Bauphase1













Meine Beobachtungen über Jahre haben ergeben, dass selbst als schüchtern geltende Arten sich in großen, gut strukturierten Terrarien viel zeigefreudiger erweisen als in kleinen.

Mein Froschraum ist Teil meines Wohnraumes, nicht wie bei den Meisten im Keller, deshalb verbringe ich sehr viel meiner Zeit mit der Beobachtung meiner Tiere, statt sie unnötig vor dem Fernsehen zu verschwenden.

Ich hatte nun über viele Jahre die Möglichkeit die Verhaltensweisen der
verschiedenstenTiere in Terrarien von 40×50×60, 50x50x60 oder 60×60×80cm zu vergleichen. es zeigte sich ein Unterschied in Becken 80×60×80/100 in denen selbst die allseits verpönte Vergesellschaftung von verschiedenen Arten funktionierte, die Tiere keinesfalls Verhaltensauffällig waren.

Sicherlich gab es während der Brutpflege auch mal vereinzelt Kappeleien zwischen Pumilios und Tinctorius, wenn sich die eine Art des Geleges der anderen zu sehr näherte. Aber dies waren kleine drückereien, bis die Fronten klar gestellt waren, die "Hobbit-Tüte" oder die Brut-Bromelie einfach für ein paar Wochen von der jeweils anderen Art gemieden wurde.

Die Kämpfe wurden nie gefährlich und hatten keinerlei negative Konsequenz oder Auswirkung auf das Brutverhalten, oder auf das Verhalten der Tiere selbst. Keines der Tiere magerte sichtlich ab oder versteckte sich gar.

Zur Fütterungszeit waren beide Arten wie immer zusammen zu sehen.

Meine Beobachtung, ob nun Phyllobaten mit Pumilios oder Tinctorius mit Ranitomeya waren stets positiv und selbst kleine Gekkos harmonieren gut mit unseren Pfleglingen.

Die Verhaltensweisen im Vergleich zur Einzelhaltung verändern sich nicht sichtlich, kein Tier wirkte scheuer oder lebte versteckter als bisher.

Gelege werden weiterhin in Vielzahl abgelegt und auch gepflegt.

Meinen Beobachtungen nach, ist sogar die aktive Zeit in großen Becken viel ausgedehnter, wärend in den kleinen Becken gerade bei Ranitomeyas doch nur zwei bis drei kleine aktive Phasen täglich statt fanden; standen eher Ruhephasen in Bromelientrichtern auf dem Programm. In großen Becken in Grössen von 120x80x60 HxBxT
wie ich sie nun nutze, sind die Tiere immer präsent und überhaupt nicht scheu.

Ich persönlich kann somit von einer Haltung von zwei Grund verschiedenen Arten, mit jeweils  verschiedenen Ansprüchen an Laichplätzen nur gutes berichten. Voraussetzung ist, das die Bedingungen dafür auch geschaffen wurden.

Egal welche Arten ich zusammen halte, es funktionierte bei mir.

Wohlgemerkt bei mir, es soll wie alles was ich auf meiner Homepage berichte, nicht als Referenz dienen, es sind meine eigenen Erfahrungen die ich hier teile.


Irgendwann viel dann die Entscheidung mich von den 7 "Kleineren" Becken zu trennen, somit all meinen Tieren wirklich die Möglichkeit zu geben sich in großen Umfeld zu bewegen. Alles unter 60cm Kantenlänge sollte aus der Anlage verbannt werden.

Diese Entscheidung brachte natürlich einige Probleme mit sich, es waren für die geplante, verbleibende Anlage definitiv zu viele Tiere da.

Aber von was sollte ich mich trennen, alles was sich in meiner Obhut befand, waren ja Tiere die mir ans Herz gewachsen waren.

Doch das Problem der Entscheidung wurde mir schnell genommen. Ein Kollege hatte altersbedingte Ausfälle bei seinen Tieren und brauchte adulten Ersatz, den ich Ihm geben konnte und eine sehr interessierte, gewissenhafte Neueinsteigerin in unserer Gemeinschaft der Froschler suchte einfache, zeigefreudige Tiere für ein riesengroßes Schaubecken welches sie mit allerhöchster Sorgfalt eingerichtet hatte. So wusste ich schon vier Paare in sicherer Obhut.


