Bauphase3





Wie gewohnt sollen Rück- und Seitenwände sehr nahe an der Natur orientiert nachgebildet werden.

Seit ich 2001mit diesem Hobby anfing, habe ich einiges dazugelernt, setze deshalb nun ausschließlich auf dauerhafte Materialien.

Was wirklich funktioniert und was in tropischen Bedingungen sehr schnell verrottet könnt ihr hier nachlesen: Ich habe über 5 Jahre alle damals angebotenen Materialien zu gleichen Bedingungen einem Dauertest unterzogen.
https://www.froschmichl.de/Einrichtung-eines-Terrariums.htm



Aufgrund der Symmetrie muss unbedingt unten rechts noch ein Becken gefertigt werden.
Ich kann diesen Anblick einfach nicht mehr ertragen.

So schickte ich eine whatsapp an einen Terrarienbauer mit einer Skizze meiner Sonderwünsche und gab das Becken in Auftrag.


Von der Funktionalität meiner großen Becken war ich ja bereits verwöhnt,
Durchlüftung, Beleuchtung, Bepflanzung alles ging so auf, wie ich mir es vorgestellt habe.
Das flache Becken sollte dem Besatz entsprechend, anders gestaltet- aber in der Optik den großen Becken keinesfalls nachstehen.



Es ist immer wieder eine Wohltat zu sehen es funktioniert, aber es war nicht immer so.

Ich kann gar nicht beziffern wie viele Miniaturorchideen mir in den Jaheren 2003 bis 2006 verendet sind.

Wie viele andere Pflanzen nicht mit ihrem vorgesehenen Platz zufrieden waren und durch zu vieles Umpflanzen, letztendlich eingegangen sind.



Ich werde so viel gefragt wie es sein kann, dass meine Becken so aussehen.

Ich bin nun seit 2001 dabei und man hat Verbindungen, enge Freundschaften, Mentoren, aber auch Facebookbekannt- und Freundschaften (mittlerweile knapp um die tausenddreihundert), die alle das gleiche Hobby, die gleiche Leidenschaft teilen.

So teilt man Erfahrungen, tauscht Pflanzen sieht andere Anlagen und lernt dadurch dazu.

Unbedingt wichtig ist es Fachliteratur zu allen Themen und Bereichen zu haben.
Dieses ich werfe mal eine Frage in alle Gruppen auf Facebook und nutze das "Schwarmwissen" wie man es so schön nennt, funktioniert nicht immer.

Ich bin meist amüsiert über die fundierte Unwissenheit und den Blödsinn, der manchmal dort geschrieben wird.

Und zudem, welche der 100 verschiedenen Meinungen soll man denn für sich wählen?

Ein Fachbuch ist manchmal die beste Variante an ein Thema heranzugehen, und in unserem Hobby werden wir verwöhnt von wirklich genialen Autoren und einer geballten Ladung Fachwissen.

Wer interessiert ist an einer gebundenen Form Fachwissens, der findet hier ein paar Anregungen: https://www.froschmichl.de/Fachb.ue.cher.htm

Aber eines sage ich jedem der bei mir zu Besuch ist, das wichtigste ist Geduld und Beobachtungsgabe.

Diejenigen, die ständig im Becken herumbasteln, haben genauso wenig Erfolg als diejenigen die eine Pflanze mit Topf und Erde in das Terrarium stellen und sie dann ihrem Schicksal überlassen.



Nun ja über die Bepflanzung habe ich ja bereits genug auf meinen Seiten geschrieben, kommen wir nun zum eigentlichen Thema, dem Neuen Terrarium.


Besatz soll diesmal eine Gruppe Leucomela guyana banded werden.




der Lehmanni für "Arme"
also genau das richtige für mich


also Fließwasser erwünscht und da die Quappen untereinander verträglich sind ein großer Wasserteil, damit ich keine Arbeit mit der Aufzucht habe.


Bei Wurzeln setze ich wie gewohnt auf Savannen, Mangroven und Mooreiche Wurzeln,
dies garantiert mir ewige Haltbarkeit


Auch in diesem Terrarium soll also wieder ein Rinnsal laufen.

Erforderlich also Biologische Filterung durch Filterschwämme, angereichert, bzw. angeimpft durch einen laufenden Bakterienstamm



Bereits in der Aquaristik erfolgreich verwendet Keramik-Rohre zur biologischen Filterung.

Als Vorfilter dient wie gewohnt grobe Filtermatte

Die Konstruktion und Installation der Pumpe sowie des Filtermaterials wurde wei bereits in Bauphase 2 vollzogen.


Die Landteile werden aus Styrodur kreiert und in gewohnter Weise beflockt.
Neben der Isolierung gegen Temperaturunterschiede und der leichten Verarbeitung ist Styrodur  unverrottbar und kann als Grundlage für allerlei Beschichtungen dienen. Dadurch sind alle denkbaren Gestaltungsmöglichkeiten gegeben. Ferner wurde schon bei der Herstellung auf Gase wie FCKW, HFCKW oder auch HFKW komplett verzichtet. Rankpflanzen können gut mit Pflanzennadeln auf Styrodur fixiert werden.

Beschichtet wird schwarzen Aquariumsilikon und gewohnter Beflockungsmischung.

Aufgrund guter Erfahrungen kommt wiederum Hygrolon zum Einsatz,
überall dort. wo sich Moose ansiedeln sollen.


