Kleine Regenwald-Biotope

Bauphase7




14.08.2019

Da dem Becken aus Bauphase 6 nun
eine Zwangspause verordnet wurde
will ich mich nicht langweilen.

Wie gesagt, leere Terrarien in meiner Anlage sind nicht zu ertragen.
Zudem rückt eine der wichtigsten Börsen dieses Jahres näher.

Da finde ich unter Umständen bereits schon den Besatz
für meine zwei neuen Becken.

So beginne ich bereits mit Becken N°2
um keinerlei Zeit zu verlieren.


Standard Becken haben einen riesen Nachteil:
 -unglaublich hohe Sockel-
durch die man unglaublich an Höhe verliert.

Fährt man aber mit der Höhe des Bodenbelages unter die Luft-Ansaugung, halten sich bodenlebende Tiere in stehender, verbrauchter Luft auf.



Luft oberhalb der grau makierten Zone wird durch den
Kamineffekt des Terrariums ausgetauscht.

In den darunter Liegenden Bereichen
bleibt immer etwas verbrauchte
, überwiegend CO₂ haltige Luft stehen.

Ich möchte nicht behaupten, dass der Luft-Sog nicht auch etwas verbrauchte Luft aus dem unteren Bereich mitnimmt, doch ich kann mit Sicherheit sagen, dass alles unterhalb der Grauen Fläche gefährlicher Bereich ist.

Ich habe bereits 8 erstickte excidobates mysteriosus Nachzuchten in einem falsch konstruierten Forex Terrarium absammeln müssen.
Ein grauenhaftes Bild was sich mir in der Anlage eines Freundes bot.

Als ich Ihm mit einer Nebelanlage demonstrierte dass der Konstrukteur des Auftragbeckens ein Stümper war, hat er das Forex Eckterrarium mit den Maßen 150x150x240cm kurze Zeit danach komplett zerlegt.

Gerade bei warm/feuchten Regenwald-Terrarien ist stehende Luft
ein nicht zu unterschätzendes Problem.

Fäulnis und Schimmelbildung aber auch die Erstickung der Tiere,
können hier die Folge sein.

mehr Informationen unter
https://www.froschmichl.de/TECH-.--WORKSHOP.htm



Dieses mal soll es ein Becken geben ohne Rinnsal, das absackende Beregnungswasser soll sich aber auch nicht in Drainagesteinen sammeln, die dann ein Austausch des Wassers erschweren.

Eigentlich will ich einen schrägen-, nach vorne abfallenden Boden.

Das eigentliche Prinzip eines Dendrobaten-Terrariums.
Jedoch ohne Ablauf und ohne langen Wassergraben,
der mir zu viel nutzbare Fläche rauben würde.



Es soll im Prinzip optisch den Wasserstellen der anderen Becken gleichen.
Nur dass diesmal das Wasser weder bewegt noch gefiltert ist.


 
Regenwasser wird sich im vorderen mittleren Becken sammeln und wird dann wöchentlich durch einen Wasserwechsel abgelassen und zu 50% mit Osmosewasser gestreckt. Wie und in welchem Abständen ich dies letztendlich bewerkstellige, wird von den gemessenen Wasserwerten abhängen.

Diese werde ich wie bereits in den anderen Becken überwachen

Alles Glas geschnitten, Kanten gebrochen und alle Glasstreifen verklebt.

soooooooo -

Und schon muss ich auch bei diesem Becken eine Zwangspause einlegen.

Zudem ist es auch schon wieder spät.
Noch kurz unter die Dusche
und dann das Schlafdefizit wieder rein holen.

Mein Kopf brummt, wieder eindeutig zu viel Essigsäure inhaliert.
Ich mach Feierabend, gute Nacht und schlaft gut.


Morgen dann mehr.









15.08.2019 - 5.30Uhr morgens im Urlaub

froschmichl braucht viel Koffein
1-2-3 Espressi sonst geht nicht's




6.00 Uhr Verklebung der ersten Platten ins Becken.




Oben soll ein ausgewaschener Hang modelliert werden, eigentlich soll die ganze Rückwand den Anschein erwecken als wäre es ein ausgewaschenes Flussufer.


Wie ich alles aus Styrodur, Kokosfaser, Kokoshumus und Fingerwurzeln modelliere das habe ich im Kopf bereits ausgeklügelt.



