Verlusten verbunden war. Springschwänze sind gute kletterrer und diese Boxen waren nun wirklich nicht unbedingt dicht zu bekommen. Sie Stoffboxen die ich aus Wärmegründen um die Plastikboxen hatte, waren immer sehr voller vertrockneter Springschwänze und auch dieser ständige Dreck beim Auffrischen oder tauschen des Substrates waren für mich ein Grund über alternativen nachzudenken.






Die wohl meist diskutierte Thematik all meiner Rubriken im Jahr 2018 von dendrobatenforum über Facebook dieses Thema wurde heiß diskutiert und von vielen erfolgreich übernommen.

Mein Mailordner quoll über, mein Handy vibrierte ständig um Feinheiten abzuklären, mein Datenspeicher wurde knapp, weil ich über whatsapp unmengen Bilder bekam. .
Die Tatsache dem vorherrschende Milbenproblem zu trotzen und eine saubere Zucht von Springschwänzen zu bekommen war ein großen Anliegen.


Ein altes Bild aus früheren Zeiten, Springschwänze auf Substraten aus Humus, Kokosfasern und Pinienrinde gezüchtet und ein reichhaltiges Angebot an überquellenden Springschwänzen im so genannten Ansatz. Wenn man Schlieper oder Krause Springschwänze kaufte hatte man 1A Qualität. Seit ein paar Jahren etabliert sich nun mein Freund Peter Hildebrand mehr und mehr auf diesem Markt, nicht nur auf Börsen, auch über seinen Versandhandel liefert er übervolle Springschwanzdosen die denen der Altmeister mindestens gleichwertig sind. 

So sah es immer nach Börsen bei mir aus: Frisches Blut für die Springschwanz-Zucht 84 x 1Liter Dosen höchster Qualität!


Damals waren noch mit 14 Terrarien und zwei zusätzlichen Quarantänebecken
ständig weit mehr als 30 Tiere zu füttern.

I
m Zyklus von 3-4 Monaten wurden 50% des Substrates ausgetauscht, weil es durch die Ausscheidungen der Springschwänze einfach erschöpft war.

Ich entnahm dann jeweils die Hälfte des Substrates und ergänzte es durch die gleichbleibend atemberaubende Qualität von Wilma und Michael Schliepers Springschwanzzuchten, die im Gegensatz zu Altmeister Krause auch versendeten.

Das entnommene verbrauchte Substrat siebte ich in mühevoller Arbeit aus und füge die daraus gewonnenen Springschwänze der Zucht wieder zu. Die Springschwänze wurden jeden zweiten Tag mit dem Futter aus Michael Schliepers Zauberwerkstatt angefüttert und vermehrten sich perfekt.

Doch..........


es war jedes mal eine irrsins Sauerei und ein Müllaufkommen, welches ich zu verhindern suchte.

Auch die Entnahme der Springschwänze zeigte sich erschwert, weil immer wieder loses Substrat mit in die Terrarien getragen wurde, welches sich in schwämmen oder Blättern verklebt hatte

Zudem war es ein offenes Geheimnis, dass es zunehmend Probleme mit Milben in Springschwanzzuchten gab.

Es handelte es sich um Hornmilben (Oribatida) die wahrscheinlich durch das Substrat,
den Humus in die Zucht eingebracht wurden.



Hornmilbe (Oribatida)




Raubmilbe frisst Springschwanz
[Sonderausstellung. In die Welt der Asseln und Würmer, Senckenberg Museum]



Raubmilbe (Gamasina, früher: Gamasida)
befällt kleine
Springschwanz Nachzucht (folsomia candida)


Egal welcher Vertrieb auch immer, alle änderten plötzlich Substrate, änderten die Zusammensetzung und trotzdem blieben die Probleme über eine Lange Zeitspanne bestehen.

Milben zusammenbrechende Zuchten und auch wenn man alternativen suchte, man sah am Substrat, wer der Lieferant aller Vertriebszweige war, der eine streckte die Zuchten, der andere teilte sie einfach, jeder wollte als Zwischenhändler ein Stück vom Kuchen haben, kauften aber selbst zu.
Wirklich eigene Ansätze waren verschwindend gering.
 
Nun ja, ich möchte die Vorgeschichte nicht ewig ausdehnen und endlich auf den Punkt kommen.
Ich habe das Unglaubliche Glück Freunde um mich zu haben, die sich viele Jahre länger mit diesem Hobby auseinandersetzen als ich und als wir dieses Problem diskutierten, kam eine alternative Methode auf den Tisch, die ein Uni-Professor und einige seiner Freunde seit Jahren erfolgreich anwenden auf diese werde ich gleich eingehen.

Es stand noch eine zweite, sehr interessante Zuchtmethode zur Auswahl. Im Münchner Raum entwickelt, wurde ein von Springschwänzen essbares und komplett verwertbares  watteähnliches Substrat getestet.
 
Leider blieben Versuche der Entwickler einen Vertrieb zur Vermarktung zu finden erfolglos und so war es nicht möglich das ganze im Großen zu finanzieren.
 
Meines Wissens wurde aus dieser Idee nichts, doch
die Zuchten welche wir hier testeten waren vielversprechend und sehr interessant.

Eines hat sich letztendlich bei der Suche nach dem idealen Zuchtsubstrates bei mir durchgesetzt:

 - die Zucht auf Seramis-


Hier müssen wir eine List anwenden, beziehungsweise uns die Eigenschaften des Springschwanzes zu Nutzen machen......

-Springschwänze können sich auf der Wasseroberfläche fortbewegen

-durchbrechen die Oberflächenspannung des Wassers nicht.



Ein kleiner Auschnitt aus Wikipeda um meine Aussage zu stützen:

Springschwänze leben am und im Boden, meist bis in zehn Zentimeter Tiefe, aber auch auf Baumrinde, auf der Wasseroberfläche, an Meeresküsten, auf Gletschern und in Nestern von Ameisen und Termiten. Sie bevorzugen hohe Luftfeuchtigkeit, manche Arten werden durch Kohlenstoffdioxid angelockt.

Durch ihre wasserabweisende cuticula können sie Überflutungen des Bodenporensystems in einer Luftblase überstehen oder auf der Wasseroberfläche manövrieren. Einige Arten wie der schwarze Wasserspringer weiden dort gezielt Algen, Bakterien und Einzeller ab. Springschwänze können bis zu 14 Tage auf offener See treibend überleben und dabei mehrere hundert Kilometer zurücklegen. Sie erlangen dadurch als Erstbesiedler neuer, steriler Landstriche Bedeutung. Arten wie Schnee- und Gletscherfloh leben im Lückensystem von Geröll, in Moospolstern und Felsritzen des Hochgebirges und ernähren sich von den auf die Eisflächen gewehten Koniferenpollen und Pilzsporen. Diese Arten sind noch bei Temperaturen um –5 °C aktiv. Arktische Collembolen können wenigstens vier Jahre bei −20 °C eingefroren überleben.
 


Eine Ansammlung von Springschwänzen auf Wasser

 

So nutzen wir diese Erkenntnis dass Springschwänze über Wasser gehen können ....


Eine Milbe hingegen ertrinkt und das weiß sie.
Deshalb hasst und meidet sie Wasser.

 

Deshalb züchteten Freunde ihre Springschwänze nicht mehr in Substraten aus Erde, Kokosfasern oder Pinienrinde, sondern auf Seramis und Wasser.

Auch ich habe diese saubere Art der Zucht gerne für meine Zwecke übernommen.

Das System ist so simpel wie genial.

Wie gehabt, benutze ich eine 17L Plastikbox transparent.

Darauf wurde passend eine 4mm Floatglas-Scheibe angefertigt, die mit der Box gelieferten Plastikdeckel schließen nie so dicht ab, dass Springschwänze in der Box bleiben.

Nun fülle ich 3cm hoch gut ausgewaschenes! Seramis in die Plastikbox. [Ich brauchte drei Anläufe bis das Wasser sich nicht mehr rot färbte.] Dann entnehme ich das gewaschene Seramis mit den Händen dem Eimer und lasse es vor der Überführung in die Box immer ein wenig abtropfen.


Darauf lege ich einen Filterschwamm aus der Aquaristik, ich benutze für diesen Zweck einen 40mm Schwamm grob.

Der Clou, ich teile diesen Schwamm in vier Teile, die ich einzeln entnehmen kann, zum einen um Springschwänze letztendlich entnehmen und verfüttern zu können

Anfangs legte ich die Box noch vollständig mit dem Filterschwamm aus, zwar für die Entnahme in vier Teile zerlegt, doch immer noch die ganze Fläche bedeckend dies hatte den Nachteil dass nicht ein Teil der Seramisoberfläche frei liegt und so keine Lufzirkulation stattfindet.


Legt man die Box vollflächig mit Schwämmen aus, bringt die Zucht nicht den gewüschten Erfolg, dies musste ich aber erst aus Erfahrung lernen.


Um die Zucht Milbenfrei ansetzen zu können und eine möglichst gute Ausbeute für den ersten Ansatz zu haben, flutet man am besten die alte Zucht auf Erdsubstrat mit Wasser und deckt sie ab.


Nach einer kurzen Zeit klopft man noch einmal auf den Deckel damit Springschwänze an den Seitenwänden und sich eventuell noch gerettete Milben wieder ins Wasser fallen.

Nachdem alles noch eine gewisse Zeit so gestanden ist, schütte man vorsichtig das Wasser durch ein Artemiasieb und fischt so die Springschwänze ab.

Nun nimmt man die Springschwänze und streut sie auf die Seramisoberfläche
und die Filtermatte.


Ich versuchte anfangs noch eine andere Methode, bis ich mich bei den Profis eines besseren belehren lassen habe.

Es ist grundsätzlich kein Material in der Box, welches Milben enthalten kann, Milben, die eventuell an den Springschwänzen hätten haften könnten, sind bereis im Wasser ertrunken.
 

Gefüttert wird Sparsam mit fein gemahlenen Futter  ein Gemisch aus Papageienfutter, Spirulina und gemahlenen Blütenpollen.

 

Das tolle an dieser Variante ist, man hat kein erschöpfendes Substrat. 

Ein Wasserwechsel durch ein Artemiasieb wäscht alle Abfallstoffe aus dem seramis.

Die Schwämme können mit kochendem Wasser ausgewaschen werden.

Ich habe mir die Mühe gamacht die Anfänge dieser Zucht wie auch die Fortschritte in Bildern zu dokumentieren.




Meine ersten Versuche, noch mit komplett mit Filterschwämmen ausgelegter Seramisfläche.










Natürlich lief die Zucht auch, aber mir wurde gesagt es sei nicht Vergleichbar wie die des Erfinders. 


Eine Woche nach ansetzen der Zucht sieht das ganze dann so aus:

leider fehlt es mir am richtigen Objektiv sonst sehe das Ganze etwas besser aus.




Nein das weiße ist kein Schimmel, es ist Springschwanzfutter welches innerhalb 2 Tagen restlos verschwunden ist.


Entstanden ist diese Zucht nur durch hineinstellen von vier geöffneten 1L Springschwanzdosen


Der Anteil an Springschwänzen war Anfangs verschwindend Gering, weil doch 99% der Springschwänze in der Dose blieben. Doch ausklopfen oder hineinpusten wollte ich sie nun nicht. Erde sollte wenn möglich komplett draußen bleiben.


Die Springschwänze halten sich gerne im Filterschwamm auf, das Microklima des Schwamms scheint ihnen zu gefallen.


Die Entnahme der Springschwänze aus der Zucht sollte daher keine Schwierigkeiten bereiten. Gefäß nehmen Schwamm drüber und ausklopfen.


Noch wird nichts entnommen, erst soll sich ein ordentlicher Stamm entwickeln.



Nun ja, wenn mir gesagt wird, es sei ja schon eine sehr erfolgreiche Vermehrungsrate, aber aufgrund kleiner Fehler nicht so, wie sie sein sollte nagt das an meinem Ego.

Also behebe ich die Fehler um das Maximum aus dieser Zucht herauszuholen.

Kleiner Test eine Woche später, die Filterschwämme habe ich nicht mehr vollflächig liegen,
das war mein Fehler.
Die Seramisfläche sollte nicht ganz belegt sein.



Noch will ich nichts entnehmen, überprüfe aber, wie viele Springschwänze sich wirklich in den Schwämmen ansiedeln.

Ordentliches Ergebnis, dafür dass ich mit wenigen Springschwänzen angesetzt habe.

nun aber wieder zurück in die Box, habe ja mit 4 x 17L Boxen genug laufende herkömmliche Springschwanz-Zuchten.

Ich muss sagen ich hatte selbst in der herkömmlichen Zucht meiner Springschwänze auf einem Kokoshumus/Pinienrinde-Substrat keine Probleme mit Milben.

Ich habe zugekaufte Boxen die Milben enthielten,
direkt verworfen und nicht zur Auffrischung meiner Zucht verwendet, so blieb ich zum Glück verschont.


Daher ist für mich diese Variante eher aufgrund ihrer Einfachheit interessant.

Wenn bisher das Zucht-Substrat erschöpfte,
war es eine riesen Sauerei und vier schwere Müllsäcke Nassmüll.


Würde sich diese Variante bei mir etablieren,
würde eine Wanne heißes Wasser und ein feines Sieb ausreichen,
um das ganze Substrat für weitere Zuchten brauchbar zu machen.

Gleicher Zeitaufwand aber weniger Müll und Dreck.



10.06.2018 nochmals eine Woche später:


Wenige adulte Springschwänze im Seramis Nachzuchten sind tiefer im Substrat.


Schwämme sind voll besiedelt mit ausgewachsen Springschwänzen, bereit um sie in den Terrarien auszuklopfen.


Wirklich eine gute Alternative zur herkömmlichen Springschwanzzucht.