Also konnte der Umbau beginnen.






Meine Anlage wie man sie seit Jahren kennt.....

Terrarien in den größen 80x60x40, 60x50x50, 80x50x70, 80x50x80, 60x60x70, 50x50x70, 40x50x60cm Breite x Tiefe x Höhe



12 Terrarien, 18 Froscharten, 3 Gekkoarten.......



und ein paar wenig Quappen und einige Aufzuchtboxen






Dann die erste Bauphase
welche die gesammte Wohnung in Mitleidenschaft zog.






Zuerst muß ein neues OSB Regal gebaut werden die das grosse Becken schützend und isolierend umschließen soll, die gesammte Elektronik muss verändert werden, da ich alles außer LED aus meiner Anlage verbannen werde. Über meine Erfahrungswerte bezüglich Einrichtung und Beleuchtung, kann man in der Rubrik Einrichtung eines Terrariums lesen.


Dann passiert es, Autsch Glasbruch, ausgerechnet an den Becken welche ich behalten und wieder integrieren wollte. Bloß nicht unterkriegen lassen. Schwund gibt´s immer.


Schon eine andere Sache so ein Becken in der Grösse von 80x60cm Grundfläche
und einer Höhe von 120cm dieser Anblick des leeren Regales bringt mich gedanklich schon einen, nein zwei Schritte weiter, und ich weiß, es stehen sicher bald drei dieser Becken im Raum. Doch nun erstmal das Erste einrichten




So die Regale sind fertig, die Elektronik funktioniert einwandfrei, ich bin auch fix und alle, jetzt noch kurz die Pause genießen bevor das Becken geliefert wird.

Nicht gerade der geeignete Raum und die beste Jahreszeit um all diese Arbeiten zu tätigen. 27°C Raumtemperatur 34°C Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit 54% ich kann wegen Baumaßnahmen an der Haus-Fassade und Balkon nicht lüften, alle Fenster sind von außen verklebt wegen des Sandstrahlens, das Haus ist eingerüstet. Aber was muss, das muss. Ich hoffe nur ich bekomme keine Probleme mit der Feuchtigkeit, mangels Lüften.



Nun ist das Produkt der Begierde da, es kann es losgehen.
6 LED Leisten mit je 10W 6500K Lichtspektrum und 900 Lumen befluten das Becken.
Dies sollte reichen um die Farben der Bromelien zu halten und das Wasserteil bis zum Boden auszuleuchten.




Über die Jahre habe ich nun massenhaft Becken eingerichtet, einiges an Lehrgeld mit Experimenten bezahlt und weiß nun der Materialien die funktionieren, und derer die nicht funktionieren. Deshalb war bei diesem Terrarium klar wie- und mit welchen Materialien es eingerichtet wird. Keine Kompromisse bei der Qualität der Materialien sondern auf Lebenszeit gebaut. Auch sollte diesmal Fließwasser her, aber ein versumpfen verhindert werden. Dieses Problem hat man bei einem Terrarium mit 80x60x20cm Wasserteil nicht.



Diejenigen die mich kennen, wissen dass ich mich bei der Einrichtung meiner Becken sehr nahe an der Natur orientiere. Töpfe sind in meinen Becken absolutes Tabu, deshalb hortete ich Wurzeln die solche Pflanzmöglichkeiten-  oder auch für die Tiere natürliche Phytothelmen bieten.
Auch sollte der Wasserteil mit ausgewaschenen Wurzelwerk möglichst natürlichen charakter haben.






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Wie immer verwende ich nur Aquariumsilikone um keine Fugizide ins Becken zu holen. Der Bedarf in diesem Becken mit der Größe von 80x60x120cm war recht groß. Wie man sieht ist Silikon nicht unbedingt mein Werkstoff, denn nicht nur das Terrarium ist beflockt, auch meine Hände, die Kartuschen und eigentlich alles rund um das Terrarium auch. Ein fürchterliches Material.


 


froschmichl.de.tl/Einrichtung-eines-Terrariums.htm




Als Wurzeln kamen diesmal Mooreiche und Mangroven zum Einsatz.
Eine Kombination die mit sicherer wahrscheinlich meine Lebenserwartung überdauern wird.