Informationen über alle Materialien sind hier zu finden
www.froschmichl.de/Einrichtung-eines-Terrariums.htm



Für das Rinnsal im Becken setze ich auf gewohnte Qualität, Eheim Compact300 in neuem Gewand.


Der erste Anblick nach 14Tagen trockenzeit und Probebepflanzung

Terrarium 80 x 60cm Grundfläche und 40cm Höhe
Edelstahlgaze oben 18 x 80cm hinten oben für optimale Durchlüftung.
Durchgehende Frontscheibe nach meinen Anweisungen drosodicht geführt.


Das neue Bild : oben 2x 80x60x120cm unten 2x80x60x40cm












Moose sprießen










Bachlauf funktioniert

















Wenn die Entwicklung weiter so rasant voran geht, können meine kleinen Leucomelas bald einziehen



Es ist soweit, aus der Aufzuchtbox direkt in das neue Zuhause.



Traumhafte Tiere, ungewohnt scheu, wenn man Tinctorius und phyllobates terribilis gewohnt ist ist der Fluchtreflex dieser Tiere schon was neues.



Ich genieße den Anblick dieser Tiere, der in den kälteren Monaten im Winter, eher weniger sein wird. 






























14.04.2018 nach dem sprühen

nach anfänglichen Schwierigkeiten durch zu kalkhaltige Steine am Wasserlauf und zu viel Licht entstanden Wasserprobleme, die aber gelöst werden konnten.

Begonien und andere Pflanzen die einfach zu groß wurden, wurden ausgetauscht und nun läuft alles nach Plan.

64 Tage nach Erstbeflockung ist die Bemoosung mehr als zufriedenstellend.

........dies ist Hygrolon mit Dochtsystem zu verdanken.

Die verwendeten 40mm Xaximböden sind schnell abgetrocknet, Uferstellen und einige gewünschte Flächen bleiben dauerhaft feucht.

Trotz kleiner Rückschläge bin ich sehr zufrieden.



Ein zufriedenstellendes Bild







Die Hoffmania fühlt sich in diesem Terrarium sichtlich wohl. 
Die Pflanze schiebt ein Ableger nach dem Anderen.
Nun habe ich sie schon viele Jahre, aber hier finden sich erstmals Ableger. Meine Erkenntnis sie ist sehr lichthungrig und hat gerne feuchtes Substrat.



Meine Lieblingspflanze Hoffmania refulgens











Selaginella in einer Wuchsform wie ich es liebe


Selaginella


Selaginella spec.


verlieren den Fluchtreflex, meine Leucos banded



Orchideen und Farne


Zwergpfeffer sprießt


Lebermoos verbreitet sich gut





Wassernabel geht an Land


Selbst hier sprießen die Moose, abends ist hier absolut trocken.





Farne und Moose von Sporen aus meinen anderen Becken


Farne und Moose von Sporen aus meinen anderen Becken
dazwischen Rhynchoglossum notonianum


Farne und Moose von Sporen aus meinen anderen Becken


Farne und Moose von Sporen aus meinen anderen Becken


Drei Species Marcgravien suchen ihren Weg vom Xaxinboden an die direkt beflockten Seitenwände


Drei Species Marcgravien suchen ihren Weg vom Xaxinboden an die direkt beflockten Seitenwände


Farne und Moose von Sporen aus meinen anderen Becken


Rhynchoglossum notonianum


Peperomia spec. nana


Peperomia spec. nana


solanum uleanum


Farne und Moose von Sporen aus meinen anderen Becken


Zentral Strobilanthes dyerianus


Selaginella spec. golden


Selaginella spec. golden n








Rhynchoglossum notonianum






Strobilanthes dyerianus





Strobilanthes dyerianus


Strobilanthes dyerianus



Rhynchoglossum notonianum






















25.08.2018






Wie gewohnt installiere ich drei endkoppelte 12V PC Lüfter auf der Gazefläche um eine gute Entlüftung zu gewährleisten.

Meine Wahl sind immer flüsterleise Lüfter mit einem guten Luftaustausch.

Wie auch bei der Beregnung hasse ich technische Geräusche, deshalb alles lieber teuer aber leise und qualitativ hochwertig.

Kollegen arbeiten mit 220V Papst-Lüftern, ich habe aus Sicherheitsgründen komplett auf 12-14V umgestellt.

Einzig und allein die Eheim-Pumpen laufen mit 220V, sind aber wasserdicht verkapselt.

Meine Lüftungsintervalle sind 4x 30 Minuten täglich und ganz wichtig, nur Luft entziehen, keine wieder von oben in das Terrarium zuführen, dies führt nur zu einer Verwirbelung und somit würde kein richtiger Luftaustausch stattfinden.

Warum künstlich Luft abführen?

Bei einem gut konstruierten Terrarium und gut berechneten Gazefläche oben wird sicher durch den automatisch vorhandenen Kamineffekt genug verbrauchte Luft nach oben abgezogen.

Setzt man aber wie ich auf eine große Pflanzenvielfalt braucht es aber ein wenig mehr.

Farne und Orchideen lieben eine gute Durchlüftung und die Rufe der Frösche, während der Lüftungsintervalle zeigen, dass auch sie es genießen, wenn einmal ein Lüftchen weht.