Ich kommentiere jetzt mal nicht weiter, sondern lasse Bilder sprechen




































OKTOBER 2018 LÄUFT SUPER

Einfach mal anklicken und schauen was diese Zuchtvariante für eine saubere und effektive Variante ist.



einfach youtube Logo klicken und los geht´s


VIDEO UPDATE 15.10.2018 ZUCHT LÄUFT IMMER NOCH 
HERVORAGENDE VERMEHRUNGSRATE




Die Vorteile liegen auf der Hand:

- saubere Entnahme der Springschwänze ohne lästige Erde die an den Schwämmen klebt.

- Kein loses Subsrat, somit keine Gefahr dass die Tiere Sand, Erde oder anderes feines Substrat mit der Nahrung aufnehmen und ggf. Verstopfungen oder Darmvorfall bekommen.

- Wenn das Substrat erschöpft ist, siebt man die Springschwänze in einem geeigneten Sieb aus und reinigt das Seramis in einem Eimer mit kochendem Wasser.

- Nachdem das Substrat ausgekocht ist, wieder aussieben und noch 2x mit kaltem Wasser ausspülen.

Schon ist das Substrat wieder verwendbar.

Genauso verfährt man mit den Filterschwämmen die zur Entnahme der Springschwänze auf dem Substrat liegen.

Alles wieder zurück in die 17L Box,
Springschwänze wieder dazu und weiter geht´s


Das Futter für die Springschwänze mische ich wie folgt:
-Weizenkleie aus dem Reformhaus

-feine Haferflocken
-Spirulina Pulver oder Flocken
-instant. Kartoffelpüree
-Blütenpollen aus dem Reformhaus

jeweils zu gleichen Teilen



alles
in einer Kaffeemühle fein mahlen die Konsistenz sollte haushaltsüblichen Weizenmehl gleichen, dann orlux Lori darunter mischen und gut.

Das wichtigste ist, jeden zweiten Tag sparsam füttern, nicht mehr und nicht weniger. Überfütterung lässt das Substrat verkleben und zweitägige Pausen lassen die Zucht sofort einbrechen.

Für eine erfolgreiche Zucht ist daher Disziplin gefragt.
Auch bei der Herstellung des Futters für die Springschwänze sollte man sich Zeit nehmen und wirklich fein mahlen. Die Zutaten sollten hochwertig sein und schon klappts




orlux Lori fast ein Muss für die Futtermischung,
als Alleinfutter fast ungeeignet, zeichnet sich das Vitaminpulver beigemischt für eine explosionsartige Vermehrung aus.




Um das vermischte Futter auch fein dosieren zu können, benutze ich einen Puderzucker-Streuer aus Edelstahl

Jeder der seine Springschwänze durch Wässerung entnommen und diese Zuchtvariante so übernommen hat, der war wie ich überaus begeistert und gab mir bestes Feedback 

Einige Versuchten andere Wege, scheuten Kosten und Mühen und scheiterten.


Dies ist alternativ ein Stamm meiner Springschwänze traditioneller Zucht im Vergleich 14.05.2018 fotografiert.

14.05.2018
......erwähnt werden sollte dabei, von hier wird jeden Tag verfüttert
Entnahme der Springschwänze erfolgt hier durch Kakao-Blatter vom Redfrogteam Costa Rica














youtube Video vom 14.05.2018 froschmichl Springschwanzzucht 1



youtube Video vom 14.05.2018 froschmichl Springschwanzzucht 2




mein Stand am 26.12.2018
in einem Video ich bleibe dabei
Seramis als Substrat.






10.01.2019 neues Update
starke Vermehrung
zu Wenig hungrige Mäuler
die Zucht läuft glänzend

einfach youtube Logo klicken und los geht´s


10.01.2019 Video Entnahme



einfach youtube Logo klicken und los geht´s


10.01.2019 Video entnommene Menge


12.01.2019 - 09.02.2019
SPINGSCHWANZZUCHT Vergleichstest


Folsomia candida ist eine Springschwanzart aus der Familie der Isotomidae.

Man findet trifft sie mittlerweile an vielen Orten dieser Erde an.

Wie bereits mit so vielen Tierarten geschehen, wurde auch diese Art unbeabsichtigt oder einfach unachtsam
von Menschen verbreitet. (verfälschung der Flora und Fauna)

Sie reproduziert sich durch Parthenogenese und wurde als Modellorganismus in der Forschung verwendet.

Ich zeige hier nun noch einmal auf, wie erfolgreich und sauber die Zucht dieser Futtertiere sein kann und wie schnell sie aber auch scheitern kann:



Wie Versprochen reagiere ich auf Feedbacks
zur Veranschaulichung noch mal illustriert
Wenn es nicht klappt:
-ist das Substrat zu nass
-ist es das falsche Futter
-wird zu viel gefüttert
-wird zu wenig gefüttert.



Ich habe die Reaktion der Springschwanz-Population bei Überfütterung mal über 4 Wochen getestet, tangiert mich nicht weiter, denn ich habe zu viel Ertrag und zu wenige hungrige Mäuler.

Dies ist Tag 4 nachdem ich jeden Tag gut gefüttert habe.


Die Population der tropischen weißen Springschwänze
(Collembola) noch relativ dicht. Die Oberfläche des Seramis Substrates verdichtet sich bereits.

8. Tag bei täglicher Fütterung.
man erkennt deutlich den Schleim aus den die Bakterien des verderbenden Futters an der Oberfläche.

Gut zu erkennen, dass trotz unmengen Futter keine Vermehrung stattfindet.


20. Tag nicht nur dass der Schleim sich ausbreitet, die Population nimmt deutlich ab.


28. Tag und nicht einen Springschwanz entnommen,


Jeden Tag gefüttert und das ganze Substrat ist verklebt.
die Springschwanz-Population geht gegen Null.

Dies ist nun für mich nicht unbedingt eine neue Erkenntnis,  ich habe bereits bei der Zucht in Erdsubstraten herausgefunden, je lockerer das Substrat ist, ob fasrig wie mit Kokosfasern oder auf sterilisierter Pinienrinde läuft es besser. Erde die verdichtet führt umgehend zum Einbruch der Zucht von Springschwänze
n.

Aber zur Illustration und somit zur Sensibilisierung dass es wirklich nur einfache Disziplin ist, die zu einer erfolgreichen Zucht führt..... habe ich einen Zuchtbehälter geopfert.

Ich beende den TEST und somit die Illustration und wasche das Substrat nun mit kochendem Wasser aus.
Für mich ist es nun kein Problem einen neuen Ansatz zu machen, da unmengen Springschwänze in den Schwämmen der Zucht nebenan sind und nur darauf warten ausgeschüttelt zu werden. Ich hoffe die Bilder helfen Euch nun erfolgreicher zu züchten einfach dran bleiben und nicht mit dem Futter übertreiben es wird schon.

Ein Test auf feuchtem Blähton, den Ihr als Drainage Eurer Becken kennt läuft bereits bei einem befreundeten Reptilienhändler. Ich werde davon Berichten.

Aber nun noch den Vergleich, selber Raum, gleiche Temperatur gleiche Ausgangssituation nach Anweisung gefüttert.



Im Vergleich Bilder der Box nebenan. TAG 1
Feuchtes aber nicht zu nasses Seramis und Fütterung jeden zweiten Tag sparsam über Schwämme und Seramis




8.Tag Hohe Populationsdichte
trotz Verfütterung der Springschwänze aus den Schwämmen.



20. Tag Hohe Populationsdichte
trotz Verfütterung der Springschwänze aus den Schwämmen.



28. Tag Hohe Populationsdichte
trotz Verfütterung der Springschwänze aus den Schwämmen.



28. Tag Hohe Populationsdichte
trotz Verfütterung der Springschwänze aus den Schwämmen.



28. Tag Hohe Populationsdichte
trotz Verfütterung der Springschwänze aus den Schwämmen.

Somit sieht man, dass es etwas Fingerspitzengefühl Disziplin und Konsequenz braucht um Erfolg zu haben.
Jeden zweiten Tag am besten Abends füttern und nicht übertreiben, dann klappt es. Einen Tag das füttern vergessen und die Zucht bricht ein.



Dies ist die Ausbeute aus einer 17L Box
auf das Bild klicken für ein kleines Video


20.03.2019 gleichbleibende Ergebnisse


hier auf die youtube Leiste klicken für einen kurzen Film

und aufgrund der hohen Nachfrage !!!!


Ja, es gehen natürlich auch andere grobe Substrate, wie Blähton, Drainagesteine aus der Terraristik, feine Lavasteinsubstrate.
Ich habe die Ergebnisse gesehen.



Einer weiteren Bitte will ich noch nachkommen:
In einem langen Gespräch wurde mir mitgeteilt, dass sich nicht alle Kunstoffboxen für die Springschwanz-Zucht eignen. Ich habe bewusst nicht erwähnt, dass meine Boxen aus einem namhaften schwedischen Möbelhaus stammen, weil ich nicht unbedingt Werbung für ein Unternehmen machen wollte, doch sind dies wohl eine von wenigen Stapelboxen, welche oben bündig auslaufen und auch formstabil sind. So dass, wenn eine Glasscheibe darauf gelegt wird, die Box auch wirklich dicht ist. Dies scheint bei anderen Boxen wohl nicht der Fall zu sein. Springschwänze können nun mal die Seitenwände empor klettern und wenn der Deckel nicht dicht abschließt, wird man niemals ein hohe Population in der Zuchtbox haben. Die Orginaldeckel sind weder standardmäßig ausbruchsicher, noch wenn man eine Fensterdichtung hineinklebt. Eine 4mm Glasscheibe dichtet erfahrungsgemäß am besten ab. Sie ist formstabil und hat genug Masse [Gewicht] um genug Druck auszuüben. So hat man ein geschlossenes Zuchtsystem.

Ein weiterer Nachtrag:
Es ist von Vorteil auch das Seramis Konzentrat mal zu durchlüften, dies bedeutet dass wir den Inhalt der Box mal mit beiden Händen gut durchmischen und auflockern.

Auch Seramis verdichtet sich und die Zucht stagniert.

***

Wie bei allen Futtertieren, die ich nicht der unbelasteten Natur entnehmen kann, beschäftige ich mich mit der Wertigkeit des Futtertieres. So kam ich nicht umher, mich auch den Springschwänzen [
Collembola] zu widmen.

Die Futtertiere
selbst werden abwechslungsreich, sogar sehr hochwertig ernährt, ich kaufe Produkte im Reformhaus, bestelle Vitaminpräperate aus der Papageienzucht, scheue keinerlei Kosten und Mühen.
Meine Zuchterfolge danken es mir.

Doch was kommt letztendlich bei meinen Fröschen an.

Was kann ich kurz vor der Verfütterung mitgeben,
was auch unverwertet bei den Amphibien ankommt.

Welche Möglichkeiten des 'gut loading'
habe ich bei Collembolen?!

 

Gut Loading - Was ist darunter zu verstehen?

Wichtig für die Ernährung unserer Futtertierabnehmer ist der Magen/Darminhalt der Futterinsekten zum Zeitpunkt der Verfütterung. Die Fütterung der Insekten sollte intelligent gestaltet sein, was dem Terrarianer viel Freiheit lässt und der Darminhalt kann den Bedürfnissen der Endabnehmer entsprechen. Was ein Insekt wenige Stunden vor seiner Verfütterung aufgenommen hat, wie weit diese Nährstoffe vom Insekt aufgespalten und umgewandelt wurden, das ist unter GUT LOADING zu verstehen.

Zum Zeitpunkt der Verfütterung bedeutet den Mageninhalt, plus dem was ein Insekt aufgespalten hat, unseren Amphibien zuzuführen. Viele kleine Insekten, mit unterschiedlichem Nährwert, sind nützlicher, als ein einzelnes adultes Insekt. Man sollte zwar seine Insekten jeder Zeit optimal ernähren, aber man kann gezielt 12 Stunden vor der Fütterung die Insekten 'puschen'. Dies heißt genau, man verbessert durch eine Supplementierung der Nahrung den Nährwert der Insekten.

Bei Collembolen habe ich mir meinen Kopf ewig zerbrochen, bis ich letztendlich auf folgende Idee gekommen bin:


Was bei Drosophila & Co das Multi-Sanostol, Mugatol Junior
Vitamingels oder der Bretz-Brei kurz vor dem Verfüttern an die Amphibien ist,-

ist bei mir der Trockenfisch bei Springschwänzen.



Am Vorabend gebe ich die Fische in die Zuchtbehälter und am Morgen klopfe ich die aufgewerteten Springschwänze im Becken direkt von den Fischen ab.


Analytische Bestandteile (in %):

Hering: Rohprotein: 68,0 %, Rohöle und -fette: 12,0 %, Feuchtigkeit: 12,0 %, Omega-3-Fettsäuren

Omena: Rohprotein: 64,4 %, Rohöle und -fette: 11,9 %, Feuchtigkeit: 9,4%, Omega-3-Fettsäuren


Wenn ich auch nur ein Bruchteil dieser Inhaltsstoffe durch die Springschwänze verabreiche, ist es immer noch mehr als überhaupt nichts zugefüttert zu haben.

Klar hat ein Trockenfisch einen Eigengeruch, doch meine Springschwanzboxen sind Luftdicht durch schwere 5mm Glasscheiben verschlossen.



Ich halte das aufwerten jedes Futtertieres für sinnvoll
Das fein gemahlene Futter für meine Springschwänze ist sehr Hochwertig,
mit Weizenkleie aus dem Reformhaus, feinen Haferflocken, Spirulina Pulver
aus dem Reformhaus, instant Kartoffelpüree, Blütenpollen aus dem Reformhaus und orlux Lori habe ich eine explosionsartige Vermehrung der Springschwanzpopulationen auf Seramis erreicht.


Das Wichtigste aber, dank des luftigen Substrates habe ich trotz der überaus hohen Population in meinen vier Zuchtboxen kein plötzliches Einbrechen der Zucht, wie ich es einige Male auf Erdsubstraten hatte.
Was mir nun wirklich eine sichere Zuchtvariante bietet, die bei mir ein Selbstläufer wie die Zucht der Ofenfische ist.
Ich muss nicht mehr auffrischen, sondern muss immer mal wieder
von meiner Population an Freunde abgeben, weil ich es gar nicht alles verfütten kann.