Die Rückwand aus Xaximplatten aus Neuseeland.
Weiche 30mm starke Platten

Der Boden wird aus Styrodur modelliert und beflockt und mit 45mm starken Xaxim aus Südamerika belegt, mit dem ich schon sehr gute Erfahrungen gemacht habe.

Die Seitenwände erden nach bewährter Art auf schwarzem Aquariumsilikon mit meiner Mischung beflockt.




Nach ausreichender Trocknung wird estmal besprüht um lose, überschüssige Beflockung zu lösen bevor dann das Wasser in das Becken eingebracht wird.


Wasserwerte bereits nach einer Woche NO² 0 mg  NO³ 0 mg GH >3d  KH 3°d pH 6,8 alles im grünen Bereich dank Bio Filterung (Filterschaum, Keramikröhren und Torf) und Animpfung mit Filterbakterien. Tägliche Wasserwechsel 30%. Nun kommt es mir doch zu Gute das ich vor der Terraristik langjährige Erfahrungen in der Aquaristik gesammelt habe. Die Werte halten sich stabil, kein peaklevel, dank eingefahrenem Filtermaterial so dass ich bald mal eine Putzkolonne mit Garnelen einsetzen kann. Ich bin nie wirklich von der Aquaristik weg gekommen, mit diesem Becken will ich mir ein kleines bisschen dieses Hobbies wieder ermöglichen.


Hydrocotyle cf. tripartita(Dreiteiliger Wassernabel) ein sehr hübsches, kleinblättriges, schnellwachsendes Unkraut entzieht dem Wasser entstehende Schadstoffe, somit sehe ich dem Ganzen gelassen entgegen.

Vesicularia montagnei(Christmas Moos), Taxiphyllum barbieri, ehemals Vesicularia dubyana (Javamoos) sorgen für eine schöne Unterwasseroptik. Bei leicht bewegten Wasser wie ich es habe, bekommen sie eine schöne Wuchsform. Hier kann man zum vorhergehenden Bild schon erkennen wie schnell sich der Wassernabel ausbreitet.


3. Woche: Vesicularia montagnei(Christmas Moos), Taxiphyllum barbieri, Javamoos) machen sich breit. Hydrocotyle cf. tripartita breitet sich schon an Land aus. Alles läuft nach Plan. Wasserwerte NO² 0 mg  NO³ 0 mg GH >6d  KH 3°d pH 6,8 alles hat sich eingependelt wie ich es wollte. Einfacher und schneller als ich dachte, der Peak-Level blieb komplett aus, Vorteil des eingefahrenen Filtermaterials mit gutem Bakterienstamm, welches ich verwendete. Trotzdem Alles sehr misteriös, alles läuft viel zu glatt, eigentlich geht immer irgendetwas schief.

Vielleicht ist es aber die Ruhe und Gelassenheit, die sich durch die Erfahrung einfach breit macht.




Eine Heizschlange soll im Winter die benötigte Temperatur im Becken halten, der Kamineffekt bringt die Warme Luft vom unteren Lüftungsgitter mit der Ansaugluft ins Becken. Funktionierte bisher immer gut bei mir, und von Glasbruch wie durch Heizmatten von denen ich bereits viel gehört habe, bleibe ich mangels Glaskontakt auch verschont.











Die eingesetzten Copella arnoldi Spritzsalmler aus Guyana laichten gleich mal ab. Ein wahnsinns Schauspiel. Traumhaft keine Rückschläge, sollte mir das Glück mal wohlgesinnt sein?!

www.aquarium-guide.de/spritzsalmler_video.htm

Nach erster Bepflanzung sieht das neue Erscheinungsbild meiner Anlage recht gut aus. Entschädigt für den Verzicht auf sieben Terrarien, einfach durch die Großzügigkeit. Wobei ich manchem Becken und manchem Tier schon etwas nachtrauer.




Es führten viele Beweggründe zu dem Umbau, einmal die Zeit die mich die alte Anlage beanspruchte, dann sicherlich die Beobachtungen die ich eingangs erwähnt habe, und natürlich auch die Betriebskosten. Denn ich habe meine Beleuchtung nun um fast die Hälfte reduziert, die Energiekosten der Heizschlangen momentan um ein drittel. Somit habe ich mir als alleinverdienender Vater auch noch die Haushaltskasse etwas entlastet, wenn am Jahresende dann die Abschlagzahlung reduziert wird.