Mein einziger Wermutstropfen ich habe bei all den Wurzeln die ich nach der Räumung im Oktober 2017 zurückbehalten habe, nicht eine dabei die mein Bild vor Augen vervollständigen würde.



Aber nun widme ich mich mal der Rückwand die ich aus Elementen aus Styrodurplatten konstruiere.

Ich hatte 50mm Styrodur vorrätig, was mir aber die gewünschte Tiefenwirkung nicht erfüllen würde.

Deshalb klebte ich am Vortag bereits immer zwei Platten aufeinander um eine Gesamtstärke von 10cm zu erlangen.

Das Schneiden der Platten auf Format erfolgte mit einem asiatischen Cuttermesser die entgültige Formgebung erfolgte dann mit einem mini Gas-Lötbrenner.



Beflocken können wir getrost überspringen
wer es trotzdem braucht:
https://www.froschmichl.de/TECH-.--WORKSHOP.htm#beflocken


Dann das alte Spiel, die Beflockung wie ich sie seit 16 Jahren erfolgreich vollziehe.

Der Optik wegen werden nun aber zuerst dünne Fingerwurzeln in das Silikonbett gedrückt.
Dann erfolgt die Beflockung, die diesmal nur mit feinem Material vollzogen wird.


Um eine Naturnahe Optik zu erreichen kaufte ich nicht nur eine neue treibholz Wurzel, sondern auch Torffasern, welche als Filtermaterial für Schwarzwasser-Aquarien erhältlich sind.


Diese Torffasern klebe ich immer an die Enden der Steilhänge um die Optik eines Ausgewaschenen Ufers noch zu verstärken. 

Leider hat mein Handy leichte Probleme mit Gegenlicht, so kann ich diese Optik gar nicht richtig einfangen.

Vielleicht kann ich es wenn das ganze Becken eingerichtet ist, mit meiner Nikon und Macro-Objektiv einfangen.






Bis auf das Wasserteil alles beflockt


Ordentlich Materialbedarf, dank ausladender Flächen,
welcher dem Besatz wiederum mehr Platz zur Verfügung steht.








Übergänge von Styrodur auf Xaxim gut gelungen


Auch die Treibholz-Wurzel hat es in sich, denn Ameisen haben diesen Stamm zuvor ausgehöhlt , so dass die Frösche einen abgeschatteten Platz im Stamm finden.





Ich hatte so meine Zweifel ob 60er Würfel meine Kreativität nicht gnadenlos ausbremsen.




Aber Letztendlich kann ich mich wirklich mit dem Ergebnis anfreunden.



Ich glaube nicht, dass ein Pärchen Tinctorius in diesem Becken Platzangst bekommt.



Egal was auch der Besatz sein wird, ich denke wieder ein angemessenes Biotop geschaffen zu haben, und ich habe zwecks der Bepflanzung einiges im Kopf.



Nun fehlt für´s Erste nur noch das Ufer des Wasserteils, um dessen Deko ich mich nun kümmern werde. Gleich nachdem ich den Froschraum wieder begehbar gemacht habe.



ein Klick für ein kleines Video durch das Becken



Überschüssiges Material mit weichem Pinsel entfernt, das erste mal beregnet.



Alles genau so, wie ich es mir vorgestellt habe.



Jetzt nur noch warten, bis ich Moose und Selaginella die Übergänge zwischen den Materialien überwuchern lassen kann. 

Leider muss das Terrarium nun erst einige Wochen einfahren, bevor ich bepflanzen kann.

Aber ich bin ja die Geduld in Person



gaaaaaaaar nicht wahr !




Na dann werden wir die Trockenzeit mal  gnadenlos verkürzen.

3Tage, 3Nächte richtig Wind 50Hz 110W
Die gesamte Pinienrinde fliegt Richtung Rückwand 

Dekoration in null komma nicht's vernichtet!



SO ABER JETZT VOLLES RISIKO
Entgegen meiner Überzeugung, bereits fünf Tage nach der Beflockung die Erstbepflanzung.
Normal warte ich vier Wochen, ehe ich nur animpfe.
Doch ich habe zum Test über Nacht eine solanum uleanum
ins Becken gestellt.
Wohl eine der empfindlichsten Pflanzen was Essigsäure betrifft-
und diese erfreute sich am nächsten Tag bester Gesundheit.




Wieder ein paar Tage später
Pflanzen zeigen keinerlei negative Reaktion, so scheint das Trocknen
mit der Windmaschine wirklich eine Alternative zu wochenlangen Wartezeiten zu sein.