Doch dieses wie Haushaltsübliches Weizenmehl TYP550 gemahlene Springschwanzfutter trägt einzig und allein der gesunden Ernährung der Springschwänze bei.
Ebenso das sporadisch gefütterte Sepiamehl.



Doch alle Hochwertigen Bestandteile sind bereits vom Insekt aufgespalten und umgewandelt (vollständig verwertet)
und werden den Amphibien nicht mitgegeben.



Nur was direkt vor der Verfütterung aufgenommen wird,
bekommt der Frosch unverbraucht verabeicht.



Und da kommt uns zu Gute, dass Springschwänze Nachtaktiv sind. Also kann ich direkt am Morgen, direkt vom gedeckten T[F]isch frisch mit Proteinen, Omega
-3-Fettsäuren und Rohölen aufgewertete Collembolen ins Becken streuen.



Ein Klick zum kurzen Film vom 23.05.2019 einmal durch die Zuchtbox


und mit diesem letzten Video schließe ich das Kapitel
Springschwänze (Folsomia candida)
denn ich sehe hier keinen Verbesserungsbedarf.
Keine Milben, überdurchschnittliche Vermehrung und saubere Entnahme. Mehr wollte ich nicht.



Mittlerweile bin ich dazu übergegangen den Hering inclusive der Springschwänze in eine Petrischale zu überführen und nehme sie nach dem Mahl wieder heraus.




Aufgrund vielfacher Anfragen nun auch illustriert:



Entnahme der Springschwänze aus der verbrauchten Zucht.
BOX 1/4 Video
https://www.youtube.com/watch?v=P1ocBNZNY-M


Entnahme der Springschwänze aus der verbrauchten Zucht.
BOX 2/4 Video
https://www.youtube.com/watch?v=-3o6o_LCNNQ



Hier ist das Substrat definitiv verbraucht


Springschwänze sind noch überaus viele im Searamis zu finden


Auch bis tief im Substrat alles voller Springs


Das Rest-Substrat flute ich mit Wasser, alle Collembolen werden nach oben zur Wasseroberfläche getragen.


Jetzt muss ich die auf dem Wasser springenden
Collembolen
nur noch mit einem Artemiasieb abfischen.


Wenn ich eine helfende Hand zur Verfügung habe,
nutze ich die Gunst der Stunde und nehme die schnellere Variante.
Schütte das Wasser durch ein Artemiasieb in einen Behälter.


So bekomme ich fast alle Springschwänze aus dem Substrat,
bevor ich dieses mit heißem Wasser auskoche.


Ausgekochtes und ausgewaschenes Seramis, bereit um neu angeimpft zu werden.


Futter fein gemahlen und Springschwänze zum Animpfen


Die aufgefrischte BOX

hier als Video
https://www.youtube.com/watch?v=0VNlKmtiQWg
__________________________________________________________________






eine alte große Springschwanz-Art
die mittlerweile fast in Vergessenheit geraten ist.

Als Alternative zum weißen Springschwanz 2-2,5mm mit einer Körpergröße von 2-4mm doch etwas größer.

bald mehr................







Alle meine Terrarien werden grundsätzlich mit
ca. 150 weissen Asseln angeimpft, lange bevor überhaupt ein Frosch in das Terrarium gesetzt wird. Die Population wird bei jedem Großputz überprüft, notfalls erhöht. Nein ich zähle die Asseln natürlich nicht durch, sondern prüfe Optisch ob noch genug "Verwerter" im Boden sind. Das sehr begehrte Futtertier hält den Bestand im Becken erstaunlich stabil, doch nur aus dem Grund, weil die Asseln nachtaktiv sind, sich tagsüber im losen Pinienrindensubstrat oder im Xaxim aufhalten und somit den hungrigen Mäulern meiner verfressenen Frösche entkommen. Die Assel sehe ich, wie auch die Springschwänze in erster Linie als sehr gutes Futter an, aber auch als Putzkolonne, sie vertilgen abgestorbene Pflanzen sowie den Kot der Frösche, der bei der wöchentlichen Reinigung übersehen wird. Da die Asseln wirklich nur nachtaktiv sind, können sie ihrer Aufgabe gut nachgehen, ohne in Gefahr zu laufen von den Fröschen gefressen und somit stark dezimiert zu werden.

Die Vermehrungsrate und somit die Ausbeute der weissen Assel außerhalb des Terrariums sind bei mir so zufriedenstellend, um sie wirklich ernsthaft als tägliches Futter in Betracht zu ziehen zu können. Auch das entnehmen der Asseln aus dem Substrat ist weder mit Schwämmen, Rindenstücken oder Blättern so ertragreich, als dies mehrmals wöchendlich machen könnte.

Die Frösche bekommen ab und an mal eine größere Ration Asseln, die in eine Glas-Dipschale gegeben werden. Aus dieser können die Asseln nicht entkommen, nach diesem Mahl bleibt aber auch nicht eine einzige Assel übrig.


 
 

 
Da ich mich natürlich nicht zurücklehne und mich mit dem zufrieden gebe was hier an Ertrag zustande kommt habe ich mich belesen und ausgetauscht.


Ich wäre nicht ich, wenn mich mein Ehrgeiz nicht zwingen würde auch diese Zucht zu optimieren..........

gesagt, getan !!!


Weiße Asseln - Trichorhina tomentosa
erfolgreich Züchten und verfüttern

Die Weisse Assel Trichorhina tomentosa ist ein relativ kleiner Vertreter ihrer Gruppe.
Erwachsene Tiere erreichen etwa 3 bis maximal 5 mm Länge.

Da ihr Körper ausgesprochen weichhäutig ist und sie durch die weiße Farbe einen sehr starken Kontrast zum Bodensubstrat im Terrarium darstellt wird sie als Futtertier gut erkannt und gerne angenommen.

Als tropische Art ist sie in den entsprechenden Breiten weltweit beheimatet.

Dabei sind diese Tiere durchaus tageslichttauglich!
Auch wenn sie dieses alzugerne meiden.

Werden sie also verfüttert, sollte man einige Dinge beachten:

Die Entnahme von weißen Asseln sollte nicht einzeln mit einer Pinsette oder Löffel erfolgen, wenn man sie zu sehr stresst,
tritt oft ein Totstell-Reflex ein, der zwei oder drei Mínuten anhält. Somit sind sie für die Frösche uninteressant, denn was sich nicht bewegt, fördert auch nicht den Fresstrieb.

Sobald die Asseln wieder entkrampfen verschwinden sie sofort im lockeren Substrat

Wenn man jedoch auf die Substratoberfläche ein Rindenstück auflegt gestaltet sich die Entnahme hingegen absolut unproblematisch. An der dem Substrat zugeneigten Unterseite halten sich stets genügend Asseln auf, die einfach in ein Glasgefäß oder direkt ins Terrarium abgeklopft werden können.

Da sich weiße Asseln sehr schnell in den Lockeren Bodengrund zurückziehen empfiehlt es sich, sie den Fröschen in einer glattwandigen Schale vorzusetzen.

Ich nutze dafür Glas Behälter für Teelichter, die sich bei mir im Terrarium sehr gut bewährt haben. Barrieren von 5 mm Höhe sind für Weiße Asseln kaum zu überwinden sofern sie glatt und steilwandig sind hier haben wir nun 2cm.

Alternativ können aber auch Petrischalen genutzt werden,
die jeder von uns ja in seiner Anlage hat..

 

 

Als Futtertier geht es uns nun in erster Linie um die Weißen Asseln Trichorhina tomentosa, heimische Arten sind auf Grund ihrer Größe als Futter für unserer Pfleglinge uninteressant, würden nur als Nützling im Terrarium dienen.

Der typische Lebensraum der Landasselarten ist die Streuschicht des Bodens, gerade nur die oberen 3 cm, in denen sie sich von Fallaub, faulendem Holz ("weissfaules Holz") und anderen sich zersetzendem Pflanzenmaterial ernähren. Blattgerippe sind typische Hinterlassenschaften einer Assel. Mitunter wird aber auch Aas, Pilze, Schimmel, Kot und anderes organisches Material angegangen - Asseln sind wenig wählerisch.
Das macht sie im Terrarium zu einem sehr Nützlichen Insassen!

Nur zur Veranschaulichung was passieren würde, wenn ein verendeter Frosch irgendwo im Becken liegen würde, an dem wir ihn nicht finden.
Ich denke nichts wäre schlimmer, als wenn unsere Frösche den ganzen Tag über einen Kadaver laufen müssten.


Wissenswert ist auch, dass Asseln Flüssigkeit über Körperkontakt aufnehmen.
Deshalb sollte das Substrat auch feucht gehalten werden.

Um diese Feuchtigkeit im Zuchtbehälter zu erhalten sollte regelmäßig mit einem Pflanzensprayer nachgesprüht werden.

Als Substrat in dem die Asseln leben - sie leben tatsächlich nicht darauf sondern fast immer darin - haben sich Rindenmulch oder Walderde bewährt. Es funktionieren auch sehr große Rindenmulche oder Holzschnitzel solange sie nur von Laubholz stammen, was so im Handel fast nie der Fall ist. Meist ist es Pinienrinde, somit Nadelgehölz.

Als optimles Substrat hat sich Kokoshumus (Kokosfaserhumus, Kokoserde) bewährt,
welche ein hervorragender Feuchtigkeitsspeicher ist und gleichzeitig nicht verhärtet
sondern locker und krümelig bleibt.


Kokushumus ist in gepresster und halbwegs steriler Form im Fachhandel kostengünstig erhältlich [Kokos Bricks]. Um ihn gebrauchsfertig zu machen wird er in Wasser eingeweicht; die Volumenzunahme ist dabei enorm, also bitte ein ausreichend großes Behältnis nehmen.

Wie gerade erwähnt leben Asseln im Substrat,
deshalb sollte das Bodenmaterial mindestens 4 oder 5 cm hoch sein.


Ein unglaublich wichtiges Spektrum bei der Zucht von
Trichorhina tomentosa oder auch Collembola folsomia candida ist ein loses Substrat.

Verdichtet sich ein Substrat, bricht zeitgleich
auch die Zucht zusammen.

Je nach Populationsdichte sollte man alle paar Monate einen Teil des Substrates austauschen. Im allgemeinen tut es der Zucht aber eher gut, wenn das Substrat möglichst in Ruhe gelassen und die Tiere wenig gestört werden. 
Deshalb wähle ich wie bei den Springschwänzen ausreichend große Boxen um das Substrat möglichst lange nutzen zu können.



 Ich werde diesmal neue Wege gehen, als Substrat habe ich Buchenspäne, Kokoshumus, Sphagnum Moos und Eichenlaub gemischt und halte das Substrat eher etwas feucht.

Die
Buchenspäne sollen einfach Luft in den feuchten Kokoshumus bringen gleichzeitig das Substrat auflockern,
Da gerade die weißen Asseln Probleme mit Nadelhölzern zu haben scheinen,
erschien mir Rindenmulch doch zu heikel.
Deshalb wähle ich auch die Buchen Hackspäne.
 
 

Weiße Asseln benötigen laut neuen Informationen Wärme! 27 - 30°C sollten es tagsüber auf jeden Fall sein, eine Nachtabsenkung auf 22°C wird allerdings vertragen. Solage das Substrat nicht trocken ist pendelt sich auch die Luftfeuchte auf ein genügend hohes Level ein. 90% oder darüber sind ausgezeichnet. Unter 24°C findet praktisch keine Fortpflanzung mehr statt.

Dies sollte bisher auch mein größter Fehler gewesen sein,
wo auch immer ich recherchierte wurden die Temperaturen mit
22-25°C angegeben.
Wirkliche Erfolge waren bei diesen Temperaturen aber keine zu verzeichnen.
Auch fehlte mir die Information, dass gerade weiße Asseln das harzhaltige Nadelholz überhaupt nicht zu mögen scheinen.

Als ich ein Video einer Assel-Zucht in Übersee sah, fiel ich fast vom Glauben ab,
die Populationsdichte in der Zuchtbox war immens und die Vermehrung in meinen Zuchtbehältern dagegen war verschwindend gering.

Durch Nutzung von LED-Technik hatte ich selbst auf dem Lichtkasten auf dem die Zucht stand keine richtige Wärme mehr, das erklärt naturlich die mangelnde Vermehrung.

Bei Ofenfischen hatte ich mit Heizmatten geringer Watt-Leistung Abhilfe geschaffen, doch aufgrund Fehlinformationen über die ideale Zuchttemperatur bei Asseln habe ich dort die Wärme vernachlässigt.

Nachdem ich mir nun die nötigen Informationen geholt habe werde ich nun versuchen, meine
Trichorhina tomentosa- Zucht ähnlich erfolgreich zu gestalten wie die meiner  Collembola folsomia candida. 


Wie bereits bei den tropischen weißen Springschwänzen Collembola [folsomia candida] oder Ofenfischchen [Thermobia domestica] werde ich Euch auch bei dieser Zucht bald auch illustriert auf neuen Stand bringen.


Dies ist nun mein Substratmix, welchen ich jetzt mal richtig gammeln lasse, bevor die Asseln eingesetzt werden.


Sobald das Eichenlaub an stabilität verliert und sich zu zersetzen beginnt werden die Asseln einziehen.


Eigentlich benötige ich die Höhe der Box gar nicht, weil die
Trichorhina tomentosa nicht in der Lage ist die Wände empor zu klettern, doch steht die Box parallel zur Zuchtbox der Thermobia domestica die ebenfalls beheizt werden muss und deshalb auch die gleiche Box.



da ich ein Sparfuchs bin habe ich einfach die Fläche meiner Heizmatte vergrößert. die Heizmatte liegt auf Sicherheitsglas und darüber in geringem Abstand eine Metallplatte [Edelstahlblech]. Um einen Hitzestau in diesem Sandwitch zu vermeiden sind an drei Seiten Öffnungen die eine Luftzirkulation zulassen.