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meine erste Adresse wenn es um Bromelien und tropische Pflanzen geht.
Vielen Dank Bert für die Top Qualität über all die Jahre, ist jeden Tag wieder eine Freude Eure Pflanzen zu sehen.



Jetzt mal erste Eindrücke von den Pflanzen im neuen Becken










Lockhartia species, Oberouia species. Orchideen


Oberouia species Orchidee
    

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Pleurothallis costaricensis Orchidee



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Oberouia species Orchidee


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Kletterfarn, Microgamma species 


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Stelli species Orchidee


Pleurothallis leptotifolia Orchidee


Barbosella dusenii Orchidee


Mediocalcar decoratum Orchidee


Omoea philiooinensis Orchidee


Barbosella prorepens OrchideePleurothallis costaricensis Orchidee


Epidendrum species Orchidee


Oberouia species Orchidee


Neolauchea pulchella Orchidee





so ist es in der Tat; nicht ganz einfach in einem Terrarium,den Bedürftnissen aller Pflanzen gleichermaßen Genüge zu tun. Viele Orchideen und Farne mögen es tagsüber gern feucht, aber gut durchlüftet, damit das Blattwerk abends und zur Nacht gut abgetrocknet ist. Manche Farne muss man sogar vertrocknen, bzw. verkümmern lassen, bevor man sie zu neuem Leben erweckt. Andere Pflanzen wie Moosfarne und Moose, mögen es gerne dauerhaft feucht bis nass. Das Lichtspektrum und die Lichtleistung, sowie die Wasserwerte des Beregnungswassers sind ebenso entscheidend für eine erfolgreiche Begrünung, wie die Platzierung der Pflanze am richtigen Ort.


   
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Redfrogteam Thorsten Tittel aus Costa Rica

Vertrieb Deutschland
Farne Ronny Cricket 
Moossporen u. Zubehör Maximilian Dank


Pleopeltis polypodioides Kletterfarn Costa Rica


Pleopeltis polypodioides Kletterfarn Costa Rica

Pleopeltis polypodioides Kletterfarn Costa Rica

4 Wochen später .......Pleopeltis polypodioides fühlt sich wohl, treibt neu aus


Ficus villosa Kletterpflanze


Ficus villosa


Ficus villosa



Peperomia species


Polypodium formosanum
Kletterfarn


Microgamma species Kletterfarn


Microgamma species Kletterfarn


Microgamma species Kletterfarn


Pyrrosia nummularifolia Kletterfarn


Pyrrosia nummularifolia Kletterfarn


Microgamma species Kletterfarn


Microgamma vacciniifolia Kletterfarn


Hoffmannia refulgens


4 Wochen später ...sieht verdammt gut aus
Hoffmannia refulgens schiebt ordentlich Blätter


Bromelien haben dank 6500K Tageslichtspektrum und 8 x 900 Lumen Leistung bei 10W auch ohne UV kräftige Farben LED Technik macht es möglich. Neoregelia X111 Bromelie Hybride (Bromelien Westermann)


Bulbophyllum clavatum Orchidee

















Polypodium formosanum Kletterfarn


Polypoium formosadum Kletterfarn


Polypoium formosadum Kletterfarn








Stellis species
Orchidee


Neoregelia Van Loon Bromelie Hybride (Bromelien Westermann)


Neoregelia bumblebee Bromelie Naturform


Neoregelia hiacynth Bromelie Naturform











Schoenorchis paniculata Orchidee


Lockhartia species Orchidee


Lockhartia species Orchidee


Pleurothallis leptotifolia Orchidee


Epidendrum spec. Orchidee


Stellis species Orchidee


BESATZ

So nun wage ich es nach Fischen aus Suriname sollen nun auch Frösche aus Suriname in das Terrarium einziehen.

Der Größe entsprechend dürfen meine 1.1 Dendrobates Tinctorius Robertus Wildfänge von den Acarai mountauns Suriname umsiedeln.