Nun kann es also weitergehen, Ableger aus meinen Becken sind genug vorhanden

Lebermoos (Conocephalum conicum) eingebettet in 
Vesicularia dubyana brasil 'Amazonia Willow Moss' soll das Ufer begrünen




Diverse Ranken und Kletterfarne sollen die Böschung begrünen



Ein Paket aus Holland, welches ich sehnsüchtig erwarte enthält verschiedene Sonerila Arten,
welche dann ein wenig Blüten und Farbe in das Becken bringen werden.


Bisher bin ich restlos zufrieden, hätte nie gedacht,
dass ich aus den Maßen der Becken so viel heraus holen kann.



Am nächsten Tag geht's weiter.....


Erst einmal ein paar hübsche Krawattenfarne auf die rechte Seite


Ja so habe ich mir das vorgestellt, freue ich mich auf die Optik
 wenn die Moose sich erst einmal breit gemacht haben.


Am Boden passiert zuerst mal gar nichts mehr.
Da lasse ich dem Lebermoos freien Lauf.


Die linke Seite gehört ganz der
Selaginella griffithii
diese soll die ganze Seite überwuchern.



Nun warte ich nur noch auf meine Bromelien
und
Sonerila species.


Bis dahin lasse ich Feuchtigkeit und Licht ihre Arbeit machen,
wird ein richtig lässiges Becken.



22.08.2019
das Überraschungspaket von Bert Westerman ist da.
https://www.bromelien-westermann.eu/de




Geniale kleinbleibende Bromelien die Bert mir wieder gesandt hat.


kombiniert mit Kindel meiner Neoregelia Hawaii hi red ein richtig tolles Bild.


Dieses Becken sollte vorwiegend mit kräftigen Rot-Tönen wirken,
während das zeitgleich entstehende Becken in wunderschönen hellen grüntönen gehalten sein wird.





 
 eine Woche später.......







Nur um zu demonstrieren
was drei 7Euro Baumarkt LED-Leisten
ausrichten können.
3x 900Lumen 6500K bei nur
10W


 
 
 

 





























dieses Bild klicken für eine kleine Tour
durch den Froschraum 12.09.2019








Terra aus Bauphase 1 - Aufnahme vom 12.09.2019

Terra aus Bauphase 2 - Aufnahme vom 12.09.2019

Terra aus Bauphase 3 - Aufnahme vom 12.09.2019

Terra aus Bauphase 5 - Aufnahme vom 12.09.2019

Terra aus Bauphase 6 - Aufnahme vom 12.09.2019

Terra aus Bauphase 7 - Aufnahme vom 12.09.2019



Eine Schublade mit integrierter Quappenanlage 
Optisch außen in OSB gehalten, passend zum Regal
innen mit einer 10 cm hohen Glaswanne




jetzt wird an den Feinheiten geschliffen.
Da die neuen Bewohner doch eher seltene Morphe sind,
die die letzten 8 bis 15 Jahre nicht mehr angeboten wurden
muss ich auch wieder mal nachzüchten.




So gibt es eine integrierte Quappenschublade
für 32 bis 64 Quappen
mehr wird auch jetzt nicht nachgezogen.
Die restlichen Gelege lasse ich in den Becken
um die Elterntiere zu schonen.


Nun aber wieder zurück zum Becken
auch hier gibt es noch zu modifizieren.


wenn ich eines hasse, dann sind es sich überschneidende Frontscheiben.
Zum einen bekommt man sie nie 100% drosodicht
und dann stört mich der Anblick von zwei senkrechten Linien
mitten im Terrarium.
Deshalb bekommen auch die 60er Würfel eine durchgehende Frontscheibe.

Ein System welches ich bereits seit 14 Jahren erfolgreich verwende.


Frontscheiben die sich mit wenigen Handgriffen entfernen lassen


In dem man einfach die obere Halterung nach oben klappt


aber auch das innere des Beckens entwickelt sich prächtig
3 LED-Leisten mit je 10W 900Lumen und 6500K Lichtfarbe
zeigen Wirkung, die Pflanzen blühen und die Moose sprießen.
Die Farben der Bromelien sprechen Bände.


















Nach einfahren des Beckens und Top Wasserwerten
durften die Patricias in ihr entgültiges Terrarium ziehen



ein klick auf das Bild zum youtube Video








































ein paar Wochen später......


































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am 27.09.2019
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