So werden nun meine Ofenfische, die in Gläsern mit Gazedeckel gezüchtetern Wachsmottenlarven und auch
die weißen Asseln gewärmt und das nur mit 6W Leistung.
Das Gewicht der Boxen lastet dabei nicht auf der dünnen Metallplatte, sondern auf den OSB-Streifen, die zugleich die Distanz zwischen Heizmatte und Metallplatte vorgeben.




Meine Wärmequelle eine Heizmatte 17x17x0,4cm als Wärmeunterlage.
Die Matte erreicht ohne Abdeckung eine Oberflächentemperatur von ca. 36 - 40 °C.
Die Oberfläche ist wasserfest und leicht zu reinigen.
In meinen Boxen erreiche ich somit eine
durchschnittliche Temperatur zwischen 28 und 30°C

Die Heizmatte liegt an keiner der Materialien, außer der hitzefesten ESG Glasscheibe an.

Ich habe zum Edelstahlblech wie auch zu den Plastikboxen immer Luft, sodass ich zwar überall etwas Energie verliere aber auch kein Risiko eingehe.

Ich erreiche dabei auch wirklich die Temperaturen, die ich auch benötige um Ofenfische sowie Assel erfolgreich zu Züchten bzw. vermehren.


Das einzige Problem ist die richtige Feuchtigkeit im Zuchtbehälter.

wenn es aber zu viel des guten wird, habe ich eine Öffnung im Deckel,
die augenblicklich mit einem Schaumgummi verschlossen ist.


Ich teste nun mal wieder in drei Zuchtboxen,
drei verschiedene Zucht-Methoden


Die hohe Zuchtbox wird wie beschrieben mit zusätzlicher Wärme versorgt und deutlich mehr Substrat, die zwei kleinen Boxen nur so auf den Terrarien platziert zwischen all der Elektronik bei ca. 26°C.

Gefüttert wird überall gleich, mit vorgegarten Kartoffeln,
Gemüse-Abfällen und meiner Futtermischung.
Zudem landen zerfallene Pilze aus den Terrarien auf der Oberfläche.


Angesetzt wurden die Zuchtbehälter zu gleichen Teilen aus einer Lieferung von 500-600 Asseln ich habe sicher nicht nachgezählt, aber vor lauter Asseln sah man fast kein Substrat.

Gleich nach einsetzen der Asseln verschwinden sie in der Substrat-Mischung, nur wenige halten sich wirklich an der Oberfläche auf.


Ich werde die Zuchten nun Ruhen lassen um die Vermehrung unter den verschiedenen Bedingungen zu testen.


Nach dem Filmmaterial aus Übersee zu Urteilen müsste ich bald gut ernten können.


Zur Entnahme dient mir Korkeichenrinde unter deren Bast sich immer Asseln tummeln, wenn man sie nicht zu viel ärgert.



Hier bereits nach einigen Tagen gut zu sehen, der Nachwuchs ist da es tummeln auf der linken Seite auch kleinere Asseln herum ein gutes Zeichen.


ein kleines Video des neuen Ansatzes in einer Box B35xT25xH30cm
einfach auf das youtube Logo klicken







So groß die Population der gelieferten Asseln auch war, ein Supergau zeichnete sich bald ab. Die Lieferung stellte sich als trojanisches Pferd heraus. Das gesammte Erdsubstrat steckte voller Trauermückenlarven und beim öffnen an einem Morgen bot sich mir ein Bild des Schreckens.

Die Reaktion auf meine Reklamation beim Grosshändler zeigte sich sehr ernüchternd,
die Antwort:

"es handelt sich nur um Fruchtfliegen. Diese haben wir immer in den Zuchten drin da diese auch an die Kartoffeln gehen die wir mitfüttern und dort Larven legen."

"Gegen Trauermücken damit diese sich nicht einschleusen behandeln wir die Zucht regelmäßig."

"Allerdings ist es mir nicht gelungen die nervigen Furchtfliegen los zu werden. Auch da wir einfach eine sehr große Zucht hier haben."


Zuerst einmal Freund

Drosophila gugsch Du!






Trauermücke gugsch Du!

also selbst wenn ich nicht mehr auf allen Zylindern laufen würde mein lieber, würde ich diesen Unterschied erkennen.

Von sauberer Futtertierzucht noch nie etwas gehört,
aber sich Gross- und Einzelhandel für Futtertiere schimpfen.

Und mir dann noch unterstellen ich könne eine Droso
nicht von einer Trauermücke unterscheiden.

Und nur mal so, warum tut man was gegen Schädlinge, die man gar nicht hat?!?
 [kleine Denkaufgabe]




Und vor allem, die Sichtung des klebrigen Substrates unter meinem Mikroskop ergab,
die Gegenmaßnahme waren
Nematoden
und die zählen zur Gruppe der Fadenwürmer.

Na danke, Fadenwürmer möchte ich weder in, an oder um meine Futtertiere,
noch in meinen Terrarien.

Zum Glück habe ich noch nichts verfüttert und die drei Zucht-Dosen nach Sichtung
gleich komplett entsorgt.





Nun ja, mir sind Rückschläge in meinen 18 Jahren in diesem Hobby nicht fremd, ob nun Milben, Xaximwürmer oder Schnurasseln.
.... so viele Dinge zwangen mich gerade in meiner Anfangszeit ganze Terrarien samt Interieur zu entsorgen und wieder bei null zu beginnen.



Deshalb nahm ich auch diese drei Boxen, stellte sie auf meinen Balkon und entsorgte alles in einen Müllsack und tat ihn gleich nach unten in den Container, damit sich hier nichts verbreiten kann.

In meinem Froschraum verteilte ich sofort Kebefallen und Gelbsticker
so sollte einer Verbreitung vorgebeugt sein auch wenn ein paar frei fliegende Trauermücken im Raum sein könnten.



Aprospos bei null anfangen......
habe mich jetzt genug über dieses Thema ausgelassen.

Nun brauchte ich ja wieder mal Laubholzspäne oder Schnitzel.
Aber eben nur kleine Gebinde,
nicht diese 42 Liter Säcke aus dem Gartenbau.

Gut das die Grill-Saison gerade eingeleutet wurde,
denn dies bedeutet es gibt Laubholz Räucher-Chips.

Erst einmal machte ich eine Entdeckung die mich Whiskey-Genießer sofort neugierig machte.




Eiche Chips aus ausgedienten Eiche Barrels in denen Whiskey gealtert wurde.

Original Jack-Daniels Alterungsfässer wurden hier zu Räucherholz verarbeitet.

Leider weiß ich nicht ob nun unter den Asseln nicht ein paar anonyme Alkoholiker sind, deshalb verwerfe ich die Idee gleich wieder.



Statt dessen finde ich
Mesquite, auch Prosopis genannt.

Mesquitebäume sind hauptsächlich in Wüstengebieten Nordamerikas, Mexikos und in Argentinien verbreitet.


Das sehr harte Holz wird unter anderem als Feuerholz oder Möbelholz verwendet.



Größe passt, gekauft.....



Kokosfasern, Sphagnum und Trockenmoos ist immer da.



Alles mit kochendem Wasser lösen.


mit kochendem Wasser übergossenen Laub dazu und  vermischen,
so zeigt sich folgendes Bild.



Feuchte durch Moos, Auflockerung durch Holzspäne
und als Erdsubstrat Kokos-Fasern und Humus.


Abgedeckt mit Korkeichenrinde
angeimpft mit einer kleinen Menge weißer Asseln aus der Zucht zweier Freunde.


Neustart gelungen, im feuchten Moos siedeln sich sehr viel kleine Asseln an. Vermehrung läuft.


Die Vermehrungsrate ist definitiv zu gering,
um hier mehr Zeit und Mühen zu investieren.




Zum Einsatz kommt eine Futtermischung die sich bereits bei den Springschwänzen bewährt hat. Allerdings müssen ab und an auch mal Blütenpollen, 100%Spirulina und gemahlene Sepia Bones verfüttert werden.
Ich möchte nichts dem Zufall überlassen und deshalb arbeite ich nur mit hochwertigen Materialien.

Aber warum Sepiaschalen?

Menschen benutzten die Sepiaschale schon seit vielen Jahren in der
Homöopathie.

Die Sepiaschale ist ein leichtes, längliches und kreideartiges Objekt, das hauptsächlich aus Kalzium besteht.



Durch den hohen Anteil von etwa 85 Prozent ist es aber auch ideal den Kalziumhaushalt von Tieren zu ergänzen.


 Sepia officinalis. wurde bereits im
1. Jahrhundert v. Chr. verwendet.

Heute ist die Schale besonders beliebt als Futterzusatz
bei Vögeln, Schildkröten, Schnecken und bei Asseln und vielen mehr.

Eigentlich sind Sepiaschalen nicht nur beliebt, sondern für die Erneuerung des Panzers im Wachstum fast unerlässlich.




[BOX 1]
Egal was mir ein Asselzüchter aus Übersee auch gesagt hat, Trichorhina tomentosa vermehrten sich in wärmerer Umgebung 27-30°C am Tagsüber und Nachtabsenkung auf 22°C
nicht sonderlich gut.


Auch die Luftfeuchte von 90% und durchaus nasses Substrat stellten sich als kontraproduktiv heraus.

Keine Ahnung wie er mit dieser Variante zu solchen Populationen kommen konnte, bei mir läuft diese definitiv nicht.



[BOX 2]
Die zweite Box auf dem Lichtkasten 25-27°C tagsüber
und nachts 22°C lief bereits besser.
Allerdings auch hier das Substrat deutlich zu feucht
auch wenn die Seitenwände der Box nicht beschlagen.




[BOX 3]
Den größten Erfolg erziehlte ich auf genau identischem Substrat wie in den anderen Dosen, Mesquite-Chips, Kokosfasern, Sphagnum und Trockenmoos....

Allerdings hier in getrockneter Form.
Das einzige was ich wirklich gewässert habe und auch feucht in die Zuchtbox eingebracht, ist das große Stück Korkeichenrinde zur Abdeckung.

Diese wird auch immer wieder ein wenig besprüht, während ich jedoch versuche das Substrat trocken zu halten.

Der Vorteil an dieser Variante ist, die Asseln sammeln sich unter der feuchten Rinde, denn wie ich bereits berichtete, nehmen Asseln Feuchtigkeit über die Rillen ihrer Haut auf.

Dieses mal hatte ich zwei geschätzte Freunde die mir Tiere ihrer sauberen Zucht zur Verfügung stellten, aber hier namentlich nicht genannt werden möchten um nicht mit Anfragen bedrängt zu werden. [was ich auch verstehe]

Das riesen Stück Korkeichenrinde, welches ich zum abdecken der Zucht gefunden habe musste erst 20 Minuten bei 160°C Umluft leiden und sich danach noch in einer Wanne mit kochendem Wasser vollsaugen. Hier hat weder ein Tier noch ein Ei überlebt.
Keine Schnecke, keine Schnurfüssler und auch keine Planarien.

So konnte ich die Asselzucht mit absolut sauberem Substrat und Rindenabdeckung starten.

Die Plastikbox wurde mittlerweile in eine flachere Box mit den Maßen ~15x35x50cm HxTxB umgebettet.

Die Box aus einem schwedischen Möbelhaus wurde nicht mit dem orginal Deckel sondern mit einer 5mm Floatglas-Scheibe abgedeckt, damit keine anderen Tiere den Weg in die Zucht finden.

Es wurde eine Bitte an mich herangetragen, den Lieferanten für meine Boxen zu nennen, da diese scheinbar die einzigen seien, die oben absolut eben abschließen und auch formstabil seinen, so dass man sie wirklich mit einer Glasscheibe ausbruchssicher abdecken könne. Dies war mir zuvor nicht bewusst, sonst hätte ich manchen Leuten Fehlkäufe ersparen können.

Die Erwähnung des schwedischen Möbelhauses erscheint mir der Werbung aber genug.

Jetzt aber wieder zu den Asseln, die sich unter den in Box 3 geschilderten Bedingungen wirklich zufriedenstellend vermehren.

Temperatur in dieser Box auf dem Lichtkasten 25-27°C Tagsüber und Nachts 22°C absolut ausreichend.




Aber nun Bilder und Filme um meine Ausführungen zu Stützen,
denn Bilder sagen mehr als Worte.




Die Box wurde letztendlich größer und flacher


Mittlerweile benutze ich nur noch ein großes flaches Rindenstück.


Es sammeln sich immer Asseln unter der Rinde, größere Populationen sind in der Tiefe des Substrates

Die weiße Assel ist und bleibt ein besonderer Snack,
der ab und an einmal gereicht wird.
 

Ein Blick auf das Substrat, direkt unter der Rinde zeigt es geht schon ein bisschen was.
Und dies ist nur die Oberfläche



Doch von explosinsartiger Vermehrung wie bei den Springschwänzen,
bin ich um Welten entfernt.

Einen Platz als Hauptfuttermittel wird die Trichorhina tomentosa
auch mit der neuen Zuchtmethode nicht ergattern.

Grund hierfür ist gewiss nicht die Wertigkeit als Futtertier, sondern die langsame Vermehrung. Einfach zu gut um auf dieses Tier zu verzichten aber zu geringe Vermehrungsraten um zum Beispiel eine Drosophila als Futtertier zu verdrängen.


Folgendes Video zeigt nun die Populationsdichte meiner favorisierten Zuchtmethode und auch das Füttern mit meiner staubfeinen Futtermischung.

^Hier klicken für ein kleines Video ^

Im folgenden Video sehr gut ersichtlich,
wieviele kleine Asseln sich bereits im Erdsubstrat angesammelt haben.

^Hier klicken für ein kleines Video ^

TOP 5 der Futtertiere knapp verfehlt.

Seinen hohen Status als Nutzinsekt im Terrarium
hat die Assel dennoch inne.


Ich wiege mich gerne in der Sicherheit eine üppige Population dieser Tiere in jedem Terrarium zu haben.

Sie ernähren sich von Fallaub, faulendem Holz und anderen sich zersetzendem Pflanzenmaterial. Blattgerippe sind typische Hinterlassenschaften einer Assel. Mitunter wird aber auch Aas, Pilze, Schimmel, Kot und anderes organisches Material angegangen - Asseln sind wenig wählerisch.

Ich habe eine Schicht
Pinienrinde ca. 2-3cm stark, dort sind die Tiere über Tags geschützt. Sobald das Licht erlischt, walten sie ihres Amtes und ernähren sich von allen Abfallstoffen am Boden. 

Ein kleiner Nachtrag, ich konnte bei einer Laufzeit von drei Monaten keine wirklich bessere Vermehrung als in meinen alten Zuchten erkennen.

Ob nun Nadelholz- oder Laubholzspäne verwendet werden dürfte wirklich keine Relevanz für die Zucht haben.

Vermehrung läuft......

^ klick für kleines Video ^

 



Ein Futtertier, welches sehr oft im Handel angeboten wird.
Was nicht ohne Folgen blieb.

Der Bohnenkäfer sollte eine Abwechslung auf dem Speiseplan für Terrarientiere sein. Mit seinen ca. 4mm war er durchaus ein ideales kleines Futter. Gezogen wurden und werden sie auf Schwarzaugenbohnen und sind da auch leicht zu vermehren.

Allerdings sind diese Käfer aufgrund ihres harten Panzers nicht für alle Terrarientiere geeignet. So auch für unsere Dendrobaten, die Ihr futter nicht zerkauen, sondern im ganzen verschlucken.

Ich war von Anfang an skeptisch, als ich sie vor vielen Jahren auf der Reptilia in Karlsruhe auf dem Tisch sah.

Andere wiederum griffen begeistert vom Preis der Tiere und auch eines großen Gebindes an Zuchtbohnen zu.

Alle, wirklich alle klagten nach kurzer Zeit über ein merkwürdiges Verhalten ihrer Amphibien.

H
äufig konnte man Würgereize erkennen oder regungslos im Wasser sitzende Tiere.

Dann traten verstärkt Darmverschlüsse und Darmvorfälle bei Ihren Tieren auf.



Grund hierfür war und ist der harte und
unverdauliche Chitinpanzer der Käfer


Manche Tiere nahmen das Futter glücklicherweise gar nicht an, Andere hatten bereits beim schlucken Würgereflexe und spuckten die Käfer aus.

Diese Tiere blieben von einer wirklich Schmerzhaften Tortur eines Darmvorfalles verschont.


Denn es gibt
typische Versuche, wie den Vorfall mit Kochsalzlösung zu befeuchten und etwas Puderzucker auf das ausgestülpte Darmstück zu streuen, damit dieser dem Gewebe Wasser entzieht und somit abschwillt.

-Oder Zwangs-Sitzbäder in Kochsalzlösung über mehrere Stunden in einem verschlossenen Döschen mit etwa 5 mm Salzwasser sitzend.

Wenn diese Versuche ohne Erfolg bleiben.

Hilft alles nichts, dann müssen vorgefallene Enddarmabschnitte von einem Veterinär mit physiologischer Kochsalzlösung gereinigt und reponiert werden, was eine unheimlich Qual für das Tier ist.

Nach dieser qualvollen Tortur, darf das Tier erst einmal nicht gefüttert werden.









[Auch Kornkäfer]

Dieser noch recht unbekannte Futterkäfer soll eine verträgliche Alternative zu Bohnenkäfer dastellen.

Es ist ein dunkler kleiner Käfer der eine Größe von 3-4mm hat.

Sie scheinen von Fröschen gut angenommen zu werden und selbst kleine Arten fressen sie ohne Probleme.

Die bekannten Verdaungspropleme wie beim Bohnenkäfer konnten nicht beobachtet werden.

Doch Achtung!!!!!

Kornkäfer sind Lebensmittelschädlinge!
Man sollte wenn, sehr vorsichtig mit ihnen hantieren.

Meine Recherchen haben ergeben, dass sie weder durch Gaze noch klein gelochte Heimchendosen aufzuhalten sind. 

So findet man sie dann selbst in verschlossenen Haferflocken, Müsli, Porridge oder Getreidefutter für Hunde, Hasen, Hamster und anderem wieder.

Auch in Plastikboxen!!!

Kornkäfer sind Flugfähig, do verbreiten sie sich rasant im ganzen Haus.

Ich für meinen Teil, werde auch dieses Tier nicht auf meine Futtertierliste setzen.

 





Ein wichtiges Hauptfutter ist die Drosophila, eine Fruchtfliege, die zum guten Glück flugunfähig herausgezüchtet wurde. Leider verliert sich diese Eigenschaft nach ein paar Generationen wieder, wenn man nicht neue flugunfähige Fliegen einkreuzt. Ich selbst züchte nun wirklich erfolgreich nach Optimierung des Zuchtsubstrates :

Drosophila melanogaster golden groß angesetzt in 800ml  Mehrweg-Bechern mit Gazedeckel
Drosophila melanogaster golden klein angesetzt in 800ml  Mehrweg-Bechern mit Gazedeckel
Drosophila funebris groß angesetzt in 800ml  Mehrweg-Bechern mit Gazedeckel
Drosophila Türkisch Glider angesetzt in 800ml Mehrweg-Bechern mit Gazedeckel
Drosophila Ameise hell klein angesetzt in 500ml  Mehrweg-Bechern mit Gazedeckel

Alle Ansätze werden mit möglichst vielen Fliegen gemacht um einer Milbenbildung vorzubeugen, über den Gazedeckel wird zusätlich ein Nylonstrumpf gezogen um Milben und einheimischen Drosos keine Zugangsmöglichkeit zu bieten. Indem ich Sanostol durch die Gaze drücke und danach den Strumpf darüber ziehe habe ich die Möglichkeit die Drosos als Futtermittel noch aufzuwerten, verhindere aber das andere Fliegen an das Sanostol und auch an die Drosophila kommen und sich eventuell noch eine einheimiche, flugfähige Art einkreuzt. Einmal die Woche werden die Drosos vor der Verfütterung zusätzlich mit Birkhahn BiPuVital E bestäubt.









 
 
Der Umwelt zu Liebe Plastikmüll vermeiden. Ich benutze auswaschbare Dosen mit Gaze letztendlich tragen wir alle zu solchen Bildern bei:


Auch wenn es ein undankbarer Job ist, das vertrocknete und verbrauchte Substrat incl. Holzwolle aus den Dosen zu drehen, die Dosen zu reinigen und desinfizieren; aber es muss wirklich nicht sein, dass ich wöchentlich 10 Plastikdosen zu diesem Haufen Müll hinzufüge.



Um zu verhindern, dass sich einheimische Drosos durch die Gaze einpaaren und die flugunfähigen Drosos zurück mutieren ziehe ich Nylon-Füsslinge über die Deckel. die Füsslinge können ebenfalls gewaschen werden.
Ihre elastizität kann man durch eine Nacht im gefrierschrank wieder in Schwung bringen.

Ja dieses Hobby bringt einen so manches mal in Erklärungsnot. 200 Nylonstrümpfe als Mann ist nicht gerade ein üblicher Einkauf











 
 

Nichts ist schlimmer als Milbenbefall in der Futtertierzucht,
es wäre gelogen, würde jemand behaupten er hätte keine Futtermilben in seinen Fliegendosen.
Eine Reduzierung auf ein Minimum ist  jedoch möglich.
Talcum ist das beste Hilfsmittel....
Die Drosos die für den Ansatz vorgesehen sind, über einem Trichter in ein Gefäß mit Deckel schütten.
Das Gefäß zuvor 2mm hoch mit Talcum füllen und die Seitenwände auch mit Talcum versehen.
Eigentlich so wie man auch mit den Vitaminpulver vorgeht.
Das Gefäß schütteln, damit die Tiere wirklich alle mit Talcum bestäubt sind.......


Die Drosos mit dem Talcum in einen feinen Streuer umfüllen und auf den Balkon oder ein offenes Fenster gehen. Den Streuer so lange Kopf über schütteln bis kein Talcum mehr heraus rieselt.
Die darin befindlichen Drosos sind 99% milbenfrei und eine gute Grundlage für eine Ertragreiche Zucht.

Milbenbefall in den Springschwänzen, womöglich noch Raubmilben sind nur durch absammeln, mit Gemüsestücken zu dezimieren. Wenn ich sie in den Springschwanzzuchten hätte, gäbe es für mich nur eines. Die ganze Zucht verwerfen.


https://www.froschmichl.de/Sch.ae.dlinge-im-Terrarium.htm#milben


Raubmilbe Hypoaspis aculeifer an einer Larve


Milben an einer Drosophila hydei

Unerwünschte Gäste: Raubmilben


Befall durch parasitäre Milben bei in menschlicher Obhut gehaltenen Amphibien nur nur wenige bekannt.
In Einzelfällen wurde bei Dendrobatiden in postmortalen Untersuchungen Milben auf der Haut, im Nares, der Eustachischen Röhre, den Lungen und der Kloake festgestellt.

Es sollte auf jeden fall darauf verzichtet werden Springschwanzdosen in Aufzuchtbehälter mit Jungfröschen zu stellen.

Zum einen Können sich Milben im Becken zu einer Plage- und zur Gefahr für die Amphibien entwickeln
Des Weiteren ist ein Überangebot an Springschwänzen, die eventuell noch auf den Tieren herumkrabbeln massiver Stress für die Kleinen
.
Und Wenn die Frösche im weichen, losen Zuchtsubstrat nach Springschwänzen jagen wird Dreck mit der Nahrung aufgenommen, was in den meisten Fällen zu Darmvorfällen führt.















Drosophilia hydei golden


Drosophilia hydei golden





drosophila melanogaster klein


drosophila melanogaster klein


drosophila melanogaster klein


drosophila melanogaster klein






Drosophilia hydei


Drosophilia hydei

Drosophilia hydei







Drosophilia turkishglider


Drosophilia turkishglider


Drosophilia turkishglider


Drosophilia turkishglider






Drosophilia Drosophila Melanogaster Ameise klein








ein kleines Filmchen nach 4 Tagen






ein kleines Filmchen nach 12 Tagen










Als Zuchtbrei für melanogaster verwende ich folgendes Rezept:

eine mittelgroße Tasse Happy Dog Cerial Flakes
fünf Messlöffel Kindermilchpulver
drei überreife Bananen
Birkhahn Pulver FB
eine große Tasse heißes Wasser mit einer Prise Methylhydroxybenzoat gegen Schimmelbildung
ein paar tropfen Sanostol Vitaminsaft
nachdem der Brei durchgezogen ist, lege ich ein Stück Zewa oder sonstige Küchenrolle auf den Brei, bringe die Holzwolle ein und streue auf die Oberfläche des Zuchtbreies ein bisschen Trockenhefe.



Als Zuchtbrei für Drosophilia turkish glider verwende ich folgendes Rezept:
eine mittelgroße Tasse Happy Dog Cerial Flakes.
fünf Messlöffel Weizenkleie
Blütenpollen
Spirulina
1/2 Glas Apfelmus
Birkhahn Pulver FB
eine große Tasse heißes Wasser 
zwei Esslöffel Apfel-Essig gegen Schimmelbildung
ein paar tropfen Sanostol Vitaminsaft
nachdem der Brei durchgezogen ist, lege ich ein Stück Zewa oder sonstige Küchenrolle auf den Brei, bringe die Holzwolle ein und streue auf die Oberfläche des Zuchtbreies ein bisschen Trockenhefe.




Als Zuchtbrei für Drosophilia Ameise verwende ich folgendes Rezept:

1/2Tasse Bio Apfelmark mit Mango
1 Esslöffel Fruchtzucker !!!
1/4 Pack Trockenhefe
5 Esslöffel Apfel-Essig
mit Wasser aufgießen und vermischen

Die Flüssigkeit etwa 1cm hoch in den Zuchtbecher gießen
1/2 Esslöffel Grieß und Haferflocken dazu geben
1 Esslöffel Weizenkleie umrühren und fertig.

Noch bessere Ergebnisse habe ich mit dieser Mischung erzielt
Happy dog hundeflocken Cerial Flakes,
1 Banane, Apfelessig, Apfelsaft
2 Esslöffel Fruchtzucker

1päckchen Trockenhefe auf 3 Becher verteilt

 




Ich habe festgestellt, dass bei den kleinen Fliegenarten ein groberes Substrat von Vorteil ist, Ein Luftiger Brei bringt eine gute Vermehrungsrate, während ein verdichteter Brei kaum Maden oder Puppen zeigt.

 
Mit der dunklen Drosophilia hydei habe ich wohl die
ertragreichste Zucht, viel besser als bei allen hellen und kleinen Drosos. Meine Frösche nehmen sie aber einfach nicht so gerne an, mangels Kontrast zum Bodengrund? zu dunkel? - auf jeden Fall, habe ich sie bei geöffnetem Becken, sei es bei der Bestrahlung mit der Vitalux oder bei der Reinigung der Becken, in der Wohnung herumhüpfen. Sehr zum Groll meiner Kinder. Das passiert mir bei hellen Futtertieren nicht, da bleibt nichts über

Als Zuchtbrei für Drosophilia Hydei verwende ich folgendes Rezept:
Happy Dog Cerial Flakes gemahlen Multi Sanostol, Apfelmus
mit Wasser zu einem flussigen Brei aufschlagen
Wenn man statt Wasser Apfel-Essig nimmt, beugt man Schimmel und Milbenbildung vor!

1/3 Tüte Trockenhefe steigert die Produktivität.

 

 

 
 

 

Alternativ Zuchtbrei für Drosophilia Hydei :
1 Liter Apfelessig

2 Block Hefe
700 g Apfelmus
3 Beutel instant Kartoffelbrei
3 Esslöffel Haferflocken zur auflockerung des Breis




Die Zuchttemperatur sollte zwischen 25-28°C liegen, bei Temperaturen über 30°C sind die Fliegen unfruchtbar. Die maximale tägliche Eiproduktion der Fliegen liegt mit gut 100 Eiern pro Tag und Weibchen bei 28°C, die maximale Gesamteierproduktion findet bei 23°C statt. Bei dieser Temperatur legt ein Fliegenweibchen in seinem Leben rund 2400 Eier. Die geschlüpften Fliegen leben bei 10°C am längsten (ca. 210 Tage) während sie bei 20°C nur ca. 70 Tage und bei 25°C lediglich 50 Tage leben.

Die genannten Daten beziehen sich alle auf die Wildform von Drosophila melanogaster und lassen sich nicht genau auf die Zuchtformen übertragen. Die Größenordnung dürfte aber ähnlich sein, bis auf die Hydei Variante, die mag es kühler. Man sollte also die frischen Zuchtansätze bei Temperaturen von 25-28°C aufbewahren und die Behälter beim Schlupf der Fiegen kühler stellen, um die Lebensdauer zu erhöhen. Auch ein Nachfüttern kann dann nützlich sein.

Drosophila melanogaster Weibchen legen die Eier direkt auf das Nährmedium. Nach etwa 24 h schlüpfen die ersten Larven. Sie ernähren sich hauptsächlich von Mikroorganismen wie z.B. Hefen. Innerhalb der nächsten 10 Tage häuten sich die Larven dreimal und verpuppen sich dann. Nach 4 - 5 Tagen schlüpfen die Imagines (Vollinsekten), sie beginnen sofort zu kopulieren und legen bereits am dritten Lebenstag wieder Eier. Vom dritten bis zum sechsten Lebenstag werden die meisten Eier produziert. Einige Arten wie D. melanogaster können ihren ganzen Lebenszyklus im Dunkeln verbringen, andere wie D. subobscura kopulieren nur bei Licht. Da man in der Regel gar nicht weiß, welche Arten genau gepflegt werden, muss man eventuell etwas experimentieren.

Bei Überproduktion lagere ich die Drosophila bei niedrigen Temperaturen, so wird die Zucht verlangsamt und das Leben der adulten Fliegen verlängert.
 
 

Der Vermehrungzyklus der Drosophila hydei ist wesentlich länger, als der ihrer kleinen Vettern; dafür ist die Standzeit der Ansätze, wenn man ab und zu verdunstetes Wasser nachfüllt wesentlich länger.

 

Ich mag die goldene Form sehr gerne Sie sind etwas träger und durch die helle Farbe scheinbar besser zu erkennen, deshalb sind sie wirklich bis auf die letzte Fliege aufgegessen bevor das Licht ausgeht.

Was ich bei den dunklen und deutlich zappeligeren Kleinen Artgenossen nicht behaupten kann, so daß ich schlußfolgernd sagen, dass die hellen Formen von zögernden Fröschen doch besser angenommen werden als die Dunklen.

 
 

Die besten Vermehrungsergebnisse der Hydei lassen sich bei Temperaturen von 20 - 23 °C erreichen. Das ist gleichzeitig die ideale Temperatur für D. hydei, die anscheinend über 25 °C die Eiablage einstellt. Bei 24 - 26 °C ist die Entwicklung der anderen Arten am schnellsten aber dies hatte ich ja bereits erwähnt.

 Genetischer Schalter macht Fruchtfliegen ab dreißig Grad Celsius "homosexuell"

Amerikanische Forscher haben Fruchtfliegenmännchen einen genetischen Schalter eingepflanzt, der die sexuelle Orientierung der Tiere verändert: Bei Temperaturen über dreißig Grad Celsius wird die Erbanlage aktiv und lässt die ehedem heterosexuellen Fruchtfliegen sich ihren Geschlechtsgenossen zuwenden, berichtet das Magazin „Proceedings“ der Amerikanischen Akademie der Wissenschaften.

Das Gen mit dem Namen „Shibire“ unterbindet die Geruchswahrnehmung an Füßen und Beinen der Tiere, erklärt Toshihiro Kitamoto vom Beckman Forschungs-Institut im amerikanischen City of Hope. Möglicherweise nehmen die Tiere daraufhin Duftstoffe nicht mehr wahr, die sie unter normalen Umständen von ihren Geschlechtsgenossen fernhalten. Die männlichen Fruchtfliegen interessieren sich dann weniger für Weibchen. Sie machen stattdessen anderen Männchen den Hof oder erwidern deren Werben.
Da die Aktivität des Gens von der Umgebungstemperatur abhängt, können Kitamoto und seine Kollegen die Vorliebe der Fruchtfliegen auch wieder umkehren: Kühlen die Forscher den Käfig der Tiere auf unter dreißig Grad ab, umwerben die männlichen Fruchtfliegen wieder Weibchen.
Mit ihren Experimenten wollen die Wissenschaftler den genetischen und neuronalen Mechanismen auf die Spur kommen, die das sexuelle Verhalten der Fliegen steuern.

 

Sowohl die Fliegen als auch die Maden aller Drosophila Arten ernähren sich hauptsächlich von Hefezellen. Dabei ist es egal, ob die Hefe noch lebt oder ob die Zellen bereits tot sind. Ein Drosophilaforscher zeigte, daß man die Fruchtfliegen mit Trockenbierhefe, die man mit Wasser und Zucker aufschlämmt, züchten kann.

Die Zuchtsubstrate für Drosophila müssen also entweder schon Hefe enthalten oder wenigstens optimale Wachstumsbedingungen für Hefezellen bilden. Die Hefezellen werden dann von der Zuchtfliegen an ihren Füßen schon selber mitgebracht, so daß sie ihr Zuchtsubstrat selbst "animpfen".

Durch das Vorhandensein der Hefe ist auch klar, daß es keine völlig geruchlosen Zuchten geben kann. Man kann höchstens die Geruchsbelästigung durch die Wahl des richtigen Zuchtsubstrates in Grenzen halten. Ganz ohne Gestank geht es aber nie, besonders wenn die Zuchten zu alt werden und das Substrat anfängt zu gammeln.

Der Zuchterfolg scheitert oft an Schimmelpilzwachstum und an Milben. Das Schimmeln der Zuchtbreis kann man durch starkes Ansäuern verhindern oder durch Zugabe von pilzhemmenden Mitteln wie Nipagin, Sorbin- oder Propionsäure bzw. deren Salzen. Da man aber nicht weiß ob diese Mittel von den Fliegen und damit auch von den Fröschen aufgenommen werden, sollte man damit sehr sparsam umgehen oder sie besser ganz vermeiden. Ich habe gute Erfahrungen mit der Zugabe von

einer Prise Methylhydroxybenzoat oder ersetzen von Teilen Wasser durch Essig gemacht, welche Schimmel durch die Ansäuerung vorbeugt.

Milben bekämpfe ich bereits vor dem Ansetzen der Zucht durch eine Behandlung der Drosophila mit Talcum. Kurz bevor ich die Zucht ansetze werden die Fliegen mit Talcum bestäubt, das Talcum und die Milben durch aussieben wieder von den Drosophila entfernt. [das Verfahren gleicht ungefähr dem Bestäuben mit Vitaminpulver, nur das Talcum nicht haften bleibt.]





AUFWERTEN EINER DROSOPHILA

Gut Loading - Was ist darunter zu verstehen?

Wichtig für die Ernährung unserer Futtertierabnehmer ist der Magen/Darminhalt der Futterinsekten zum Zeitpunkt der Verfütterung.

Die Fütterung der Insekten sollte intelligent gestaltet sein, was dem Terrarianer viel Freiheit lässt und der Darminhalt kann den Bedürfnissen der Endabnehmer entsprechen.

Was ein Insekt wenige Stunden vor seiner Verfütterung aufgenommen hat, wie weit diese Nährstoffe vom Insekt aufgespalten und umgewandelt wurden, das ist unter GUT LOADING zu verstehen.

Zum Zeitpunkt der Verfütterung bedeutet den Mageninhalt, plus dem was ein Insekt aufgespalten hat, unseren Amphibien zuzuführen. Viele kleine Insekten, mit unterschiedlichem Nährwert, sind nützlicher, als ein einzelnes adultes Insekt.

+Man sollte zwar seine Insekten jeder Zeit optimal ernähren, aber man kann gezielt 12 Stunden vor der Fütterung die Insekten „puschen“. Das heißt genau, man verbessert durch ein Supplementierung der Nahrung den Nährwert der Insekten.

 
Ich bin mittlerweile zu der Überzeugung gekommen, daß das Anfüttern der Drosophila fast wichtiger ist, als das Vitamin-Pülverchen das ich jeden dritten Tag zur Bestäubung benutze.



Deshalb lege ich in die Droso-Dosen, die zur Verfütterung auserkoren wurden am Abend zuvor ein Stück Küchentuch. Dieses wurde mit einem Gemisch aus Omega3 Öl, Multi Sanostol, gemahlenen Blüenpollen aus dem Bio Markt und einer Prise Babymilchpulver bestrichen. Am Morgen sind die Drosophila vollgefressen, haben fette helle Bäuche voller Vitamine, Spurenelemente, und Nährstoffe.  Bereit zur Verfütterung!


Wie ich es bereits bei jeder Anwendung von Vitaminpulvern zwischen Birkhahn, Repashi und dendrocare abwechsel....

gehe ich auch beim "gut Loading" von Drosophila vor.

Hier wähle ich abwechselnd Multi-Sanostol, Mugatol Junior Vitamingel oder
Bretz-Brei.


Diese werden jeweils verdünnt
angerührt und kurz vor dem Verfüttern an die Amphibien an die Drosophila verabreicht
.




Auch im Becken führe ich dieses System weiter. Ich schneide 4cm dicke Bananenscheiben, und lege diese in eine angerührte Flüssigkeit. Diese Flüssigkeit besteht aus Multisanostol [alternativ Mugatol Junior Vitamingel oder Bretz-Brei], jeweils mit Wasser, Rapsöl mit Omega3 und einem Tropfen Essig angerührt. Eine Glasschale in der Größe eines Teelichtes dient als Behälter. Die Fliegen sammeln sich automatisch an dieser Futterstelle und laben sich am Vitaminreichen Mahl. Und die Frösche schlagen zu.

Direkte Verwertung der Vitamine.



Noch ein kleiner TIP für das Terrarium

Ein Dip-Schälchen oder ein Glas-Teelichthalter
dient als Schale für eine Bananenscheibe.
Zuvor einen Tropfen Essig etwas Wasser und Orlix Lori Vitamine ins Schälchen und die Banane dann hinein legen.
Die Drosos hauen sich mit Vitaminen voll und die Tincs bekommen Vitaminbomben an einem zentralen Punkt.


Irgendwann vergammelt die Banane und auch der Vitaminbrei ist hinüber, dann siedeln sich über Nacht Springschwänze um den für sie verwertbaren Brei.
Zur Freude der kleinen Insassen meiner Becken.

In diesem Stadium bleibt sie Schale noch über Tag stehen und wird abends gegen eine neue ausgetauscht.


Dr. Dieter Bretz schreibt in seinem Blog:


Es gibt unzählige „Superrezepte“, die jedoch nach wenigen Generationen auf normale Erträge zurückgehen. Mit Küchenrezepten aus z.B. Kartoffelbrei oder Haferflocken plus Sanostol - S. macht vieles wieder gut - ist eine Ernährung gerade ausreichend möglich. Wiesenplankton ist unbestritten überlegen; leider ist es für höchstens 100 Tage im Jahr verfügbar - von Mitte Mai bis Mitte August.

In den üblichen Rezepturen fehlen jedoch sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe vollständig. Sie sind eben nur „ sekundär“ und haben primär keinen Nährwert. Diese Stoffe sind in der Regel Stoffwechselendprodukte, die von den Pflanzen in Drusen oder Vakuolen abgelagert werden und sind  für den Geschmack und Geruch von Pflanzen verantwortlich.


detaillierte Angaben folge bitte dem Blog:

http://bretz-blog.blogspot.com/2018/03/gut-loading-von-drosophila.html

 

Droso Instant WP
Droso Instant WP können Sie beziehen unter
www.bretz-shop.org.
 



Egal was wir auch versuchen, egal wie nahe wir mit der Aufwertung mit Dr. D. Bretz
Droso Instant WP auch an einem optimalen Futtertier kommen.

Das beste Futter ist und bleibt das echte Wiesenplanton.

Zikaden, Wanzen, Blattläuse, Netzflügler, Kugelspringer, Skorpion-, Eintag- und Köcherfliegen, kleine Käfer, Schaben, Fransenflügler, Fruchtfliegen, Grasmilben, Blattflöhe, die gemeine Florfliege oder auch Fischchen [Zygentoma]

Jedes Tier ernährt sich anders und bringt daher verschiedene Nährstoffe und Vitamine mit.

Wir können nur hoffen, dass ein Chemiker sich einmal dem "Gut Loading" annimmt und ein Gel oder Substrat entwickelt, welches unsere Futtertiere auf das Niveau eines in der Natur lebenden Insektes aufwertet.

 



Krullfliegen auch Terfly genannt,
werden von vielen Terrarientieren als Leckerbissen sehr geschätzt.

 

 

Mit Einzug meiner Dendropsophus ebriccatus (Hyla ebraccata) haben sie sich aber als Muß auf der Speisekarte Entwickelt, da man diese mit Drosophila alleine nicht zufriedenstellen kann.
Eine Zucht erübrigt sich für mich, der Bedarf kann mit dem Kauf von wöchentlicheiner Dose gedeckt werden.
Zudem waren auch nirgends irgendwelche Rezepturen eines Zuchtbreis zu finden.


 

 


Erbsenblattläuse (Acyrthosiphon pisum)

in 1000ml Bechern auf der Fensterbank nur Zeitweise angesetzt, eine Zucht am laufen zu halten ist sehr aufwendig und meist instabil, nicht allein wegen der Erbsen die nicht rechtzeitig austreiben, und deshalb halte ich sie auch nur bis eine Zucht zusammen bricht. Nach Besuch der nächsten Börse, mache dann aus gekauften Dosen wieder einen neuen Ansatz. Habe es auch schon in 20l Plastikdosen probiert, von oben beleuchtet, das Ergebnis im Vergleich zum Aufwand war nicht zufriedenstellend.

Übung und Disziplin hat nun dazu geführt, diese Wertvolle Futteralternative nun doch dauerhaft ertragreich zu züchten.

Die getrockneten ungeschälten Erbsen die ich im Biomarkt kaufe, werden über Nacht in reichlich Wasser eingeweicht. Das Gefäss sollte nicht zu klein gewählt werden, denn die Erbsen nehmen sehr viel Wasser auf und somit an Volumen zu.

Als Zuchtsubstrat nehme ich ein Cocobrick,
ein Block Kokoshumus der in 3-4l Wasser gelöst werden muß.

Auf den Kokoshumus werden die gewässerten grünen Erbsen flächig ausgelegt. Bitte zuvor mit kaltem Wasser gut waschen um Schimmel vorzubeugen. Die Erbsen gut verteilen, liegen mehrere Schichten übereinander schimmeln die verdeckten Erbsen.

Nach einem Tag im abgedeckten Behälter treiben die Erbsen bereits aus. Diese weissen Triebe sind nicht die eigentlichen Pflanzen sondern erst die Wurzeln, die sich in den nächsten Tagen in Richtung Kokushumus orientieren werden.




bei guter Beleuchtung zeigen sich nach drei bis vier Tagen die grünen Pflanzentriebe,
die Animpfung der Pflanzen mit Blattläusen,
kann aber erst ab einer Höhe von zwei bis drei cm erfolgen.

Gibt man die Blattläuse auf zu kleine Pflanzentriebe geht der Trieb ein.
Die Zucht bricht zusammen.

Ist die Beleuchtung zu gering oder zu kurz,
bricht die Zucht ebenfalls zusammen.




Bei dieser Höhe impfe ich mit vorhandenen Blattläusen an.





Bei dieser Höhe der Pflanzen muß bereits ein neuer Zuchtbehälter bereitstehen.
Drei Tage später fällt ein Teil der Pflanzen bereits zusammen.
Das Zeitmanagement ist bei dieser Futtertierzucht ein wichtiges Kriterium.
Hat man eine gute Qualität an rohen getrockneten Erbsen
und sein Rhytmus für die Neuansätze gefunden,
ist dies ein unproblematisches, gesundes Futtertier.

Ich habe ständig sechs 1000ml Dosen mit ausgewachsenen Pflanzen, das bedeutet verfütterbare Erbsenblattläusen vorrätig. Zudem auch sechs 1000ml Dosen mit Pflanzen bereit zur Animpfung mit Erbsenblattläusen.

Bei dieser Menge an Dosen, reicht es bei mir, nur einmal die Woche eine neue Charge an Erbsen anzusetzen.

Für das nötige Klima sorgen Plastikdosen, als Mini-Gewächshäuser die mir zu besseren Zuchterfolgen verholfen haben. Jede Dose enthält zwei 1000ml Dosen, die zum Verfüttern leicht entnommen werden können.


Der Aufwand einer Erbenlaus-Zucht steht in keinem Verhältnis zum Ertrag, auch der süße Geruch der Erbsen ist nur bedingt zu ertragen, deshalb lasse ich in den wärmeren Monaten die komplette Zucht auslaufen und verfüttere lieber Blattläuse aus der Natur.










Weizenblattläuse (Diuraphis) in der Natur

Die Entnahme aus der Natur ist allerdings mit Vorsicht zu genießen.
Da traue ich auch keinem BIO-Bauern.
Weizen wird gerne gegen Pilze und Schädlinge behandelt.

Saisonal sind ertragreiche Ansätze mit Weizenblattläusen
über den
Futtertier-Handel erhältlich.

Die Zucht soll denkbar einfach sein, ich verfüttere sie nach Börsen sehr gerne.
Muss allerdings gestehen, ich habe sie selbst noch nicht gezüchtet.
Denn die Verfügbarkeit überschneidet sich mit diversen Blattläusen in der Natur,
welche für mich in Massen kostenlos verfügbar sind.






Blattläuse aus der Natur ein fantastisches Futter, leicht zu ernten, von allen Arten gerne angenommen. Wichtig ist, das die befallenen Pflanzen nicht mit Insektiziden behandelt wurden. Aber man sollte hier auch botanisch versiert sein, damit man zwischen giftigen und ungiftigen Wirtspflanzen unterscheiden kann. Denn die aufgenommenen Pflanzengifte bestimmter Blattläuse können auch für unsere Pfleglinge schädlich sein. In der Regel sind die grünen Blattläuse, die unbelastete Rosengewächse befallen, ein sehr gutes Futter.



Blattläuse auf unbelasteten Rosengewächsen


Blattläuse auf unbelasteten Rosengewächsen


Blattläuse auf unbelasteten Rosengewächsen




Blattläuse auf unbelasteten Rosengewächsen


Blattläuse auf unbelasteten Rosengewächsen


Blattläuse auf unbelasteten Rosengewächsen


Blattläuse von unbelasteten Rosengewächsen


Blattläuse von unbelasteten Rosengewächsen



Blattläuse von unbelasteten Spiraea arguta


Blattläuse von unbelasteten Spiraea arguta



Blattläuse von unbelasteten Spiraea arguta










Achtung! bei Blattläusen von Holundersträuchen, sowohl in den Blättern, der Rinde, unreifen Beeren und in den Samen reifer Beeren ist das cyanogene Glycosid Sambunigrin enthalten. Über die Giftigkeit beim Menschen gibt es unterschiedliche Angaben. Sie reichen von ungiftig bis „zu vermeiden“ . Bei Kindern und sensiblen Personen führt der Verzehr zu Symptomen von Erbrechen und leichten Krämpfen bis hin zu starkem Durchfall oder Magenbeschwerden. Bei Schweinen, Hunden, Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen und Hamstern kommt es zu Erbrechen, Durchfall und Atembeschwerden. Vögel zeigen bei Aufnahme unreifer Beeren und anderer Pflanzenteile Verdauungsstörungen und Erbrechen, bei ihnen kann die Aufnahme großer Mengen sogar zum Tod führen.

Ich habe selbst gesehen wie aus Azureus, die zuvor fast himmelblau waren fast schwarze Tiere wurden. Der Verzehr der Blattläuse führte nicht zum Tod der Azureus aber sie verhielten sich eine ganze Zeit lang anders und waren lange sehr dunkel.
Ich glaube also dass die Menge Gift, die die Blattläuse einlagern nicht ausreicht um einen gesunden und gut genährten Frosch wirklich zu töten, dennoch könnte es bei einem schwachen Tier gefährlich werden.

Ich habe die besagten Tiere ein halbes Jahr später wieder gesehen und sie erfreuten sich bester Gesundheit und leuchteten wieder in altem glanz.
Holunderblattläuse kommen in dieser Anlage aber keine mehr auf den Speiseplan


Clematis giftig für Menschen und Tiere bei Hautkontakt löst der Giftstoff Schleimhautreizungen und Hautentzündungen aus. Bei entsprechender Dosis kann das Nervengift zu tödlichen Lähmungserscheinungen führen. Doch beim Trocknen der Pflanze wandelt sich der Giftstoff in Anemonin um und ist dann ungiftig.
Die Läuse der im Garten oft als erstes verlausten
Pflanzen sollten nicht abgeerntet werden.


Giftige Arten der Passiflora. Auch andere Passionsblumen-Arten gelten aufgrund des teils hohen Gehalts an Blausäure in Blättern und Trieben als giftig. Allerdings sind die zu erwartenden Vergiftungserscheinungen nicht dramatisch, es erwarten Sie Übelkeit bis zum Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen und Krämpfe.

Auch bei dieser gerne verlausten Pflanze sollten keine Läuse
abgesammelt und verfüttert werden.



Ofenfische vermehre ich in 10l Plastikboxen auf dem Lichtkasten.
Sehr einfach zu halten, als Beifutter gerne angenomen.
Ich verfüttere nur die Kleinsttiere, die ich leicht aus der Zucht entnehmen kann.
Ein Filterschwamm der zwischen den Eierkartons liegt wird als Versteck genutzt,
diesen klopfe ich in einem 1000ml Becher aus und bestäube sie mit Vitaminpulver.
Ein Dippschälchen aus Glas wird mit Ofenfischen befüllt und in das Terrarium gestellt, die Ofenfische sind nicht in der Lage den Glasrand empor zu klettern, sind somit eine leichte Beute für die Frösche.
Die großen Ofenfische sind ideal für z.B. Terribilis, die doch gerne mal größere Beutetiere verschlingen.












14.05.2018 UPDATE - Die Box wurde größer.


Da kein warmer Lichtkasten mehr zur Verfügung steht
weil die Wärmeabstrahlung der LED-Leisten zu gering ist, musste eine 6W Heizmatte her.



Statt Eierbecher nehme ich nun Wellpappe und rolle sie.


Zur Eiablage dient Baumwollwatte


Das Glas mit Wasser habe ich der größeren Box angepasst.

 

Achtung!!!!

Der Wasser-Behälter muss unbedingt mit einem Nylonstrumpf abgedeckt sein.

Ofenfische sind gute Kletterer aber überhaupt keine schwimmer, würden
bei einem offenen Gefäß ertrinken!

Ofenfische brauchen nur Verdunstungsfeuchte sonst nichts,
sie Trinken nicht, sondern nehmen Flüssigkeit [Feuchtigkeit] wie Asseln über ihren Korper, bzw. ihre Haut auf!

Der Deckel der Zuchtbox darf nicht vollständig geschlossen sein, bei zu hoher Feuchtigkeit im Behälter oder gar beschlagenen Seitenwänden bricht die Zucht zusammen.

Die Entlüftung darf aber auch nicht zu groß sein, eine Gaze als Abdeckung lässt die Ofenfische dehydrieren, weil keine Feuchtigkeit im Zuchtbehälter herrscht !!!!!!!!!


Hier muss man das Verhältnis zwischen größe der Box und der größe des Spaltes zur Entlüftung herausfinden, bei mir würde die Stärke eines Zahnstochers ausreichen um die benötigte Feuchtigkeit zu halten, ein Beschlagen der Seitenwände aber zu verhindern.



bei mir dient dazu ein Tür-Keil aus transparenten Gummi, der erwähnte Zahnstocher kam mir immer abhanden, deshalb der Keil, der ist auch für mich Blindfuchs groß genug.




Ganz wichtig, die Box sollte nie komplett auf der Heizmatte aufliegen, sie sollte einseitig unterlegt sein, damit der Wasserbehälter nicht direkt auf der Heizmatte liegt. Hinten schräg nach oben verkaufend ist genug Abstand zur Heizmatte so bekommen die Tiere ihre Wärme aber das Wasser Verdunstet nicht zu schnell.

In meinem Video am Schluß sieht man, dass dies der einzig richtige Weg ist eine beständige Zucht zu halten. Wie in so vielen Dingen profitiere ich von den Erfahrungen von Leuten, die dieses Hobby sei über 40 Jahren erfolgreich betreiben. Aufgrund der Einfachheit dieser Zucht konnte ich hier auch nicht viel herauskitzeln, es ist wie es ist. Ausreichend Verdunstungsfeuchte und Wärme dann klappt das. Nicht mal das Fischfutter ist zwingend nötig, denn notfalls tut es das Interieur und es wird der Zellstoff verwertet. Die Vermehrung lässt dann aber nach.



gefüttert wird mit Fischfutter in Flockenform,
reicht dieses Nahrungsangebot nicht wird der Karton [Zellstoff]vernichtet



Eigentlich die leichteste Futtertier-Zucht von Allen.
Wärme, Fischfutter und ein Schälchen mit Wasser.
Definitiv ein Selbstläufer



Durch die Watte, sind die Eier und kleinen Ofenfische saved, und man kann getrost aus den Papprollen verfütten, ohne Angst zu haben die Zucht bricht zusammen



Man sieht schon, ordentlich Tiere vorhanden












Ein sehr gutes Futter, welches gerne angenommen wird, das gute ist, die Tiere haben eine große Fläche die sich gut mit Vitaminpräpaten einpulvern lässt.

 
 
Video der Zucht


Video der Ofenfischzucht von Youtube froschmichl einfach auf das Logo klicken





Kleine Wachsmottenlarven auf dem Lichtkasten in Einmachgläsern angesetzt. Verschlossen sind die Einmachgläser mit Deckeln aus Edelstahlgaze.

Ein Beifutter, nur einmal im Monat, dosiert gefüttert. Meine Phyllobates und Tinctorius fressen sie mir aus der Hand oder von der Pinzette.




Ein Wichtiges Futter auch oder gerade für unterdrückte abgemagerte Tiere in einer heranwachsenden Gruppe von Jungtieren. Trennt das Tier von der Gruppe, setzt es in Quarantäne und päppelt es mit Wachsmottenlarven wieder auf.

ACHTUNG!!!! wirklich nur zum aufpäppeln und als Leckeli zwischendurch gedacht.
Wachsmottenlarven führen zur Verfettung gesunder Tiere!

Geschlüpfte, fertig entwickelte Wachsmotten werden gerne von Laubfröschen wie meinen ebraccata gejagt und vertilgt, aber vorsicht, es sind Schädlinge für unsere Bienenstöcke, es sollten keine Motten in unsere Natur gelangen.




Stahlgaze im Blechdeckel,
Stoff oder Papiertücher würden aufgefressen werden.


Erste Larven im Neuansatz


gegen Milbenbefall über der Stahlgaze ein Nylonstrumpf. 
Um die Wärme auch nachts, ohne die Erwärmung durch Beleuchtung zu halten schwarze Stoffstulpen.




Ein befallener Bienenstock! Definitiv ein Schädling,
zwar ein heimischer, aber für einheimische Bienen und Bienenstöcke eine Wirkliche GEFAHR!!
Die Zucht der Wachsmotte sollte deshalb wirklich sicher sein und auch nach dem Vefüttern sollte sichergestellt werden dass kein Tier aus dem Terrarium in die Natur entkommt.

Unsere Bienen gehören ohnehin zu den bedrohten Insekten Also passt bitte auf!






Die Goldfliege (Lucilia sericata) ist eine Fliege aus der Familie der Schmeißfliegen (Calliphoridae).

Man will sie eigentlich im Haushalt vermeiden, doch bei der Zucht von Laub- und Glasfröschen kommt man wohl um dieses Futtertier nicht herum.

Die Pinky Made eignet sich im Larvenstadium als Futter für kleine Bartagamen, Chamäleons und andere kleine Echsen. Auch als Angelköder und Axolotlfutter sind die Maden hervorragend geeignet.

Die optimale Lagertemperatur der Maden liegt bei ca. 1°C. Bei Zimmertemperatur aufbewahrt verpuppen sich die Larven innerhalb kürzester Zeit (je nach Tempertarur ca. 2-4Tage)


Die geschlüpften Goldfliegen sind ein sehr abwechslungsreiches Futter für Mantiden, Chamäleons oder auch Frösche. Durch die schnellen Flugbewegungen der Fliegen wird der Jagdtrieb Ihrer Tiere erheblich angeregt. Eine Krullfliege auch Terfly genannt
hingegen ist aufgrund ihrer langsamen Bewegungen eher uninteressant.

Ein sehr interessantes Futter für große Phyllobaten, Laubfrösche und Glasfrösche.

ACHTUNG!!!!!
Allerdings sollten wirklich nur die Goldfliegen verfüttert werden, eine Pinkimade kann sich aufgrund seiner Fresswerkzeuge aus dem inneren des Körpers eines Frosches herausfressen.

Der Reptilienhandel hält auch kleine Verpackungseinheiten für den "Froschler" bereit, dies erleichterte auch mir die Entscheidung dieses Futtertier ab und an als Abwechslung anzubieten. Dendrobaten wie Tinctorius versuchen erst gar nicht diese Fliege zu fangen.






Gerade im Hype um Oophaga Pumilio, Oophaga Histrionica und Co. kamen plötzlich Futtertiere ins Gespräch, da stellten sich bei mir die Nackenhaare.

für juvenile Pumilios waren zum Beispiel Bücherläuse
(Gattung Liposcelis) der Ordnung der Staubläuse (Psocodea oder Psocoptera) als Kleinstfutter im Gespräch.
Ehrlich jetzt !! Ich weiß ja, dass bei vielen gar keine Bücher im Haushalt vorhanden sind, weil das world wide web ja alles so viel einfacher macht. Aber muss man sich wirklich alles Ungezeifer, gar Schädlinge ins Haus holen?
Und stellt Euch einfach mal vor, was alles in euren Lebensmittelschränken
in Pappe oder Papier gepackt ist.

Kleinstschaben aus Afrika, Lebensmittelmilben, Kleinst-Käfer alles Mögliche wurde hier angeboten. Es muss jeder selbst wissen, was er unter abwechslungsreicher Ernährung versteht und dafür tun würde. Doch Lebensmittelschädlinge oder in unserer Flora und Fauna überlebensfähige Insekten einzuführen ist eine Hausnummer für sich.
[Verfälschung der Flora und Fauna ist sogar strafbar]


Ebenso verhält es sich mit dem entnehmen von Insekten aus der Natur

"wir machen uns hier im gewissen Sinne schon strafbar"




Wiesenplankton
frisch gekäschert, leider nur Saisonbedingt verfügbar. Tolles Futter, enthält Vitamine die wir sonst nur mit keinem Pülverchen zuführen können. Alle Frösche sind fleißig am jagen und auch danach noch unheimlich aktiv. Der Nachteil, es kommen auch Insekten ins Becken, die von den Fröschen nicht vertilgt werden, und sich mangels Futterkonkurrenz rasant vermehren. (Spinnen, Ameisen Käfer ....usw.)


 

 


Die ideale Wiese zum Käschern, Wildblumen halbhoch gewachsen.
Hier käschert man am besten im Schattigen unteren Bereich und hat fette Beute.

 
Es ist eine schwierige Entscheidung, seinen Tieren eine Vitaminbombe zu liefern oder die Insekten in der Natur zu belassen, wo sie wichtige Arbeiten verrichten.

Einfach mal um zu selektieren was letztendlich nach dem Keschern an verwertbarer Nahrung verbleibt.

Zikaden, Wanzen, Blattläuse, Netzflügler, Kugelspringer, Skorpion-, Eintag- und Köcherfliegen, kleine Käfer, Schaben, Fransenflügler, Fruchtfliegen, diverse Spinnen, Raupen, Grasmilben, Blattflöhe, Woll-, Baum- und Zierläuse, die gemeine Florfliege aber auch Zecken, Fischchen [Zygentoma], Ameisen und Doppelfüßler.
 
Im Gewusel diesen lebenden Wiesenplanktons ist ein wirkliches Selektieren fast unmöglich. So kann doch der ein oder andere Gast ins Terrarium einziehen, welcher an Pflanzen wie Tieren Schaden anrichten kann.

Ein Spiel mit dem Feuer, weil man bei der Entnahme von Insekten aus der Natur
der Flora und Fauna schadet.

Doch weil es für unsere Pleglinge eigentlich nicht wirklich ein gesünderes und gehaltvolleres Futter anzubieten gibt.

Wir müssen auch in Betracht ziehen,
dass wir auch Schädlinge in unser künstliches Biotop einbringen könnten, die dauerhafte Schäden zumindest an den Pflanzen verursachen können .


Dagegen stehen aber eindeutige Studien von Dr. Dieter Bretz,
die das Verfüttern von Wiesenplankton nur bekräftigen:

Wiesenplankton ist unbestritten das optimale Futter für Frösche und kleine Echsen. Die Beschaffung ist nicht einfach und bestenfalls für 100 Tage pro Jahr zwischen Mitte Mai und August möglich. Deshalb habe ich eine Analyse der Inhaltsstoffe unternommen mit dem Ziel, die gezüchteten Futterinsekten an diese Werte heranzubringen. Die bisherigen Ergebnisse stelle ich in diesen Post........

Letztendlich ein Thema welchem sich ein Chemiker mal annehmen müsste, doch ist das
'gut loading' von Futtertieren kein Projekt, mit dem es sich reich werden lässt.

Deshalb bin ich Dr. Dieter Bretz dankbar für diesen Blog
seinen Analysen und Ausführungen und natürlich die Entwickling von

Droso Instant WP

 
ein sehr lesenswerter
und aufschlusreicher Blog

 






Ein sehr gesundes und wertiges Futter für unsere Quappen
sind lebende Mückenlarven und Wasserflöhe
aus der Natur.


Schwarze Mückenlarven sind für unsere Quappen
die beste Wahl.

Sie enthalten die meisten Vitamine und Eiweiße.
Schwarze Mückenlarven sind jedoch nur Saisonal zu bekommen.

Im Sommer können wir sie zum Beispiel aus Regentonnen abfischen.

Wir finden sie auch
in kleinen leicht durchströmten Tümpeln.

Auch an ruhigen Ausläufern kleiner Bäche oder Flüssen,
kann man Schwarze Mückenlarven
in großer Population vorfinden.


SCHWARZE MÜCKENLARVE [macro]
Die Larven von Stechmücken, Culicidae, kennen wir als „Schwarze Mückenlarven“.


schwarze Mückenlarve und Wasserflöhe im Eimer
Wenn ich Mückenlarven Keschere und im gleichen Gewässer Wasseflöhe finde, habe ich den besten Indikator für gute Wasserqualität.
Wasserflöhe sind sehr empfindlich was die Wasserqualität betrifft.



WASSERFLÖHE

Es gibt verschiedene Gattungen von Wasserflöhen.
Bei uns in der Natur ist der am weitesten verbreitete Wasserfloh sicherlich Daphnia pulex, der Gemeine Wasserfloh, dicht gefolgt von Daphnia magna, dem Großen Wasserfloh.

Daneben gibt es aber in Europa allein noch ungefähr 90 weitere Arten. Wasserflöhe findet man in der Natur oft scharenweise in stehenden Gewässern, vorwiegend im Frühjahr und im Sommer. Dabei bevorzugen Daphnien offenbar weitgehend pflanzenlose Gewässer.

Daphnien reagieren ausgesprochen empfindlich auf Giftstoffe im Wasser,
sie gelten daher als Zeigertiere für eine gute Wasserqualität.



Hier kenne ich ein Biotop mit Populationen kleiner Wasserflöhe,
die ideal für Quappen kleinerer Arten sind.


Schwarzwassertümpel


Quappenfutter satt



Was übrig bleibt, kann man mit ein wenig Geschick gut hältern.
^ auf das Bild klicken für ein kurzes Video. ^



im feinsten Artemiasieb gewaschene kleine Wasserflöhe,
und Microorganismen.
Ideales Futter für Quappen kleinerer Arten
wie zum Beispiel Ranitomeya.
Ein klick auf das Bild für einen kurzen Film




Ranitomeya mit kleinen Wasserflöhen
auf das Bild klicken für einen kleinen Film

 

 


große Wasserflöhe



manchmal landet dabei auch ein unerwarteter Gast im Kescher,
diesen entlässt man dann wieder in sein Habitat.



aber auch brauchbare Beifänge sind möglich

– Daphnien (Wasserflöhe)

– Cyclops (Hüpferlinge)

– Eintagsfliegenlarven

– Wasserasseln

– Köcherfliegenlarven

– Wassermilben

– Muschelkrebse

– Rückenschwimmer

– Furchenschwimmerlarve

– Rattenschwanzlarve

Bei Durchschreiten des Unterholzes findet man natürlich auch
kleinere Wasseransammlungen oder übergroße Pfützen.

Hier in stehenden Gewässern und Brackwasser ist eine eine andere Mückenlarve beheimatet.

Die rote Mückenlarve (Larven der Zuckmücken).


ROTE MÜCKENLARVE




Ein von Fischen und Quappen sehr geschätztes Lebendfutter.

Die Eier werden in der Regel ins Wasser gelegt, nach etwa sieben Tagen schlüpfen die wurmartigen Larven. Sie sind rötlich gefärbt, da ihr Körper den sauerstoffaffinen Hämoglobin enthält, das die Atmung auch in schlammigen, sauerstoffarmen Gewässern möglich macht. Die Larven erreichen die Größe von 10 bis 15 Millimetern und sind mit Stummelfüssen sowie Nachschiebern (eine Art Schwimmbeinen) ausgestattet. Die Larven bauen aus Kalkkörnern mithilfe ihrer Speicheldrüsen röhrenförmige, nach beiden Seiten offene Köcher, die im Bodengrund verankert sind. Einige Arten leben schwimmend und tragen den Köcher mit sich. Die Roten Mückenlarven ernähren sich vorwiegend von Detritus, [Schwebe- und Sinkstoff in den Gewässern, dessen Hauptanteil abgestorbene Mikroorganismen bilden] den sie mit ihren Mundwerkzeugen zermalmen.

Immer wieder heiß diskutiert rote Mückenlarven seien für Quappen ungesund, sogar giftig.

Es wird außerdem berichtet, dass die Larven der Tanzmücken Umweltgifte speichern und insofern nur mit Vorsicht zu verfüttern seien.

Letztendlich hängt die Qualität der Roten Mückenlarven als Futter vom Fangort ab.

Ich habe meine Fundorte in unberührter Natur, ohne unmittelbare Industrie und Landwirtschaft, welche das Wasser belasten könnten.

Ein wichtiges Indiz, dass ich im richtigen Tümpel keschere sind Wasserflöhe.

Es gibt wohl kein Wasserbewohner, der empfindlicher auf Wasser-Verunreinigung reagiert als der Wasserfloh.

Zudem werden alle Futtertiere vor der Verabreichung mehrfach in Artemia-Sieben gewaschen.




Dieses mehrfache Wässern halte ich ohnehin für unumgänglich um die Wasserqualität im Quappenbehälter nicht negativ zu verändern.




Wenn man die Augen aufhält, findet man abseits der Tümpel in unberührter geschützter Natur auch andere Gäste.
Hier wird weder gekeschert noch getümpelt.


zu viele Hungrige Mäuler das ist Ehrensache


Zudem sind dicht besiedelte Amphibien- und Fischgewässer Tabu,
Die Gefahr Krankheiten einzuschleppen ist hoch!.



 
 

Ringelnatter im Wasser

Ringelnatter im Wasser


Adulte Ringelnatter



Molch


Laubfrösche


Molche in humminreichen Schwarzwasser


Wasserläufer


Langschläfer


Smaragdeidechse


Smaragdeidechse


Eine wunderschöne junge Ringelnatter


Aber auch nützliche Hilfsmittel wie Erlenzapfen



Schön was unsere Natur für uns bereithält.

Und wieviel Geld sie uns doch sparen kann,
wenn wir nur einmal die Komfortzone Couch verlassen,
Laptop und Handy beiseite legen.


Gesundes, vitaminreiches Futter, Erlenzapfen
und ERHOLUNG inclusive.

Beobachten, genießen und durchatmen.



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ich habe zwar keine web Smileys die ihr klicken könntet,
aber ich wäre Euch dankbar für ein Feedback.

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Nur durch engen Kontakt mit Gleichgesinnten, Gesprächen auf Börsen und Treffen auch durch viele lange Telefonate mit mittlerweile ganz engen Freunden in ganz Deutschland, Schweiz und Österreich konnte diese Homepage so umfangreich werden.

 Ich kann von meiner Warte aus nicht beurteilen welchen Informationsstand
der einzelne Besucher meiner Seite hat.

Nur durch das Äußern von Wünschen Eurerseits welche Thematik ich noch abhandeln soll, oder auf welches Thema ich noch tiefer eingehen müsste kann ich diese Page optimieren.

Eines vorweg, das Thema Krankheiten von Amphibien werde ich nicht aufnehmen, dieses habe ich verlinkt auf zwei tolle Pages meiner Froschkollegen, mehr braucht's im world wide Web nicht.

Eine Selbstdiagnose oder Medikation wäre ohnehin grob fahrlässig.

Hier sollte man immer einen Veterinär konsultieren.




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